Juhu, endlich ist es wieder warm, die Tage werden länger und die Socken kürzer. Die Zeit ist gekommen um wieder die eingerosteten Inline-Skater aus dem Keller zu holen. Doch was sollte man beim Sommersporteln beachten? Welche Gefahren drohen? Was ist gesund?
Inline Skaten:
Pro: gutes Ausdauer- und Koordinationstraining, sieht ästhetisch aus (Ausnahme: bei Stürzen). Gelenkeschonender als Joggen. Kommunikationsfördernd im Eiscafé. Wichtig: Protektoren und Helm. Merke: Je mehr Rollen, desto wichtiger und schneller. Cool: Ohne Stopper fahren (Bitte nur Profiskater).
Contra: Sieht ziemlich bekloppt aus, wenn man fullprotected mit 1 km/h an einem vorbeirrauscht und dann stürzt. Frakturen aller Art, Platz- und Schürfwunden, Wirbelsäulenprobleme. Aufwändige Ausrüstung.
Paragliding:
Pro: Tolle Aussichten und Einblicke, Koordinations- krafttraining, Kommunikationstraining beim Après-Weizen oder Tee.
Contra: hoher Materialaufwand, lange Anfahrtswege in die Berge. Dort sind die Glider dann oft in Schwärmen anzutreffen, die sich gegenseitig in die Quere kommen. Unfälle passieren meistens bei Landungen in Bäumen, Gebäuden oder Hochspannungsleitungen. Erfrierungen, Frakturen nach Belieben, auch Ernsteres. Bei Aufwind ist ein Vordringen bis knapp ins Weltall möglich (Merke: Nicht mehr mit dem Leben vereinbar, ausser man führt einen Raumanzug mit sich).
Triathlon:
Pro: Wurde schon mal zur gesündesten Sportart der Welt gekürt. Abwechslungsreiches Ausdauertraining. Endorphinausschüttung. Coole Fahrräder und Outfits (Merke: ein Triathlet fährt auch im Herbst noch mit der nassen Badehose Rad).
Contra: Viel Material nötig, bei Langdistanz-Triathlons ist ein hohes Trainingspensum erforderlich. Häufigste Komplikation sind Fahrradstürze mit Schlüsselbeinfrakturen. Auch Achillessehenreizungen. Beim Ironman: Überhitzen und Kollaps.
Aber wen interessiert das schon? Das Ziel für jeden Eisenfresser ist Hawaii! Übrigens gibt es schon seit Urzeiten Triathlon-Weltmeisterschaften für Ärzte- und Apotheker, also muss diese Sportart ja gesund sein, oder?
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Ich sach nur: Alles Glück dieser Erde ….
Kommentar: merapi
(102) – 17. April 2009 @ 22:52
… liegt auf dem Rücken der Pferde
Kommentar: chefarzt
– 17. April 2009 @ 22:58
Chinese Walking:
def.: Spazieren mit Stäbchen, besser bekannt als “nordic walking”
Pro:
Nunja, man geht an der frischen Luft spazieren.
Contra:
Meist ist nicht der Weg das Ziel, sondern der Biergarten. Mann isst dort dann eine Schweinshaxe und trinkt dazu vier bis fünf kühle Blonde, Frau begnügt sich in der Regel mit zwei Stück(chen) Schwarzwälder Kirsch, dazu Kaffee, später Prosecco. Dann wird zurück gewalkt, natürlich wieder mit Stäbchen, dazu kommt aber auch ca. 1 o/oo BAK.
Kurze Zeit später wird sich eine(r) unserer toughen Walker aber auf die Fresse legen. Die Schürfwunden am Knie sind dann aber gar nicht so schlimm. Das Frakturierte Handgelenk (ja, wir benutzen die Schlaufen an unseren Stäbchen) tut mehr weh.
Aber Hauptsache, man hat was für die Gesundheit getan. Und für die Skistockindustrie.
Grüße!
Kommentar: Hootch
(26) – 19. April 2009 @ 15:02
ohja, diese seltsamen Leute sind auch wieder in der freien Wildbahn anzutreffen.
Zielgruppe: vor allem Damen jenseits der 50, da dieser Sport nicht nur gesund sein soll, sondern auch die Gelenke schont. Mein Pferd mag sie besonders, da sie so zielstrebig-aggressiv daherkommen als wären sie hinter uns her.
Kommentar: merapi
(102) – 19. April 2009 @ 17:00
@hootch: Gut beobachtet. Die Mehrzahl der Walker verhält sich tatsächlich so.
Ich hab kürzlich mal mit ner Fitness- und Walkinglehrerin die Stäbchen ausprobieren dürfen, und ich muss sagen: Wenn man es richtig macht, geht richtig der Puls hoch.
Für Männer allerdings eher ungeeignet, da uncool aussehend.
Kommentar: chefarzt
– 19. April 2009 @ 19:30
Aus meiner Zeit als Marathonläufer erinnere ich mich, daß die Nordic-Damen (die in der Tat fast alle dem geschilderten Klischee entsprechen) praktisch NIEMALS Platz machen und einen vorbeilassen.
Kommentar: Kranker Pfleger
(142) – 20. April 2009 @ 08:42
@kranker pfleger: Die Stöcke sind spitz. Du weisst warum.
Kommentar: chefarzt
– 20. April 2009 @ 13:19
Öhm…so gesund ist Triathlon aber nicht. Führt ab und an zu spontaner Diarrhoe…
Kommentar: Simon
(5) – 22. April 2009 @ 20:36
@simon: Da hast Du nicht unrecht. Bei Langdistanztriathlons sind deshalb immer WC-Häuschen am Wegesrand aufgestellt. Frage nicht, wie diese aussehen …
Kommentar: chefarzt
– 22. April 2009 @ 22:28