10 medizinische Dinge, die es eigentlich nicht geben dürfte
In Anlehnung an den Artikel von Prinzzess (via MC Winkel) möchte ich hier einmal beschreiben, was es medizinisch gesehen einfach gar nicht geben sollte.
- Kurzhälse: Die sind so schlecht zu intubieren.
- Paradoxe Reaktionen auf Diazepam: Da will man Menschen etwas ruhiger stellen, dann drehen die plötzlich im Gegenteil erst so richtig auf. Merke: Auch hagere Grossmütterchen können mit ihrem Stock ernsthaften Schaden anrichten.
- Eimervolle Jugendliche: Sind unberechenbar, verunreinigen den Rettungswagen durch Rückwärtsessen, stinken und sind auch noch frech.
- Notarzteinsätze in der Nacht: Sind rechtlich gesehen eigentlich gar nicht zulässig.
- Bürokratische Medizin: Davon kann jeder medizinisch Tätige ein Lied pfeifen. Ich sach nur: “Diese Krankheit kommt einfach ungefragt” (Noro Virus Song).
- Gesundheitspolitik des frühen Jahrtausends: Lassen wir es auf uns zu kommen …
- Krankheiten, die schwer zu behandeln sind: Tumore, Erbkrankheiten, Bluterkrankungen, Stoffwechselleiden usw.
- Neumutationen von Viren: So schnell kommen die Forscher nicht mehr hinterher
- Schweinegrippe: So überflüssig wie ein Kropf
Habe ich noch was vergessen?
Artikel zum Thema passend:
Dieser Beitrag (von insgesamt 842) wurde am Donnerstag, 06. August 2009 um 19:49 Uhr veröffentlicht und unter der Kategorie
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« Krankenkassenbewertung – 10 medizinische Dinge, die es eigentlich geben sollte »
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Spontan fällt mir noch aus gegebenem Anlass ein:
Schlechte Venen – Scheinbar nur geschaffen, damit PJler/Famulanten/andere Studenten morgens auch totsicher die Visite verpassen
Kommentar: Sternenmond
(12) – 06. August 2009 @ 21:02
10a Hysterisches Gebaren bei jeder x-beliebigen Grippewelle.
Muss nicht sein.
11 Immunologie. Warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht?
Kommentar: EarlMobile
(109) – 06. August 2009 @ 21:38
[...] die es nicht geben dürfte… Nach der Idee des Monsterdoc hier nun auch meine Dinge, die es nicht geben [...]
Pingback: Dinge, die es nicht geben dürfte… « Psychotante's Blog – 06. August 2009 @ 22:49
@sternenmond: Oh ja, die Venen, genau.
@earlmobile: Ein Hauch von Hysterie liegt auf jeden Fall in der Luft
Kommentar: chefarzt
– 06. August 2009 @ 23:51
Ergänzung zu “Bürokratische Medizin”:
(…) insbesondere:
a) DRGs
b) die Budgetierung. (Sagt der Arzt zum Pat.: “Tut mir leid. Harnwegsinfekte sind leider aus. Kommen dieses Quartal auch nicht mehr rein. Wie wär’s denn stattdessen mit einer hübschen Tuberkulosetherapie, davon hab’ ich noch ein paar.”)
c) Fragebögen der KVen (“Pat. Müllermeierschulze hatte also einen Vorderwandinfarkt und ist seit gestern in stationärer Behandlung, okay. Wurde er denn heute entlassen? Falls nein, begründen Sie Ihre Antwort gefälligst auf den nächsten 13 Seiten!”)
Außerdem fehlen:
- Eimervolle Erwachsene: Sind unberechenbar, verunreinigen den Rettungswagen und die Ambulanz und die Station durch Rückwärtsessen, stinken und sind auch noch frech.
- Das Buch “Bittere Pillen”. Kein anderes literarisches Werk hat jemals mehr zur Incompliance beigetragen.
- Impfschäden. Niemand bezweifelt, dass es sie gaaaanz vereinzelt gibt. Aber die Häufigkeit, in der sie bei einigen Menschen (oder besser gesagt: bei Kindern im Bekanntenkreis der Schwippschwager der Friseure der Tanten der besten Freundinnen einiger Menschen) auftreten (und zwar nur dann, wenn der Mond im zweiten Drittel steht), ist bemerkenswert. Ebenso bemerkenswert sind die Lautstärke, Penetranz und Belehrungsresistenz dieser Personen.
Ich hoffe, demnächst den Beitrag “10 medizinische Dinge, die es eigentlich geben müsste” hier lesen zu dürfen.
Grüße!
Kommentar: Hootch
(29) – 07. August 2009 @ 00:09
Dialysepatienten, die zwischen zwei Dialysen 5 Kilo zunehmen, um dann zu behaupten: “Versteh ich nicht. Hab GAR NICHTS gegessen und getrunken…!”
Zu “Bürokratische Medizin”: Ich sag schon seit Jahren: Ich bin hier Schreibkraft mit pflegerischen Kenntnissen… *ggg*
Kommentar: Michaela
(9) – 07. August 2009 @ 08:24
Ich wüsste da auch noch was
Die Sauklaue welche die meisten Ärzte haben. Den ich stand wegen sowas schon mehrmals in der Apotheke und keiner konnte entziffern was ich da bekommen sollte oder wer es unterschrieben haben könnte
Kommentar: DeserTStorM
(50) – 07. August 2009 @ 09:25
- Unverbesserliche Raucher. Sie stinken, verunreinigen die Krankenhausflure (überhaupt die ganze Umwelt) mit Rauch und Kippen und schädigen nicht nur sich selbst, sondern auch noch alle um sich herum.
Kommentar: Benedicta
(282) – 07. August 2009 @ 11:38
@6, benedicta:
Es gibt aber auch nette Raucher! Solche wie mich zum Beispiel. Ich rauche nicht _in_ der Wohnung, im Restaurant kann ich’s mir ebenso verkneifen und auf offener Straße achte ich darauf, wo der Rauch hinzieht. Ich (Raucher) bin seit über zehn Jahren glücklich (!) mit einer asthmatischen Nichraucherin zusammen. Mit einem Minimum von Rücksichtnahme …. Resultat: Es klappt! Und eine wunderschöne Tochter kam auch dabei heraus. So what?!?
Grüße!
Kommentar: Hootch
(29) – 07. August 2009 @ 12:56
[...] Fachgebiet, welches vom Internet ganz sicher nicht unberührt blieb, ist die Heilkunde und Medizin. Dieses jedoch nimmt eine Sonderstellung innerhalb des Internets ein. Webmaster, Webdesigner sowie [...]
Pingback: Marketing von Arzneimitteln und medizinischen Dienstleistungen im Internet | :metaMOVE-BLOG – 07. August 2009 @ 13:07
Hm was es auch nicht geben sollte sind leute die kein bisschen Toleranz haben und ganz besondere Gutmenschen sind…
Kommentar: DeserTStorM
(50) – 07. August 2009 @ 13:39
@hootch: Genau so ist es. Der Gegenartikel folgt natürlich morgen abend.
@michaela: “Schreibkraft mit pflegerischen Kenntnissen” – Das ist jetzt die neue Bezeichnung für Krankenschwester, oder?
@desertstorm: “Sauklaue”, ich fühle mich irgendwie ertappt. Nun, dazu könnte man einen Artikel verfassen: Warum ein ein Arzt (k)eine Arztschrift haben sollte … Aber Du hast völlig recht.
@benedicta: Raucher schädigen ja bekanntlich auch den Regenwald … Und die Polschmelze …
Kommentar: chefarzt
– 07. August 2009 @ 23:36
@hootch: ich hab sehr nette, rauchende Nachbarn. Die ganz bewusst nicht in ihrer eigenen Wohnung rauchen, sondern auf dem Balkon oder am offenen Fenster. Weshalb der ganze Mist bei mir reinzieht, sobald ich auch nur ein Fenster öffne…
Das hat mit Gutmenschtum nix zu tun. ICH WILL DAS NICHT RIECHEN MÜSSEN!
Der Raucher hat ein Recht auf Selbstentfaltung – gut, soll er haben. ICH ABER AUCH! Wo bleibt denn MEIN Recht auf Selbstentfaltung, wenn ich mir nicht aussuchen kann, ob ich Nikotin inhaliere oder nicht?
(Außerdem gings nicht um rücksichtsvolle Raucher, sondern um unverbesserliche – und die gibts eben leider auch.)
@chefarzt: Raucher schädigen insbesondere und sehr nachhaltig meine gute Laune
Kommentar: Benedicta
(282) – 08. August 2009 @ 12:29
[...] Monsterdoc: Monsterdocs Artikel. Wie immer genial. Genial lustig. Meine Favoriten die eimervollen Jugendlichen und der Morbus Gesundheitsfond. [...]
Pingback: Blogschau | Kurznews: Chefärztin verschickt anonyme Briefe, Computerspiele die Drogen der Jugendlichen, Gesundheitsmessen ... – 08. August 2009 @ 19:46
@benedicta: Der Gegenangriff wäre dann tägliches Grillen Deinerseits … Nein, das kann ich natürlich sehr gut verstehen und unterschreiben.
Kommentar: chefarzt
– 09. August 2009 @ 12:04
@chefarzt: och nöö. “Sonntag ab 12 Uhr wird zurückgegrillt” – und das nächste sind dann geworfene Farbbeutel und die totale Eskalation. Brauch ich auch nicht unbedingt.
– und ansonsten betreibe ich aktive Aufklärungsarbeit und teile den Nachbarn (die ich ansonsten wirklich gern mag) freundlich und ruhig mit, dass ihre Raucherei bei mir Kreislaufprobleme verursacht und dass der Rauch eben hingeht wo er will (“Rücksichtnahme” hin oder her). Mit viel Geduld und Spucke krieg ich das vielleicht ja doch noch in die Sturköpfe rein
Ich hab mir einstweilen damit beholfen, meine Wohnungstür mit Tesamoll abzudichten – jetzt bleibt immerhin der Dampf aus dem Treppenhaus draußen
Kommentar: Benedicta
(282) – 09. August 2009 @ 12:13
@bendicta: De-Eskalation ist immer der beste Weg, da geht schon noch was …
Kommentar: chefarzt
– 09. August 2009 @ 12:35
Schrumpfschniedel sind ziemlich ätzend zum Katheterisieren.
Kommentar: Kranker Pfleger
(183) – 09. August 2009 @ 19:46