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Cholezystolithiasis (Gallensteine)

“Krankheiten, haben Sie keine, aber Sie sind steinreich!” lautete der Dauer-Gassenhauer-Gag der ersten Generation der Ultraschall-Ärzte. Die Lacher hatten diese damals aber nur auf ihrer Seite, wenn sich der zu Untersuchende nicht gerade vor Schmerzen wegen einer auftretenden Gallenkolik gewunden hatte. Also ganz so leicht zu nehmen ist diese Form der Steinchenbildung im eigenen Körper dann doch nicht, denn sie kann unter Umständen ganz schön schmerzhaft sein. Warum bilden sich nun diese Teile in der Gallenblase? Hier gibt es einen tollen Merksatz, der seit Jahrzehnten in der medizinischen Fachliteratur herumgeistert. Die sogenannten 5 F’s: Fat, Female, Forty, Fair, Fertile. Der Vorteil: man kann sich sofort die potentielle Steininhaberin bildlich vorstellen: ne dicke, blonde 40-jährige mit Kindern!

  • Symptome: Oftmals werden die Gallenblasengesteine gar nicht von dessen Besitzer bemerkt. Falls aber, dann gehts in die Vollen: Gallenblasenkolik: Krämpfe im rechten oberen Wampenanteil (bei anderen auch: “Sixpack” genannt), Übelkeit, Gelbsucht, Urin färbt sich braun (wie dunkles Weizenbier), Stuhlgang wird farblich freundlich hell. Erfreuen Sie sich also nicht an neuen inneren Werten, sondern suchen Sie rasch ein Krankenhaus Ihrer Wahl auf.
  • Diagnose: Ultraschall der neuen Generation und die erhöhten Gallenwerte im Blut weisen den Weg. Diese Parameter sollten also in der heutigen modernen Medizin unbedingt den oben beschriebenen 5-F-Werten vorgezogen werden.
  • Therapie: kann mit Medikamenten (bei Entzündung der Gallenblasenwand auch Antibiotika) bekämpft werden. Allerdings steht am Ende doch meistens die Operation, sprich: Entfernung der Steine samt Gallenblase per Guckrohr (Endoskop = kleine Narben). Falls allerdings die Blase schon jauchig zersetzt und löchrig ist bleibt nur der klassische lange Oberbauchschnitt (= grosse Narbe). Tipp: Sehen Sie also bei einer netten Unbekannten im Freibad eine entsprechend lange Narbe am oberen rechten Plautzenanteil, erwähnen Sie einfach unbedarft im aufkommenden Small-Talk “Auch steinreich gewesen, wa?” Die Reaktionen hierauf sind in der Regel freundlich. Es könnte sich rasch eine nette Unterhaltung über Krankheiten im Allgemeinen entwickeln. Falls nicht, Seien Sie nicht enttäuscht, hier im Ratgeber lernen Sie noch viele Krankheiten kennen, die man auf diese Weise zum Erfahrungsaustausch nutzen kann.

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Dieser Beitrag (von insgesamt 847) wurde am Donnerstag, 30. Oktober 2008 um 16:46 Uhr veröffentlicht und unter der Kategorie Krankheiten abgelegt. Du kannst alle Artikel bei Monsterdoc durch den RSS-Feed verfolgen. Alle Kommentare gibts beim Kommentar-RSS-Feed.

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1 Kommentar

  1. Nochmal zum Nachdenken: Der Unart, nach einer Gallenblasenoperation die gesammelten Gallensteine in einer durchsichtigen Tüte ans Bett des Patienten zu befestigen (als Beweis?), sollte entgegen gewirkt werden. Denn, wer möchte beispielsweise nach einer Blinddarm-Operation seinen Wurmfortsatz im Blickfeld haben? Oder gar nach anderen Eingriffen … Also treten Sie der Organisation IGAGB “Initiative gegen Anheften von Gallensteinen ans Bett” bei. Den Jahresbeitrag können Sie von der Steuer absetzen.

    Kommentar: chefarztNo Gravatar – 30. Oktober 2008 @ 19:28

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