Monsterdoc

Twittern im OP

Twittern ist modern, bringt schnelle umkomplizierte Information und macht Spaß. Das chirurgische Twittern allerdings, das in den USA praktiziert wird, wird hierzulande mit gemischten Gefühlen betrachtet. Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie warnte ja bekanntlich vor dem Twittern aus dem OP (siehe: Ärzteblatt 15.12.09). Wie sollte nun ein ordnungsgemäßer Tweet aus dem OP eigentlich aussehen?

Auch hier nochmals der Hinweis: Das hier ist fiktiv, gell? Ebenso auch der Psychiater Twitter und der Notarzt Twitter.

Oberarzt Dr. Ladalbert Lampe operiert gerade einen eingewachsenen Zehennagel im Operationssaal. Vorsichtshalber wurde der Patient in Vollnarkose gelegt. Die OP-Schwester assistiert. Der Anästhesiepfleger übernimmt das Twittern per Handy. Besorgte Angehörige sind so zeitnah über das operative Geschehen informiert.

  • Ich setze den ersten Schnitt auf den Zehennagel des großen Onkels. #Onkelmedizin
  • Der Anästhesist schläft, nein, war ein Spaß … #fail
  • Es blutet etwas, doch kein Grund zur Panik. Bluttransfusionen sind bereits gekreuzt und bereitgestellt.
  • Ich denke gerade an den nächsten Winterurlaub, Skifahren oder Snowboarden …
  • RT @chefarzt: Chirurgen warnen vor twittern im OP… #monsterdoc #warum
  • Der Nagel ist entfernt, der Verband angelegt.
  • Den Rest muss der Gasmann erledigen. ich bin raus. #Mittagessen

Artikel zum Thema passend:

Dieser Beitrag (von insgesamt 847) wurde am Sonntag, 20. Dezember 2009 um 21:28 Uhr veröffentlicht und unter der Kategorie medizin zukunft abgelegt. Du kannst alle Artikel bei Monsterdoc durch den RSS-Feed verfolgen. Alle Kommentare gibts beim Kommentar-RSS-Feed.

«  –  »

5 Kommentare

  1. Warum noch mühsam twittern, wenn man die Angehörigen via “live stream” am OP-Geschehen teilhaben lassen könnte?! Mit Untertitel, versteht sich ;)

    Kommentar: Pony HütchenNo Gravatar (19) – 21. Dezember 2009 @ 01:45

  2. Man könnte auch einfach eine SMS schreiben (lassen) an die vom Patienten für empfangsberechtigt erklärte Person.

    Ich frage mich nur- muß man das? Bringt das alles, egal in welcher Form, wirklichen Fortschritt? Vor allem für den, um den es eigentlich geht- den Patienten?

    Kommentar: Kranker PflegerNo Gravatar (183) – 21. Dezember 2009 @ 02:19

  3. wieso twittern bei dir immer nur die aerzte? Waere es nicht viel cooler, wenn die Patienten auch mal waehrend der Behandlung twittern duerften? (Ja, das schreit nach einem Krankomat-Artikel. Ich gehe in der Weihnachtspause mal in mich.)

    Kommentar: premiumpatientinNo Gravatar (24) – 21. Dezember 2009 @ 02:24

  4. @pony hütchen: Das wäre natürlich noch besser …

    @kranker pfleger: Einen Fortschritt bringt das, wie so vieles, natürlich nicht. Viele Plattformen sind ja eh schneller weg vom Fenster als man gucken kann …

    @premiumpatientin: Sozusagen eine Steilvorlage für Dich … bin gespannt. Ich habe mir ja auch desöfteren Inspiration von Deinen Artikeln geholt.

    Kommentar: chefarztNo Gravatar – 21. Dezember 2009 @ 13:44

  5. [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Terrorzicke, chefarzt erwähnt. chefarzt sagte: #Twittern im OP ist einfach toll http://www.monsterdoc.de/2009/twittern-im-op/ #super #prima #chirurgen [...]

    Pingback: Tweets die Monsterdoc – Arzt Blog, Medizin Satire » Twittern im OP erwähnt -- Topsy.com – 21. Dezember 2009 @ 21:36

Entschuldige, das Kommentarformular ist zurzeit geschlossen.

Monsterdoc Medien

  • Monsterdoc-das Buch Monsterdoc-Musik Videos

Anzeigen

 

Design von Perun modifiziert vom Chefarzt | expertenteam | impressum