Herzinfarkt
eine Durchblutungsstörung mit Absterben von Zellen des Herzens, sollte jeder richtige Mann einmal im Leben gehabt haben (wir erinnern uns: “Männer kriegn n Herzinfarkt”). Ist eine Zivilisationskrankheit, hängt zusammen mit allen Dingen, die Freude bereiten wie: Fett essen, Fett sein, körperliche Schonung über Jahrzehnte, regelmässige Nikotininhalationen, hochprozentiges Trinken. Schade eigentlich. Wer will sich schon freiwillig gesund ernähren und Sport treiben, merke: Fernsehen bildet auch, und hallo, beim letzten Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft war mein Puls auf konstanten 120/min.
- Symptome: Vernichtungsschmerz in der linken Brust, Schweissausbruch (ohne Länderspielgucken), Luft ist plötzlich wie auf dem Mount Everest.
- Diagnose: In diesem Falle sollte Sie nicht 1,5 Stunden ins Wartezimmers Ihres netten Hausarztes sitzen, sondern sich direkt in notärzliche Hände begeben (vorausgesetzt Sie können noch einen Telefonhörer in die Hand nehmen). Im Krankenhaus wird dann anhand eines EKGs und der Blutwerte der Infarkt diagnostiziert
- Therapie: Meistens Herzkatheter, d.h. ein langer Schlauch wird in die Leistenarterie eingeführt und zum Herzen vorgeschoben, dort angekommen legt der Kardiologe eine Mittagspause ein. Anschliessend schaut man mithilfe des Kontrastmittels (hoffentlich liegt hier keine Allergie vor!) wo denn die böse Engstelle in den Herzkranzgefässen ist. Einmal lokalisiert dehnt man sie mithilfe eines Luftballons auf oder legt ein kleines Röhrchen ein.
- Komplikationen: Auch wenn Sie als Mann durch einen Herzinfarkt noch männlicher wirken (“Hatte schon 3 Infarkte, und du?”), sollten Sie ernsthafte Herzrythmusstörungen vermeiden. Denn Kammerflimmern bedeutet, dass der Arzt seinen Stromschocker (Defibrillator) auspacken und Ihnen eine braten muss. Unangenehm. Habe Sie aber den 6 wöchigen Aufenthalt mit anschliessender Verlegung in die Herzklinik zur Bypass-Operation (nochmal 6 Wochen), sowie die sich anschliessende Rehabilitation (leider nur 3 Wochen wegen Ihrer Krankenkasse) durchgestanden, stehen Sie selbstverständlich künftig immer im Mittelpunkt. Sei es im Freundeskreis (“Der hat schon nen Infarkt gehabt, der kann was ab!”), sei es beim nächsten Hausarztbesuch (“Ich muss sofort drankommen, habe zwar keinen Termin, aber 3 Bypässe”)
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Dieser Beitrag (von insgesamt 847) wurde am Donnerstag, 23. Oktober 2008 um 22:08 Uhr veröffentlicht und unter der Kategorie
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