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Geheimsprache der Ärzte (Teil 5)

hier ein weiterer Teil der Geheimniskrämerei, es geht um die gestellten Diagnosen von M-Z

  • Mononukleose – Auch: Pfeiffersches Drüsenfieber, Kissing disease oder Studentenkrankheit (weil die so oft kissen?), gibt dicke Bollen am Hals (Lymphknoddeln) und hohes Fieber. Kann manchmal auch im Hospital enden
  • Morbus Gesundheitsfonds – Neue 2009er Krankheit
  • Morbus Parkinson – Schüttellähmung
  • MRSA-Infektion – Sehr unbeliebter Keim bei medizinischem Personal, da sehr resistent. Da heisst es Isolieren, Maskieren und Jubilieren. (Methicillin-resistenter-Staphylococcus areus). Darüber gibts übrigens bald einen Song von Monsterdoc …
  • Nephrolithiasis – Steinchen in der Niere, sind oftmals recht schmerzhaft
  • Nikotinabusus – Luft- und Lungenverpestung der dritten Art
  • Norovirus-Infektion – ebenfalls unbeliebter Keim, der Brechdurchfall verursacht
  • Pneumonie – Entzündung der Lunge
  • Pneumothorax – Luft ist aus dem Lungenflügel raus
  • Prostatahypertrophie – Prostata ist vergrössert und behindertet beim Wasserlassen
  • Schlafapnoesyndrom – Nächtliches Wälder-Abholzen im Schlafzimmer mit ernsten Folgen
  • Schilddrüsenunterfunktion – Hypothyreose. Beim Vollbild der Erkrankung wird man übergewichtig, schwammig und gaaaanz laaaaangsaaaam. “Meine Froinde sagen, ich bin sooo langweilig!”
  • Schizophrenie – Spaltungsirresein
  • Sinusitis – Nasennebenhöhlenverschmodderung
  • Varikosis – Krampfadern, nicht nur kosmetisch problematisch
  • Weihnachtskrankheiten – Krankheitsbilder, die nicht nur zu Weihnachten auftreten können
  • 10-Euro Krankheit – Fortschreitende Erkrankung in deutschen Artzpraxen

Artikel zum Thema passend:

Dieser Beitrag (von insgesamt 847) wurde am Mittwoch, 14. Januar 2009 um 23:00 Uhr veröffentlicht und unter der Kategorie Geheimsprache der Ärzte abgelegt. Du kannst alle Artikel bei Monsterdoc durch den RSS-Feed verfolgen. Alle Kommentare gibts beim Kommentar-RSS-Feed.

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19 Kommentare

  1. Heißt es nicht inzwischen ‘Multi-Resistenter St. A.’ statt ‘Methicilin-Resistent’ weil er inzwischen gegen viel mehr als nur Methicilin resistent ist? Haben wir zumindest in der Krankenpflegeschule so gelernt ;)

    Kommentar: KathyNo Gravatar (5) – 15. Januar 2009 @ 12:49

  2. @kathy: stimmt, methicillinresistent ist der ursprüngliche Begriff, moderner ist natürlich multiresistent, was ja auch der schmoddrigen Realität entspricht. Sehr, sehr unbeliebt in den Krankenhäusern …

    Kommentar: chefarztNo Gravatar – 15. Januar 2009 @ 18:42

  3. Ist “behindertet” die Steigerung von “behindert” ?

    :-)

    Kommentar: Dennis DNo Gravatar (24) – 15. Januar 2009 @ 19:10

  4. sehr behinderterlich, so eine Prostata-Vergrösserung … Gruss nach Bayern

    Kommentar: chefarztNo Gravatar – 15. Januar 2009 @ 19:29

  5. Aber es gibt doch auch noch ORSA und VRSA. Ist das jetzt alles dasselbe?

    Kommentar: EarlMobileNo Gravatar (109) – 15. Januar 2009 @ 21:17

  6. Je nachdem gegen was der verdammte Keim resistent ist:
    O – gegen Oxacillin
    V – gegen Vancomycin
    M – gegen Monsterdoc, ach nee, das war jetzt falsch.

    Kommentar: chefarztNo Gravatar – 15. Januar 2009 @ 21:29

  7. Jaja ist schon klar, aber wenn das M jetzt mittlerweile für “multiresistent” steht, kann da ja auch das Vanco drunter fallen (wobei die meisten MRSA-Stämme m.W. nach noch dagegen empflindlich sind). “Multi” kann ja alles heißen…

    Kommentar: EarlMobileNo Gravatar (109) – 15. Januar 2009 @ 23:59

  8. Ich glaube, da wirds langsam interessant. Die Resistenzen nehmen zu und wir sind fast machtlos dagegen. Unangenehm. Bezüglich den Definitionen sollten sich mal die forschenden Mediziner und Biologen hier einschalten …

    Kommentar: chefarztNo Gravatar – 16. Januar 2009 @ 00:24

  9. @Chefarzt
    ist leider nicht meine Baustelle. Aber wenn ich richtig informiert bin, geht man mittlerweile davon aus, wenn ein Staph. gegen Methicillin resistent ist, auch gegen alles andere resistent ist. In den Fall wäre multi- oder Methicillin-Resistenz redundant.

    Das Problem der multiplen Resistenzen ist damit natürlich nicht gelöst. Denn auch wenn die Forschung alle Nase lang mal Antibiotika gegen MRSA raushaut, gibt es dafür in absehbarer Zeit auch wieder resistente Stämme.

    Das das ursprüngliche Problem wohl eher die Ignoranz der Hausärzte und schlecht informierten Patienten sind, brauche ich hier in dieser Runde wohl nicht zu erwähnen.

    Kommentar: MaiaNo Gravatar (71) – 16. Januar 2009 @ 10:26

  10. @maia: in vielen Ländern gibts Antibiotika am Kiosk …

    Kommentar: chefarztNo Gravatar – 16. Januar 2009 @ 10:49

  11. @Chefarzt
    Stimmt! Schlimm genug. Und ich will gar nicht darüber philosophieren, wie viele meiner Mitmenschen im Moment bei einem banalen Viruseffekt wieder gutgläubig Antibiotika schlucken, ohne zu ahnen, das zumindest dieses Medikament NICHT zur Genesung beigetragen hat ;-)

    Kommentar: MaiaNo Gravatar (71) – 16. Januar 2009 @ 11:01

  12. Und dann noch der massenweise Einsatz von AB in der Landwirtschaft.

    Etwas OT aber vom Umweltbundesamt gibt es eine Veröffentlichung über Humanarzneimittel-Rückstände in Gewässern und im Grundwasser, z.B. auch von AB.

    Auch hier ist die Gefahr der Resistenzbildung gegeben. Falls einen von Ihnen das interessiert, wühle ich es mal raus und verlinke das.

    Wusste Sie, dass z.B. Röntgenkontrastmittel und Carbamazepin sehr schwer biologisch abbaubar sind. Oder die Frage der Hormonbelastung …..

    Kommentar: MerapiNo Gravatar (102) – 16. Januar 2009 @ 17:40

  13. Bei der mikrobio. Untersuchung werden dann ja alle möglichen AB überprüft, dann spricht man also eher von multi- denn von methicillin-resistenten Stämmen.

    Leider Gottes gibt es auch nicht wenige (Haus-)Ärzte, die rechthaberischen und verschnupften Patienten trotz besseren Wissens (vielleicht auch nicht immer) dennoch das AB verschreiben. Naja, vielleicht hat das dann irgendwann den Effekt, dass diese Patientengruppe gar keine AB mehr einnehmen will, weil die ja nicht helfen würden… :D

    Kommentar: EarlMobileNo Gravatar (109) – 16. Januar 2009 @ 19:26

  14. Und ich bin so ein besserwisserischer Patient, der bei viralen Geschichten AB definitiv ablehnt, und mein Hausarzt ist inzwisch so mutig ist, dass er mir sagt: “Liebe Merapi, das ist ein Virus, da muss man einfach warten bis er wieder weg ist.”

    Und so geht das auch ohne Rezept. Ich tauche ja dort schließlich nur auf, wenn das zur Arbeit gehen eine Qual ist und ich so 2 bis 3 Tage Auszeit brauche.

    Kommentar: MerapiNo Gravatar (102) – 16. Januar 2009 @ 19:37

  15. @merapi: her mit dem Link.
    @earlmobile: gar nicht so einfach. Denn die Patienten kommen entweder mit dem Anliegen in die Praxis, eine MU (Maloche-Unfähigkeitsbescheinigung) zu bekommen oder sofort gesund zu werden (selten: beides). Die Apotheke haben alle bereits mehrfach geplündert. Da muss man dann als Hausarzt ne vernünftige Entscheidung treffen

    Kommentar: chefarztNo Gravatar – 18. Januar 2009 @ 11:49

  16. Hier. Das Interessant ca. ab Seite 100

    http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/2976.pdf

    Kommentar: merapiNo Gravatar (102) – 18. Januar 2009 @ 19:25

  17. @merapi: Das heisst also, es gibt keine genaue Datenlage über Rückstände von Medis im Trinkwasser, geschweige denn Grenzwerte. “Vermutlich unbedenklich” liest man in dem Artikel.
    Klar, Medis landen im Hausmüll, auch wenn man sie in der Apotheke abgibt. Eigentlich müssten sie als Sondermüll behandelt werden. Muss ich dann aber auch auf der Sondermülldeponie Wasser lassen, wenn ich Antibiotika einnehme?

    Vielen Dank für den Artikel

    Kommentar: chefarztNo Gravatar – 18. Januar 2009 @ 21:08

  18. Im Trinkwasser ist vermutlich nichts, aber die Gewässer sind schon belastet. Und haben Medikamente und Metabolite biologische Wirkung auf Wasserorganismen, besonders Hormone (z.B. Verweiblichung männlicher Fische).

    Es geht darum, neue Abwasseraufbereitungstechniken zu entwickeln, z. B. Ozonierung.

    Das größere Problem sind immer noch Veterinärpharmaka und Futterzusätze.

    Kommentar: merapiNo Gravatar (102) – 18. Januar 2009 @ 21:34

  19. Seit den Zeiten, in denen halbwegs intelligente TV-Formate existieren, Bücher aus Fachbuchhandlungen dem gesunden Geist zugänglich sind und vor allem das Internet als Dauerinformationsquelle genutzt wird, stehen immer mehr “Götter in Weiß”, die den Flur entlang schweben, vor ihrem Patienten, betrachten ihn von ihrer Gottposition, sprechen die danebenstehende Schwester an und wundern sich dann, dass der Patient mit einem Lächeln das Latein versteht und über sein Krankendasein bestens informiert ist. Diese Besserwisserpatienten sind ja sowieso die schärfsten. Entweder haben sie ein allgemeines Geltungsbedürfnis, oder kennen einfach nur ihren Körper, ihre Krankheit und wollen sich nicht diesbezüglich als Forschungs- und Bevormundungssubjekt behandeln lassen. Natürlich gibt es aber auch Ärzte, die sind fangen mit ihrem Latein erst gar nicht an, wenn sie merken, dass ihr Gegenüber selbst einen akademischen Stand hat oder einen IQ von mind. 130. Alles schon erlebt :D

    Kommentar: SenfiNo Gravatar (4) – 08. Juni 2009 @ 10:30

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