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Medizinerehen Teil 2

Beziehungen in der Medizinerwelt, ein durchaus interessantes Thema, das es vermehrt zu beleuchten gilt. Chirurg/Chirurgin, Proktologe/Proktologin und Chirurg/Anästhesistin wurden bereits beschrieben. Kommen wir zur beliebten Konstellation Chirurg/Psychiaterin.

Chirurg: Ich bin müde, hatte heute Nachtdienst, kannst Du mir bitte etwas kochen?

Psychiaterin: Ich höre da einen gewissen fordernden Unterton in Deiner Fragestellung.

Chirurg: Ich hatte auch eine Reanimation heute Nacht.

Psychiaterin: Oh ja, in der Tat ein prägendes Ereignis, möchtest Du darüber reden?

Chirurg: Und ich habe es mir mit meinem Chef so richtig vergeigt. Hoffentlich wird das noch …

Psychiaterin: Das mit Deinem Chef ist eine recht komplexe Beziehung. Da müssten wir eigentlich sogar psychoanalytisch vorgehen.

Chirurg: Das haben wir doch schon mal gemacht. Vorgestern habe ich übrigens 4 Hüft-Prothesen operiert.

Psychiaterin: Ach ja, Prothesen liegen Dir einfach …

Chirurg: Bald habe ich meinen Operationskatalog voll …

Psychiaterin: Ach Schatzi, wir verstehen uns einfach so richtig gut. Ich kann Dich auch gerne mit Psychopharmaka behandeln.

Chirurg: Neeeiiiinnn, ich habe Hunger.

Psychiaterin: So, nimm nun brav Dein Haloperidol ein, dann gehen wir was essen.

Chirurg: Ist das ein Appetitanreger? Okay, lass uns gehen.

Zusammenfassend muss man sagen, dass dieses Gespräch zu einem fatalen Abschluss führt. Es erfolgt die Einnahme eines Neuroleptikums, das einen schon mal ziemlich abdämpfen kann. Ob das Essen im Restaurant zum Erfolg wird, bleibt abzuwarten. Der Fehler liegt in dem Fall aber eindeutig beim Chirurgen. Hätte er besser im Medizinstudium (Fach Pharmakologie) aufgepasst, wäre der Abend deutlich besser verlaufen.

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Dieser Beitrag (von insgesamt 845) wurde am Donnerstag, 20. August 2009 um 23:17 Uhr veröffentlicht und unter der Kategorie Ratgeber (Beziehungen) abgelegt. Du kannst alle Artikel bei Monsterdoc durch den RSS-Feed verfolgen. Alle Kommentare gibts beim Kommentar-RSS-Feed.

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3 Kommentare

  1. Oooch, ich denke, für die SIE waren es die perfekten Stunden. Schau, die Gattin kann in aller Seelenruhe den Hummer, Kaviar und 500 Gramm Trüffel verzehren, während das Ehegespons Visavis auf dem Stuhl döst. Schlussendlich bezahlt der brave Trottel die horrende Rechnung und fällt (ohne die Angetraute zu ehelichen Interaktionen zu nötigen) zufrieden wie ein frisch gestilltes Baby ins Bett. Was will Frau mehr?

    Kommentar: vokalanästhesieNo Gravatar (25) – 21. August 2009 @ 07:15

  2. Nicht umsonst geht der Witz so:

    Was ist der Unterschied zwischen einem Internisten, einem Chirurgen und einem Pathologen?
    Der Internist weiß alles, aknn aber nichts. Der Chirurg weiß nichts kann aber alles. Und der Pathologe weiß alles, kann alles – es nützt aber keinem mehr.

    Vielleicht kannten sie den aber auch schon.:)

    lg

    Kommentar: lukreziaNo Gravatar (1) – 21. August 2009 @ 14:09

  3. @vokalanästhesie: Stimmt, für die Ehefrau ein gelungener Abend. Aber der arme Mann …

    @lukrezia: Den kannte ich schon, ist aber immer wieder gut im Alltag anwendbar.

    Kommentar: chefarztNo Gravatar – 21. August 2009 @ 20:54

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