5 Gründe sich nicht in einen Arzt zu verlieben
Lassen Sie sich nicht durch die TV-Parallelwelt täuschen, Ärzte sind anders als die amerikanischen Stars in den Klinik-Soaps. Die Realität läuft gegenteilig ab, lassen Sie sich aufklären, um nicht auf einen Arzt liebestechnisch hereinzufallen.
5 Gründe für ein gesünderes Weiterleben ohne Arzt:
- Kein Geld! Ein noch relativ hohes berufliches Ansehen in der Bevölkerung geniessen Ärzte weiterhin zusammen mit Piloten, Richtern, Pfarrern … Doch vom Ansehen allein kann man sich ja bekanntlich nichts kaufen. Letztes Jahr streikte erstmals die Berufsgruppe der Druiden um auf ihre marode finanzielle und arbeitstechnische Situation aufmerksam zu machen. Also: Geld ist Fehlanzeige, die gewünschten Luxusartikel könnten auf Dauer fehlen. Ausnahme: Chefärzte und der Leibarzt der Ranghohen.
- Keine Zeit! Gerade in den Krankenhäusern wird geschuftet was das Zeug hält. Eine herkömmliche 38,5-Stunden-Woche entspricht bei Ärzten etwa einer Wochenendschicht! Auf deutsch: Schminken Sie sich die gemeinsamen Wochenenden ab. Auch ein Kuschelabend im Lieblingsrestaurant hat eine Prävalenz von 0 zu 100.000 Arbeitsstunden (also selten!).
- Kein Verständnis! Haben Sie sich einmal den Hammer auf den Daumen geschlagen, gibt es beim Arzt zwei Reaktionsmöglichkeiten: 1. Überreaktion mit Röntgen, Gipsschiene und Bettruhe, inklusive 2 Wochen Frühstück ans Bett bringen (Träumen Sie weiter!) oder 2. Keinerlei Reaktion mit allenfalls abfälligen Bemerkungen wie: “Stell Dich nicht so an! Habe heute 3 Oberschenkelhälse operiert!” oder “Trag doch das Frühstückstablett mit der anderen Hand!”. Die erstere Reaktion geniesst eher Seltenheitswert, merken Sie sich also: Erwarten Sie zumindest im medizinischen Lebensbereich eher sparsames Mitgefühl. Merke: Der Schuster hat die schlechtesten Schuhe.
- Kein gutes Aussehen! Träumen Sie weiter von tollen Seifenoper-Schauspielern. Ärzte sehen in der Regel nicht gut aus. Warum? Nun, im Krankenhausdienst altert man deutlich schneller als in anderen Berufen. Allerdings muss man einräumen, dass eine gesunde fahle Blässe irgendwie auch dazugehört. Ein braungebrannter, vital wirkender Stationsarzt? No Go! Falten und graue Haare schon mit Ende zwanzig? No Problem! Tipp für Kollegen: Chef- oder zumindest Oberarzt werden, weniger Nachtdienste, sich irgendwo in ner Praxis anstellen lassen, weniger Rauchen, auswandern.
- Kein Romantiker! Hält sich ständig an Leitlinien, die evidence based medizinisch wichtig sind, das gilt auch für das Privatleben. Alle paar Minuten des gemütlichen Beisammenseins (was selten ist!) werden hirntechnisch analysiert, ob der Gewinn mit der aufgebrachten Leistung korreliert. Klingt kompliziert? Ist es auch. Hier werden Mücken zu Elefanten gemacht. Die Stimmung könnte hierbei etwas leiden.
Fazit: Weiter Soaps auf der Glotzwelle konsumieren und sich einen vernünftigen Partner suchen. Für Unverbesserliche: Hier werden einige Ärztetypen vorgestellt.
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Dieser Beitrag (von insgesamt 473) wurde am Samstag, 06. Dezember 2008 um 19:08 Uhr veröffentlicht und unter der Kategorie
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Pingback: 6 unwichtige Dinge, die mich glücklich machen… « Geschichten eines Ex-Zivis im Rettungsdienst – 07. Dezember 2008 @ 18:06
Ihr Aerzte seid eben irgendwie toll.Ihr rettet Leben und ich finde schon,daß es recht viel gutaaussehende Aerzte gibt.Ich wuerde gerne einen heiraten….Wie siehst du denn aus?Sieht dir jemand aehnlich?
Kommentar: Vanessa
(1) – 08. Dezember 2008 @ 15:47
@Vanessa: Les den Artikel nocheinmal in Ruhe durch, dann bitte nochmal kommentieren …
Kommentar: chefarzt
– 08. Dezember 2008 @ 20:28
Also ich fände es gar nicht schlecht eine Ärztin als Freundin zu haben.
Beruigt irgendwie. Das selbe denkt sie aber auch über meinen Job!!
Geld: Naja..ihr gehört immer noch zu den besserverdienern…in jeder Liste wo ich euch finde steht ihr über den meisten Jobs, aber ich denke das das natürlich auch nicht immer passt.
Zeit: Volles Verständnis..mit dir möchte ich nicht tauschen!
Verständnis: Kann man nicht so pauschalisieren finde ich.
Aussehen: Also ich kenne durch meinen Job viele Ärzte, ich finde sogar als
Mann die meisten recht passabel…ist halt Geschmackssache, vielleicht bist du in einer Gegend wo die Frauen anders sehen??
Romatiker: Vielleicht bei dir so…aber alle anderen? Mach doch mal ne Studie!!
P.S: Suuuuuper Weblog..warum ich das erst jetzt entdecke??
Gruß:
Physioblogger
Kommentar: Physioblogger
(5) – 08. Dezember 2008 @ 21:17
Hmmm, nicht ganz unwahr der Artikel. Ich hab ja mal einen Arzt gedatet -der sah sogar recht gut aus, hatte auch Geld (und mehr in Aussicht), aber auf der Gefühlsebene diverse Defizite. Auch die 63 Stunden Wochen helfen da nicht gerade. Davon bin ich bald mal abgekommen. So hab ich halt lieber einen “armen” Mechaniker geheiratet, dessen Einkommen alleine nicht reicht, eine Familie zu unterhalten, dafür ist er viel mehr da und hilft wo er kann.
Aber ihr Ärzte habt’s schon nicht leicht.
Interessanter Blog!
Kommentar: Pharmama
(72) – 09. Dezember 2008 @ 17:55
… hier ist es ja richtig humorvoll.
Ich wusste schon immer – manche Dinge sind nur mit Humor, Ironie, Zynismus … zu ertragen. Also wobei ich explizit jetzt nicht den Blog sondern eher den Beruf, ach was, das Leben, nein – das Leben ist schön! (was wollte ich grad sagen?) meinte…
Also – ich gehe mal weiter lesen.
Frohe Festtage und so.
Kommentar: Hannah, Marikah oder so.
(5) – 25. Dezember 2008 @ 14:38
“Der Humor ist des Ernstes Anfang” sagte einmal ein altes schottisches Sprichwort, oder war es “Der Anfang ist des Humors Ernstes” oder “Humor fängt mit Ernst nichts an” oder …. okay lassen wir das.
Kommentar: chefarzt
– 26. Dezember 2008 @ 16:11
Er lässt einen nie ausreden: egal, was man sagt, er wird einen immer unterbrechen, um das, was man – nach seiner Ansicht – eigentlich sagen will, zusammenzufassen. Und sagt dann: “Mach mal keine Panik, iss nicht so schlimm”, auch wenn man gerade über die Zubereitung von Gänsebraten redet ….
Kommentar: Merapi
(102) – 27. Dezember 2008 @ 18:09
[...] Da war ich auch schon, das ist das monatliche SpeedDating für unvermittelbare Ärztinnen und Ärzte. [...]
Pingback: Wir schreiben eine Klausur | Semper et ubique – 03. Januar 2009 @ 17:36
hmmm, wie sag ich das am besten …. wenn einem mitten im schönsten Zweikampf das Gefühl aufkommt, man wird gleichzeitig – ähmm – durchgecheckt …. ne, ich sage doch auch nicht mittendrinn, dass sein Ficus Schildläuse hat …
Kommentar: merapi
(102) – 16. Januar 2009 @ 23:48