Jedes Jahr kommen neue Medikamente auf den Markt, manche sind innovativ, manche kreativ, manche nicht so sinnvoll. Immer mehr Pillen im “Herz-Kreislauf”-Sektor gewinnen an Bedeutung. Stichwort: Hypertonie, Herzinfarkte, Schlaganfälle, Cholesterin. Gerade Wirkstoffkombinationen gibt es immer häufiger. Beispielsweise bei den Blutdrucksenkern sind diese schon lang etabliert. Bereits seit 2003 gibt es das Konzept der Polypill. Hier werden verschiedene niedrig dosierte Wirkstoffe zum Wohle des Herz-Kreislauf-Systems in einer “Pille” zusammengefügt.
Die Polypill (Quelle: Wikipedia) enthält:
Nach diesem Konzept sollte jeder Mensch ab einem gewissen Alter täglich eine Polypill einnehmen um dann Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verhindern. Nebenwirkungen? Nutzen? Tja! Ein Rundumschlag? Eine Pille gegen alles?
In der neuesten Ausgabe des Verordnungsforum der KVBW (noch nicht online) erörtert Frank P. Meyer die Situation der Medikamentenkombinationen. So kommt er zu dem Schluss, dass es immer häufiger auch nicht so sinnvolle Kombis gibt. Wird es demnach je nach Einsatzgebiet Kombi-Tabletten mit Antidepressiva, Antidementiva usw. geben?
Klar werden Parameter günstig beeinflusst (Cholesterin, Blutdruck … ), doch verlängert sich dadurch auch die Lebensqualität- oder die Dauer?
Monsterdocs Favoriten für eine Medikamentenkombination wäre:
Die M-Pill (Vorsicht Satire):
Erweiterbar, stimmts?
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Wie war noch das Argument gegen pflanzliche Medikamente (Echinacea und Konsorten)?
“Bei so einer Kombination von Wirkstoffen kann man gar nicht mehr genau sagen, was da wirkt”?
Scheint mir mal wieder ein Jupiter-Komplex zu sein…
Kommentar: Benedicta
(282) – 17. Dezember 2009 @ 22:44
Da fällt mir direkt das hier ein http://www.youtube.com/watch?v=QECEv3ERyg0
*g* Muss ich mir dringend besorgen das Zeug.
Kommentar: krankeschwester
(79) – 17. Dezember 2009 @ 22:47
@benedicta: Da können Pharmakologen manchmal gar nichts mehr überblicken. Jupiter Komplex?
@krankeschwester: Das erinnert mich an Tromfortissimorbolol:
http://www.monsterdoc.de/2009/kleine-medikamentenkunde-teil-3/
Kommentar: chefarzt
– 17. Dezember 2009 @ 23:15
Solange es nach Zitrone schmeckt…..?
Kommentar: UTMonica
(350) – 17. Dezember 2009 @ 23:53
@utmonica: Geschmack und Farbe sind immens wichtig. Allerdings Merke: Je bitterer die Pille, desto stärker die Wirkung …
Kommentar: chefarzt
– 17. Dezember 2009 @ 23:58
har, har…. meine kids lieben den Ibuprofensaft mit Himbeergusto – wirkt!!!
Kommentar: UTMonica
(350) – 18. Dezember 2009 @ 00:03
“Solange es nach Zitrone schmeckt… ?” *würg*
Nicht wenn du das Medikament einmal überdosierst! Wenn dir einmal eine Überdosierung passiert, willst du nichts geschmacklich vergleichbares mehr zu dir nehmen!
Kommentar: Pony Hütchen
(19) – 18. Dezember 2009 @ 02:50
Ich mache es wie Pippi Langstrumpf.
Kommentar: Kranker Pfleger
(183) – 18. Dezember 2009 @ 07:36
@chefarzt: Jupiter-Komplex = “quod licet jovi, non licet bovi”.
Sprich: die Schulmedizin darf unüberschaubare Wirkstoffkombis verschreiben (die sind Jupiter), die Alternativen dürfen es nicht (das sind die Rindviecher)…
Man nennt es auch “mit zweierlei Maß messen”.
Kommentar: Benedicta
(282) – 18. Dezember 2009 @ 09:28
…interessante Sache, diese Polypill-Idee.
Allerdings macht es Euch Hausärzte arbeitslos!
Kommentar: medizynicus
(119) – 18. Dezember 2009 @ 10:39
[...] Wie man am besten…, Noch ein paar Tipps gefällig?, Innovative Medikamente und Das Leben eines Assistenzarztes besteht [...]
Pingback: Thank God, it’s Friday!! « rescue blog – 18. Dezember 2009 @ 12:35
@benedicta: Ach, die lateinischen Sprichwörter. Jetzt kommt es nur noch darauf an, was du mit “Alternativen” meinst. Heilpraktiker?
@utmonica: Gut, bei Kindern muss es natürlich süß sein. Aber auch nicht ganz lecker, sonst wollen die das immer wieder naschen …
@kranker pfleger: Pippi Langstrumpf? Was war da nochmal?
@medizynicus: … und Euch Klinikärzte auch … Hausärzte können wenigstens noch die Pille verschreiben.
@pony hütchen: Das kennt man aus dem (flüssigen) Lebensmittelbereich
Kommentar: chefarzt
– 18. Dezember 2009 @ 14:26
Auch. Alternativ = alles, was nicht Schulmedizin ist.
Kommentar: Benedicta
(282) – 18. Dezember 2009 @ 20:07
kranker pfleger meint glaube ich das hier: http://www.youtube.com/watch?v=PLrzklNtnQw
Und ja, man kann sehr gut flüssige Lebensmittel überdosieren. Da wird selbst die Kloschüssel zu einem bequemen Kissen und man kann es gut aushalten, wenn der Boden beheizt ist (so wie in den Ausnüchterungszellen der Polizei)!
Kommentar: Pony Hütchen
(19) – 18. Dezember 2009 @ 20:53
@pony hütchen: “Medozin für alles … ”
@benedicta: Wer sagt denn, dass nur Schulmediziner Kombinationen machen dürfen? Diese selbst?
Das war gerade der 2985. Kommentar. Wer macht die 3000 voll? Heute noch?
Kommentar: chefarzt
– 18. Dezember 2009 @ 22:13
@chefarzt: na, so kommt es einem doch vor – wenn Schulmediziner einerseits die Wirkstoffkombinationen in natürlichen Medikamenten kritisieren, andererseits aber selber Medikamentenkombinationen produzieren… (und ja, mir ist durchaus klar, dass das nicht ALLE Schulmediziner betrifft)
Wer die 3000 voll macht? Ich schätze mal, Cheffe selber
Kommentar: Benedicta
(282) – 18. Dezember 2009 @ 23:35
Kombinationen sind natürlich immer kritisch zu betrachten, egal welches Gebiet.
Das war jetzt 2989
Kommentar: chefarzt
– 18. Dezember 2009 @ 23:51