Der Witzklassiker von damals entspricht heute immer noch der normalen Denkweise eines herkömmlichen Medizinstudenten: 2 Studenten sollen ein Telefonbuch auswendig lernen, der Physiker fragt daraufhin: “warum?”, der Medizinstudent hingegen: “bis wann?”
Dieses zeigt demnach einen gravierenden Unterschied in der Denke von Arztanwärtern im Gegensatz zu Studenten aller anderen Fachrichtungen. Hier kristallisiert sich bereits das streng hierachische Geschehen in der Medizinerwelt heraus. “Denk nicht nach, sondern lerne, was das Zeug hält.” Später ändert sich dieser Leitsatz nur unwesentlich. Nun heisst es eben: “Denk nicht nach, arbeite, was das Zeug hält.” Medizinstudenten gelten als emotional verhärtet. Dies lässt sich auch durch das Fach an sich begründen: Schwerwiegende Krankheiten, Schicksale, Leichen, Blut, Tod …
Hier ist das offizielle Mediziner-ABC (nach Monsterdoc) aufgelistet:
Fazit: Der Medizinstudent von heute ist also ein absolut liebenswerter Mensch, wir werden ihn vermissen, wenn er einmal zum Arzt geworden ist. Hier vollzieht sich dann eine Metamorphose, die hier zu beschreiben mir sehr schwer fällt: Ungünstige Eigenschaften verwandeln sich in gute, gute wiederum in ungünstige. Das Leben bleibt im Fluss und im Einklang mit der Medizin an sich. Werten kann man dies nicht, doch dies ist alles ein Teil unseres Mediziner-Lebens, was trotz allem doch wunderschön ist. Erwarten wir also heute abend den inspirierenden Sonnenuntergang und alsbald die eiskalte aber sternenklare Winternacht, die uns auf Weihnachten hoffen lässt …
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Ich glaube die Pharmazeuten würden nicht mal das fragen, sondern einfach gehen und sich das Buch in den Kopf “hauen”.
Auswendig lernen ist etwas, was im Studium enorm gefördert wird – selbständig denken kommt erst viel später, leider.
Ich habe mir erlaubt, deinen Blog auch auf meiner Blogroll aufzunehmen. Danke vielmals!
Kommentar: Pharmama
(92) – 15. Dezember 2008 @ 21:11
und dann frag ich mich, warum man da unbedingt n 1,0 abi braucht… einer, der motiviert ist und lernen will, hats da sicher auch nicht viel schwerer als ein 1,0er Abiturient…aber ich hör ja schon auf mit meinem Frustkommentar
Kommentar: torschtl
(21) – 15. Dezember 2008 @ 23:28
@pharmama: Danke für die Linkaufnahme und interessant, dass es scheinbar bei Pharmazeuten ebenso ist mit dem auswendig lernen …
@torschtl: Ich hab auch kein 1er Abi, daher bin ich ja auch nur Notarzt und Allgemeiner geworden.
Kommentar: chefarzt
– 16. Dezember 2008 @ 14:03
Was heißt hier denn “nur Notarzt und Allgemeiner”?
Vielleicht ist es in der Gehaltsliste nicht das Höchste, aber vor allem die Bedeutung des Berufs als Notarzt sollte nicht unterschätzt werden. Notärzte und Notfallchirurgen verdienen den höchsten Respekt von allen Ärzten (meiner Meinung nach).
Kommentar: xtreme
(2) – 23. Dezember 2008 @ 18:06
Danke xtreme, die Zeiten, wo Villa und Sportwagen bei Allgemeinärzten angesagt war, sind halt doch vorbei. Es ist ein durchschnittlich bezahlter Job, wie viele andere auch. Viele Kollegen stehen derzeit sogar am Rande der Pleite. Doch ich liebe meinen Job, nichts anderes, bin da Optimist …
Kommentar: chefarzt
– 23. Dezember 2008 @ 18:12