Auch liebevoll als Hurtiger-Nasen-Onkel bezeichnet, arbeitet er in einer Welt bestehend aus Nasen (-Nebenhöhlen), Schmodder, Ohren und Rachen. Neben dem Augenarzt hat er ein beschränktes Arbeitsgebiet, das er aber um so gewissenhafter im Griff hat.
Charaktereigenschaften:
Zielstrebig, wahlweise wortkarg oder logorrhoeisch veranlagt, ein Fachmann fürs Grobe am Kopf.
Was sieht er täglich?
Post-nasal-drips (Schleim, der hinten runter läuft), eitrige Mandelentzündungen, verschmodderte Nasennebenhöhlen (Sinusitis), Mittelohrentzündungen, grob gesagt: Husten-Schnupfen, Eiterkeit. Momentan also gerade ziemlich angesagt. Aufgelockert wird die tägliche Arbeit durch Hörstürze und Tinnitus (“Wie bitte, was haben Sie gesagt?”).
Wie machen Sie sich bei Ihrem HNO-Arzt unbeliebt?
Als Hausarzt: indem Sie häufig zu ausführlichen Schwindel-Abklärungen überweisen. Den Gipfel des Geschmacks schiessen Sie mit der Anforderung eines sogenannten Frenzelbrille-Tests ab. Nur der Gedanke daran …
Als Patient: indem Sie mehr als 2x im Quartal bei ihm aufkreuzen (wie ja bekanntlich bei allen niedergelassenen Ärzten).
Neulich habe ich den Bericht einer Nasennebenhöhlen-OP gelesen und musste direkt Rückwärtsessen gehen. Also, alle Achtung an die Kollegen der Schmodderfraktion, haltet durch und macht weiterhin euren wichtigen Job. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen noch: Guten Nasen, äh Abend.
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es gibt fachgebiete, wo ich mich echt frag, wie sie ein mensch ohne besonderen fetisch freiwillig machen kann… mit von der partie… uro, gyn, psychatrie und der HNO
Kommentar: torschtl
(21) – 16. Februar 2009 @ 08:29
Den Proktologen nicht zu vergessen…
Kommentar: Denis
(13) – 16. Februar 2009 @ 09:37
Hm da gab es doch dieses tolle und lehrreiche Video von so einer wirklich ekelhaften HNO-OP… Genau: xxxxxxxxxxxx
Anschauen auf eigene Gefahr…
@torschtl: Aber Psychiatrie ist doch super. Ungehemmter Gebrauch von Psychopharmaka, jeden Tag Überraschungen erleben und dazu einen festen Patientenstamm – das ist doch dufte. Ich finde, da gehört eher die Augenheilkunde in deine Liste. Was die alles mit ihren Spritzen anstellen, ist echt wider den guten Geschmack…
Kommentar: EarlMobile
(109) – 16. Februar 2009 @ 12:35
Urologen und Nervenfuzzys habe ich hier ja schon abgehandelt. Fehlt also noch der Gynäkologe, Glotzerarzt und Proktologe …
@earlmobile: Das Video sollte man nicht unbedingt vor dem Mittagessen angucken. Wirklich nur für Medizinisches Personal!
Kommentar: chefarzt
– 16. Februar 2009 @ 13:10
Das ist alles Gewohnheitsheitssache. Aber ich habe euch ja gewarnt…
Da gibt’s noch ein paar andere hübsche Videos, aber ich glaube, wer die sehen will, kann auch danach suchen und wird sie zu Hauf finden…
Kommentar: EarlMobile
(109) – 16. Februar 2009 @ 17:22
Sehr schöne Charakterisierung, nur die Epistaxis hast Du noch bei den Dingen vergessen, mit denen die HNOlers so täglichh zu tun haben….
Kommentar: herrpfleger
(15) – 16. Februar 2009 @ 18:20
@earlmobile: Nicht böse sein, habe sicherheitshalber den Link entfernt, da die Seite auch für Nichtmedizinpersonal zugänglich sein sollte.
Kommentar: chefarzt
– 16. Februar 2009 @ 19:48
Als medizinisches Personal bin ich arg interessiert an dem besagten Video…
Kommentar: Simon
(5) – 16. Februar 2009 @ 20:07
Ich auch!! War gerade dabei die OP nachzubauen und ohne das Videotutorial komm ich nicht mehr weiter! ;-(
Kommentar: Doc Brahmanov
(12) – 16. Februar 2009 @ 21:11
Diese Videos zeigen wir immer wieder gerne allzu übermütigen Studis
Wie schnell die ruhig sein können und mal einen Gang runter schalten können
Ich brauche ne Pizza
Kommentar: Maia
(71) – 16. Februar 2009 @ 22:03
@chefarzt: Kein Problem. Eigentlich wollte ich die Adresse nur als Text einbinden, aber WordPress hat gleich nen Link draus gemacht. So allerdings überwiegt die Neugier…
Kommentar: EarlMobile
(109) – 17. Februar 2009 @ 17:24