Sommer beginnt

30 Grad, Sommer satt, ein laues Lüftchen, entspannende Reggae Musik und keine Krankheiten weit und breit in Sicht. Das ist der Sommer 2015, und der beginnt … ähm … heute. Und dauert 3 Monate. Genauso wird es sein … Ich erinnere mich an meine Worte vor einem Jahr. Aber das ist ein anderes Thema (Dauerregen, Kälte!). Nun beginnt das Leben. Genießt es und freut euch an jedem Tag.

Wie gehts weiter auf Monsterdoc? Nun, im November wird es wieder eine Expedition geben (noch streng geheim). Hajos Geschichten werden weitergehen. Kürzlich hatte sich sogar Oberschwester Hildegard für eine Vertonung des Hajo-Hörbuchs angeboten. Man wird sehen. Na ja, ohne Bloggen gehts eben doch nicht …

Wir sehen und hören uns … Aloha

 

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Foto: lagoon crete von Jaf-Photo auf flickr.com, unter einer Creative Commons-Lizenz (CC BY-SA 2.0))
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Saufen ist schlecht fürs Herz

Jetzt isses raus: Die beliebteste Droge der Welt, nämlich Allohol, schädigt nicht nur Leber, Magen und Hirn sondern auch das Herzerl. Das hattet ihr jetzt nicht gewusst, oder? Ab 14 alkoholischen Getränken pro Woche (bei Männern) schlägt das Gift auf Dauer gesehen zu, und der Zug fährt in Richtung Kardiomyopathie ab. (Ärztezeitung.de)

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Der ein oder andere wird jetzt einwenden, ich trinke doch keine 14 Whisky Literflaschen pro Woche, nun ja, das ist wohl ne Definitionsfrage, also das mit den 14 Getränken, das geht aus dem Quellartikel allerdings nicht hervor.

Wenn Ihr also demnächst vielleicht in den Urlaub geht: Vorsicht vor dem sogenannten Holiday Heart Syndrom. Ihr wollt doch nicht morgens auf der Intensivstation aufwachen, oder? Also, immer schön maßvoll mit den (legalen) Drogen dieser Welt umgehen, gell? Und in diesem Sinne noch schöne sonnig-warme
Pfingstferien.

Aloha.

 

Foto: untitled movie von Uqbar is back auf flickr.com, unter einer Creative Commons-Lizenz (CC BY-SA 2.0))
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Die neue Risikosportart – E-Biken

Ihr kennt das auch? Ihr quält euch mit dem Fahrrad den letzten Berg hoch und werdet plötzlich unverhofft überholt. Kein Problem, wäre es ein junger Rennradfahrer mit gestählten Waden und entschlossenem Blick. Doch leider ist es ein Rentner, der euch gemütlich mit schwerem Gang schwach aussehen lässt. Und weg isser. Ha, und dann seht ihr es … ihr hattet es nicht anders erwartet … es ist ein Cheater … mit einem Motor am Bike.

Tja, eine neue Seuche breitet sich derzeit hierzulande langsam aber sicher aus, das sogenannte Pedelecfahren, sprich Pedelecitis. Und es wird euch alle erwischen, da bin ich mir sicher… doch hört mich bitte an, es ist ein gefährlicher Sport, eine neue Risikosportart. Glaubt ihr nicht? ich habe 5 schlagende Argumente.

  • Da E-Bike Fahrer in der Regel hohe Geschwindigkeiten, also >20 km/h, nicht gewohnt sind, gibt es häufig Unfälle. Zudem werden selten Helme getragen, also Vorsicht Schädel-Hirn-Trauma.
  • Da P-Fahrer häufig in Rudeln auftreten geht eine besondere Gefahr von ihnen aus, vor allem neu: für Fußgänger. Sieht man also einen langsam tretenden Menschen aufm Fahrrad ums Eck schießen —> Deckung!
  • Der Kalorienverbrauch ist leider nicht wie gedacht erhöht. Daher setzt das anschließende Festessen doppelt Fett an. Na gut, ich muss zugeben, man verbraucht mehr Kalorien als beim Autofahren …
  • Vorsicht Fremdaggressionen! Da es mäßig trainierte Radfahrer einfach nicht leiden können, von Pedelecs überholt zu werden, ist unter Umständen Gewalt im Verzug. Merke: Am Berg dann rasch in Powergang wechseln, und weg ist man. 25km/h schaffen auch Tour de France Fahrer bei entsprechender Steigung nicht mehr.
  • An alle Männer: Gefährlich ist auch eine Mutation zum sogenannten MAMIL, “middle-aged-men-in-lycra”, doch dazu später mehr …

Ich hoffe ich konnte euch von der neuen Risikosportart abhalten …

Neulich in der Phobie-Sprechstunde #2

Nun, in der westlichen Gesellschaft sind Phobien allgegenwärtig. Darum ist es nur legitim, diese auch fachgerecht psychotherapeutisch behandeln zu lassen. Begeben wir uns also auf die Couch unseres allseits beliebten Hausdoktors Dr. Lampe.

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  • Patient: Guten Tag Herr Doktor, ich möchte mich gerne wegen meiner Gelotophobie (Angst vor Ausgelachtwerden) behandeln lassen.
  • Dr. Lampe: (lacht) Ach ja, dann …
  • Patient: Bitte nicht lachen!
  • Dr. Lampe: Stimmt, ich vergaß, ein Glas Wasser vielleicht?
  • Patient: Nein, äh, Hydrophobie!
  • Dr. Lampe: Nun, dann sollten wir darüber reden.
  • Patient schweigt.
  • Dr. Lampe: Ähm?
  • Patient: Logophobie (Angst vorm Sprechen)
  • Dr. Lampe: Oha, da haben wir dann offensichtlich ein Problem.
  • Patient: Außerdem habe ich eine Arztphobie und eine Androphobie (Angst vor Männern)
  • Dr. Lampe: Das trifft sich gut, eigentlich bin ich auch gar kein Arzt, sondern Chirurg und wegen dem Androdingsda …
  • Patient: Gibts auch eine Phobie vor Chirurgen?
  • Dr. Lampe: Soweit ich weiß nicht … aber es gibt …
  • Patient: eine Phobophobie!
  • Dr. Lampe: Ja genau, die Angst vor der Phobie, also ich meine, egal was kommt …
  • Patient: Nun, da bin ich ja gar nicht so schlecht dran.
  • Dr. Lampe: Richtig, sie sind quasi schon therapiert.
  • Patient: Ich danke Ihnen vielmals. Bis zur nächsten Sitzung.
  • Dr. Lampe:  Und vergessen Sie Ihr Handy nicht.
  • Patient: Oh ja, meine Nomophobie !!!!!! (Angst ohne Mobilkontakt zu sein)

 

Foto: Hot in the city von Manfred Majer auf flickr.com, unter einer Creative Commons-Lizenz (CC BY-SA 2.0))

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Weltlachtag am 3. Mai

Schon gehört, am 3. Mai ist Weltlachtag? Nun, Vielen ist es oftmals nicht so zum Lachen zumute, aber dennoch: Lachen ist medizinisch gesehen gesund, für Körper und Psyche. Wer hätte es gedacht? Kinder lachen häufiger als Erwachsene. Schade eigentlich …

 

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Doch halt, ich hätte da einen berechtigten Einwand. Im Zeichen von Anti-Aging ist das herkömmliche Lachen ein echtes Problem. Es erzeugt nämlich Falten, und zwar rasch und viele. Und die bilden sich auch nicht mehr zurück. Es sei denn, man hilft mit ein wenig Gesichtslähmung nach, also ich meine jetzt nicht aufgrund von cerebralen Ischämien sondern in Folge von Verabreichung von Botulinum Toxin. Dann heißt es. Mimik nein, Falten nein.

Na ja, wenn der Gesprächspartner dann mal nicht den Gemütszustand des Toxischen erkennen sollte, einfach kurz darauf hinweisen: Einmal mit dem Auge Zwinkern: Lachen, 2x: Weinen, 3x: Ärger, usw.

Also ich werde am 3.5. erstmal so richtig ablachen, oder?

 

Foto: Not Just a Number von Vincent_AF auf flickr.com, unter einer Creative Commons-Lizenz (CC BY-SA 2.0))
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Suizidalität bei Piloten – Aus oder Chance?

Gastartikel von einer anonymen Pilotin

In Bezugnahme auf einen Artikel vom Kinderdoc.

Ich als Ex- Pilotin, die aufgrund psychischer Probleme ihre medizinische Tauglichkeit abgegeben (!) hatte, möchte genau wegen meines Hintergrundes die gegensätzliche Perspektive beleuchten. Die Sicht eines kranken Piloten.

Die Anonymität ermöglicht Offenheit. Ich bin während meiner fliegerischen Ausbildung depressiv geworden. Später entwickelte ich eine Suizidalität, der ein Suizidversuch folgte. Ich wollte zu keinem Zeitpunkt jemand anderem schaden. Ich wollte einfach nicht mehr leben.

Die Depression hat keiner aus meinem Umfeld gemerkt. Die konnte ich erstklassig überspielen. Vor meiner Familie, meinen Freunden und Kollegen und selbstverständlich auch vor dem Fliegerarzt. Und hätte ich mich nach dem Suizidversuch nicht meinem Fliegerarzt anvertraut, wäre das nie „aufgeflogen“.

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Jeder der mal an einem sportlichen Eignungstest teilgenommen hat, kennt das: Je näher, der Termin rückt, desto mehr trainiert man. Und so ist das auch bei Piloten. Vor jedem Check- up stellt man ein paar Wochen seine Ernährung um, geht wieder joggen in der Hoffnung den Lungenfunktionstest reibungslos über die Bühne zu bringen, usw. Man zeigt sich bei diesen Tests von seiner besten Seite. Selbstverständlich auch bei den psychischen Tests. Und kein Arzt dieser Welt kann mir erzählen, dass er innerhalb eines 30 minütigen Gesprächs feststellen kann, ob jemand depressiv ist, schizophren oder sonst irgendwie krank ist, wenn es nicht geradezu ins Auge springt. Und das tat es wahrscheinlich weder bei Andreas L., noch bei mir. Und dann gibt es da auch keine zu brechende Schweigepflicht. Die Lockerung der Schweigepflicht wäre ja erst sinnvoll, wenn der betroffene Fliegerarzt irgendwas merkt. Wäre das bei Andreas L. so drastisch aufgefallen, hätte er sein Medical definitiv nicht wieder bekommen. Und in ihn reinschauen kann keiner. Jetzt sowieso nicht mehr.

Im Gegensatz zu ihm, bin ich jedoch an einem entscheidenden Punkt freiwillig zu meinen Fliegerarzt, hab ihm mein Medical auf den Tisch gelegt und ihm alles erzählt. Ich hab einfach drauf los geredet und hab ihm mein Seelenleben anvertraut. Nicht weil ich ein Flugzeug mit 150 Menschen in den Boden gerammt hätte, aber weil ich mich selbst eventuell in den nächsten Strommast gejagt hätte. Die Vernunft hat gesiegt.

Ich bin jedoch davon ausgegangen, dass ich wieder fliegen darf, wenn es mir besser geht. Ich hab mich gekümmert, hab mich therapieren lassen und fühlte mich wieder gut. Nach 18 Monaten stellte mir mein Therapeut endlich das Gutachten aus, das die Fliegerärzte von meiner Tauglichkeit überzeugen sollte. Abgelehnt.

Jetzt ist da ein junger Hüpfer, wie ich es war, der seine Eltern viel Geld gekostet hat und der wegen seiner Ehrlichkeit seinen Traum nicht mehr leben darf. Ein junger Hüpfer, der krank war und alles dafür getan und erreicht hat, um wieder gesund zu werden. Da sind andere, die ihre Familien ernähren müssen. Und statt, dass uns adäquat geholfen wird, belastet man uns mit existenziellen Ängsten. Ich hab die Kurve gekriegt. Ich bin inzwischen Student.

Ehrlichkeit wird bestraft und wenn man nicht ehrlich ist, wird womöglich alles schlimmer. Und dann kommt die menschliche Schwäche zum Zug: Jeder ist sich selbst der Nächste. Lieber krank fliegen und andere oder einfach sich selbst gefährden, als sich zusätzlichen Problemen, die die Grundfeste des Lebens betreffen, auszusetzen.

Aus meiner Sicht muss eine Pflichtberufsunfähigkeitsversicherung für ALLE Piloten her und zwar ab dem ersten Ausbildungstag. Und eine Anlaufstelle für sogenannte gegroundete Piloten. Eine Institution, die einen nicht mit den vollendeten Tatsachen alleine lässt, sondern Alternativprogramme mit und für den Betroffenen entwickelt.

Jetzt im Nachhinein kann ich nämlich sicher sagen: Hätte ich das gewusst, hätte ich mich NIEMALS meinem Fliegerarzt anvertraut. Der Preis für die Ehrlichkeit war zu hoch.

Allen Piloten weiterhin many happy landings, allen anderen alles Gute!

Übrigens: Mein Medical habe ich nach 3 Jahren wieder bekommen. Aber mein Studienabschluss geht für mich vor. Außerdem ist jetzt meine Lizenz verfallen. Das war´s mit der Fliegerei.

Danke Dir B. für deine Offenheit

Cheffe

Foto: Sorteando tempestades / Dodging storms von  Hernán Piñera auf flickr.com, unter einer Creative Commons-Lizenz (CC BY-SA 2.0))
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Fett durch Diät

Wer kennt diese Situation nicht? Nach der Clubbingnight hat man einen Bärenhunger und kehrt noch schnell in die Burgertankstelle seines Vertrauens ein. Neben dem Menü muss noch ein Getränk gewählt werden. Und dann kommt auch schon das schlechte Gewissen: “Ich … äh … nehm dann mal ne Diät Cola”. Tja, damit gleicht man die Kalorien wieder aus … denkt man. Doch leider ist dem nicht so. Ganz im Gegenteil. Zunehmen wird man …

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Nun, das ist ja nix Neues. Bei Zunehmen mit Monsterdoc berichtete ich bereits darüber.

Aktuell berichtet die Ärztezeitung.de über dieses noch ungeklärte Phänomen der Gewichtszunahme. Ich bin ja der Meinung, dass schlicht und einfach der Appetit angeregt wird. Also, bei mir zumindest … Was trinkt ihr eigentlich zum Menü? Oh, ich vergaß, ihr ernährt euch alle sehr gesund, stimmts?

Foto: Volcanic Burger von  Joshua Rappeneker auf flickr.com, unter einer Creative Commons-Lizenz (CC BY-SA 2.0))

Deutschland Impf-Entwicklungsland?

Anlässlich diverser Masern-Epidemien in Deutschland hier folgendes Video, das von der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) und dem Bundesministerium für Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) veranlasst wurde.

 

 

Wie siehts denn eigentlich mit Eurem Impfschutz aus? Na gut, die Masernimpfung benötigen ältere Semester nicht mehr (>Jg. 1970). Aber sonst so?

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Arzt online

Reine Online-Arztpraxen sind schon längst teiletabliert in der Medizinerlandschaft. Na ja, eigentlich noch nicht so richtig. Bislang läufts halt nur rein theoretisch. Beschwerden mailen, vielleicht kurz mit nem Weißkittel chatten und dann bekommt man eine Diagnose gestellt. Wenn man zahlungskräftig ist, gibts auch ein Rezept obendrauf. Das funktioniert bei sag ich mal einfach diagnostizierbaren Krankheiten, also z.B. Schnupfen oder Heiserkeit der weniger harten Gangart. Doch wie soll das zukünftig laufen? Wenn die Diagnose schwieriger zu stellen ist?

Hier meine Vorschläge für eine sinnvolle häusliche Ausstattung an medizinischen Diagnosegeräten, damit es der telemetrisch tätige Arzt leichter hat …

 

  • RR-Messgerät ist eh klar, Blutzucker-Apps fürs Smartphone gibts auch schon. Doch wir benötigen noch eine EKG-Anwendung. Einfach zu realisieren: 12-Kanal-Elektroden per Kabel ans Telefon anschließen und schon kann der Onlinearzt einen satten Herzinfarkt diagnostizieren.
  • Optimal wären noch rasche Blutanalysen: Finger mit Stechhilfe anpieksen. Auf Teststreifen auftragen, ins Phone schieben und schon kann ein übermäßiger Alkoholkonsum aufgedeckt werden.
  • Ach ja, erwähnte ich schon? Wir benötigen natürlich ein intelligentes ausbaufähiges Mobilphone. Wer das nicht bieten kann, kommt leider nicht in den Genuss der Onlinemedizin. Also weiterhin ins überfüllte Wartezimmer gehen …
  • Für Fortgeschrittene gibts das Auskultationsmikrofon. Einfach Phone auf Herz, Lunge oder Bauch auflegen und Audiodatei übermitteln. Merke: Während der Aufzeichnung nicht sprechen, sondern brummt das Mikro und der Arzt stellt fälschlicherweise eine Bronchitis oder einen Herzfehler fest.
  • Für ganz Hartgesottene gibts das Home-Endoskopie-Set für Magen, und äh, na ja für den Dickdarm. Einfach Schlucken bzw. Einführen und per Fernsteuerung abwarten, was kommt … Merke: Bei Magenspiegelung nüchtern sein, bei der Darmspiegelung zuvor Abführmittel nehmen …

Ach, die Medizinzukunft wird so interessant werden, stimmts?

 

Ärzte gehen auf die Straße

… nichts Besonderes eigentlich, diese Woche in Frankreich passiert. Ja, auch dort gibt es Reformen und das passt den dortigen Weißkitteln eben nicht, und daher demonstrieren sie. In diesem Fall: Sachleistungsprinzip statt Kostenerstattung. Das versteht ihr jetzt nicht? Egal, auf jeden Fall bedeutet dies einen weiteren enormen Bürokratieaufwand …

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Mein Vorschlag wäre angesichts der kommenden Weltwirtschaftskrise sowieso statt Geld wieder das gute alte Tauschgeschäft einzuführen. Bauern und Ärzte wären hier fein raus. Banker und Sesselflatulenzer … äh … eben nicht. Im einzelnen würde das dann so aussehen:

  • Eine Blinddarm Operation mit anschließender Pflege – 1 Kuh, 5 Hühnchen, 1 Kanne Milch für den Chirurgen, 1 Alufelge für den Anästhesisten, 1 feuchten Händedruck für den Hausarzt
  • Eine Abszesseröffnung in Lokalanästhesie – 1 gepflegten gebrauchten Bürostuhl, 2 Sofakissen in beige
  • Behandlung gegen Roggenallergie – Getreide nach Wahl 1 Sack (außer Roggen), 1 Kiste Mineralwasser
  • Notärztliche Behandlung eines Polytraumas – Handyvertrag nach Wahl und 2kg Gerste für den Notpfahlsanitöter, 1 Tankfüllung, 1 Quadratmeter Acker nach Wahl und 10 Hühnereier für den Notbarsch
  • Ein Tag Intensivstation kostet künftig: 10 Liter Trinkwasser, 5 Esel oder Maultiere, 30kg Weizen

 

Und nein: Geld brauchen wir nicht mehr! Wer das nicht zahlen kann, muss Dienstleistungen erbringen … jemand Ideen dazu?

(Foto: Poplar Spring Animal Sanctuary von Mark Peters Photography auf flickr.com, unter einer Creative Commons-Lizenz (CC BY-SA 2.0))

Doping für Sportler, leicht gemacht

Doping ist im Leistungs- und auch Amateursport immer ein großes Thema. Die bösesten Sportler sind bekanntlich die Rennradfahrer, gefolgt von den Leichtathleten. Aber auch Fußballer sind kein unbeschriebenes Blatt. Neulich in den Medien: Fußballmannschaften der 80er Jahre in Westdeutschland haben scheinbar gedopt (ärztezeitung 5.3.15). Unfassbar. Wer hätte dies gedacht? Nun, dazu muss man sagen: Wo Kohle verdient wird, wird auch der Dopingarzt gebraucht, oder?

 

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Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter …, warum immer nur bei den klassischen Sportarten dopen? Ich hätte zahlreiche andere Vorschläge für eine Leistungssteigerung auch in Randsportarten.

  • Tontaubenschießen: Diazepam macht die Hand am Gewehr einfach ruhiger. Doch Vorsicht, nicht dabei einschlafen und auf den Tonapparat stürzen. Bruchgefahr! Den nächsten Tag wegen “Hangover” stets freinehmen.
  • Schachspielen: Fokussierende Substanzen, z.B. solche die bei ADS verwendet werden, also Amphetamine. Doch Achtung, die gegnerische Königin könnte sich unter Umständen rasch als bedrohliche Hexe entpuppen. Falls man plötzlich 4 Türme sehen sollte und der Schachgegner plötzlich auf einem Pferd davonreitet … unauffällig das Turnier verlassen.
  • Eisstockschießen/Sportkegeln: Hier bieten sich klassische Substanzen wie Anabolika oder Blutdoping an. Sieht doch einfach besser aus, wenn man fette Muckis und eine Bärenkondition auf dem Eis/Parkett bieten kann.

Diese Liste kann man natürlich prima fortsetzen …

(Foto: Livorno-“Terrazza Mascagni” von Francesco Cavallari auf flickr.com, unter einer Creative Commons-Lizenz (CC BY-SA 2.0))

 

Faschingstipps vom Mediziner

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Es ist wieder soweit, die lustigste Jahreszeit nimmt so langsam Fahrt auf, aber aufgepasst ihr Jecken und Narren, nur noch heute und morgen, dann ists auch schon wieder vorbei. Ein gewisser Alkoholpegel wird auf sämtlichen Feiern gerne gesehen, doch irgendwann ist bekanntlich mal Schluss. Wer also seine eigenen Grenzen nicht kennt und Bekanntschaft mit der rotweißen Fraktion für Medizin (Rettungswagen) macht sollte dennoch folgende Regeln beachten:

  • Haltet es wie die Schwaben, behaltet das Gegessene in eurem Magen. Denn sonst muss der Sanitöter den Wischmob schwingen und der nächste Einsatz ist erst einmal verzögert.
  • Auch wenn es schwerfällt zu glauben: Der Notarzt ist euer Freund, er möchte nur euer Gutes, er begleitet euch sicher ins Klinikum und ist dann aber auch wieder froh ins eigene Bettchen zu verschwinden. Also: Keine sinnlosen Fremdaggressionen, denn eins ist sicher. Wenn der Jeck in Rotweiß nicht mehr weiterweiß, bestellt er die blaue Fraktion für Recht und Ordnung, und dann ist Schluss mit lustig.
  • Immer Haltung bewahren, denn im Zeitalter von sozialen Netzwerken ist man nie sicher vor friendly Fremdschämfotos. Also: Auch wenn man wie Schippe 7 auf der Rettungsbahre, äh -trage hängt, immer schön lächeln, auch wenn sich die eigene Freundin verdreifacht hat.

Und als letzter Tipp: Es einfach nicht so weit kommen lassen … hey, auch mit Orangensaftschorle kann man glücklich werden. Selbst zu Faschingszeiten, jetzt echt. Zudem nimmt man Rücksicht auf trockene Ethyliker …

In diesem Sinne einen freundlichen Rosenmontag und Faschingsdienstag

 

 

(Foto: usual suspects von <sïanaïs> auf flickr.com, unter einer Creative Commons-Lizenz (CC BY-SA 2.0))

Alltag in Defihausen

Sodele, liebe Leser. Ich bin nun wieder daheim in meinem geliebten Defihausen. Na ja, eigentlich ist es eher eine Hassliebe. Denn ihr wisst ja, was hier so alles passierte. Kein Stein blieb auf dem anderen. Explosionen, Entführungen, Verfolgungsjagden, Sprengungen, Mord und Totschlag … alles war dabei.

Doch das soll sich nun alles ändern. Ich habe nach einem längeren Neujahrsurlaub mal hier im Ort so richtig aufgeräumt, also ich meine mein Haus, das Fell meines Haustieres und natürlich die Rettungswache. Auch im Klinikum Defihausen ist Ruhe eingekehrt. Ich gehe wieder meinem Job als Notbarsch und Internist nach. Alles scheint ruhig und gelassen.

Die Einwohner fühlen sich wieder wohl, ja so soll das sein. Und was kann es Schöneres geben, als sich am Feierabend zu einem gemütlichen Umtrunk im lustigen Gasmann einzufinden …

Dort trifft man sich, die Mediziner, die Architekten, die Biologen, Chemiker, die Rettungsassis, die Industriemechaniker und die Tierpfleger und Kindergärtnerinnen …

 

Ein gutes 2015!

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Es muss medizinisch korrekt weitergehen. In diesem Sinne Euch ein erfolgreiches, gesundes und gesegnetes neues Jahr. Wir sehen uns. Aloha.

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Weihnachtsgeschenke für Mediziner 2

Immer noch nix zu Weihnachten gekauft? Mist. OnlineKaufhäuser streiken? Internet-Flatrate nicht bezahlt? Dann müssen wir wohl allen Ernstes das Haus verlassen und etwas … äh besorgen …

  • Chirurg: Nun, wir wissen alle: Der will nur spielen, sprich operieren. Also schnell dieses Oldschool Elektronikspiel aus dem Spielwarenladen besorgen. Also, da wo es immer piepst wenn man mit der Pinzette irgendwo anstößt. Wie heißt das bloß nochmal? Falls wir es nicht ausfindig machen können, tuts auch eine Weihnachtsgans. Statt Besteck, einfach Skalpell und Pinzette besorgen (muss nicht sterilisiert sein). Anschließend einfach alles aufessen.
  • Medizinstudent: Klar, der will was lernen. Also einfach Fachbücher zu Weihnachten schenken. Kein Witz. Ein Telefonbuchauswendiglerner ist da keineswegs beleidigt, ganz im Gegenteil. Wir leisten einen kleinen Beitrag auf seinem steinigen und weiten Weg zum (vermeintlichen) Halbgott in Weiß. Er wird es uns danken. Ach ja, andere Interessen außer Medizin hat er sowieso nicht.
  • Abiturient: Ich schweife ab, aber wenn dieser ne 1,0 bringt, darf er tatsächlich Medizin studieren und die entsprechenden Bücher auswendig lernen. Nun, warum hierfür ein Einser notwendig ist, weiß ich auch nicht. Aber egal. Was wünscht sich ein Abiturler zu Weihnachten? Ganz klar! Hochphilosphische Literatur, denn ihr wisst ja, sie fühlen sich … nicht Fisch nicht Fleisch. Die Welt steht einem offen. Und daher ist der intellektuelle Touch beim Geschenk ganz wichtig. Das Monsterdoc Buch ist hier sicher nicht geeignet …
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