Monsterdoc

Sommerkrankheiten

Der Sommer ist wieder anwesend und die entsprechenden Erkrankungen kommen langsam aber sicher wieder auf. Sonnenbrand, Hitzekollaps und sonstige Kreislaufbeschwerden stehen hoch im Kurs. In der Regel entstehen diese unangenehmen Geiseln des Hochsommers aufgrund eigener Unvernunft. Hier die goldenen Regeln, die den sicheren Weg ins Hospital bedeuten.

  • Ein Segelturn über einen ganzen Tag, morgens einmal mit Sonnenmilch eingecremt reicht da völlig aus. Der Wind täuscht über die starke UV-Strahlung hinweg. Geniessen Sie noch in der gleichen Nacht einen Sonnenbrand II.Grades (mit Blasenbildung). Die abgezogene Haut können Sie Ihrem Arbeitgeber als Beweis für die Arbeitsunfähigkeit mitbringen.
  • Lang schlafen ist toll, besonders im Sommer. Mittags, wenn es dann besonders heiss ist, empfiehlt sich auch gerade für unsportliche Menschen eine längere Radtour. Der Trick ist dabei: Nehmen Sie keine Getränke mit. Am Abend folgen dann Kollaps, Erbrechen und Kopfschmerzen, die Sie direkt in die Arme des (begeisterten) diensthabenden Krankenhausarztes führen.
  • Tagsüber im Strandbad schmeckt der Schweinebraten mit Pommes einfach besonders gut. Anschliessendes (eigenes) Braten in der Sonne führt dann zu erhöhten Körpertemperaturen. Nichts liegt da näher, als ein erfrischendes Bad im Baggersee oder Meer zu nehmen. Bei raschem Schwimmen gelangt dann das gesamte Körperblut ausserhalb des Denkschnittchens (Gehirn) und führt zu Kreislaufbeschwerden und Untergehen der Person. Merke: “Wie Omma schon immer sachte, hat Wasser keine Balken!”
  • Wer will schon im Sommer käsweiss sein? Also ab in die Sonne knallen. Die Haut hat dummerweise aber ein Langzeitgedächtnis und dankt es Ihnen nach einigen Jahrzehnten mit tumorösen Veränderungen.

Ich bin sicher, da gibts noch viel über die Sommer-Unvernunft zu erzählen …

Artikel zum Thema passend:

Dieser Beitrag (von insgesamt 845) wurde am Dienstag, 26. Mai 2009 um 21:14 Uhr veröffentlicht und unter der Kategorie Ratgeber abgelegt. Du kannst alle Artikel bei Monsterdoc durch den RSS-Feed verfolgen. Alle Kommentare gibts beim Kommentar-RSS-Feed.

«  –  »

7 Kommentare

  1. Herrlich treffend! Vor allem der Trick, auf Getränke während einer sonnigen Radtour zu verzichten, wird immerwieder gern angewandt. Man spürt dann förmlich, wie nach Kollaps die fällige Infusion in den Adern verglüht. Allerdings brauchen derlei Notfälle kein Blaulicht, die eigene Umme leuchtet dermaßen rot, dass schon von Weitem alles klar ist.

    Kommentar: Der andere HausarztNo Gravatar (6) – 26. Mai 2009 @ 21:52

  2. Nicht zu vergessen die sog. “Telekom-Opas”. Der erste richtig heiße Tag im Jahr und man meint gleich mal 100 Runden am Stück im Freibad drehen zu müssen, weil vor 30 Jahren hat das ja auch geklappt. Hitze, ungewphnte Anstrengung und das nicht mehr ganz so fitte Herz-Kreislaufsystem tun dann ihr übriges.

    Kommentar: DenisNo Gravatar (13) – 26. Mai 2009 @ 22:41

  3. Den wunderbaren Sonnenbrand Grad II kann man sich auch auf öffentlichen Veranstaltungen (Mittelaltermärkte, Freilichtmuseen etc.) wunderbar holen. Meinen von vor 2 Jahren kann man immernoch einwandfrei , wenn auch abgeschwächt, erkennen *autsch*

    Kommentar: Kranke SchwesterNo Gravatar (79) – 26. Mai 2009 @ 23:28

  4. ihhhh.. “die abgezogene Haut”… Ärzte bringt echt nix mehr zum Gruseln :)
    Aber zu den Sonnenanbetern gibt es noch einen netten Spruch: “Die Venus von heute ist die Backpflaume von morgen” immer schön geht halt nicht :)

    Kommentar: KristinaNo Gravatar (14) – 27. Mai 2009 @ 12:52

  5. @der andere Hausarzt: Da bekommt das “Rotlicht” eine ganz neue Bedeutung.
    @denis: bei 100 Bahnen kriegt man ja sowieso den Kachelkoller …
    @kranke schwester: Oh ja, überall gern gesehen.
    @kristina: Guter Spruch und wirklich wahr …

    Kommentar: chefarztNo Gravatar – 27. Mai 2009 @ 20:11

  6. 100 Bahnen sind gar nicht sooviel – je nach Bahnlänge zwischen 2 und 5 km. Das geht schon, bei entsprechender Kondition – allerdings nicht im Freibad, wer nämlich ernsthaft versucht, im Freibad tagsüber Strecke runterzureißen wird gnadenlos vom spielenden Volk niedergemäht. Da sind die Komplikationen dann eher Gehirnerschütterung durch Wasserball-Treffer und innere Verletzungen von wegen Ellebogencheck, oder auch ein blaues Auge, weil der langsam schwimmende Vordermann beim Überholversuch die Grätsche besonders weit angelegt hat…

    (genialer Blog. so langsam hab ich glaub ich alles gelesen ;) )

    Kommentar: BenedictaNo Gravatar (282) – 21. Juni 2009 @ 15:55

  7. @benedikta: Ich bevorzuge auch die Freigewässer bei längeren Distanzen (3,8km). Ansonsten danke fürs Lob.

    Kommentar: chefarztNo Gravatar – 21. Juni 2009 @ 16:28

Entschuldige, das Kommentarformular ist zurzeit geschlossen.

Monsterdoc Medien

  • Monsterdoc-das Buch Monsterdoc-Musik Videos

Anzeigen

 

Design von Perun modifiziert vom Chefarzt | expertenteam | impressum