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Kleine Medikamentenkunde (Teil 3)

Es ist unvermeidlich, die Liste der wichtigsten Medikamente wird erbarmungslos erweitert. Jetzt polieren wir unser Wissen weiter auf und beeindrucken Freunde und medizinisches Personal mit dem letzten Teil (Medikamente P-Z).

  • Paracetamol: neben ASS wohl das Medikament, was am häufigsten gefuttert wird. Es gibt dafür auch einige gute Gründe: Hilft gegen Schmerzen aller Art, Fieber, schlägt nicht auf den Magen, kann auch in der Schwangerschaft unbedenklich geschluckt werden. Wird sogar bei Beschwerden härterer Gangart, wie Tumorschmerzen, in Kombination mit Opiaten verwendet. In hoher Dosis ist Porocetomöl allerdings lebertoxisch. Gegenmittel bei Vergiftungen hierbei ist übrigens das beliebte Acetylcystein (Hustenlöser – in hoher Dosis!).
  • Prednisolon: Kortison ist das. Ein sehr universell einsetzbares Medikament in allen möglichen Darreichungformen, von Tabletten (Asthma bronchiale) über Spritzen (allergischer Schock), Zapfen (für Kids) bis hin zu Salben (Hauterkrankungen). Bemerkenswert sind in diesem Zusammenhang immer die Arztbriefe der dermatologischen Kollegen: 4 Seiten Bericht mit philosophischen Ergüssen über Hautveränderungen aller Art, bis ins Detail beschrieben. Therapie: (fast immer) Kortison.
  • Ranitidin: Magensäureblocker der mittleren Gangart. Gibts in der 75mg-Variante ohne Onkel-Doktor-Freischein (Rezept)  in den Tabletten- und Salben-Shops (Apotheken) günstig zu erwerben. Wenn einem die Säure den Hals heraufbrennt eine sinnvolle Anschaffung. Wenns stärker wird oder länger anhält, doch mal zum Onkel gehen.
  • Salbutamol: Beta2-Sympathomimetikum als Spray. Ist einem schwer sympathisch, wenn man mal ein Pfeif- und Hupkonzert auf den Bronchien sitzen hat. (Asthma bronchiale).  Ist aber kurzzeitig wirksam und daher nur als Notfallspray sinnvoll. Bei hoher Dosis kann das Herzilein einmal recht schnell werden.
  • Simvastatin: Cholesterinsenker. Folgende Taktik hat sich wohl  sehr bewährt: Cholesterin einfahren, anschliessend mit nem Eierdrink die Tablette runterpfeifen. Ob das  medizinisch sinnvoll ist, weiss ich nicht. Einnahme bei Risikopatienten ist jedoch gut (z.B. nach Herzinfarkt).
  • Tramadol: Opiat, aber gerade noch auf Kassenrezept zu verordnen. Gibts auch in allen erdenklichen Applikationsformen. Sorgt oftmals für Übelkeit und Erbrechen. Dennoch gutes Medikament bei stärkeren Schmerzen finde ich.
  • Tromfortissimorbolol: Tolles neuartiges Antiagingmittel, das, ähnlich wie Placebo, gegen nahezu alle Krankheiten hilft. In den nächsten 5 Jahren werden nach Presseberichten vermutlich alle Medikamente der Welt abgeschafft. Jeder erhält bei einer x-beliebigen Erkrankung dann das Morbolol, was zwangsläufig zur Genesung führen wird. Allerdings wehren sich die Ärzteschaft und die Angehörigen aller medizinischen Berufe derzeit heftig gegen die Einführung dieses Präparates in Deutschland. In Berlin kam es gestern zu tumultartigen Zuständen beim Ärztetag. Darüber werde ich weiter berichten …
20. January 2009 (Kategorie Medikamente)

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1 Comment

  1. Über deine weiteren Berichte über Tromfortissimorbol bin ich jetzt aber gespannt…

    Comment: MatthiasNo Gravatar (15) – 21. January 2009 @ 20:02

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