Hallo, ich möchte Ihnen kurz meinen Freund Hajo vorstellen, er ist Assistent in einer chirurgischen Abteilung eines mittelgrossen Krankenhauses in einer mittelmässig, mittelgrossen Stadt westlich des Rheins. Anfang des Jahres hat er dort angefangen und, was soll ich sagen, er tritt von einem Fettnäpfchen ins andere. Okay, das ist seine Art, ich kenne ihn schon aus frühster Jugend. Was er allerdings in dieser Zeit erlebt hat, ist einfach unglaublich und ich möchte, dass möglichst viele Medizininteressierte daran teilhaben können. Hier ist die Geschichte von Hajo, dem Stationsarzt.
Es ist früh, sehr früh morgens, kalt, dunkel draussen. Der Wecker klingelt. Hajo steht widerwillig auf, er ist kein Frühaufsteher. Doch es hilft alles nichts, das Medizinstudium ist nach 13 Semestern mit Note 3.0 beendet, das “Arzt im Praktikum” ist auch abgeleistet, da heisst es nun: Ranklotzen, raus aus den Federn. Heute ist Hajos erster Tag in der neuen Klinik, in der chirurgischen Abteilung. Ja, er will Körperklempner werden, das war immer schon sein Traum. “Zierspp”, er tritt barfuss in Reste der Pizza von vorgestern, also sprichwörtlich ins Fettnäpfchen getreten. Prima, Hajo, da fängt der Tag gut an. Vom Anblick des leeren Kühlschranks gut gesättigt, begibt er sich nach nur wenigen Minuten bereits zum PKW seines Vertrauens in die klirrende Kälte hinaus. Mist, Scheiben kratzen, keine Handschuhe. Wo war eigentlich seine Tasche mit den vielen lustigen Arztutensilien? Vergessen! Hajo, sollen wir noch mal den Tag von vorne beginnen? “Nein, nein, geht schon!” murmelt er vor sich hin. Rasch die Tasche geholt, nochmals in die Pizza getreten, fast ausgerutscht. Tür zugemacht, Schlüssel in der Wohnung liegen lassen. Es ist morgens halb sieben Uhr in Deutschland. Dienstbeginn ist in einer halben Stunde. Hajo hat keinen Autoschlüssel mehr. Lieber Leser, bitte denken Sie jetzt nicht Hajo (heisst übrigens Hans-Joachim) ist ein Volltrottel, obwohl es eventuell den Anschein erwecken könnte, nein er ist Arzt und …, ach lassen wir das … Irgendwie schafft er es den Nachbarn aus den Federn zu holen um endlich mal hier Land zu gewinnen. Er steigt schliesslich ins Auto ein und braust los. Hajo hat einen sportlichen Fahrstil, deswegen haben ihn immer schon die Frauen geliebt. Sonst treibt er allerdings nur Fernsehsport, trotzdem ist er schlank und schmächtig, hat lediglich eine hypertophierte Unterschenkelmuskulatur rechts (vom Gasgeben). Er trifft in seiner neuen Heimat ein. Vor ihm türmt sich im Morgengrauen eine Betonburg auf, die Sonne kommt schwächlich zum Vorschein an diesem kalten Wintermorgen und doch ist dies ein untrügliches Zeichen dafür: Hajo ist da, jetzt beginnt der Ernst des Lebens, er ist Assistenzarzt! Er fröstelt innerlich etwas vor Kälte und Aufregung. Hier beginnt nun die Story von Hajo, dem Stationsarzt …
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Man darf gespannt sein wie es weitergeht. Erinnert mich an Medizynicus.
Kommentar: Doc Brown
(42) – 19. Dezember 2008 @ 12:31
Also jetzt hast du auch meine Neugier geweckt…..wann erscheint die erste fortsetzung??
Gruß:
Physioblogger
Kommentar: Physioblogger
(5) – 19. Dezember 2008 @ 14:18
Also,falls du irgendwann einmal ein Buch herausbringst,dann geb Bescheid.Ich kaufs dann.
Kommentar: Ingo
(1) – 19. Dezember 2008 @ 16:34
Na das fängt ja gut an.

Nach so einem Start in den Tag denke ich immer: es kann nur besser werden!
Kommentar: Pharmama
(72) – 23. Dezember 2008 @ 13:30