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Helfen Sie mit – Kosten senken im Gesundheitssystem

Es wurde bereits soviel in den letzten Jahren im Gesundheitsungetüm eingespart, dass sich Krankenkassen nun endlich wieder angemessene Gebäude in die Städte stellen können. Doch, das reicht noch lange nicht. Der Sparkurs muss fortgesetzt werden, und Sie, als Patient, können hier entscheidend mitwirken, wenn Sie folgende Verhaltensregeln beachten.

Gesundheitsminister, Krankenkassenvorsitzende, KV-Funktionäre und Fachärzte haben ein Anrecht auf eine Villa, ein Sportboot, eine Limousine und die Mitgliedschaft in einem renommierten Golfclub. Ausgenommen sind hier in der Regel die Haus- und Kinderärzte.

Um dieses in Zeiten der Wirtschaftskrise zu ermöglichen, halten Sie bitte unbedingt folgende Punkte ein:

  • Möglichst wenige Arztbesuche und Krankenhausaufenthalte. Bei der nächsten Unterarm-Fraktur also bitte nicht so wehleidig sein. Ein Stock mit einer stramm gewickelten Binde stabilisiert auch und erspart Ihnen die gefährliche Röntgenstrahlung.
  • Vermeiden Sie Medikamente. Falls Sie doch einmal eines brauchen sollten, fragen Sie Ihren Arzt, ob er Ihnen ein Privatrezept ausstellen kann.
  • Nehmen Sie viele IGELeistungen Ihres Arztes in Anspruch (Top 10 der IGEL), auch wenn Ihnen der Stutenmilcheinlauf nicht zusagen sollte. Golfschläger sind in diesen schwierigen Zeiten doch so teuer.
  • Bilden Sie sich selbst medizinisch fort im Internet. So können Sie rasch ein gefährliches Halbwissen aufbauen, ein Arztbesuch erscheint Ihnen dann häufig entbehrlich. Könnte allerdings ernsthafte Folgen für Ihre Gesundheit haben.
  • Zahlen Sie ohne Murren die höheren Krankenkassenbeiträge und erfreuen Sie sich an den tollen Kassen-Neubauten mit Chill-Out-Lounges (Chillen beim Arzt).
  • Bitte keine Risikosportarten wie Klettern, Skateboarden oder Couch-Potatoe-Surfen ausüben.
  • Verzichten Sie auf alles Krankmachende im Leben, wie Paffen, Trinken und Fernsehen.

Diese Liste lässt sich natürlich noch beliebig fortsetzen, aber aus Gründen des Anstandes möchte ich an dieser Stelle für heute schliessen.

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Dieser Beitrag (von insgesamt 847) wurde am Dienstag, 28. April 2009 um 22:34 Uhr veröffentlicht und unter der Kategorie Gesundheitspolitik abgelegt. Du kannst alle Artikel bei Monsterdoc durch den RSS-Feed verfolgen. Alle Kommentare gibts beim Kommentar-RSS-Feed.

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9 Kommentare

  1. Und sonst so … ?

    Kommentar: merapiNo Gravatar (102) – 28. April 2009 @ 23:19

  2. sonst …?

    Kommentar: chefarztNo Gravatar – 28. April 2009 @ 23:21

  3. Ich verzichte nach der Blutentnahme ausnahmslos auf das Pflästerchen!

    Kommentar: SabrinaSNo Gravatar (8) – 29. April 2009 @ 08:17

  4. Hm. Ich hätte meiner Kasse viel Kosten ersparen können. Aber man hat es immer verhindern können.

    Kommentar: Kranker PflegerNo Gravatar (183) – 29. April 2009 @ 09:01

  5. Na, dass man jedes Quartal einmal vorbeitschaut, 10 Euro abliefert und den Doktor nicht weiter beansprucht.
    Aber nein, ich spare künftig nicht mehr. Bei meinem Sturz soll ich knapp an einer Verblutung vorbeigeschrammt sein, wurde mir heute eröffnet. Naja, habs überlebt.

    Kommentar: merapiNo Gravatar (102) – 29. April 2009 @ 17:59

  6. und ich werde mich dann mal demnächst selbst therapieren und entlaste somit meinen Psychiater. :-)

    Kommentar: julchenNo Gravatar (62) – 29. April 2009 @ 19:31

  7. @sabrinas: Ich sehe schon, hier sind erste kleine Schritte in die richtige Richtung. Prima.
    @kranker pfleger: Allerdings besser so.
    @merapi: Harte Worte, das wird Deine Krankenkasse nicht erfreuen und überhaupt ist Reiten eine Risikosportart, ähnlich dem Couch-Potatoe-Surfen. Vorsicht also.
    @julchen: Ist auf Dauer allerdings auch schwierig.

    Fazit: Irgendwie führt das Sparen zu nichts, also doch lieber Kosten verursachen und gesund bleiben. Ich stehe dazu.

    Kommentar: chefarztNo Gravatar – 29. April 2009 @ 19:58

  8. Ich gehe nur zum Doc wenn es unbedingt sein muss. Glaube der Schnitt liegt bei 10 Besuchen im Jahr, da bin ich weit darunter.

    Kommentar: StefanieNo Gravatar (1) – 02. Mai 2009 @ 15:20

  9. @stefanie: In Deutschland sind wir immer noch mit den Arztbesuchen spitze, da gehörst Du dann (glücklicherweise) nicht dazu.

    Kommentar: chefarztNo Gravatar – 02. Mai 2009 @ 18:27

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