Monsterdoc

Die Antarktis ruft – Mount Vinson wir kommen

Donnerstag, 24. Juli 2014 von Hajo

Hallo Leute, ich bins Euer Hajo. Lange nix gehört, ich weiß … so wie immer eben. Aber ich hatte noch ein paar Dinge zu erledigen und den Tod von Elena zu verarbeiten. Ich habe inzwischen auch ihre Tagebücher gelesen und ich muss sagen … mir wird nun einiges klar … aber mehr dazu wenn wir ungestört sind.

„Mount
Quelle: Wikipedia

Wir haben eine Mission zu erfüllen, nämlich die Seven Summits zu besteigen, und bekanntlich haben wir schon einige Ziele erreicht, nämlich den Mount Everest, die Carstensz Pyramide, den Marianengraben, den Pico de Orizaba (7 Volcano Summits) und den höchsten Berg unseres Sonnensystems, den Olympus Mons …

Ich weiß, wir sind nicht ganz geradelinig auf der Seven Summits Linie gewesen, aber ich plane schon an einer neuartigen Einteilung der wichtigsten Gipfel bzw. Tiefen der Welt ….

Wir müssen in diesem Jahr in die Kältekammer der Erde vordringen, nämlich in die unendlichen Weiten der Antarktis. Dort befindet sich der Mount Vinson (4897m). Und den müssen wir bezwingen. Wir werden also im November, sprich im Sommer, von Punta Arenas / Chile aus mit einem Flugzeug starten. Unser Basecamp liegt dann in Patriott Hills. Freunde, erwarte dort keinen allzu großen Komfort, hier gibts nur Zelte bei schnuckligen -15 Grad im Durchschnitt. Wir reden vom Sommer …

Von dort ist der höchste Berg der Antarktis ca. 120km entfernt. Ein Flieger wird uns dann auf knapp 2000m absetzen. Ab da heißt es dann – einsames Schlittenziehen, am besten mit Skiern bis zum Gipfel … ich freue mich schon …

Bis dahin müssen wir allerdings noch hart trainieren, Skifahren, Schlittenziehen und kälteresistent werden. Der Mount Everest ist bei letzterem Punkt Kinderkram … Als Termin für die Expedition würde sich der Zeitraum 17.11.-23.11.2014 anbieten. Was meint ihr? Wer kommt mit in die eisige Einsamkeit am Südpol?

Mannschaftsarzt Dr.Valentin Uvuzela – Weltmeister

Sonntag, 13. Juli 2014 von chefarzt

Es ist geschafft – Fußballweltmeister 2014 !!!
Aufgrund einer kurzfristigen Änderung der Weltzeitzonen bin ich heute einen Schritt voraus …

fußball

Mannschaftsarzt Dr.Valentin Uvuzela – hart aber fair

Montag, 07. Juli 2014 von chefarzt

Bom dia!

Und erstmal ein großes Nossa an alle! Habt ihr das gesehen? Die Kniestoßattacke gegen den brasilianischen Lieblingsspieler? Also ich meine dieser Kniestoß wäre selbst im -Free Fighting- eine grobe Unsportlichkeit gewesen, und da ist bekanntlich ziemlich viel erlaubt. Doch wir reden von Fußball und wie ein Lendenwirbelbruch eine Nation in Trauer versetzen kann. Doch noch ist es nicht vorbei …

brasil
Bild: Brasil von Rodnei Reis auf flickr.com, unter einer Creative Commons-Lizenz

Das Halbfinale ruft und ich bin derartig im medizinischen Einsatz, dass ich kaum zum Schreiben komme. Ich habe so das dumpfe Gefühl, dass die WMs immer härter werden. Das zeigt übrigens auch die Statistik: Es wurden aktuell deutlich weniger gelbe und rote Karten gegeben. Ist also insgesamt eine härtere Gangart erwünscht? Ich meine, wenn man sich die Spiele von der WM 74 oder gar 54 anschaut … kaum Zweikämpfe … Kindergarten …

Tja und heuer gibt es Lowkicks, Headkicks, Kniestöße, und vor allem Ellenbogen zum Kopf und zur Leber … Alter Schwede, wenn das der Sepp Herberger noch gesehen hätte … aber vielleicht haben wir auch einfach nur die besseren Zeitlupen und die 24 Surround Kameras …

So nun muss ich aber wieder … es gibt da noch einige C2 Schäden von der Viertelfinalfeier auszubügeln …

ein fröhliches saúde!

Euer Valentin

Mannschaftsarzt Dr.Valentin Uvuzela – auf zum Viertelfinale

Mittwoch, 02. Juli 2014 von chefarzt

Hallo Leute,

nur ein kurzer Zwischenruf aus Brasilia … ja, das ist nämlich die Haupstadt von Brasilien, nicht Rio oder Sao Paolo wie viele denken. Brasilia ist 1960 völlig aus dem Boden gestampft worden, als moderne Hauptstadt, mit riesigen Regierungsgebäuden und Autostraßen. Fußgänger wurden hierbei irgendwie nicht berücksichtigt … schon irre …

wie ihr seht, habe ich gerade 2 Tage frei und diese möchte ich natürlich touristisch nutzen. Mittlerweile kümmern sich die Physios um die Spieler. Die Eistonnen werden derzeit auch gerne genutzt … Tja, und die Spielerfrauen habe ich diesmal auch nicht im Schlepptau … puh … wie entlastend …

Ich melde mich wieder pünktlich zum Viertelfinale …

Bis die Tage

ein fröhliches saúde!

Euer Valentin

 

Mannschaftsarzt Dr.Valentin Uvuzela – Flitzer ahoi!

Sonntag, 29. Juni 2014 von chefarzt

Hallo Freunde,

ich grüße euch recht herzlich aus Brasilien. Der Chefarzt hier vom Monsterdoc Blog nimmt es ja mit meiner Anonymität nicht so genau, das musste ich schon feststellen. Daher komme ich jetzt offensiver daher. Doch kann ich meinen echten Namen leider immer noch nicht bekannt geben …

Doch zum Thema … wir haben nun Achtelfinale  bei der WM 2014 … und das bedeutet Sieg oder Niederlage. Es ist leider so, dass manche Teams mit dem Ausscheiden nicht ganz … wie soll ich sagen … einverstanden sind. Und so passierte es in den letzten Tagen, dass eine Verlierermannschaft geschlossen die Kabine der Sieger aufsuchte und es kam dann zu einer richtigen Massenschlägerei. Und wer hat das Ganze wieder ausbaden müssen? Ich! Platzwunden, Prellungen … usw.

Gut, die Verletzungen waren weit weniger schlimmer als nach dem eigentlichen Spiel, aber trotzdem, das geht doch gar nicht. Sollen die doch den Schiedsrichter, den Trainer oder einen von der FIFA verprügeln. Weiß doch jedes Kind, dass Spiele nicht durch die Spieler (alleine) entschieden werden … aber das ist nicht mein Aufgabengebiet …

Ach ja, dank der Bullenhitze haben wir aber dennoch etwas Gutes einführen können: Die sogenannte Cooling Pause, dass heißt nach ner halben Stunde der zweiten Halbzeit gabs eine kurze Trinkpause. Eis wurde auch gereicht, also für die Haxn meine ich.

Ja, was soll ich sagen, die vielen Flitzer habt ihr Fernsehzuschauer natürlich nicht gesehen. Verschämt werden im Flitzerfalle die Luftkameras eingeblendet … Schade eigentlich, da habt ihr wirklich was verpasst. Gerade heute beim Spiel … ich kann euch sagen, bei diesen Temperaturen wird in der Regel traditionell geflitzt, also ohne Textilien. Und dank der Gleichberechtigung flitzen auch immer mehr Frauen …

Bis die Tage

ein fröhliches saúde!

Euer Valentin

Monsterdoc hat neuen RSS Feed

Mittwoch, 25. Juni 2014 von chefarzt

Hallo liebe (Nicht)Fußball Leser,

Wer sich gewundert hat, dass in den letzten Wochen kein Monsterdoc Feed mehr im Reader ankam … nun es lag daran, dass ich das Feedburner Plugin gelöscht habe. Eigentlich müsste Feedburner selbst wieder auf den originären Feed verweisen, hat aber wohl bei einigen nicht geklappt. Daher nehmt bitte folgenden Feed in Euren Reader auf:

http://www.monsterdoc.de/feed/

Danke! Ein neues Design nach fast 6 Jahren des Bloggens muss auch mal her, finde ich, habe aber noch nix passendes gefunden. Ja und Podcasts werden definitiv kommen. Habe die Kranke Schwester kontaktiert …

Mannschaftsarzt Dr.Valentin Uvuzela – Uruguay beißt Italien raus

Dienstag, 24. Juni 2014 von chefarzt

Bom dia!

Wirklich interessante Spiele heute Abend, also ich meine natürlich nur das Spiel ITA-URU mit dem … nun sagen wir eher ungünstigen Ausgang für Italien. Warum? Nun zunächst sahen wir die eigentliche rote Karte für Italien, nämlich bei der Kung Fu Tritteinlage von Balotelli auf den Hinterkopf eines Südamerikaners, anschließend sahen wir die tatsächlich gegebene rote Karte bei dem italienischen Stampftritt oberhalb des Knies. Also, ziemlich schlecht ausgeführt finde ich ohne den notwendigen Punch! Für mich hätte es da nur bis Gelb gelangt, aber gut … so waren die Italiener schon mal geschwächt.

brasil
Bild: Brasil von Rodnei Reis auf flickr.com, unter einer Creative Commons-Lizenz

Und dann gabs natürlich noch den Beißer … das heißt so genau hat das ja keiner gesehen, aber ein uruguayanischer Spieler hat sich wohl seine Hauer an den harten Schulter eines italienischen Abwehrspielers angeschlagen. Beide Fußballer gingen zu Boden und blieben erstmal liegen. Rote Karte?

Diese Frage werde ich morgen früh beantworten können, denn hier ist zunächst eine zahntechnische Abdruckabnahme an der Schulter des italienischen Spielers notwendig, dieser wird dann direkt verglichen. Dann haben wir den Schuldigen, oder auch nicht! Apropos Beißer! Kam der nicht in einem in Brasilien spielenden James Bond vor? Ich erinnere mich nicht mehr recht …

ein fröhliches saúde!

Euer Valentin

 

 

Mannschaftsarzt Dr.Valentin Uvuzela – jetzt wirds heiß!

Sonntag, 22. Juni 2014 von chefarzt

Bom dia!

Tut mir Leid Freunde, dass ich mich erst jetzt wieder melde, aber bei der letzten Baile Funk Party bin ich völlig versumpft … und die Spielerfrauen erst … ich kann euch sagen, aber eins nach dem anderen.

Zunächst sind wir also am Dienstag Nacht zu einer dieser berüchtigten Partys in den Favelas gefahren. Ein Freund von der hiesigen Polizei gab mir übrigens den Tipp, einige hundert Meter vor der Sporthalle die Scheinwerfer des PKWs aus- und die Innenbeleuchtung anzuschalten. Nun das hat auch einen guten Grund. Bei Nichteinhalten kanns schon mal vorkommen, dass auf die Autos mit Kalaschnikows geballert wird, weil die Gangmitglieder denken, es wäre die Polente …

Die Anfahrt ging also schon mal gut, und die Party ging dann voll ab. Nun, da ich nicht mehr der Jüngste bin hat mich das Tempo der Veranstaltung etwas geschlaucht. Die Musik war so laut. Und zum Trinken gabs wenig Softdrinks …

Auf jeden Fall wusste ich am nächsten Morgen nicht mehr, welchen Tag wir hatten. Zum Entsetzen stellte ich fest, dass es nicht Mittwoch sondern Samstagmorgen war. Entsetzlich, meine Mannschaft …?, ich hatte Amnesie … furchtbar … und wo waren die Spielerfrauen? Ich also völlig hilflos und der portugiesischen Sprache nicht mächtig rumgerannt und gesucht … Nichts! Voller Verzweiflung ein Taxi gerufen, zur Polizei gegangen …. dort wurde ich dann selbst erst mal 3 Stunden verhört.

Dann endlich … der erlösende Anruf von meinem Trainer … die Polizei eskortierte mich direkt ins Stadion wo das Spiel schon begonnen hatte. Gott sei Dank saßen die Spielerfrauen alle wohlbehalten in der Women-Lounge.

“Vuvu, wo warst du denn? Wir haben uns Sorgen gemacht!”,

lächelten sie und feierten erst mal ab, nachdem das 1:0 gefallen war. Welch Hartgesottenheit, so abgezockt …

Na ja, was soll ich sagen, gestern gabs dann noch ne kleine KoPlaWu zu nähen und ein paar Prellungen zu versorgen, ansonsten bliebs ruhig und heute Abend gönne ich mir ein großes Apfelsaftschorle, ich schwöre es.

ein fröhliches saúde!

Euer Valentin

Mannschaftsarzt Dr.Valentin Uvuzela – Deutschland wird Weltmeister

Dienstag, 17. Juni 2014 von chefarzt

Hallo liebe Leser,

ich musste mich in den letzten Tagen etwas bedeckt halten, da mir schon einige Reporter auf die Schliche gekommen sind. Dass ich hier deutsch schreibe sollte man nicht als Hinweis auf meine eigentliche Nationalität verwerten. Nebenbei bemerkt: Wieviel deutsche Trainer haben wir denn hier in Brasilien? Na also.

Doch kommen wir zum gestrigen Spiel, Thomas  Müller vs. Ronaldo. Nun das Unterhosenmodel hat verloren, zurecht. Sehr sehr ansehlich war das, so etwas nannten wir zu meiner Schulzeit einmal “brasilianischen Fußball”, was die deutschen Mannen da gestern versanstalteten…

bezüglich der roten Karte möchte ich noch anmerken: Zu unrecht! Das war liebevoll vom portugiesischen Spieler gemeint, ehrlich. Wenn das nächste Mal auf eurer Couch die Katze zum Kuscheln kommt, bekommt sie doch auch keinen Platzverweis, oder?

Ansonsten geht es im dem verletzten deutschen Eisbein schon wieder bergauf. Nach einer prima Kung Fu Einlage zog sich allerdings der portugoesische Spieler nen Faserriss zu, schau mer mal ob wir das wieder mit Spritzen hinkriegen…

So, heute Abend geh ich mit den Spielerfrauen auf so ne richtige Baile Funk Party. Könnte allerdings etwas gefährlich werden, werde berichten…

Euer Valentin

Mannschaftsarzt Dr. Valentin Uvuzela – Favoriten fallen

Samstag, 14. Juni 2014 von chefarzt

Bom dia!

Also ich muss sagen, die Hitze in Brasilien macht mir irgendwie zu schaffen. Schon anstrengend, wenn man den Spielern ständig beim Arbeiten zusehen muss. Ich muss ja eher selten ran …

brasil
Bild: O Rio de Janeiro continua lindo von Nicholasbittencourt auf flickr.com, unter einer Creative Commons-Lizenz

Heute ist es mal wieder passiert: Ein krasser Außenseiter, nämlich Costa Rica, hat so richtig zugelangt. Die haben echt prima gespielt, das war wirklich ansehlich. Ich persönlich fand natürlich die vielen Takedowns interessant … ihr wisst nicht was das ist? Nun, da muss ich etwas ausholen …

Sicher kennt ihr auch nicht den Begriff MMA (Mixed Martial Arts), das ist nämlich eine Kampfsportart, die sich über Brasilien, USA auch nach Europa verbreitet hat. Hierbei ist so ziemlich alles erlaubt, was gefällt … und eben auch sogenannte Takedowns, wo der Gegner irgendwie zu Boden gebracht wird. Ach ja, und Thaiboxen gabs heute Abend auch, nämlich in der letzten Minute des Spiels. Ein schöner Lowkick aufs Schienbein des Gegners, ich muss schon sagen, der Ball war zu diesem Zeitpunkt längst weg.  Natürlich gabs hier zu Recht die rote Karte für den Spieler aus Uruguay. Dank Schienbeinschonern wars hier wohl nur ein leichte Prellung.

Ach ja, und psychische Dekompensationen der Spielerfrauen der unterlegenen Mannschaft sind natürlich an der Tagesordnung. Hier habe ich selbstverständlich ein medizinisches Geheimrezept auf Lager: Talkdown. Dauert eben ein bisschen, aber wirkt besser als manches Medikament, denn der nächste Sieg des Ehemannes kommt bestimmt. In diesem Sinne

ein fröhliches saúde!

Valentin

(in den nächsten Tagen muss ich mich ein bisschen ruhiger verhalten, wegen der ärztlichen Schweigepflicht …)

Mannschaftsarzt Dr. Valentin Uvuzela – das Weltmeisterdebakel

Samstag, 14. Juni 2014 von chefarzt

Nun, das erste Spiel des Weltmeisters Spanien ist gelaufen und ich muss sagen … äh ich bin sprachlos … zum Glück habe ich kein Geld verwettet. Welcher Wahnsinnige auf dieser Welt hat auf ein 5:1 für die Oranjes gesetzt? Bitte sofort bei mir melden! Aber das nur nebenbei. Ich bin ja schließlich nur auf dem medizinischen Sektor zuständig.

brasil
Bild: PA119673 von Ingi the Wingy auf flickr.com, unter einer Creative Commons-Lizenz

Zum Spiel … nun seit gewissen Schiedsrichterskandalen wissen wir, dass die Herren in Schwarz ohne Probleme Spiele nach ihrem Gusto entscheiden können. Der Spanien Elfmeter war natürlich keiner und Mexico hätte ohne Unparteiische eigentlich 3:0 gewinnen müssen. Aber ich schweife erneut ab. Kommen wir auf die brandneuen Rasierschaumspraydosen der Schiedsrichter zu sprechen. Sehr lustig! Ab und zu zieht der Schiedsrichter schon mal eine Linie über die Kickstiefel der Ballmillionäre. Nicht gut. Aber richtig gefährlich wirds dann in der Kabine. Heute erlebt!

Muss doch der Schiri unbedingt vor dem Match noch einen Paffbalken durchziehen. Dummerweise hatte er seine Schaumdose in der Nähe des Feuerzeuges … tja, und da das Spray unter Druck steht, hat es den armen Parteiischen doch ziemlich erwischt. Sprich: Brandwunden, Haare versengt und leider auch einen kleinen Hornhautdefekt. Ich war natürlich sofort parat und versorgte ihn, Kompressen, Augenverband … heute Abend geht es ihm schon wesentlich besser. Morgen wird er wieder ein Spiel pfeifen können, also das eine Auge muss er natürlich noch schonen. Aber dafür haben wir ja die FIFA Kameras, doch dazu komme ich morgen noch … was für ein anstrengender Tag, ich werde morgen wieder berichten …

Euer

Valentin

Mannschaftsarzt Dr. Valentin Uvuzela – das Eröffnungsspiel

Donnerstag, 12. Juni 2014 von chefarzt

Juhuu! Das Warten hat endlich ein Ende. Jetzt gehts lohos! Das Wetter ist brasilianisch, der Grill ist angeworfen, die ersten Steaks brutzeln in der Abendsonne und das Bier ist kaltgestellt. Was will man mehr? Im Hintergrund läuft Baile Funk Musik … und Dr. Uvuzela meldet sich, vom Eröffnungsspiel der WM 2014 in Sao Paolo …

brasil
Bild: Brasil von Sergio Goncalves auf flickr.com, unter einer Creative Commons-Lizenz

Hallo Cheffe,

was für eine Stimmung hier, einfach umwerfend! Die Fußballweltmeisterschaft hat begonnen und ich bin (mal wieder) live dabei. Ich kann Dir natürlich nicht sagen, bei welchem Team ich Mannschaftsarzt bin, wegen der ärztlichen Schweigepflicht und so, aber das Thema hatten wir ja schon. Nur soviel, heute bin ich zusammen mit den anderen Mannschaftsärzten auf der speziell eingerichteten Ärzte Tribüne (Lounge) beim Eröffnungsspiel dabei. Falls was passieren sollte, sind wir natürlich am Start, wobei, wenn so viele Mediziner auf einem Haufen sind, ist es manchmal etwas kompliziert bei der Rollenverteilung …

Aber egal, ich für meinen Teil habe ein kühles Bier in der linken Hand und beäuge die Eröffnungszeremonie. Ach ja, übrigens, das Nationalgetränk ist nicht wie viele denken, der Caipidingsda, sondern … Bier. Yep! Interessant war es auch heute vormittag, da spielten die Mannschaftsärzte Fußball gegeneinander. Ich kann dir sagen … das war ein Gemetzel. Einer hatte sogar nen Unterarmbruch, der Arme. Mir ist zum Glück nix passiert … mein Team hat übrigens gewonnen … hehe …

Dabei habe ich noch so einen Schädel von den vergangenen Tagen. Die Spielerfrauen haben in Rio gefeiert, als gäbe es kein Morgen. Ich habe aber gut aufgepasst, also in ärztlicher Hinsicht. Schließlich trage ich ja die Verantwortung. Puh, echt anstrengend. Und ständig musste ich bei diesem Rio Tanz, dem Baile Funk mitmachen. Sah bei mir sicher nicht sol doll aus …

So, jetzt widme ich mich aber der Zeremonie und werde zu einem späteren Zeitpunkt wieder berichten … In diesem Sinne … ein fröhliches saúde!

Dein Valentin

Mannschaftsarzt Dr. Valentin Uvuzela – Ankunft in Brasilien

Donnerstag, 05. Juni 2014 von chefarzt

Freunde der gepflegten Sport-Unterhaltung, es ist wieder soweit! Die Fußball WM steht vor der Tür. Und ich nahm natürlich wie bei jeder Bolzmeisterschaft der letzten Jahre Kontakt mit dem anonym bloggenden Fußballarzt Dr. Vuvu auf. Das Gerücht geht übrigens um, dass er einen täglichen Videoblog während der WM veröffentlichen wird. Wie dem auch sei, gestern erreichte mich auf Anfrage folgende Email:

Hallo Chefarzt,

tja, ich glaube wohl, dass du ziemlich neidisch auf mich bist. Gestern bin ich in Rio angekommen, 32 Grad, Sonnenschein. Als Mannschaftsarzt darf ich schon ein paar Tage früher als das Team anreisen, also zum akklimatisieren und äh zur Durchführung diverser Exkursionen. Heute war ich aufm Zuckerhut mit den Spielerfrauen. Ganz unter uns, die waren früher auch einfacher zu handhaben. Die sind heutzutage so derartig emanzipidingsda, dass die sogar heute Nachmittag am Strand gekickt haben … stell Dir das mal vor … und gar nicht schlecht. Also ich kann das ja nicht so … ich bin ja nur der Fitspritzer … ich habe den Verdacht, dass ich mir dabei den Knöchel etwas verstaucht habe …

Zum Glück haben wir noch die Physios, die die Fußballer immer nach den Spielen schön durchkneten. Die könnten mich nun auch behandeln. Aber wollen wir doch mal voraus schauen. Bald trifft meine Mannschaft ein, ich darf natürlich nicht verraten, welches Team ich während der WM betreue, sonst wäre ich ja nicht anonym. Auf jeden Fall werde ich Dir über diverse Krankheiten und Einsätze detailliert berichten. Das ganze sollte natürlich unter uns bleiben. Das verstehst du doch sicher, oder? Du würdest meine Mail doch nie veröffentlichen, das würdest du doch nicht? Wir verstehen uns also.

So, ich muss mir jetzt erst mal einen Caipi am Strand genehmigen. Die Spielerfrauen sind aber auch so anstrengend. Die wollen jetzt gleich noch die Clubs der City unsicher machen. Nun, eine ärztliche Betreuung wäre hier natürlich sinnvoll. In diesem Sinne … ein fröhliches saúde!

Dein Valentin

Ich werde weiter berichten … Hajos Geschichte wird natürlich auch in den nächsten Tagen fortgesetzt!

Notruf 0815 – wir retten Euch alle – die Skirettung

Freitag, 30. Mai 2014 von chefarzt

podcast

Nach quälenden 2 Jahren bin ich nun stolz euch endlich wieder einen medizynischen Podcast servieren zu können. Hiermit startet die Reihe: Notruf 0815 mit und von Dr. Lampe … Blaulicht einschalten, festhalten und zuhören …

 

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.


Download – Notruf 0815 Podcast – die Skirettung

Hajo der Stationsarzt – allein auf hoher See

Donnerstag, 22. Mai 2014 von chefarzt

( … was bisher geschah … )

Gemütlich erreicht Hajo seinen Shuttlebus und die Klimaanlage bläst ihm erst einmal die Nebenhöhlen frei. Geschafft, jetzt nur noch 1,5 Stunden bis zum Hotel. Er ist ziemlich müde und muss etwas Schlaf nachholen. Der Bus schaukelt hin und her. Sein Kopf schlägt ab und zu ans Fenster an, es ist kalt, also im Bus zumindest, draußen herrscht brütende Hitze. Das Hotel ist in Sicht und der Strand.

Hajo checkt ein und bezieht sein Zimmer. Einfach gehalten, aber gemütlich, wenige Meter entfernt dröhnt eine Musikanlage. Vermutlich der hausinterne Club. Das könnten kurze Nächte werden denkt sich Hajo. Aber er ist jung und möchte doch auch ein wenig feiern, oder? Er zieht sich rasch um und geht in Richtung Strand. Sehr schön, genauso hat er sich das vorgestellt. Die Sonne knallt ihm ins Gesicht. Wummernde Bässe klingen aus diversen Strandbars.

Da hinten ist ein Surfverleih. Hajo fackelt nicht lange, schließlich ist er ein aktiver Mensch und möchte auch im Urlaub etwas für seine Fitness tun. Gesurft ist er zwar schon lange nicht mehr, aber er fühlt sich heute bereit dafür. Und los gehts, der Wind ist ablandig und geht voll ab, nach ein paar Stürzen kann sich Hajo ins Segel legen und spürt die Kraft der Wellen und der Luft. Herrlich! Er saust weg vom Ufer. Hajo! Vorsicht! Nicht zu weit raus, gell?

Was soll schon passieren? Vor ihm rast ein anderer Surfer hinaus in Richtung einer Insel. Doch Entfernungen auf offener See können ziemlich täuschen. Doch das kann Hajo ja nicht wissen. Er hält sich dicht an den Surfer. Kein Blick zurück. Doch nach einer Stunde ist Hajo ziemlich erschöpft. Die Insel kommt und kommt nicht näher, er lässt ihn ziehen und versucht zu wenden. Doch er traut seinen Augen kaum. Den Strand von dem er gestartet ist erscheint in weiter weiter Ferne. Wie weit ist er nur rausgefahren? Und das Schlimmste: Fast kein Wind landeinwärts! Die Sonne brennt erbarmungslos und Hajo fällt vor Schreck ins Wasser. Jetzt erst wird ihm klar, dass er gerade mit seinem Leben spielt.

Doch es hilft alles nichts, er reißt das Segel hoch und dümpelt in Richtung Festland, fast in Schrittgeschwindigkeit. Es ist schon spät am Nachmittag, keine Ahnung wieviel Uhr genau und Hajo weiß, wenn es dunkel wird, ist es vorbei mit ihm. Seine Arme schmerzen fürchterlich, er hat Blasen an den Händen und ihn dürstet. Um ihn herum nichts als Wasser und doch nichts zum trinken. Hajo bekommt schlagartig Panik und malt sich die schlimmsten Dinge aus …

Seine Haut brennt mies und Kopfschmerzen hämmern wie wenn man eine Hüftprothese in den Knochen reinschlägt. Wäre er doch nur am Baggersee geblieben, bei Anna. Warum ist sie nicht hier? Mag sie ihn nicht mehr? Und was ist mit Michelle? Vielleicht will sie ihn doch noch. Er könnte heulen vor Wut auf sich selbst. Aber sein wichtigster Antrieb im Moment ist das Selbstmitleid. Ja, damit kennt er sich prima aus … Hajo surft und surft, die Gedanken verwirren ihn immer mehr. Hat er schon einen Sonnenstich? Ihm ist übel! Nein, jetzt nicht schlappmachen. Bevor ich sterbe, muss ich noch den Everest besteigen … ja! Wie kommt er jetzt nur darauf? Seit seinem Winterurlaub mit Michelle träumt er davon, irgendwie. Hätte er nur etwas Schnee dabei, wie gerne wäre er jetzt im Himalaya … Hajo ist alleine auf hoher See …

Ist es aus mit Hajo? Wird er gerettet? Oder hat er die unmenschliche Kraft sich selbst zu retten? Fragen über Fragen. Bis nächsten Donnerstag müsst ihr euch allerdings gedulden … Aloha

Hajo der Stationsarzt – endlich Sonne, Strand und Krankheiten

Donnerstag, 15. Mai 2014 von chefarzt

( … was bisher geschah … )

Erschöpft aber glücklich lässt sich Hajo in seinen Sitz gleiten. Wieder ein Leben gerettet …, genüsslich schlürft er einen weiteren Tomatensaft und hält sich einen Eisbeutel auf seine Kopfplatzwunde, tja, weil er es eben kann. Nun ja, in Wahrheit wäre ohne Hajos Eingreifen vermutlich auch nicht mehr passiert. Aber egal, lassen wir ihm den Triumph.

Die Rothaarige kehrt von der Toilette zurück und setzt sich.

“Danke! Mein Name ist Rosa”

“Hajo, also …”

Sie schüttelt ihm die Hand.

“Also weißt Du Hajo, wegen diesen Anfällen, ich meine …. du bist ja Arzt … also da würde mich jetzt mal deine Meinung interessieren …”

Hübsch ist sie wirklich, Hajos Patientin, aber sie tütet ihn nun ohne Gnade einfach zu, und wenn er eines nicht leiden kann, dann sind es Damen, die einen nicht zu Wort kommen lassen. Hajo lächelt gequält, lässt den Wortschwall über sich ergehen und guckt tief in seinen Tomatensaft. Dort am Grund des roten Drinks sieht er komische Gesichter, Gesichter, die ihm sagen wollen … ach lassen wir das.

“ANSCHNALLEN BITTE! Wir kommen in eine Schlechtwetterfront!”

Auch das noch. Hajo schnallt sich an. Rosa lächelt. Und schon beutelt es das Flugzeug kräftig umher. Die Fluggäste kreischen, Dinge fliegen umher. Was für ein Urlaubsauftakt! Hajos Tomatensaft entgleitet der Schwerkraft und ergießt sich über Rosas Gesicht … die prustet heftig, ihre Köpfe prallen hart aneinander …. Aua! Wann hört die Front endlich auf?

Hajos Magen rebelliert nun aufs Heftigste. Wo ist nur diese Tüte? Diese Spucktüte? Mann … ist ihm übel … er muss schließlich rückwärtsessen. Leider konnte er die Tüte nicht mehr rechtzeitig finden. Und so … nun ich möchte euch die sehr unappetitlichen Details schlichtweg ersparen. Nur eins noch: Rosa und Hajo tauschten auf dem Flug noch mehrfach Körperflüssigkeiten aus …

Der Flug dauert endlos lange und die Passagiere werden ihn sicher noch lange in schlechter Erinnerung behalten. Doch nach der Schlechtwetterfront ist es nun endlich soweit … Mallorca in Sicht … Landeanflug. Vergessen die versabberte Kleidung, die Platzwunden, Prellungen, Zungenbisse … usw. jetzt ist Sonne angesagt.

Hajo verlässt das Flugzeug überglücklich … jetzt muss er seinen Transferbus erwischen … und dann, ja dann … was Hajo auf Mallorca so alles erlebt, lest ihr wieder nächsten Donnerstag … wenn es wieder heißt: Hajo der Stationsarzt.

Hajo der Stationsarzt – ab nach Malle

Donnerstag, 08. Mai 2014 von chefarzt

( … was bisher geschah … )

Die restlichen Arbeitstage vergehen wie im Fluge und schon ist Dienstag, der Abreisetag nach Mallorca. Mal eine Woche so richtig abschalten! Den Mediziner und Mann in sich ruhen lassen denkt sich Hajo, und vor allem die Sonne genießen.

Endlich ist der Flughafen in Sicht und Hajo checkt sein Gepäck ein. Viel ist es nicht. Hajo ist ja bekanntlich ein bescheidener Typ. Wichtig sind seine Kontaktlinsen und die Sonnencreme, na ja, ne kleine Hausapotheke hat er natürlich schon dabei. Schließlich ist er Arzt und auf so einer Reise kann ja auch mal was passieren …

“Palma de Mallorca!” zeigt die große Anzeigetafel

“Juhu!” frohlockt Hajo und begibt sich ins entsprechende Terminal. Alles klappt wie am Schnürchen und Hajo sitzt im Flieger, Destination Süden. Neben ihm sitzt eine hübsch aussehende Rothaarige, offensichtlich alleine reisend. Na, was soll da noch schiefgehen? Und ab gehts, Beschleunigung, in Richtung Himmel … und schon isser in der Luft. Wahnsinn!

Hajo schnallt sich ab und ordert einen Tomatensaft. Klar, was soll man auch sonst im Flugzeug trinken? Wieso eigentlich Tomatensaft, das hat er sich immer wieder gefragt. Einmal hat er sich mal so einen Saft im Supermarkt gekauft und versucht zu trinken. Es ging einfach nicht, … Tomatensaft funktioniert nur im Flieger, denkt er so vor sich hin. Die hübsche Rothaarige lächelt ihm zu. Super! Hajo fühlt sich sauwohl. Doch dann wendet sich das Blatt.

Schlagartig wendet sich der Kopf der jungen Dame in die andere Richtung, sie verdreht die Augen und schlägt wild um sich, verkrampft …. oh nein, offensichtlich ein epileptischer Krampfanfall. Sie zuckt am ganzen Körper, läuft blau an, es läuft Schaum aus dem Mund. Hajo, das ist dein Einsatz! Aus Reflex hält er ihren Kopf, versucht die Atemwege freizuhalten …

“Ist ein Arzt an Bord?” ruft eine Stewardess aufgeregt.

“Bin ich! Bin ich!” grummelt Hajo.

“Oh sehr gut! Ich habe einen Notfallkoffer!”

“Her damit!” fordert Hajo

Die ganze Crew ist mittlerweile aus dem Häuschen. Der Stewardess fällt vor Schreck der Notfallkoffer aus der Hand … die Stahlkante schlägt hart auf Hajos Schädel auf. Aua! Das tat weh! Er ist etwas benommen. Blut läuft ihm übers Gesicht. Das hat jetzt sein müssen!

“Oh nein! Das … tut mir Leid!”

“Sch … Schon gut!” mumelt Hajo.

Blutüberströmt legt er der Patientin einen venösen Zugang! Seine Augen sind verklebt. Mist, was für ein bescheidener Urlaubsbeginn. Die Rothaarige beruhigt sich schließlich, sie macht ihre Augen auf, ist noch schläfrig, verwirrt. Ein kleiner Junge guckt zu.

“D… Danke” haucht die Feurige

“Sch … Schon gut!”

Er wischt sich das Blut aus dem Gesicht. Die Stewardess reicht ihm Kompressen. Nur ne kleine Platzwunde!

“Äh … der Pilot fragt, ob wir notlanden sollen!”

“Nee nee … alles unter Kontrolle!” meint Hajo trocken

“Ja … alles gut … ich habe diese Mist Anfälle … schon so lange … ”

Patientin stabil, zwar etwas versabbert und nen kleinen Zungenbiss, aber sonst okay.

“Ich muss mich… mal frisch machen”

Die Stewardess begleitet die Anfallgeplagte in die Toilette und Hajo sitzt in seinem Sitz, irgendwie zufrieden, entsetzt, glücklich und erschöpft. Jetzt soll endlich der Urlaub beginnen …

Wie es auf dem Flug nach Mallorca weitergeht erfahrt ihr nächste Woche, wenn es wieder heißt: Hajo der Stationsarzt macht die Balearen unsicher! Aloha!

Hajo der Stationsarzt – ist urlaubsreif

Donnerstag, 01. Mai 2014 von chefarzt

( … was bisher geschah … )

Hajo ist etwas verwirrt. Er hangelt sich von Dienst zu Dienst, von Einsatz zu Einsatz, so langsam dürfte er einige Hundert beisammen haben …, aber irgendwie kommt er nicht mehr zu sich. Der Tag mit Anna am Baggersee hat ihn innerlich aufgewühlt. Seither sind nun einige Woche vergangen und Anna wirkt irgendwie unnahbar und reserviert, tja und Michelle hat er neulich auf Station gesehen … und … na ja … es war sehr unschön.

So fasst Hajo einen Entschluss. Es ist Sommer und er könnte eigentlich mal wieder Urlaub machen. Ja genau, mal wegfliegen, irgendwohin … weit weg, … vielleicht ans Meer. Super Idee! Und so geht er nach einer dienstlich durchgemachten Nacht ohne Umschweife ins Reisebüro seines Vertrauens, es regnet und ist kalt. Blöder Sommer hier! Nach langem Hin- und Her bucht er schließlich. Was glaubt ihr? Malle! Malle! Hajo, das hätte ich jetzt nicht von dir erwartet, aber gut …

Voller Freude stürmt er aus dem Reisebüro hinaus und übersieht leider einen sehr sehr kleinen Hund. Er kann gerade noch ausweichen und stürzt dem Frauchen direkt in die Arme. Es ist eine ältere Dame in elegantem Outfit. Beide gehen unsanft zu Boden.

“Junger Mann! Na, so stürmisch!”

Hajo hat sich in der Hundeleine verheddert und zappelt völlig hilflos auf dem Gehsteig umher. Die Oma hilft dem Stationsarzt schließlich aus seiner ungünstigen Situation. Keiner ist verletzt und Hajos Frisur sitzt auch noch. Doch seine Kontaktlinsen sind irgendwie weg.

“So, junger Mann! Alles in Ordnung?”

“Ja ja, geht schon, tut mir Leid!”

“Keine Ursache, ist doch nichts passiert.”

Locker zwinkert sie ihm zu. Hajo kann dies ohne Kontaktlinsen aber nicht richtig einordnen. Er wirkt genervt. Ja, er ist urlaubsreif, wirklich. Mit raschen Schritten entfernt sich Hajo von dem Unfallort. Die ältere Dame schaut ihm sichtlich begeistert hinterher. Der Hund bellt. Hajo, die Wirkung bei Frauen hast du doch immer noch …. und wenn sie auch älter sind …

Voller Elan kehrt er in die WG zurück

“Leila, Tom … ich geh in Urlaub!”

Keiner da! Na egal. Hajo setzt sich auf die Couch und öffnet eine Flasche Mineralwasser. Das schmeckt gut, sehr gut. Und nächste Woche geht es nach Mallorca … ohne Anna, Michelle und all die anderen … weg … mal richtig abschalten. Er atmet tief durch. Seine Rippen schmerzen etwas und er sieht unscharf. Doch das macht nichts. Freude dominiert … Hajo, wir gönnen es dir!

Neu in Wien – der DriveIn Doktor

Samstag, 26. April 2014 von chefarzt

Mal eben zur Tanke umme Ecke, Wagen volltanken, Sixpack Dosenbier und Zigaretten kaufen, und … da war doch noch was? Klar, die Gallensteine und das Sodbrennen sollte man mal dringend medizinisch abklären, doch wo? Na, an der Tankstelle! Glaubt ihr jetzt nicht? In Wien ist dies ab 1. Mai Realität (bild.de 23.4.14).

Auf 8 Quadratmeter wird Dr. Zakel also demnächst für nen Fünfziger pro Viertelstunde Krankheiten mal eben abklären und auch Medis rausgeben. Hört sich doch eigentlich gar nicht schlecht an. Der Allgemeinmediziner ist sogar von 6-22 Uhr anwesend. Was für Arbeitszeiten! Nun gut, auf jeden Fall wird er dort von den medizinischen Behörden sicher gut beobachtet. Ich werde weiter berichten … oder mal selbst nach Wien fahren … also zum Tanken …

Hajo der Stationsarzt – kann alles außer Liebe

Mittwoch, 23. April 2014 von chefarzt

Mittlerweile ist die Hajo – der Stationsarzt – Reihe schon über 5 Jahre alt und es haben sich zahlreiche irre Geschichten, Fakten und natürlich Expeditionen angesammelt. Bislang ist nur ein Bruchteil über Hajos Vergangenheit bekannt geworden, doch das möchte ich nun Schritt für Schritt ändern.  Übrigens, unter uns gesprochen, die letzten beiden Geschichten aus dieser Reihe, hat ja Hajo selbst erzählt und waren … bei allem Respekt … recht öde. Sorry! Und wenig aufschlussreich. Was uns als Leser interessiert sind die wichtigen Liebesgeschichten, die das Leben schreiben und nicht so sehr die medizinischen Fakten …

Also, in diesem Sinne gehts nun wieder weiter mit Hajo – der Stationsarzt, mit Anna, der (unecht) blonden Oberärztin, mit Michelle, der elfengleichen Schwesternschülerin, der netten WG, alten Pizzas auf dem Boden und mit einigen anderen Schnauzbartträgern auf Hajos Station … Es empfiehlt sich zunächst, die Historie durchzulesen. Um den Handlungsstrang zu verstehen, muss man nicht jede einzelne Geschichte durcharbeiten, sondern es reicht sich die  Zusammenzufassung kurz reinzuziehen …

( … was bisher geschah … )

In diesem Sinne … ich freu mich schon riesig auf den Frühling und dann auf einen erneuten ENDLESS SUMMER

strand
Bild: Beach Cozumel von Grand Velas Riviera Maya auf flickr.com, unter einer Creative Commons-Lizenz

Monsterdoc Medien

  • Monsterdoc-das Buch Monsterdoc-Musik Videos

Mundschutz des Tages

Georgi ist Apotheker in der Herstellung und kennt sich mit Schutzkleidung gut aus

Themen

Letzte Kommentare

Letzte 100 Tage

Favoriten

Statistik

 

Design von Perun modifiziert vom Chefarzt | expertenteam | impressum