Gegensätze ziehen sich an, gleich und gleich gesellt sich gern. Ja was denn nun? Chirurgin und Chirurg, Psychiaterin und Chirurg passen offensichtlich nicht wirklich gut zusammen. Wie sieht es aus mit dem Duo Medizinstudent und -studentin?
Ein normaler Tag an einer deutschen Universität. Wir befinden uns im Hörsaal Nr.5, Vorlesung Pathologie.
Student: “Gehen wir heute abend noch essen?”
Studentin: “Nee, ich muss noch für die Pharmaklausur lernen.”
Student: “Okay, ich hab eh keine Kohle, außerdem fühle ich mich etwas kränklich.”
Studentin: “Kein Wunder, bei der Vorlesung. Was ist eigentlich mit Deinem Arm?”
Student: “Studenten Ellenbogen, Aua, mein Schleimbeutel. Vielleicht habe ich ja Pfeifersches Drüsenfieber.”
Studentin: “Kissing disease? Hey, ich bin doch Deine Frau, oder?”
Student: “Beruhige Dich, Du ich glaube mein Motor ist kaputt!”
Studentin: “Nee, das Klopfen bedeutet, dass die Vorlesung zu Ende ist. Sag mal, ich glaube Deine Doktorarbeit in der psychiatrischen Klinik belastet Dich etwas, oder?”
Student: “Mag schon sein, aber um was gings eigentlich in dieser Vorlesung?”
Studentin: “Keine Ahnung, aber ich werde es gegen später auswendig lernen.”
Student: “Was? Das Telefonbuch?”
Studentin: “So ein Sparwitz. Also wir sehen uns dann heute abend im Bistro.”
Student: “Ach, jetzt doch?”
Studentin: “Was?”
Student: “Okay, bis dann Schneuzilein.”
Anhand dieses Beispiels können wir gut erkennen, dass alle Mediziner in einer gewissen (durchaus liebenswerten) Parallelwelt leben. Besteht diese Welt doch aus Lernen, Nicken und Vorankommen. Beziehungsproblematiken lassen sich hierbei prima vermeiden, indem man sich einfach einen Partner aus einem anderen Bereich anlacht.
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Jetzt weiß ich, warum ich keine (Medizinierin) abgekriegt habe: ich war zu selten in den Vorlesungen.
Comment: drgeldgier
(82) – 28. November 2009 @ 21:54
Haha den Satz “Worum ging es eigentlch in der Veranstaltung?” kenne ich nur zu gut…
Comment: EarlMobile
(109) – 28. November 2009 @ 22:18
“Worum gings denn grad?” ist auch bei uns eine sehr häufige Frage. Ist also nicht nur auf Mediziner beschränkt, auch ITler haben so das Problem mit der Vorlesung…
Comment: DelfinStern
(711) – 28. November 2009 @ 23:02
“Worum ging es denn gerade??”
Das passt auch für Pädagogik-Vorlesungen. Nur findet man keinen, der es einem erklären kann.
Comment: croco
(16) – 29. November 2009 @ 12:48
@drgeldgier: Neurologie geschwänzt?
@earlmobile: Hier kann man prima Schlaf nachholen …
@delfinstern: Na dann ist ja alles klar.
@croco: Das scheint sich also durch alle Disziplinen zu ziehen.
Comment: chefarzt
– 29. November 2009 @ 21:42
Am besten find ich bei uns aber die Frage “von was reder der grad da vorne?” also schon während der Vorlesung den Nachbarn ect fragen….. Und meistens bekommt man ein “ähm keine ahnung” “ähm von informatik? (beliebig ersetztbar durch das jeweilige Fach)”
Aber am aller besten sind Dozenten die während der Vorlesung fragen “ähm was soll ich jetzt machen? Welches Fach haben Sie gerade?…”
Comment: DelfinStern
(711) – 29. November 2009 @ 21:48
Das hört sich ziemlich planlos an. Glücklicherweise kann man ja zu Hause alles nachbereiten. Vorlesungen dienen in der Regel dem sozialen Zusammenkommen der Studierenden. Sonst könnte man ja auch ein Fernstudium belegen …
Comment: chefarzt
– 29. November 2009 @ 22:05
@delfinstern: WO studierst du nochmal?
@chefarzt: in meinen Vorlesungen aber nicht… eigentlich wäre DAS der Zeitpunkt, wo man als Student die interessanten Fragen loswerden könnte. Zum Glück gibts aber auch Studenten, die NICHT in jeder Vorlesung pennen
Comment: Benedicta
(282) – 29. November 2009 @ 23:14
Ja, mich zum Beispiel! Trotzdem sitze ich in vielen Vorlesungen nur zur Zierde da. Und die vielen Fragezeichen die um meinen Kopf herumschwirren wie Vögelchen, die kann man bestimmt vom Rednerpult aus sehen
Comment: emergencygirl
(11) – 06. December 2009 @ 00:55
@emergencygirl: Vorlesungen stärken das “Wir”-Gefühl und sind daher vom sozialen Standpunkt aus gesehen unerlässlich.
Comment: chefarzt
– 06. December 2009 @ 14:00