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Notärzte – Warum sie so toll sind!

Das mit dem Notabitur und der Notdürftigkeit hatten wir schon … (siehe: der Notarzt). Jetzt werden grössere Brötchen gebacken. Ich möchte eine Lanze für einen Berufsstand brechen, der vor dem Aussterben bedroht ist. Warum also sind Notärzte so toll? Weil sie vieles dürfen, was andere nicht dürfen.

Beispielsweise …

  • Sich mit überhöhter Geschwindigkeit zum Einsatzort chauffieren zu lassen. Auf dem Radarfoto dann eine dumme Grimasse ziehen. Gibt es im Nachhinein dann Ärger, weil das Ketchup-Majo-Taxi innerorts mit 140 km/h unterwegs war, ist selbstverständlich immer der NEF(Notarzteinsatzfahrzeug)-Fahrer schuld.
  • Den ganzen Tag stolz in toller rot-weisser Kluft im Krankenhaus auf und abspazieren um seine Orden zu zeigen und von den Krankenschwestern Komplimente zu bekommen. Das Aussehen des Notarztes ist mittelmässig? Macht gar nichts, die Uniform und die geschilderten Heldentaten machen alles wieder wett. Merke: Auf die inneren Werte kommt es an!
  • Geht dann tatsächlich einmal der Piepser runter, gibt man sich betont lässig: “Baby, muss leider weg, habe einen Einsatz, wir sehen uns!” Die Schritte werden immer länger und man trabt schliesslich locker von dannen, denn es geht schliesslich wieder einmal um Leben und Tod. Merke: Mit Piepser hat man immer die Möglichkeit entweder zu spät zum Rendevouz zu kommen, oder auch gar nicht. Ebenfalls hat man jederzeit die Option früher wieder zu gehen. Hey, und das Beste daran: Es ist völlig legitim! (Die sogenannte Lizenz zum Piepsen)
  • Kommt man dann am Ort des Unfalls schliesslich an, schreitet man zielgerichtet durch die Menschenmasse um dann selbstbewusst bekannt zu geben: “Ich bin Notarzt, (ich bin so toll, deshalb) lassen Sie mich (verdammt noch mal) durch!”. Wer kann sich so etwas schon erlauben? Das erinnert mich an Worte meines ehemaligen Anästhesie-Seniorchefs: “Für was sind die Stahlkanten am Notfallkoffer? Um sich damit Platz am Einsatzort zu verschaffen!”
  • Zudem kann man dann völlig legal der jungen Patientin mit dem Unterschenkelbruch Drogen in vielerlei Variationen verabreichen um sie dann anschliessend in eine Paralellwelt voller Träume und Schäume zu schicken. Ja, da kommen selbst von gestandenen Ommas die dollsten Sprüche, die in diesem Blog leider nicht wiedergegeben werden können …

… wird fortgesetzt …

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Dieser Beitrag (von insgesamt 847) wurde am Freitag, 12. Dezember 2008 um 18:37 Uhr veröffentlicht und unter der Kategorie Notarzteinsätze abgelegt. Du kannst alle Artikel bei Monsterdoc durch den RSS-Feed verfolgen. Alle Kommentare gibts beim Kommentar-RSS-Feed.

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