In der Rubrik “medizinische Berufe” fehlen natürlich noch etliche interessante Tätigkeiten. Der Klischee-Klassiker ist und bleibt der Krankenpfleger in psychiatrischen Einrichtungen. Oftmals in Film und Fernsehen dargestellt. Hier ist es einmal an der Zeit damit aufzuräumen und klarzustellen was diesen Beruf eigentlich ausmacht.
Gattung: Gehört zur Gruppe der “gemeinen Krankenpfleger”, auch wenn sie augenscheinlich nicht viele Gemeinsamkeiten haben. Hier finden sich häufig Menschen mit XY-Chromosomensatz.
Lebensraum: Sind vorwiegend Psychiatrien und nicht, wie in der “Bildschirmberieselung” häufig falsch dargestellt, die Strassen mit entsprechenden Fahrzeugen, die mit Zwangsjacken ausgestattet sind. Diesen artgerechten Raum teilt er sich mit Ärzten entsprechender Fachrichtung (siehe: Psychiater). Schlüssel spielen in dieser oftmals “geschlossenen Welt” eine wichtige Rolle. Merke: Wer einen Schlüssel hat, gehört zum Personal!
Körpereigenschaften: Entspricht meistens unseren Vorstellungen: Gross, muskulös, Bauchansatz, indifferenter, sympathischer, lächelnder aber immer bestimmter Gesichtsausdruck. Wenn der Psychiatriepfleger in der Türe steht, gibts kein Vorbeikommen mehr!
Charaktereigenschaften: Ruhig, sehr ruhig, stets netter aber entschiedener Tonfall. Wirkt manchmal etwas phlegmatisch, doch davon sollte man sich nicht täuschen lassen, denn er ist stets auf der Hut. Kaffeeabusus, Geniesser, etwas stolz auf seinen Job. Steht er vor einem, hat man sofort ein Gefühl der Sicherheit, ähnlich wie bei einem Bodyguard. Merke: Zwangsjacken und gewalttätige Übergriffe sind in der Psychiatrie nicht so häufig wie angenommen. Heutzutage bevorzugt man die sanften Methoden der Pharmazie.
Wann sieht man ein Funkeln in den Augen eines Psychiatriepflegers? Wenn es frischen Kaffee gibt.
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Und in psychiatrischen Tageskliniken haben die meisten Psychiatriepfleger eine Unfähigkeit Blut abzunehmen. Ich sprech aus Erfahrung
Kommentar: julchen
(62) – 14. März 2009 @ 10:51
Psychiatrie-Pfleger wäre mein Alternativberuf geworden, wenn ich auf der Anästhesie nix bekommen hätte
Kommentar: Albert
(17) – 14. März 2009 @ 10:53
Ich wäre auch fast Psychiater geworden …
Kommentar: chefarzt
– 14. März 2009 @ 10:56
“die sanften Methoden der Pharmazie.” : Haldol spritzen und aus dem Tiger wird ein schlummerndes Kätzchen?
“Merke: Wer einen Schlüssel hat, gehört zum Personal!” AufdemBodenrollvorLachen!
Kommentar: Pharmama
(92) – 14. März 2009 @ 11:48
Nach meiner Erfahrung unterscheidet sich das Psychiatriepflegepersonal einzig und allein dadurch vom Patienten durch den Schlüssel. Im Tagesraum oder im Bett würden sie jedenfalls nicht weiter auffallen.
Kommentar: Kranker Pfleger
(183) – 14. März 2009 @ 12:46
Psychiater sind auch ganz tolle Menschen, nur bei einen über 20 Jahren praktizierenden Nervenarzt hat man als Patient das Gefühl das der Herr Doktor auch eine Neurose hat. *lach*
Kommentar: julchen
(62) – 14. März 2009 @ 14:31
Wenn man jeden Tag von grünen Männchen und wilden Geheimdienst-Verfolgungsjagden hört, bleibt das Abfärben oft nicht aus …
Kommentar: chefarzt
– 14. März 2009 @ 17:09
Ich kann das auch nur bestätigen, dass das Verhalten und Aussehen von Psych-Patienten irgendwann auf das Personal abfärbt. Beispiel dazu: Wir sollten mal einen Patienten von einer psychosomatischen Reha-Station holen und auf die geschlossene Psych bringen. Die Fahrstuhltür in der Reha geht auf und wir haben beide gedacht, unser Patient steht schon vor uns: Kleines Männchen mit rot-grauem Rauschebart und Glatze, uraltem Karo-Pulli und ansonsten auch sehr ungepflegt. Tja, war nur dummerweise der Psychiater bzw Doktor
Kommentar: Chris
(97) – 14. März 2009 @ 19:40
“Und in psychiatrischen Tageskliniken haben die meisten Psychiatriepfleger eine Unfähigkeit Blut abzunehmen.”
Gehört auch absolut nicht zum Tätigkeitsbereich eines Krankenpflegers. Wird nicht mal mehr in der Schule bei der Ausbildung gelehrt. Blutabnehmen ist Arzttätigkeit
Kommentar: Kathy
(5) – 14. März 2009 @ 20:38
Mensch da fällt mir etwas ein:
Schreib doch mal etwas über Physiotherapeuten!!
Wäre doch bestimmt auch interessant….
))))
Dann wüsste ich nämlich endlich mehr über meine Persönlichkeit und kann mir die Psychologin sparen oder??
Was hälst du von der Idee??
Gruß:
Physioblogger
Kommentar: Physioblogger
(26) – 15. März 2009 @ 11:01
@chris: Arztverwechslungen sind auch in anderen Bereichen recht häufig und immer lustig.
@kathy: wird Blutabnehmen gar nicht mehr gelehrt? Schade. In der Schweiz ist das anders
@physioblogger: Gute Idee, das ist schon längst fällig. Aber ob ich Dir dadurch den Gang zu einer hübschen, sympathischen Psychologin ersparen kann?
Kommentar: chefarzt
– 15. März 2009 @ 12:17
Na dann bin ich ja mal gespannt auf deine Persönlichkeitsanalyse….
freu mich drauf…
Gruß:
Physioblogger
Kommentar: Physioblogger
(26) – 15. März 2009 @ 16:22
@Chefarzt:
In NRW wirds noch geleehrt…problematisch an der Sache ist nur, wenn die Dozenten selbst es seit 10 Jahren nicht mehr praktisch gemacht haben. Also offiziell lernt man es in der Schule, so richtig aber erst auf Station. Meist dann am Unterkursschüler oder dem Praktikanten.
Kommentar: simon
(5) – 15. März 2009 @ 22:04