Eine weitere Sucht, die weltweit sehr weit verbreitet ist, ähnlich dem Nikotininhalieren. Es handelt sich um die perorale (also innerliche) Anwendung von hochprozentigen Substanzen, die in manchen südlich gelegenen Bundesländern allerdings offziell als Nahrungsmittel anerkannt sind. Warum also sind diese Nahrungsmittel so gefährlich für Sie und Ihren Hausarzt und warum sind sie dennoch für den kommenden Gesundheitsfonds so essentiell wichtig? Ausserdem: Testen Sie sich selbst: “Sind sie äthylkrank?”
Der Alkoholismus bietet immer wieder recht spassige Betrachtungsweisen in allen Bevölkerungsschichten, viele Witze wären gar nicht denkbar ohne dieses Gut. Der Übergang vom gelegentlichen Trinken zum handfesten Alkoholiker ist fliessend und wird daher gerade von den Heranwachsenden unterschätzt. Es gibt ne medizinische Einteilung für Suffköppe, auf die ich aber nicht näher eingehen werde, wichtig sind mir die Folgen des jahrelangen Äthylismus (Sauferei) und wie der Arzt damit umgehen kann.
1. Hat Sie Ihr Hausarzt schon einmal auf ein mögliches Alkoholproblem angesprochen?
2. Wie hoch sind Ihre Leberwerte?
3. Wieviel Alkohol trinken Sie am Tag?
4. Haben Sie Ihren Hausarzt schon einmal auf ein Alkoholproblem angesprochen?
Auswertung:
0 Punkte: Sie rauchen nicht, Sie trinken nicht, sind kerngesund und brauchen Ihren Hausarzt nur wegen einer Krankmeldung. Aber auf sein Trinkproblem sprechen Sie ihn nicht an, Sie sind nicht fair!
5-10 Punkte: Sie sind guten Willens, aber der C2 (ärztliches Kürzel für Alk) wird Sie irgendwann mit Leberzirrhose und Ösophagusvarizen (Krampfadern in der Speiseröhre) in die Knie zwingen.
15-20 Punkte: Den Lappen haben Sie schon lange weg, die Frau/Mann ist auch abgehauen, weil Sie immer mehr die Kontrolle verlieren. Der Job wird auch bald weg sein. Aber ein Lichtblick am Horizont: Der Hausarzt bestätigt sich und Ihnen, chronisch alkoholkrank zu sein.
25-30 Punkte: Gratuliere, Sie sind ein Alkoholiker. Freuen Sie sich über die Vorzüge dieser Erkrankung. Okay: Ihr Bauch läuft immer wieder voller Wasser wegen der Leberzirrhose und eine lebensgefährliche Blutung aus den Speiseröhren-Krampfadern hatten Sie auch schon. Aber die Leberwerte sind neuerdings wieder ganz normal. (Wo alles kaputt ist, gibts auch keine Enzyme mehr!). Ihr Gedächtnis hat manchmal Aussetzer? Macht nichts, dafür gibts ja die Dauer-Disco (auch: Glotze).
35-40 Punkte: Sie sind fortgeschrittener Alkoholiker, nehmen also nur noch flüssige Nahrung zu sich. Ach ja, Ihren Hausarzt haben Sie auch neulich beim 14.Entzug in der Nervenheilanstalt getroffen? Ist es nicht tröstend, dass auch Ärzte nur Menschen sind? Tipp: Falls Sie noch dazu in der Lage sein sollten, wechseln Sie unauffällig im nächsten Quartal den Hausarzt.
Doch was hat dies alles nun mit dem Gesundheitsfonds zu tun? Lesen Sie den nächsten Artikel, um die Zusammenhänge zu begreifen. Viel Spass damit!
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Ob diese doch etwas gewollt spaßig wirkende Testfragen dem ernsten Thema gerecht werden, wage ich zu bezweifeln und dass es unter Ärzten auch A-kranke gibt, wird niemand bestreiten, aber hier scheint es doch übertrieben zu sein.
Kommentar: herbert
(1) – 11. November 2008 @ 08:18
Hallo Herbert,ich denke mal der Schreiberling dieser Seite ist vom fach und weiß sehr wohl was er schreibt.Und endlich gibt es mal eine Seite auf der man zum einen gut ueber medizinische Themen aufgeklaert wird und zum anderen kommt der Humor nicht zu kurz.Was ist hier uebertrieben?Ich bin selbst Krankenschwester und ohne Humor und Zynismus koennte man diesen Job doch gar nicht machen.Und leider eine traurige Wahrheit:Platz 1 der Selbstmoerder in Deutschland nehmen die Aerzte ein.Also,mal nicht so humorlos sein….Wetten,Herbert,Sie finden das Lied von Herbert Groenemeyer “Alkohol” total bloed?(vielleicht meint er aber auch etwas ganz anderes als was er singt).
Kommentar: Birgit
(1) – 11. November 2008 @ 20:36
Früher hätte ich 40 oder mehr Punkte gehabt, mein damaliger Hausarzt, irgendwo bei 5-10 Punkten, half mir aber, heute hätte ich ähnlich viel Punkte wie mein Hausarzt damals.
Alkoholismus ist eine harte Krankheit, aber sie darf auch mal mit Humor betrachtet werden…
Guter Beitrag
Kommentar: Uwe
(1) – 15. Januar 2009 @ 13:45
@uwe: Das freut mich wirklich. Das ist meine Intention: mit meinem Geschreibsel sämtliche Erkrankungen (viele davon sind auch wirklich hart) und Sachverhalte auf medizin-satirische Art darzustellen.
Kommentar: chefarzt
– 15. Januar 2009 @ 18:46
Irgendwie scheinen nur selbst betroffene richtig darüber lachen zu können…:-D
Kommentar: Kranker Pfleger
(183) – 25. Februar 2009 @ 09:05