Senioren-Ärzte schlagen zurück
In der Ärztezeitung wurde heute über 6 Ärzte berichtet, die seit dem 1.Juli 2009 in Gotha (Thüringen) gemeinsam eine Hausarztpraxis betreiben. Das Interessante dabei: Sie sind alle über 65 Jahre alt. Die älteste Kollegin feierte bereits ihren 70.Geburtstag. Wie kommt so etwas? Ganz einfach, der Ärztemangel machts möglich. Rente mit 67? Unsinn, viel zu früh. Hier kommt Monsterdocs chronologische Abfolge einer typischen Mediziner-Karriere in der heutigen Zeit.
- Alter 19-26: Medizinstudium
- Alter 27-33: Assistenzarzt in einer Klinik
- Alter 34-37: Oberarzt oder Überwechseln in eine Arztpraxis
- Alter 38-45: Chefarzt oder eigener Chef in einer Arztpraxis mit vollem Elan
- Alter 46-55: Immer noch Chefarzt oder eigener Chef in einer Arztpraxis mit halbem Elan
- Alter 56-65: Immer noch Chefarzt, zum Oberarzt degradiert oder eigener Chef in einer Arztpraxis mit Auslauftendenz
- Alter 66: Rente. Aufgrund Ärztemangels wieder Rückfall in medizinische Tätigkeiten
- Alter 66-77: Übernahme einer leerstehenden Arztpraxis mit vollem Elan
- Alter 78-85: Altersteilzeit in einer Arztpraxis in Mallorca
- Alter 86: Zweiter Versuch in Rente zu gehen mit halbem Elan
- Alter 86-95: Übernahme einer leerstehenden Arztpraxis in einer deutschen Großstadt zusammen mit dem Urenkel
- Alter 96: Dritter Versuch in Rente zu gehen. Klappt. Endlich.
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Dieser Beitrag (von insgesamt 473) wurde am Mittwoch, 23. September 2009 um 21:27 Uhr veröffentlicht und unter der Kategorie
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Alter 97: Tot umfallen! Was ein erfülltes Leben…
Kommentar: Maia
(71) – 23. September 2009 @ 22:01
Ist 19 ein realistisches Einstiegsalter?
Gut, mit G8 machen Schüler rein theoretisch mit 18 Abi – aber sehn wir den Tatsachen ins Auge: in meinem Jahrgang (noch G9) war die Zweit-Jüngste knapp 19, der Älteste 22. (Die Jüngste war ne Überspringerin, das gilt nicht).
Dazu kommt 1 Jahr Bund bzw. Ersatzdienst für die Jungs, und ggf. noch Wartesemester wegen NC.
7 Jahre Studium ist vermutlich auch eher am unteren Rand der Studiendauer…
Ich stelle fest: dein Lebenslauf gilt für einen hochmotivierten, hochintelligenten, organisationsfähigen und fleißigen Arzt
Kommentar: Benedicta
(270) – 23. September 2009 @ 23:40
Hmm.. in so eine Altherrenpraxis würde ich auch gerne laufen, alles erfahrene Ärzte mit väterlicher Fürsorge..
Ich bin nur nicht krank genug dafür, und was ich eigentlich sagen wollte: Sr. Rabiata schwächelt… dauert noch
schönes WE!
Kommentar: Muckeltiger
(78) – 24. September 2009 @ 09:30
@benedicta: Nuja, ich war auch 19, als ich angefangen habe zu studieren und werde mit knapp 26 fertig sein, wenn alles klappt
. Meine Komillitonen, die damals direkt nach dem Abi mit mir angefangen haben, waren genauso alt, also ist das durchaus eine völlig normale Zeitrechnung. Das Studium in den geplanten 12 Semstern plus 3 Monaten durchzukriegen schaffen mehr, als es nicht schaffen (sag ich so, weil ich keine Zahlen weiß). Und wenn es bald die ersten Abiabgänger nach 12 Jahren gibt, werden die Anfänger dann noch jünger
.
Kommentar: Sternenmond
(10) – 24. September 2009 @ 10:32
In den nicht mehr ganz so neuen Bundesländern wird schon seit “Ewigkeiten” das Abi nach 12 Jahren gemacht, dann ist man i. d. R. 18…
Kommentar: comma
(24) – 24. September 2009 @ 11:44
Cheffe, Du machst mir Angst! Ich würde eigentlich gerne so spätestens mit Mitte 60 die Segel streichen dürfen und mich der Zucht von Savannahs widmen oder Weltreisen machen…..
Kommentar: psychodoctrix
(13) – 24. September 2009 @ 12:54
@maia: Nee, mit 97 Altersteilzeit …
@benedicta: “Ich stelle fest: dein Lebenslauf gilt für einen hochmotivierten, hochintelligenten, organisationsfähigen und fleißigen Arzt.”
Ich befinde mich gerade in Phase 4 …
@muckeltiger: Alles Gute an Sr.Rabiata …
@sternenmond: Genau
@comma: Ich bin ja eigentlich für sinnvolle Verkürzung des Medizin-Studiums, aber da hatten wir ja neulich schon ne Diskussion drüber.
@psychodoctrix: Netter Gedanke, aber leider unrealistisch
Kommentar: chefarzt
– 24. September 2009 @ 13:27
@Chefarzt: Dachte ich mirs doch
@sternenmond: hochmotiviert, hochintelligent, organisationsfähig und fleißig – wenn das auf viele in deinem Jahrgang zutrifft, ist das doch super!
Aus meinem eigenen Studium weiß ich aber, dass ich hauptsächlich mit Studenten zusammen war, die meiner eigenen Einstellung ähnlich waren* – die unmotivierten, dummen, verpeilten und faulen gab es aber trotzdem (die hab aber nur beobachten können, weil ich mich in der Studienberatung engagiert habe). “Auf der anderen Seite des Zauns” verschiebt sich die Wahrnehmung dann leider – als Dozentin und in Prüfungen nimmt man die Dummen überproportional wahr (da man die i.d.R. mehr als einmal in derselben Veranstaltung hat…).
*Lies: wenn du um dich rum nur hochintelligente, … siehst, liegt der Schluss nahe, dass du auch hochintelligent, … bist.
Kommentar: benedicta
(270) – 24. September 2009 @ 14:40
Die Eröffnung einer Praxis mit dem Urenkel zusammen ist definitiv mein Favorit. P.S. Abitur passiert für die meisten Leute zwischen 19-20, manche auch 18-21.
Dann evtl. 1 Jahr FSJ/Zivi/Bund oder auch nicht (Ausmusterungsquote ist irgendwo bei knapp über 50%) und dann ab in die Uni.
Kommentar: stef
(24) – 25. September 2009 @ 12:53