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Hämorrhoiden

Über dieses Thema wird zugegebenermassen nicht gern geredet, und wenn, dann muss man schon seriös schreiben, sonst wird man gleich in die Schmuddel-Fäkalschublade gesteckt. Also: diese ernstzunehmende Erkrankung wird …, nein, nochmal: aufgrund der Vielzahl der Publikationen…, nein, zu wissenschaftlich. Zum letzten mal: Hämorrhoiden sind letztlich erweiterte Blutgefässe des Analkanals, die so gross werden können, dass sie Probleme bereiten können. Ursächlich eine Rolle spielen: Verstopfung mit Pressen (also: weniger Schnitzel essen) und langen WC-Sitzungen (Micky-Maus-Hefte aus der Örtlichkeit entfernen), Bindegewebsschwäche (leider Veranlagung), langes Sitzen (stehen Sie öfters bei der Arbeit einfach mal auf, Vorsicht allerdings bei Berufskraftfahrern! Merke: im Stehen erfordert das Lenken eines PWKs ungeahnte koordinative Fähigkeiten).

  • Symptome: Jucken, Schmerzen am Darmausgang, Blut am Toilettenpapier (beachte: 3-lagiges Papier ist weicher als das recycelte Schmiergelpapier. Tipp am Rande: Suchen Sie beim nächsten Besuch ihres Proktologen (Facharzt für Erkrankungen, die es eigentlich gar nicht geben sollte) einmal die Toilette auf und prüfen Sie das angebotene Papier. Dieses könnte interessante Aufschlüsse über das weitere Therapieverfahren geben.)
  • Diagnose: Wird leider meist selbst gestellt. Nur bedenken Sie: Blut im Stuhlgang kann auch ernsthaftere Ursachen als Hämorroiden haben. Also am Besten gleich zum Arzt. Im Rahmen der kleinen Hafenrundfahrt (Austasten des Analkanals mit dem Finger) kann der Arzt (nicht Sie!) feststellen, ob es sich um Hämorrhoiden handelt, Sind sie zu klein wirds allerdings auch beim erfahrenen Kapitän schwierig. Rein optisch kann man schon höhergradige Exemplare aus dem Darmausgang baumeln sehen.
  • Therapie: Da das Thema peinlich ist, fragt man zunächst einmal einen nahestehenden Verwandten, ob dieser nicht ein Salbe für, na fürn Hintern halt, häbe. Es empfiehlt sich allerdings vor der Anwendung zu prüfen, ob die Salbe nicht schon 10 Jahre abgelaufen ist. Falls ja, folgt als nächstes der Gang in diskrete Drogeriemärkte. Salbe gekauft und angewendet. Wirkt diese nach mehreren Wochen der Anwendung noch nicht, ist die nächste Stufe mal wieder: die Apotheke. Allerdings muss man hier schon ernsthaft über seine Probleme reden um an das gewünschte Produkt zu kommen. Peinlich: der Nachbar steht am anderen Tresen der Apotheke und bestellt gerade seine fünferlei Blutdrucktabletten: “Tag Herr Nachbar, brauchen Sie auch mal ein Medikament, Sie sind ja sonst nie krank”. Ärgerlich: Wieder einmal gehen Sie aus der Apotheke mit einer Tüte Halsbonbons und Nasenspray. Die Beschwerden nehmen allerdings immer weiter zu, schliesslich gehen Sie doch aufs Ganze: Sie besuchen einen Arzt. Optimal wäre dann eine Proktoskopie (einmal gucken), bei aufgeblasenen ballonartigen Ausmassen der Hämorrhoiden ist dann eine handfeste Therapie unumgänglich. Abbinden, Veröden, Vereisen oder gleich ganz operatives Entfernen der Selbigen.
  • Komplikationen: Blutungen (Merke: auch hier kann Druck drauf sein), Stuhlinkontinenz.

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Dieser Beitrag (von insgesamt 473) wurde am Samstag, 25. Oktober 2008 um 23:08 Uhr veröffentlicht und unter der Kategorie Krankheiten abgelegt. Du kannst alle Artikel bei Monsterdoc durch den RSS-Feed verfolgen. Alle Kommentare gibts beim Kommentar-RSS-Feed.

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