Traumberuf Hausarzt
Es gibt ja durchaus den Traumberuf Arzt (siehe Vokalanästhesie). Doch hierbei sollte man wissen, dass es innerhalb der Schriftgelehrtenbranche gewisse Unterschiede in Rang, Einkommen und Psyche gibt. Daher möchte ich dem Leser einmal den Traumberuf Hausarzt näherbringen.
- Der sogenannte Stiegenterrier (siehe Spitznamen der Ärzte) befindet sich oftmals auf Hausbesuch. Hier geniesst er die frische Luft im Stau der Stadt und parkt oftmals im Halteverbot. “Das ist doch ein Notfall, der Dekubitus!” antwortet er auf etwaige Anfragen seitens der Stadt-Stewardessen. Mit satten 15,40 Euro zockt er das Gesundheitssystem bereits mit einem einzigen Hausbesuch ab.
- Seitens der Fachärzte (Hey halt mal, Hausarzt ist doch auch ein Facharzt!) wird er oft belächelt als Arzt für Überweisungen und für leicht erkennbare Erkrankungen.
- Klar, dass der Hausarzt wegen der laschen Bezahlung und seiner neulich in die Hose gegangenen Beziehung, erstmal den Patienten selbst zutütet. Am Ende der Sprechstunde ist oftmals nicht klar, wer eigentlich Patient und wer Therapeut ist.
- Hausärzte könnten ein starkes Team sein, sind sie aber nicht. Denn jeder kämpft gegen jeden, Gewerkschaft und Gemeinsamkeit kennen sie nur von der Kinoleinwand. Also machen alle weiter wie bisher: Eigenes Süppchen kochen.
- Hausärzte sind oftmals psychisch instabil. Daher sind häufig auch die Arzthelferinnen ein natürliches Ventil für deren Aggressionen. Früher waren hierbei Autos waschen und Sockenstricken noch die harmloseren Varianten.
- Alt-Hausärzte sind noch frustrierter, da sie ja die goldenen Zeiten mit Villa, Boot und Luxusschlitten kennengelernt haben. Und jetzt?
Warum könnt Ihr Hausärzte nicht leiden? Los gehts …
Artikel zum Thema passend:
Dieser Beitrag (von insgesamt 473) wurde am Mittwoch, 07. Oktober 2009 um 21:41 Uhr veröffentlicht und unter der Kategorie
Ratgeber abgelegt. Du kannst alle Artikel bei Monsterdoc durch den
RSS-Feed verfolgen. Alle Kommentare gibts beim
Kommentar-RSS-Feed.
« Fettes Essen macht faul und dumm – Aktion: Zeigt her Euren Feedreader »
Die Kommentarfunktion ist zur Zeit leider deaktiviert.
Dieses ewige Gejammere, näh… ich kann’s nicht mehr hören. Andere Leute haben auch eine 80-Stunden-Arbeitswoche und zetteln deshalb noch lange keine Revolution an. Und diese ärztliche Arroganz…auch wenn man nur nebenberuflich Bike-Bote ist, sollte man sich an die gängigen Verkehrsregeln halten.
Kommentar: aristokitten
(32) – 07. Oktober 2009 @ 21:59
Hui. Hattest du heute Stress in der Praxis oder liegts am Wetter?
(Oder am Magen-Darm-Virus…?)
Du bist doch sonst nicht sooo furchtbar negativ drauf.
Lieben Gruß von hier nach da
Kommentar: Benedicta
(270) – 07. Oktober 2009 @ 23:55
Och ich kann meinen Hausarzt leiden. Ich muss dort nie sonderlich lang warten, er nimmt sich Zeit aber ohne meine Zeit zu verschwenden. Sagt was Sache ist und gut ist. Zudem hat er kein Problem damit wenn man sich mit ihm duzt.
Und er sagt auch nicht: “Oh sie haben eine osmotische Diarrhoe” – sonder – “Oh du hast Dünnpfiff – nimm mal das hier, dann ists wieder gut” (Natürlich bei den Patienten, bei denen er weiß da ser es tun kann)
Und er hat 2 nette Arzthelferinnen
Das gibt nen extra Pluspunkt.
Und er ist der einzigste Arzt, der mich nicht schief anschaut wenn ich mir einen Spaß drauß mache mein “medizinisches Fachwissen”, welches ich bei Dr. House und Co. aufgeschnappt habe, in das Gespräch einfließen lasse.
Z.b. wenn meine Kopfschmerzen durch eine Subarachnoidale Blutung ausgelöst werden
Kommentar: DeserTStorM
(50) – 08. Oktober 2009 @ 10:01
… Hausärzte, also ich mag meinen im Prinzip ganz gerne, was ich aber nicht leiden kann ist, das ich ihm immer sagen muss wie er zu behandeln hat
. Ansonsten hab ich oft das Gefühl das Hausärzte echt eine Auffangstation für sehr, sehr, sehr viel seelischen Müll sind… Das kann echt anstrengend sein…
Kommentar: stethoscope
(1) – 08. Oktober 2009 @ 12:57
@aristokitten: Genau, das Kollegen-Gejammer kann ich auch nicht mehr hören …
@benedicta: Stichwort Herbstkrankheiten … Nee, nee, ganz im Gegenteil, der Tag könnte grade 30 Stunden haben. Der Magen-Darm-Virus hatte übrigens nicht mich, sondern meinen Produzenten befallen. Also: Videodreh erst nächste Woche (im See).
@desertstorm: TV und Internet bildet auch, manchmal … Super Hausarzt also.
@stethoscope: Du sagst also Deinem Hausarzt immer, was er tun soll. Das erinnert mich an den Notarzt. Der macht auch immer das, was die Rettungsanaphylaktischen ihm sagen
Kommentar: chefarzt
– 08. Oktober 2009 @ 17:55
Also mein Hausarzt ist echt okay. Ich vermeide allerdins mir ernsthaften medizinischen Rat von ihm einzuholen, geschweige denn mich zu untersuchen. Da geh ich lieber zum Fachmann. Mein Hausarzt ist mehr da fuer Ueberweisungen und fuer “ich braeucht da mal n Attest von Mai bis Oktober”.
Kommentar: premiumpatientin
(17) – 08. Oktober 2009 @ 20:39
Achso… ich dachte, du produzierst selber (frei nach dem Motto “der Hausarzt kann alles” *gg*)
Kommentar: Benedicta
(270) – 08. Oktober 2009 @ 21:34
Mhm…
mag aber immer noch Hausarzt werden. Oder vielleicht doch zu den Aufschneidern oder den Einschläfern? Oder zur Wehr und dort den Allgemeinmediziner machen? (Momenentan mein einsamer Favorit)
Kommentar: Thea
(155) – 08. Oktober 2009 @ 21:57
@premiumpatientin: Doller Typ, Dein Hausarzt. Hat der eigentlich nen Schnautzer?
@benedicta: Sich selbst filmen ist schwierig …
@thea: Hausarzt ist auch die beste Wahl. Denn Du weisst ja, bei Monsterdoc kein Artikel ohne Gegenartikel. Ich würde es wieder so machen …
Kommentar: chefarzt
– 08. Oktober 2009 @ 23:37
Nein, zum Glueck nicht. Er heisst auch nicht Ladalbert Lampe. Er hat ueberhaupt sehr wenig Haare. Aber hast recht, ein doller Typ.
Kommentar: premiumpatientin
(17) – 09. Oktober 2009 @ 16:22