Weihnachtsgeschenke für Mediziner 2

Immer noch nix zu Weihnachten gekauft? Mist. OnlineKaufhäuser streiken? Internet-Flatrate nicht bezahlt? Dann müssen wir wohl allen Ernstes das Haus verlassen und etwas … äh besorgen …

  • Chirurg: Nun, wir wissen alle: Der will nur spielen, sprich operieren. Also schnell dieses Oldschool Elektronikspiel aus dem Spielwarenladen besorgen. Also, da wo es immer piepst wenn man mit der Pinzette irgendwo anstößt. Wie heißt das bloß nochmal? Falls wir es nicht ausfindig machen können, tuts auch eine Weihnachtsgans. Statt Besteck, einfach Skalpell und Pinzette besorgen (muss nicht sterilisiert sein). Anschließend einfach alles aufessen.
  • Medizinstudent: Klar, der will was lernen. Also einfach Fachbücher zu Weihnachten schenken. Kein Witz. Ein Telefonbuchauswendiglerner ist da keineswegs beleidigt, ganz im Gegenteil. Wir leisten einen kleinen Beitrag auf seinem steinigen und weiten Weg zum (vermeintlichen) Halbgott in Weiß. Er wird es uns danken. Ach ja, andere Interessen außer Medizin hat er sowieso nicht.
  • Abiturient: Ich schweife ab, aber wenn dieser ne 1,0 bringt, darf er tatsächlich Medizin studieren und die entsprechenden Bücher auswendig lernen. Nun, warum hierfür ein Einser notwendig ist, weiß ich auch nicht. Aber egal. Was wünscht sich ein Abiturler zu Weihnachten? Ganz klar! Hochphilosphische Literatur, denn ihr wisst ja, sie fühlen sich … nicht Fisch nicht Fleisch. Die Welt steht einem offen. Und daher ist der intellektuelle Touch beim Geschenk ganz wichtig. Das Monsterdoc Buch ist hier sicher nicht geeignet …

Weihnachtsgeschenke für Mediziner

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Weihnachten naht so dermaßen schnell, dass man im Eifer des Gefechtes doch glatt nicht weiß, was man seinen Lieben kaufen soll. Basteln so wie früher ist nicht mehr und viel Geld will man auch nicht ausgeben. Nun, hier also der kleine Ratgeber für medizinisch sinnvolle Weihnachtsgeschenke für Angehörige der gesundheitlichen Zunft. Also wer natürlich basteln will kann gerne den Bastelratgeber von Monsterdoc durcharbeiten.

  • Rettungsassis, äh pardon, Notfallsanitöter: Einen Satz blaue LEDs, eine Platine, ein paar Widerstände, eine 9V Batterie, Kabel ausm Baumarkt des Vertrauens und schon hat man am Weihnachtsabend ein paar Stunden Ruhe. Ziel: Wenn alles funktioniert, gibt es ein schönes Blaulicht, und hey, welcher Notdürftige kann das schon verschmähen?
  • Arzthelferinnen, ach nee, MFAs: Ich bin aber auch nicht mehr auf Höhe der Berufsbezeichnungen, egal. Was wünschen sich die heimlichen Chefinnen in einer Arztpraxis? Immer richtig liegt man mit Geruchswasser sprich Parfüm aller Arten. Beispielsweise: Eau d’abscess oder Eau de la atherom blaissé. Ganz im Trend  liegt übrigens Nature 0815 d’or. Nun, gewisse Richtungen sind zwar etwas gewöhnungsbedürftig aber durchaus stilsicher.
  • Urologen: Hier sollte man Erlebnisgutscheine schenken. Einmal Baggerfahren? Huskieschlitten lotsen? Oder gar einen Hubiflug? Na, wer kann dazu schon nein sagen? Und da der urologische Alltag ja so männlich und eintönig ist, muss man sich wenigstens an Weihnachten doch mal ausleben dürfen, ne?

weitere Geschenketipps folgen ….

(Foto: Place Stanislas von Alexandre Prévot auf flickr.com, unter einer Creative Commons-Lizenz (CC BY-SA 2.0))
Kategorie: Ratgeber | 3 Kommentare

Rauchen macht weiblich

Unlängst beim Ärzteblatt.de gelesen: “Rauchen führt zum Verlust des Y-Chromosoms in Blutzellen”. Das hört sich erstmal sehr schlimm an. Nicht nur dass wir Männer häufiger an Krebs erkranken, wenn wir regelmäßig an der Aschenglimme nuckeln. Nein, wir verlieren auch noch unser so wertvolles Y-Chromosom, dass uns von den weiblichen Artgenossen abgrenzt.

Also im Klartext: Männer werden durch Nikotin zu Frauen und sterben dann, das würde also dann doch im Umkehrschluss bedeuten: Frauen erkranken häufiger an Krebs. Nun, ich als Nichtzellbiologe habe dies anscheinend nicht so ganz verstanden. Aber egal. Die Tatsache mein Y-Chromosom in welchen Zellen auch immer aufs Spiel zu setzen, führt mich dazu, nie im Leben, nie nie mit dem Rauchen anzufangen. Oder?

An alle ärztlichen Kollegen: Bei der nächsten Raucher-Entwöhnungstherapie mal mit diesem Argument kommen … vielleicht klickts dann erheblich schneller im Kopf! Euch noch ein dampffreies Nikolauswochenende …

(Foto: Self Portrait  von Brittany Bychkowski auf flickr.com, unter einer Creative Commons-Lizenz (CC BY-SA 2.0))

Hajo der Stationsarzt ist zurück

Endlich ist es soweit! Über 6 Jahre haben wir darauf gewartet! Hajo der Stationsarzt ist zurück und ich habe die Soap der letzten Jahre zusammengefasst. Herausgekommen sind 60 Seiten allerfeinster medizynisch-korrekter Unterhaltung, oder so ähnlich …

Hajo der Stationsarzt – die Medizin Soap

Tja, und es scheint mir …. das diese Soap nach einer Fortsetzung schreit. Da gibts noch so viel zu erzählen und berichten. Korrigiert mich bitte wenn ich falsch liege. Schön wäre auch ein Hörbuch … dazu bräuchte ich noch gute Sprecherinnen und Sprecher … schau mer mal.

 

Mount Vinson 2014 – die Zusammenfassung

Mount Vinson 2014 – die Expedition

Die sechste Expedition führte uns diesmal ins ewige Eis der Antarktis zum höchsten Berg dort: Mount Vinson (ca. 5000m). Axels Militärmaschine C-17 der US Air Force (mit Whirlpool, Küche, German-TV und Fitnessraum) brachte uns sicher nach Neuseeland.

Nach einer ausgiebigen Erholungsphase in Wellington gelangten wir sicher nach Patriot Hills / Antarktis. Der Aufenthalt im Basislager war nur kurz und so brachen wir rasch mit einer Twin Otter in Richtung Gletscher des Mount Vinson auf. Der Cheffe durfte fliegen und nach einem ordentlichen Schneesturm wurden die Rückwärtsesstüten rasch gefüllt.
Am Fuße des Gletschers auf 2000m Höhe trafen wir auf Carlos, der nach dem (Dauer)Zoff mit Tanja, hier eine kleine Huskie Hundezucht etabliert hatte. Nach einer kurzen Begrüßungsrunde landete plötzlich noch eine Maschine. Sven, ein Schweizer Banker und Topkletterer, den wir noch vom Mount Everest her kannten, stieg selbstbewusst aus. Was machte er hier? Zufall?

Nachdem sich Sven zurückgezogen hatte las ich dem Team aus Elenas Tagebüchern vor. Nur soviel: Nachdem wir Big Boss vom Mars eliminiert hatten, war die GAHL Geschichte. Doch blieb noch ein einzelner hasserfüllter Einzelkämpfer zurück, vor dem uns Elena warnte. Vermutlich war er schon auf einer unserer Expeditionen mit dabei. Sven? Doch das war zu simpel!

Am nächsten Morgen starteten wir eine erste Akklimatisierungstour zum Hochlager 1 auf 2800m mit den Schlittenhunden. Carlos, Charlene und Sven blieben im Haus zurück. Gegen Abend kehrten wir durchgefroren aber unversehrt zurück. Die Abfahrt mit den Schlitten machte besonders Spaß. Soweit so gut, doch dann der Schock …

Völlig außer sich stürmte uns Carlos entgegen: “Hajo, hombre, wir haben ein Problem, er ist tot, Sven ist tot!” Was war passiert? In wirren Sätzen berichtet Carlos, dass heute Nachmittag erneut eine kleine Maschine mit 6 Bersteigern gelandet war. Es war eben Hochsaison am Mount Vinson … Carlos verlieh nicht nur Hunde, sondern betrieb nebenbei auch so eine Art Pension … also nicht angemeldet, nicht so ganz legal eben. Wie sich herausstellte waren die vermeintlichen Bergsteiger Mitglieder der Antarctic Police Force. Sie kamen unangemeldet und forderten eine Hausdurchsuchung. Beim Rundgang dann der Schock: Im Keller lag die Leiche von Sven … am Fuße der Steintreppe …

Carlos beteuerte natürlich seine Unschuld, er war eine kurze Runde mit den Hunden gegangen und hatte überhaupt nichts mitbekommen … Charlene war den ganzen Tag über im Haus. Sofort wurden er und Charlene von der APF verhört. Charlene war nicht vernehmungsfähig, wimmerte nur noch. Dann knallten bei Carlos die Sicherungen durch, er schlug einen Beamten nieder und konnte sich befreien, und nun stand er zitternd vor uns.

Carlos Pension war in Sichtweite und die Beamten forderten per Megafon die Auslieferung von Carlos … Was sollten wir tun? Charlene war immer noch in APF Gewahrsam. Wir hatten offensichtlich ein Problem! Eine Leiche, ein unangemeldetes Gewerbe, Temperaturen um die -20 Grad und einen noch unbestiegenen Berg. Wie sollten wir vorgehen?

  • Draußen bleiben, uns in den Zelten verschanzen, warten bis morgen früh
  • Carlos ausliefern, und den Mordfall aufklären
  • Unser Flugzeug flottmachen und nach Patriot Hills abhauen
  • Die Bude stürmen, und danach alles klären

Wir fackelten nicht lange und stürmten Carlos Haus, das von 6 Antarctic Police Officers besetzt war. Die Huskies und das BSEK lieferten eine großartige Leistung ab. Charlene wurde befreit. Interessanterweise gab es gar keine Leiche. Sven war offensichtlich mit einem Schneemobil getürmt. Hatte er uns alle inklusive den Officers getäuscht? Was für ein harter Hund! Glücklicherweise hatten wir bei ihm gestern einen digestiven GPS Sender platziert … der sollte uns nicht entkommen. Die Officer durften die Nacht gefesselt im Schuppen verbringen, sie schwiegen. Ebenso wie Tanja, ihr hatte es offensichtlich die Sprache verschlagen. Carlos versuchte alles wieder einzurenken ….

Am nächsten Tag erreichten wir Hochlager 2 (3500m) zusammen mit den Huskies. Dort standen einige kleine Zelte, die aber verwüstet aussahen. Ein Sturm? Kein Mensch war hier. Unheimlich. Wo waren die ganzen Bergsteiger? Ab jetzt wurde es übrigens nicht mehr dunkel, es war Polartag, die Sonne ging nicht mehr unter.

Das GPS Signal von Sven lag dicht vor uns. Jetzt hatten wir den Verbrecher am Wickel. Wir machten uns auf die Suche und kamen etwas von der Gipfelroute ab. Unglaublich, hier lag ein kleiner Eissee. Vom Grund des Sees funkte das Signal. Mist. Lag da wieder eine Leiche?

Im See lag tatsächlich eine Leiche. Mutze und Carlos bargen sie. Allerdings war diese bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Chefarzt und ich entschlossen uns zur Obduktion. Und tatsächlich, wir fanden einen GPS Sender im Darm. Doch es war nicht Sven, denn die Leiche trug nicht dessen hässliche Tätowierung auf der Brust. Sven war offensichtlich ein Psyochopath. Er zwang einen Bergsteiger seinen GPS-Sender zu schlucken und tötete ihn dann. Er war weiter in Richtung Gipfel des Mount Vinson unterwegs. Wir wollten ihm folgen, doch waren wir zu erschöpft. Daher entschlossen wir uns, ein Iglu zu bauen und zu übernachten. Nach einer gemütlichen Runde mit glühenden Antibibber-Stäbchen schliefen wir ein. Die (helle) Nacht verlief ruhig.

Am nächsten Tage gingen wir weiter den Berg hinauf. Und wieder einmal mussten wir uns ein Iglu bauen um der eisigen Kälte zu trotzen. Wir waren alle ziemlich kaputt nach dem langen Marsch auf knapp 4200m. Kein Mensch weit und breit. Das BSEK schwärmte aus und kam mit erstaunlichen Nachrichten zurück …

Nicht weit weg weg von unserem Iglu befand sich neben einem Felsen ein völlig unscheinbarer Höhleneingang. Nach einigen Metern der Erkundung wurde schnell klar, dass es hier weitergehen musste. Jetzt dämmerte es uns. Sven hatte sich nicht in Luft aufgelöst, sondern war vermutlich hier in diesen Stollen eingedrungen. Ein Relikt aus dem 2. Weltkrieg oder von der ehemaligen Terrorgruppe der GAHL?

Wir gingen in den Stollen und fanden eine verschlossene Tür. Wir konnten sie öffnen. Doch als wir voranstürmten schnappte die Falle zu. Der Boden brach unter uns zusammen und wir fanden uns in einer Art Gefängniszelle wieder. Hajo knallte durch, er faselte ständig irgendwas von “alten Expeditionen” … Dann hörten wir plötzlich die Stimme von Sven. Er forderte uns auf mit ihm um unser Leben zu spielen. Er behauptete, dass er Elenas Tagebücher gelesen hätte und über all unsere Expeditionen Bescheid weiß. Wir mussten einige Fragen beantworten. Dann verschwand er und ließ uns frei … wir bahnten uns einen Weg ins (kalte) Freie. Als wir den Stollen verließen ging alles in die Luft, warum auch immer. Immerhin die erste Explosion bei dieser Expedition …

Die Nacht verbrachten wir Glühstäbchen essend, trinkend, inhalierend, in die Nase steckend … die Weihnachtsplätzchen mit Fisch-Lebertrangeschmack kamen weniger gut an …

So langsam machte sich bei uns das Gefühl breit, dass Sven ein Phantom sein könnte, entwischte er uns doch laufend. War er womöglich gar nicht real sondern nur eine Ausgeburt unserer erkrankten Gedanken. Es wäre nicht das erste Mal, dass uns unsere Psyche einen Streich spielte. Wie auch immer … wir hatten eine Aufgabe zu erledigen …

Am folgenden Tag tobte ein Schneesturm, der sich gewaschen hatte. Sichtweite: Hand vor Augen. Keine Chance auch nur einen Meter voranzukommen.  Zwangsläufig mussten wir pausieren und uns irgendwie die Zeit mit Antarctic Monopoly vertreiben …Gegen Abend schien sich der Schneesturm endlich zu legen und wir hatten wieder klare Sicht auf den Gipfel und aufs Tal, der gestrige Tag hatte uns alle etwas gepsycht und daher wollten wir so schnell wie möglich Antworten und Taten … Die Temperatur betrug mittlerweile -35 Grad und wir hatten bestes Wetter, Sonne bei Tag und Nacht. Es war unheimlich still, die Ruhe vor dem Sturm? Ich betrachtete gerade den Gipfel und grübelte über den Aufstieg nach, da hörte ich plötzlich in der Ferne Lärm. Rotoren? Ein Hubi? Mehrere Rotoren? Mehrere Hubis? Dann sah ich Flugobjekte, erst eins, dann zwei, dann viele … der ganze Himmel voller … Drohnen … unbemannte Flugobjekte, die vermutlich auf uns angesetzt waren … Die suchten uns!

Hunderte von Drohnen griffen uns an. Es war wie in einem schlechten Film. Zunächst hofften wir, sie würden vorbeifliegen, doch dann mussten wir kämpfen. Viele schossen wir ab, die restlichen konnten fliehen. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. (Hauptwaffen: Glock Pistole, AK-47, MG-11 (Carlos), Machete (Basadai) und Minirakete (Mutze)).

Als wir die Trümmer der Drohnen untersuchten konnten wir die Reste eines Wappens erkennen. Dieses kam uns irgendwie bekannt vor. Es hatte auf jeden Fall nix mit dem Antarctic Police Department zu tun. Es war wohl ein abgewandeltes GAHL-Wappen. Und dann waren wir uns schlagartig sicher: Sven hatte innerhalb eines Jahre wohl eine Folgeorganisation aufgebaut, anders konnte man sich dieses riesige Waffenarsenal nicht erklären. Und die Police Officers wollte er täuschen und uns möglicherweise hirnwaschen und rekrutieren … (tja, weil wir eben toll sind)

“Doch, Freunde, da hat er die Rechnung ohne den Wirt gemacht … unser Hirn wird nicht gewaschen. Wir sind wir. Nun, daher schickte er die Drohnen. Ich fürchte, jetzt will er uns nur noch vernichten … wir müssen auf der Hut sein”

Wir brachen auf in Richtung Gipfel. Bis auf 4600m schafften wir es, dann mussten wir erneut in einem noch kleineren Iglu biwakieren. Ach ja, die beiden (erneuten) Turteltäubchen, Tanja und Carlos blieben im alten Iglu zurück. Die kümmerten sich um gar nichts mehr *grummel* Wir sammelten ein letztes Mal unsere Kräfte, spielten Antarctic-Monopoly, aßen Lebertrankekse, und lutschten Glüchstäbchen.

Dann, endlich erreichten wir den höchsten Gipfel der Antarktis – Mount Vinson – auf knapp 5000m oder waren es über 5000? Doch die Freude währte nicht lange, denn Bad Sven lauerte uns bereits mit einer Unmenge an bis an die Zähne bewaffneten Gefolgsleuten auf. Er wollte uns zur Aufgabe zwingen, aber … wir waren bereit zum Kampf. Glücklicherweise hatten wir einen extra Huskieschlitten als Waffenlager umfunktioniert. Und so konnte es losgehen. Auch Drohnen griffen wieder an, doch diesmal waren wir gut vorbereitet. Leider wurden wir im Verlauf der Schlacht eingekesselt. Dann tauchten Carlos, Tanja und Roberto aus dem Hintergrund auf und hauten uns raus.

Basadai gelang es Sven festzunehmen. Ich konnte sie gerade noch davon abhalten ihm die Kehle durchzuschneiden. Und so rasten wir zufrieden mit den erbeuteten Schneemobilen zu Carlos Hütte und verbrachten die Nacht feiernd und Glühstäbchen rauchend. Was für eine Expedition. Und für uns diesmal wirklich verletztungsarm …

Sven wurde von den Antarctic Police Officers in Gewahrsam genommen, sie entschuldigten sich für den Vorfall Anfang der Woche … tja, Ende gut alles gut. Der wird uns nicht mehr belästigen.

Es war eine berauschende Abschlussfeier in Carlos Haus mit Psychedelic Rock, waberndem Polarlicht und Glühstäbchen …. Basadai bekam für ihre Verdienste die diamantene Machete verlieren, Mutze den goldenen Anzug und Cheffe die Spritze in Gold. Miss und Mister Antarktis wurden, wie erwartet, Tanja und Carlo. Soweit so gut, allerdings schlug die Stimmung etwas um, als gegen Ende der Party über die Lautsprecher der Musikanlage eine unheimliche Durchsage gemacht wurde. “Irgendwas mit GAHL Nachfolger und Drohungen”.

Wir nahmen es dennoch gelassen und harrten der Dinge, die da kommen würden … Beim Frühstück waren alle etwas verorgelt. Woran das wohl lag? Hajo stolperte und riss die Kaffeekanne zu Boden, Tanja schlitterte auf ihren Heels in die Musikanlage hinein und zerstörte die wertvollen Boxen. Doch es war schon spät. Und da kam auch schon Axel mit seinem Flugzeug um uns abzuholen …

Und so war es ein erneuter Abschied von einer wundervollen Expedition. Tanja und Carlos blieben zurück, alle anderen hoben ab um wenige Stunden später sicher in der Heimat zu landen … Ende gut, alles gut!(?)

Danke an alle Expeditionsteilnehmer: Cheffe, Charlene, Carlos, Axel, Federkiel, Hendrik, Tanja, Mutze Basadai, Roberto, Hesting, Ednong und Sven. Besonderer Dank geht an das BSEK und die Huskies …

Es ist (noch nicht) vorbei

Es war eine berauschende Abschlussfeier in Carlos Haus. Basadai bekam für ihre Verdienste die diamantene Machete verlieren, Mutze den goldenen Anzug und Cheffe die Spritze in Gold. Miss und Mister Antarktis wurden, wie erwartet, Tanja und Carlo. Soweit so gut, allerdings schlug die Stimmung etwas um, als gegen Ende der Party über die Lautsprecher der Musikanlage eine unheimliche Durchsage gemacht wurde. “Irgendwas mit GAHL Nachfolger und Drohungen”.

Wir nahmen es dennoch gelassen und harrten der Dinge, die da kommen würden … Beim Frühstück waren alle etwas verorgelt. Woran das wohl lag? Hajo stolperte und riss die Kaffeekanne zu Boden, Tanja schlitterte auf ihren Heels in die Musikanlage hinein und zerstörte die wertvollen Boxen. Doch es war schon spät. Und da kam auch schon Axel mit seinem Flugzeug.

Und so war es ein erneuter Abschied von einer wundervollen Expedition. Tanja und Carlos blieben zurück, alle anderen hoben ab um wenige Stunden später sicher in der Heimat zu landen … Ende gut, alles gut!

Die Ruhe nach der Schlacht

Gestern Abend standen wir auf dem höchsten Gipfel der Antarktis – Mount Vinson – auf knapp 5000m oder waren es über 5000? Doch die Freude währte nicht lange, denn Bad Sven lauerte uns bereits mit einer Unmenge an bis an die Zähne bewaffneten Gefolgsleuten auf. Er wollte uns zur Aufgabe zwingen, aber … wir waren bereit zum Kampf.

Glücklicherweise hatten wir einen extra Huskieschlitten als Waffenlager umfunktioniert. Und so konnte es losgehen. Auch Drohnen griffen wieder an, doch diesmal waren wir gut vorbereitet. Leider wurden wir im Verlauf der Schlacht eingekesselt. Dann tauchten Carlos, Tanja und Roberto aus dem Hintergrund auf und hauten uns raus.

Basadai konnte Sven festnehmen. Ich konnte sie gerade noch zurückhalten ihm die Kehle durchzuschneiden. Und so rasten wir zufrieden mit den erbeuteten Schneemobilen zur Carlos Hütte und verbrachten die Nacht feiernd und Glühstäbchen rauchend. Was für eine Expedition. Und für uns diesmal wirklich verletztungsarm …

Lasst uns noch den heutigen Tag in der Hütte verbringen, und gegen Abend dann noch eine legendäre Abschlussparty feiern … der DJ legt heute auf: Psychedelic Rock mit waberndem Polarlicht und Glühstäbchen …

Nachtrag: Sven wurde von den Antarctic Police Officers in Gewahrsam genommen, sie entschuldigten sich für den Vorfall Anfang der Woche … tja, Ende gut alles gut. Der wird uns nicht mehr belästigen. Axel wird uns dann morgen früh direkt hier vor der Hütte abholen und nach Hause fliegen … Also Party on!
Knicklichter Party 1

Quelle: Wikipedia

Der Gipfel ruft!

Hunderte von Drohnen griffen uns gestern Abend in unserem Höhenlager an. Es war wie in einem schlechten Film. Zunächst hofften wir, sie würden vorbeifliegen, doch dann mussten wir kämpfen. Viele schossen wir ab, die restlichen konnten fliehen. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. (Hauptwaffen: Glock Pistole, AK-47, MG-11 (Carlos), Machete (Basadai) und Minirakete (Mutze)).

Als wir die Trümmer der Drohnen untersuchten konnten wir die Reste eines Wappens erkennen. Dieses kam uns irgendwie bekannt vor. Es hatte auf jeden Fall nix mit dem Antarctic Police Department zu tun. Es war wohl ein abgewandeltes GAHL-Wappen. Und dann waren wir uns schlagartig sicher: Sven hatte innerhalb eines Jahre wohl eine Folgeorganisation aufgebaut, anders kann man sich dieses riesige Waffenarsenal nicht erklären. Und die Police Officers wollte er täuschen und uns möglicherweise hirnwaschen und rekrutieren … (tja, weil wir eben toll sind)

Doch, Freunde, da hat er die Rechnung ohne den Wirt gemacht … unser Hirn wird nicht gewaschen. Wir sind wir. Nun, daher schickte er die Drohnen. Ich fürchte, jetzt will er uns nur noch vernichten … wir müssen auf der Hut sein.

Wir brachen auf in Richtung Gipfel. Bis auf 4600m schafften wir es, dann mussten wir erneut in einem noch kleineren Iglu biwakieren. Ach ja, die beiden (erneuten) Turteltäubchen, Tanja und Carlos blieben im alten Iglu zurück. Die kümmerten sich um gar nichts mehr *grummel*

Wir sammeln jetzt Kräfte, spielen Antarctic-Monopoly, essen Lebertrankekse, und lutschen Glüchstäbchen. Dann, heute Abend 20.30 Uhr kommt es zum Showdown auf dem Gipfel …

 

Antarctica

Quelle: Wikipedia

Der Drohnenangriff

Okay, der Schneesturm scheint sich endlich zu legen und wir haben wieder klare Sicht auf den Gipfel und aufs Tal, der gestrige Tag hatte uns alle etwas gepsycht und daher wollen wir so schnell wie möglich Antworten und Taten …

Die Temperatur beträgt mittlerweile -35 Grad und wir haben bestes Wetter, Sonne bei Tag und Nacht. Es ist unheimlich still, die Ruhe vor dem Sturm? Ich betrachte gerade den Gipfel und grüble über den Aufstieg nach, da höre ich plötzlich in der Ferne Lärm. Rotoren? Ein Hubi? Mehrere Rotoren? Mehrere Hubis? Dann sehe ich Flugobjekte, erst eins, dann zwei, dann viele … der ganze Himmel voller … Drohnen … unbemannte Flugobjekte, die vermutlich auf uns angesetzt sind … Die suchen uns!

Ich wette die sind bewaffnet. Und ich kann mir auch schon vorstellen, von wem die ausgesendet wurden. Antarctic Police Department? Ich glaube, dass die einen ziemlichen Hals auf uns haben … Leute versteckt euch!

NEO S300 2

Sven das Phantom

Wir gingen in den Stollen und fanden eine verschlossene Tür. Wir konnten sie öffnen. Doch als wir voranstürmten schnappte die Falle zu. Der Boden brach unter uns zusammen und wir fanden uns in einer Art Gefängniszelle wieder. Hajo knallte durch, er faselte ständig irgendwas von “alten Expeditionen” …

Dann hörten wir plötzlich die Stimme von Sven. Er forderte uns auf mit ihm um unser Leben zu spielen. Er behauptete, dass er Elenas Tagebücher gelesen hätte und über all unsere Expeditionen Bescheid weiß. Wir mussten einige Fragen beantworten. Dann verschwand er und ließ uns frei … wir bahnten uns einen Weg ins (kalte) Freie. Zuvor steckten ihm Mutze und Roberto angeblich noch einen Peilsender zu. Als wir den Stollen verließen ging alles in die Luft. Immerhin die erste Explosion bei dieser Expedition …

Die Nacht verbrachten wir Glühstäbchen essend, trinkend, inhalierend, in die Nase steckend … die Weihnachtsplätzchen mit Fisch-Lebertrangeschmack kamen weniger gut an …

So langsam machte sich bei uns das Gefühl breit, dass Sven ein Phantom sein könnte, entwischte er uns doch laufend. War er womöglich gar nicht real sondern nur eine Geburt unserer erkrankten Gedanken. Es wäre nicht das erste Mal, dass uns unsere Psyche einen Streich spielt. Wie auch immer … wir haben eine Aufgabe zu erledigen …

Es ist nun 7 Uhr morgens und es tobt ein Schneesturm, der sich gewaschen hat. Sichtweite: Hand vor Augen. Keine Chance auch nur einen Meter voranzukommen. Laut Wetterbericht könnte dieser bis zum Abend anhalten. Zwangsläufig müssen wir pausieren und uns irgendwie die Zeit vertreiben …

Antarktis on the Rocks

Und wieder einmal mussten wir uns ein Iglu bauen um der eisigen Kälte zu trotzen. Wir waren alle ziemlich kaputt nach dem langen Marsch auf knapp 4200m. Kein Mensch weit und breit. Das BSEK schwärmte aus und kamen mit erstaunlichen Nachrichten zurück …

Nicht weit weg weg von unserem Iglu befand sich neben einem Felsen ein völlig unscheinbarer Höhleneingang. Nach einigen Metern der Erkundung wurde schnell klar, dass es hier weitergehen musste. Jetzt dämmerte es uns. Sven hatte sich nicht in Luft aufgelöst, sondern war vermutlich hier in diesen Stollen eingedrungen. Ein Relikt aus dem 2. Weltkrieg oder von der ehemaligen Terrorgruppe der GAHL?

Tja, Freunde, ich glaube, ich muss euch nicht zwei Mal sagen, was wir zu tun haben? Ihr seid gut ausgeruht, ausgeschlafen, habt noch einen Pingu Burger gegessen? Also dann los. Ich glaube, in diesem Stollen werden wir der Wahrheit auf den Grund gehen … Macht euch auf den schlimmsten Trip in eurem Leben gefasst …

 

Iglu 1999-04-02

In eisigen Höhen

Im See beim Hochlager 2 (3500m), das weitgehend verwüstet war, lag tatsächlich eine Leiche. Mutze und Carlos bargen sie. Allerdings war diese bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Chefarzt und ich entschlossen uns zur Obduktion. Und tatsächlich, wir fanden einen GPS Sender im Darm. Doch es war nicht Sven, denn die Leiche trug nicht dessen hässliche Tätowierung auf der Brust.

Sven war offensichtlich ein Psyochopath. Er zwang einen Bergsteiger seinen GPS-Sender zu schlucken und tötete ihn dann. Er war weiter in Richtung Gipfel des Mount Vinson unterwegs. Wir wollten ihm folgen, doch waren wir zu erschöpft. Daher entschlossen wir uns, ein Iglu zu bauen und zu übernachten. Nach einer gemütlichen Runde mit glühenden Antibibber-Stäbchen schliefen wir ein. Die (helle) Nacht verlieft ruhig.

Wir müssen nun aufbrechen, wir müssen höher … denn wir dürfen neben Sven natürlich nicht unser eigentliches Ziel vergessen: Die Besteigung des Mount Vinson (4892m). Die Hunde und das BSEK sind bereit. Ich hoffe, dass wir gegen Mittag die 4000er Grenze überschreiten. Da soll es noch ein Hochlager geben …

Gavin Antarctica Vinson 2000

Der Tote im Eis

Mit letzter Kraft haben wir das Hochlager 2 zusammen mit den Huskies erreicht. Dort stehen einige kleine Zelte, die aber verwüstet aussehen. Ein Sturm? Kein Mensch ist hier. Unheimlich. Wo sind die ganzen Bergsteiger? Es wird ab jetzt übrigens nicht mehr dunkel, es ist Polartag, die Sonne geht nicht mehr unter. Gewöhnt euch daran.

Das GPS Signal von Sven liegt dicht vor uns. Jetzt haben wir den Verbrecher am Wickel. Wir machen uns auf die Suche und kommen etwas von der Gipfelroute ab. Unglaublich, hier liegt ein kleiner Eissee. Vom Grund des Sees funkt das Signal. Mist. Liegt da wieder eine Leiche?

Fryxellsee Opt

Das Böse ist zurück!

Wir fackelten nicht lange und stürmten Carlos Haus, das von 6 Antarctic Police Officers besetzt war. Die Huskies und das BSEK lieferten eine großartige Leistung ab. Charlene wurde befreit. Interessanterweise gab es gar keine Leiche. Sven war offensichtlich mit einem Schneemobil getürmt. Hatte er uns alle inklusive den Officers getäuscht? Was für ein harter Hund! Auf jeden Fall ist ein GPS Sender an ihm dran und wir haben ihn bereits geortet … der entkommt uns nicht.

Die Officer durften die Nacht gefesselt im Schuppen verbringen, sie schwiegen. Ebenso wie Tanja, ihr hatte es offensichtlich die Sprache verschlagen. Carlos versuchte alles wieder einzurenken. Ob es gelang?

Heute müssen wir die Fährte von Sven aufnehmen. Das hat absolute Priorität, und … oh Wunder, er ist Richtung Hochlager 1 gefahren. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen. Da können wir nebenbei noch den Gipfel des Mount Vinson mitnehmen …

Wir müssen aufbrechen, dann könnten wir heute Mittag am Hochlager sein …

 

Franz Josef Fjord, glacier

Die Leiche im Keller

Heute früh starteten wir eine erste Akklimatisierungstour zum Hochlager 1 auf 2800m mit den Schlittenhunden. Carlos, Charlene und Sven blieben im Haus zurück. Gegen Abend kehrten wir durchgefroren aber unversehrt zurück. Die Abfahrt mit den Schlitten machte besonders Spaß. Soweit so gut, doch dann der Schock …

Iditarod Ceremonial start in Anchorage, Alaska

Völlig außer sich stürmte uns Carlos entgegen: “Hajo, hombre, wir haben ein Problem, er ist tot, Sven ist tot!” Was war passiert? In wirren Sätzen berichtet Carlos, dass heute Nachmittag erneut eine kleine Maschine mit 6 Bersteigern gelandet war. Es war eben Hochsaison am Mount Vinson … Carlos verlieh nicht nur Hunde, sondern betrieb nebenbei auch so eine Art Pension … also nicht angemeldet, nicht so ganz legal eben. Wie sich herausstellte waren die vermeintlichen Bergsteiger Mitglieder der Antarctic Police Force. Sie kamen unangemeldet und forderten eine Hausdurchsuchung. Beim Rundgang dann der Schock: Im Keller lag die Leiche von Sven … am Fuße der Steintreppe …

Carlos beteuerte natürlich seine Unschuld, er war eine kurze Runde mit den Hunden gegangen und hatte überhaupt nichts mitbekommen … Charlene war den ganzen Tag über im Haus. Sofort wurden er und Charlene von der APF verhört. Charlene war nicht vernehmungsfähig, wimmerte nur. Dann knallten bei Carlos die Sicherungen durch, er schlug einen Beamten nieder und konnte sich befreien, und nun steht er zitternd vor uns.

Aktueller Stand: Carlos Pension ist in Sichtweite und die Beamten fordern per Megafon die Auslieferung von Carlos … Was tun? Charlene ist immer noch in APF Gewahrsam. Wir haben offensichtlich ein Problem! Eine Leiche, ein unangemeldetes Gewerbe, Temperaturen um die -20 Grad und einen noch unbestiegenen Berg. Wie sollen wir vorgehen?

  • Draußen bleiben, uns in den Zelten verschanzen, warten bis morgen früh
  • Carlos ausliefern, und den Mordfall aufklären
  • Unser Flugzeug flottmachen und nach Patriott Hills abhauen
  • Die Bude stürmen, und danach alles klären

Wie auch immer, wir müssen warten bis es dunkel wird, dann müssen wir entscheiden, lasst uns bis 21 Uhr warten …