Der Gesundheitsfonds hat einiges im Gesundheitswesen verändert. Hierzu habe ich schon mehrere Artikel verfasst, Morbus Gesundheitsfonds Teil1 und Teil2 und aktuell eine leckere Zubereitung des Gesundheitsfondues auf dem Blog von Dennis Deutschmann. Was hat sich demnach verändert? Wichtig ist nun für die Krankenkassen, dass möglichst viele Patienten als chronisch krank klassifiziert sind. Denn nur dann können diese aus dem Fonds entsprechende Kohle absaugen.
Könnte es da eventuell nahe liegen, dass Menschen jetzt 2009 plötzlich chronisch krank sind, die es voriges Jahr noch nicht waren? Was habe ich da nur wieder für schmutzige Gedanken. Für die Klassifizierung der Krankheiten sind selbstverständlich weiterhin noch die Ärzte zuständig.
Im Deutschen Ärzteblatt wird aktuell darüber berichtet, dass die AOK Bayern klarstellt, keine Sonderhonorare bezüglich der “richtigen” Diagnose-Dokumentation verteilen zu wollen, um damit eventuell höhere Bezüge aus dem Gesundheitsfonds zu erreichen. Vielmehr sei es so, dass viele Ärzte Krankeiten nicht richtig dokumentieren, und hier lediglich bei dieser Art der Qualitätssicherung mitgeholfen werden solle.
Ist doch nett, dass Ärzte hier Unterstützung bekommen. Es ist auch wirklich schwierig Krankheiten richtig zu klassifizieren. Man denke da nur an den Unterschied zwischen Husten und Schnupfen, wirklich kaum auseinanderzuhalten.
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Da könnt ihr aber wirklich froh sein, dass man euch bei eurer Arbeit so hilft.
Mich würde das Studienfach des Ratgebers interessieren. BWL vielleicht?
Kommentar: Dida
(1) – 11. Februar 2009 @ 13:10
Irgendwas wirtschaftliches auf jeden Fall …
Kommentar: chefarzt
– 11. Februar 2009 @ 20:19
Guter Artikel! Das lässt sich tatsächlich seit einigen Jahren beobachten. Angeblich sind ja zB unglaublich viele Kinder bereits extrem übergewichtig oder haben Asthma. Ich bin Mutter von zwei Kindern und habe entsprechend viel Umgang mit anderen Kindern. Komischerweise kann ich das überhaupt nicht bestätigen! Natürlich gibt es übergewichtige Kinder oder welche, die chronische Erkrankungen haben. Aber nicht wirklich dramatisch!
Kommentar: Marina
(1) – 15. Februar 2009 @ 18:07
Danke marina, Statistiken sind so ne Sache
Kommentar: chefarzt
– 15. Februar 2009 @ 18:49