Es gibt mehrere Bezeichnungen für Diphtherie, unter anderem “Rachenbräune” oder ” Krupp”. Eine sehr schwere Erkrankung, die Ärzte hierzulande nur aus dem Lehrbuch kennen. Doch Vorsicht ist geboten, Impfungen diesbezüglich werden vernachlässigt. Neulich trat sogar ein Fall in Bayern auf! Die Landesärztekammer Baden-Württemberg weist aktuell darauf hin, Impflücken zu schliessen.
Bekannterweise trat Mitte der 90er Jahre eine Diphtherie-Epidemie in den Nachfolgestaaten der UdSSR auf. Hier starben tausende Menschen. Derzeit belegt Lettland bezüglich der Häufigkeit der Erkrankungen weltweit (nach Haiti) den zweiten Platz, also gar nicht so weit entfernt!
Einen wirksamen Schutz bietet die Diphtherie-Impfung, diese sollte alle 10 Jahre aufgefrischt werden. In der Regel in Kombination mit Tetanus (+Polio +Keuchhusten). Weiter sollte bedacht werden, dass man an Diphtherie sogar mehrfach erkranken kann (wie beispielsweise auch Keuchhusten).
Ich selber habe glücklicherweise noch nie mit dieser Erkrankung zu tun gehabt, daher musste ich auch erstmal in den alten Lehrbüchern nachschlagen.
Erreger: ein Bakterium – Corynebacterium diphtheriae, Mensch zu Mensch-Übertragung (alle Altersgruppen).
Symptome: Fieber, Abgeschlagenheit, Beläge im Rachen, Hals- Lymphknotenschwellungen, Atemnot, bellender Husten (Krupphusten – nicht zu verwechseln mit Pseudokrupp (häufiger, aber meist harmloser Kindernotarzteinsatz))
Therapie: Diphtherie -Antitoxin (wenn überhaupt verfügbar), Antibiotika (Penicillin)
Zur aktuellen Lage in Europa berichtet das Robert-Koch-Institut
Also ab zum Hausarzt und Impfpass checken lassen …
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Auch wir hatten kürzlich das Thema Impfmüdigkeit bei uns im Blog.
Ich hab das Gefühl, dass die Tatsache, dass durch Impfen die meisten Krankheiten von der Agenda gefallen sind, die Menschen euphorisch gemacht hat und gar nicht mehr wahrnehmen, dass der Effekt eben dem Impfen zu verdanken ist. Und wenn nun zu viele Menschen nachlässig werden, kommen sie wieder – die Erreger – mit all ihren Schrecken, weshalb man sie ja auch einst fürchtete und Impfungen entwickelte…
Kommentar: Kristina
(14) – 23. Februar 2009 @ 09:25
Du sprichst mir aus der Seele, kristina.
Kommentar: chefarzt
– 23. Februar 2009 @ 13:40