Abnehmwahn, Diäten, sinnvolle Ernährungsumstellung, Sport, alle Menschen drängt es zum Normalgewicht. Mit Adipositas sammeln sich die Risikofaktoren, wie Zuckerkrankheit, Bluthochdruck, und viele andere, die ungünstig für die Lebenserwartung sind. Doch jetzt wird das alles in einer aktuellen Studie widerlegt (Das deutsche Ärzteblatt berichtet). Alle Mühe also umsonst?
Menschen mit (leichtem) Übergewicht (BMI 25-30) haben also ein um 17 Prozent erniedrigtes Sterberisiko als Normalgewichtige. Bei einem BMI (Body Mass Index) von 30-35 ist auch noch alles in “Butter”. Allerdings ist das Risiko um 36 Prozent erhöht, wenn der BMI über 35 beträgt.
Ungünstig ist ein BMI unter 18,5. Hier liegt man dann bei 70 Prozent Sterberisiko.
Aufatmen ist hier also angesagt. Haben wirs doch immer gewusst, die Plautze schützt nicht nur die Füsse vor Nässe von oben, sondern auch das Leben an sich. Wer noch nicht weiss, wie sein BMI ist, kann ihn hier mal ausrechnen:
BMI = Masse / Grösse hoch 2
Für Rechenungeübte gibts hier einen BMI-Rechner. Ich persönlich habe 23,7. Nun habe ich zwei Fragen:
“Welchen BMI habt Ihr? (wenn ich fragen darf?)” und “Was heisst BMI wirklich? ButterMilchIntensiv?”
Ansonsten ist es jetzt höchste Zeit die Tüte Chips zu öffnen um einen vernünftigeren BMI zu erreichen.
Bild: burger von stu spivack auf flickr.com, unter einer Creative Commons-Lizenz
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Wäre interessant, wie viel dieses geringeren Sterberisikos tatsächlich auf natürlichen Effekten beruht und wie viel davon Übergewichtige moderner Medizin zu verdanken haben.
Typische Risiken der “Dicken” sind ja gut erforscht und es stehen entsprechende Therapien zur Verfügung, ne?
Kommentar: NK
(40) – 27. Juni 2009 @ 03:12
Mein BMI…. liegt deutlich über der gefährlichen 18,5 mehr sag ich dazu nicht. und was BMI wirklich heißt hmmm BauchMitInhalt?
Kommentar: Krankeschwester
(67) – 27. Juni 2009 @ 03:36
21.7 !
Das liegt aber v.a. daran, dass ich, wenn ich arbeite oft kaum dazu komme etwas zu essen.
Die Studie erstaunt mich nicht. Viele Leute setzten Übergewicht mit Krankheit gleich. Das ist aber nicht so.
Ich denke, man muss nichts gegen etwas Übergewicht sagen (ich rede hier nicht von BMI 35 und darüber), aber wenn die Leute sich ausreichend bewegen, das Cholesterin, Blutdruck ok und der Blutzucker auch in Ordnung ist, muss man glaube ich nicht auf ein paar Kilos mehr rumreiten.
…
Kommentar: Pharmama
(72) – 27. Juni 2009 @ 09:21
Oh man, bei dem Bild wird mir zwar echt schlecht, aber ich werde heute abend mal meinen BMI mit einer Tüte Flips nach oben korrigieren
. Ich liege auch eher im Normbereich.
Kommentar: Maia
(71) – 27. Juni 2009 @ 11:13
@nk: Allzu viel auf solche Studien gebe ich nicht, hier wird z.B. nicht das “so gefährliche” Bauchfett berücksichtigt. Zudem könnten “Untergewichtige” auch eine Tumorkrankheit gehabt haben. Und die Co-Erkrankungen?
@kranke schwester: oder Bauchfett-Macht-Isoton
@pharmama: Stimmt, immer locker bleiben.
@maia: Ich mag lieber Chips, selbstverständlich ohne Geschmacksverstärker. Die Fotos beim Stichwort “Morbus Gesundheitsfonds” sind aber noch leckerer
Kommentar: chefarzt
– 27. Juni 2009 @ 11:48
Wahrscheinlich gilt der “Besonders geMeine Index” nur für AUSgewachsene Personen, was ich ja hoffentlich noch nicht bin.
Denn mir wurde immer beigebracht, dass Muskeln schwerer als Fett seien. Trotzdem komme ich nur auf einen BMI von 18,6. Ich kann mich ja eigentlich nicht über, für ein Mädchen, zu wenig Muskelmasse aufregen. Daher hätte ich eigentlich ein höheres Ergebnis erwartet. ´Muss wohl noch ein bisschen mehr Sport machen, um meinen BMI zu erhöhen, denn von dem Bild oben wird mir schlecht (obwohl ich schon als “Vielfraß” bezeichnet werde), auch mit Flips kann ich mich nicht (genausowenig wie mit Chips, Cola oder Pizza) anfreunden. Schokolade ist da deutlich besser.
*trotzdemmichgleichmalzumkletternverabred*
Kommentar: Thea
(155) – 27. Juni 2009 @ 12:59
24.1 – vor eineinhalb jahren war’s noch 32.9. aber egal.
ich hab’ so eine grafik ende 2007 mal in einer ernährungsvorlesung gesehen, da war’s wohl noch aus england. ich war sehr erstaunt und hab’ mich gefragt, ob’s am risikoverhalten liegen könnte (extremsport usw.). aber die breite masse beträfe das ja dann trotzdem wohl eher nicht. oder vielleicht auch daran, dass personen mit bmi 20-25 sowieso glauben alles sei in butter und entgleiste blutfettwerte nicht erkannt werden? oder korrelieren die derzeitigen normen einfach nicht mit den risiken? wird wohl das sein. aber ich war und bin erstaunt.
so, darf ich jetzt noch mit meinen cholesterinwerten angeben?
)
Kommentar: fleissigerleser
(1) – 27. Juni 2009 @ 20:26
@thea: Bodybuilder können Probleme mit dem Bodybuilden-Machtstark-Index bekommen. Viel Muskeln, wenig Fett = hoher BMI, was natürlich unsinnig ist. Ansonsten viel Spass beim Klettern und Fettverbrennen.
@fleissigerleser: Eine sehr schwammige Statistikangelegenheit. Über diese Studien weiss ich nichts genaueres. Inwiefern Krankheiten, da eine Rolle gespielt haben? Dann geb mal mit Deinen Cholesterinwerten an. Ich hab über 200.
Kommentar: chefarzt
– 27. Juni 2009 @ 20:48
“Hier liegt man dann bei 70 Prozent Sterberisiko.”
Deshalb sollte man auch diesen ganzen Modelwahn verbieten … die Kids eifern diesem falschen Schönheitsideal noch nach … schlank ist vielleicht Sexy … aber nicht magersüchtig und dürr…
Kommentar: Bassi von Serien-Load
(4) – 27. Juni 2009 @ 21:54
@bassi: Richtig. ich glaube aber schon, dass sich der Trend wieder in Richtung höherem BMI bewegen wird. Hoffentlich.
Kommentar: chefarzt
– 27. Juni 2009 @ 22:17
Ihr BMI: 19.9
her doktaaaa,wie lang hab ich noch?
Kommentar: torschtl
(21) – 27. Juni 2009 @ 23:04
@torschtl: Alles im grünen Bereich. Isst Du auch heute abend noch brav Deine Pizza mit Double-Cheese?
Kommentar: chefarzt
– 27. Juni 2009 @ 23:10
Mein BMI liegt wieder bei 26. Nachdem ich letztes Jahr in wenigen Tagen 12 Kilo abgenommen hab und mich meine Darmentzündung schließlich ins KH gebracht hab, weiss ich, wofür ich meine Pölsterchen habe.
Und dank Kortison waren die leider innerhalb weniger Wochen wieder drauf….
Kommentar: A.
(1) – 28. Juni 2009 @ 10:27
@chefarzt: Von Body-Builder-Maßen bin ich noch Meiiiiiiiiiiiilenweit entfernt. Möchte ich auch gar nicht. Sieht ja schließlich doof aus.
Kommentar: Thea
(155) – 28. Juni 2009 @ 11:42
Hab einen BMI von 22,0.
Da werde ich mir dann mal öfter ne leckere Pizza bestellen.
BMI= Beweismaterialinformation
Kommentar: julchen
(58) – 28. Juni 2009 @ 15:39
Ich möchte dieser Studie anzweifeln (keine Ahnung, ob das wer schon oben geschrieben hat, habs nicht gelesen). Das Studiendesign ist in meinen Augen nicht geeignet, um Aussagen über die Sterblichkeit im Allgemeinen zu geben.
Die Daten zum Ernährungszustand stammen aus den Jahren 1994 und ‘95, die der Verstorbenen aus diesem Jahr. Was die Studie also aussagt ist folgendes:
Soundsoviele Personen, die 1994/96 einen bestimmten BMI hatten, sind innerhalb der nächsten 15 Jahre gestorben. Demzufolge können keine Aussagen über Personen getroffen werden, die zwischenzeitlich ihr Körpergewicht verändert haben, und naütrlich kann man auch nichts über die Langzeitsterblichkeit sagen – viele der adipositasassoziierten Krankheiten brauchen viel Zeit, um potentiell letale Auswirkungen zu entwickeln, was freilich in dieser Studie nicht abgedeckt wird. Ein anderer Punkt: Die 11.000 Kanadier, die an dieser Studie teilnahmen kamen aus allen Altersklassen 25+. Ein 80jähriger Übergewichtiger stirbt natürlich früher als ein 30jähriger; zusätzlich nimmt die Prävalenz für Adipositas mit dem Alter zu.
Alles in allem ist die Studie meiner Meinung nach nichts wert. Konnte mich nicht überzeugen.
Kommentar: EarlMobile
(109) – 28. Juni 2009 @ 17:23
Also mit meinem BMI von 25.8 wäre ich demnach sehr langlebig! Wenn ich jetzt aber meine Risiken anschaue wie Hypertonie, Cholesterin- und Zuckerwerte die auch tiefer sein dürften (alles genetisch, abnehmen würde wahrscheinlich nur minim was bringen), no sports aber viel Stress (Herz wirds mir zurückzahlen mit einem MyoInfarkt mit schätzungsweise 57 – in ungefähr dem Alter sind mein Opa und meine andere Oma dran gestorben)…
Ich will ja nicht pessimistisch sein aber so wirklich glaub ich nicht ans Hundert werden mit meinem Bauchfett (und woanders verteilts sich ja bei uns Männern nicht so gerne)
Kommentar: ch-student
(8) – 28. Juni 2009 @ 18:44
@a.: Stimmt, Kortison ist ungünstig fürs Gewicht
@thea: Thema Bodybuildung bei Frauen. Ist Geschmackssache …
@julchen: lecker Pizza treibt den BMI nach oben …
@earlmobile: Du hast natürlich recht. Meiner Ansicht nach sind solche Arten von Studien butterweich, weil einfach zuviele Faktoren vernachlässigt werden. Nächstes Jahr ist wahrscheinlich ein BMI von 35 optimal ???
@ch-student: No sports kann man ja noch änderen. Stress schon als Student?
Kommentar: chefarzt
– 28. Juni 2009 @ 20:47
Übergewichtige sind ja auch glücklicher …, leben sie deshalb auch länger?
Kommentar: blogZicke
(3) – 29. Juni 2009 @ 08:42
26,5 also im Prinzip, gesundeitlich gesehen und so, perfekt, oder? ^^
Kommentar: Denis
(13) – 29. Juni 2009 @ 10:57
@blogzicke: Gibts da eigentlich Studien oder Beobachtungen über einen Zusammenhang von BMI und dem körperlich-psychischen Wohlbefinden?
@denis: Top
Kommentar: chefarzt
– 29. Juni 2009 @ 13:20
Studien zur verringerten Mortalität bei geringfügigem Übergewicht gibts schon seit 20 Jahren, ist also nix sonderlich Neues.
Anzweifeln kann man JEDE medizinische Statistik, aufgrund von Datenauswahl, mangelnder Signifikanz (= zu geringe Stichprobengröße), mangelhafter statistischer Auswertung (= Korrelation und Kausalität verwechselt, Zirkelschlüsse, “Ex falso quodlibet” und sonstige Verbrechen gegen die Logik). Das gilt auch für alle Studien, die Übergewicht als “Ursache” für diese und jene Krankheit “beweisen”. (Ganz besonders toll sind Formulierungen ala “wird bei Übergewichtigen vom Übergewicht ausgelöst, bei Normalgewichtigen von XY”. Ahja. Ob bei Übergewichtigen XY vielleicht auch vorliegt wurde gar nicht untersucht…)
ICH hoffe ja immer noch, dass man irgendwann mal von der einfachen Ursache Übergewicht hin zu einem differenzierterem Weltbild kommt – und das heißt, ganzheitliche Betrachtung von Ernährung, Bewegung, Gesundheitszustand. Man kann nämlich auch als sportlicher, sich gesund ernährender Mensch dick sein!
Übrigens gibt es ein großes Gesundheitsrisiko, dass tatsächlich durch Übergewicht verursacht wird: Übergewichtige haben ein erhöhtes Fehldiagnose-Risko (keine Ahnung, obs dazu Statistik gibt – das gründet sich erstmal auf eigene Beobachtung). Egal, mit was man als Dicker zum Arzt kommt, man hört als erstes “ist ja kein Wunder, bei Ihrem Gewicht” und weiter als bis zum Bauch wird dann bei der Diagnostik oft gar nicht geschaut.
Kommentar: benedicta
(270) – 29. Juni 2009 @ 14:28
Nachtrag: Noch besser die Aussage meines (ehemaligen) Hausarztes:
“Blutwerte, Zucker, Blutdruck super – Sie sollten aber trotzdem dringend abnehmen. ”
“Warum?”
“Äh…. weil Sie zu dick sind?”
Ahja. Danke für das Gespräch.
Kommentar: benedicta
(270) – 29. Juni 2009 @ 14:31
Naja.. geht ja auch um die Spätfolgen. Bei Rauchern sagt man ja auch nicht: Alle Werte super, rauchen sie ruhig weiter.
(Kommt natürlich immer drauf an, wie dick man ist.)
Aber es stimmt: Übergewicht schließt andere Ursachen nicht aus.
Kommentar: NK
(40) – 29. Juni 2009 @ 14:51
a) Spätfolgen kann man aber erklären (ist hier nicht passiert).
b) Die Frage, ob Spätfolgen durch Übergewicht *an sich* oder durch andere Dinge (die auch das Gewicht beeinflussen) verursacht werden, ist noch nicht abschließend geklärt, entsprechende “Beratung” in Arztpraxen hat oft große Ähnlichkeit mit Hellseherei. “Sie werden Gelenkprobleme bekommen” – “Warum? Keiner in meiner Familie hat welche, und der Rest der Familie (gerade auch die Vorfahren) ist weder schlank und noch sonderlich jung gestorben.”
Letztlich ist das auch wieder das alte Thema “Korrelation vs. Kausalität”.
Medizinische Statistiken folgern oft aus Korrelation Kausalität, das ist aber unzulässig:
Beobachtung: “A und B treten mit Wahrscheinlichkeit X gemeinsam auf” (Korrelation)
Medizinisch wird gefolgert “aus A folgt B” (Kausalität)
Mathematisch korrekt gibt es aber 4 mögliche Schlussfolgerungen:
- “aus A folgt B”
- “aus B folgt A”
- “es gibt (evtl. noch unbekanntes) C, und aus C folgt sowohl A als auch B”
- kein Kausalzusammenhang (Korrelation durch nicht-repräsentative Probandenauswahl bedingt)
Kommentar: benedicta
(270) – 29. Juni 2009 @ 15:58
Stand der Dinge ist halt, dass Übergewicht mit bestimmten Krankheiten korreliert oder nachweislich mitverursacht. Das sind die Erkenntnisse die wir haben und mit denen müssen Ärzte arbeiten.
Korrelation ist außerdem trotz allem ein starkes Indiz.
“Keiner in meiner Familie hat welche, und der Rest der Familie (gerade auch die Vorfahren) ist weder schlank und noch sonderlich jung gestorben.”
und zwar eine, die nur duch deine Familie gestützt wird – nicht, wie in anderen Studien, durch hunderte oder tausende Probanden.
Das ist auch nur Korrelation
Kommentar: NK
(40) – 29. Juni 2009 @ 17:07
Natürlich ist Korrelation ein Indiz. Es muss aber geprüft werden, wofür.
Kausalität hat Richtung: “aus A folgt B” setzt voraus, dass A zuerst da war. Genau das ist aber z.B. bei Übergewicht-korrelierten Krankheiten oft nicht nachgewiesen. (Wie willst du beweisen, dass B (oder das unbekannte C) nicht schon vor A da war?)
Was die Familiengeschichte betrifft: Meine Familie ist mir genetisch sehr viel näher als “hunderte oder tausende Probanden”, daher ist eine Korrelation hier höher einzuschätzen (wozu wäre sonst Familienanamnese gut?)
Im Übrigen sind medizinische Studien mit hunderten Probanden immer noch insignifikant, weil nur selten repräsentativ.
Kommentar: benedicta
(270) – 29. Juni 2009 @ 17:27
Wenn ich zusammenfassen darf: Solche Studien sind das eine, der gesunde medizinische Menschenverstand ist das andere.
Erkrankungen sollten immer im Kontext der Familiengeschichte, der eigenen Anamnese, der Medikamente und vielen anderen äusseren Einflüssen gesehen werden. Inwiefern dann Rückschlüsse auf ein längeres (glücklicheres, gesünderes?) Leben gezogen werden können, lasse ich mal offen. Zumal ich studientechnisch nicht besonders versiert bin (Mal abgesehen von meiner Dissertation, die aber schon einige Zeit her ist).
Zu guter Letzt ist jeder Mensch ein eigenes Individuum, daher kann man eben nicht jede Krankheit bei jedem Patienten identisch behandeln.
Kommentar: chefarzt
– 29. Juni 2009 @ 22:21
“Zu guter Letzt ist jeder Mensch ein eigenes Individuum, daher kann man eben nicht jede Krankheit bei jedem Patienten identisch behandeln.”
Wow. Hätte nicht gedacht, dass ich diesen Satz in diesem Leben mal von einem Arzt höre *staun*
Danke. Vielleicht gibt’s ja doch noch Hoffnung
(das ist zur Abwechslung mal ernst gemeint)
Kommentar: Benedicta
(270) – 29. Juni 2009 @ 23:33
@benedicta: Danke, doch leider gehen die Richtlinien eben genau in die entgegengesetzte Richtung: Schubladenbasierte Medizin statt Therapiefreiheit.
Aber Deine Beiträge sind doch immer ernst gemeint, oder?
Kommentar: chefarzt
– 30. Juni 2009 @ 19:27
Es wäre zu schön zu glauben, dass Übergewichtet das Leben verlängert … aber wenn ich an die Zeit zurück denke, in der ich einiges zu viel auf den Rippen hatte – Ich war Kraftlos und ohne Antrieb. Nein, das kann nicht gesund sein! – ICh stehe diesem Bericht skeptisch gegenüber.
Kommentar: Mumps
(1) – 01. Juli 2009 @ 20:00
@mumps: Ich merke auch jedes Kilo mehr. Dann heisst es wieder runter damit. Skeptisch bin ich auch …
Kommentar: chefarzt
– 01. Juli 2009 @ 20:33
@mumps: Ich hab ne Freundin, die ist zwar auch moppelig, aber immer noch leichter als ich (jünger ist sie auch). Trotzdem schnauft sie um einiges mehr als ich beim Treppensteigen und ist wesentlich schlechter zu Fuß als ich.
Allerdings – obwohl sie weniger wiegt als ich, bin ich diejenige, die sich mehr und regelmäßiger bewegt und die auch bewusster (und gesünder) isst.
Ich kämpfe aber auch schon mein Leben lang gegen Sprüche ala “bei deinem Gewicht KANN es dir gar nicht gut gehen”…Wieso nicht? ICH bin doch die, die in meinem Körper steckt! Ich weiß doch, ob ich mich gut fühle…
Ich lebe auch schon mein Leben lang mit den ungläubigen Augen von Sportlehrerinnen, wenn “die Dicke” sich als beste Schwimmerin der Klasse entpuppt oder den Handschlag-Überschlag übern Kasten schafft. Da hab ich schon so manches Weltbild kräftig ins Schwanken gebracht
Nichtsdestotrotz wird man es irgendwann leid – und der ständige Druck von außen wirkt sich auf die Psyche aus. Und dann sagen alle bloß “siehste, hab ich ja gesagt… es KANN dir gar nicht gut gehen!” *grrr*
@Chefarzt: naja, manchmal mein ichs auch nicht ganz so ernst. Ich denk, das merkt man dann aber schon *gg*
Kommentar: Benedicta
(270) – 01. Juli 2009 @ 23:10
23,3.
Es sind aber definitiv mind. 8 Kilo zuviel, und daran ändert auch der BMI nix.
Kilos allein sagen doch recht wenig aus. Gemessen an der Körpergröße ist mein Gewicht nicht so arg zuviel, würde man mich aber im Bikini am Badesee treffen, würde jeder denken “Moppelchen, tu mal was!”
Ich hatte mal 53 kg bei 1,71, das sah verhungert aus. Zwischen 61 und 63 kg fühl ich mich am wohlsten, und da will ich wieder hin.
Das Fett muss weg.
Kommentar: Muckeltiger
(78) – 03. Juli 2009 @ 14:08
22,7 … zwar normal (was ist schon normal?), aber noch lange keine Bikinifigur…
Kommentar: Schwestertrauma
(9) – 03. Juli 2009 @ 21:08
Hm, bin gerade noch so im Schnitt. Glück gehabt
Ach ich weiß nicht, ich halte von solchen Statistiken ja nicht viel. Trau keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.
.
Man müsste vielleicht einfach mal Deutschland mit den USA vergleichen. Wann sterben die Menschen im Schnitt
Meiner Meinung nach wird mit diesen ganzen Ernährungstipps eh nur Geld gemacht. Eine ausgewogene Ernährung plus viel Bewegung, dann macht man nichts falsch. Da ist es auch kein Problem ,regelmäßig Fleisch zu essen. Die größten Dickmacher sind eh die Getränke – Cola und auch Säfte etc.
Leider lernen viele nicht aus ihren Fehler und es geht weiter mit dem Jojo Effekt.
Immerhin hat sich durch die ganzen Diäten ein Industriezweig entwickelt
.
Kommentar: Manuela
(1) – 10. Juli 2009 @ 13:00
“Immerhin hat sich durch die ganzen Diäten ein Industriezweig entwickelt
.”
Da fällt mir ein: das Treffendste was ich je zum Thema “Ernährungsindustrie” gelesen hab stand in “Good Omens” von Neil Gaiman/Terry Prattchet.
Sinngemäß: die moderne Form des apokalyptischen Reiters “Hunger” sorgt zuerst dafür, dass der Schlankheitswahn um sich greift und entsprechende Ersatz-Nährstoffe etabliert werden und dann ändert er besagte Ersatznährstoffe so, dass sie dick machen – Ergebnis: fette, aber gleichzeitig mangelernährte Menschen.
Zwar völlig unwissenschaftlich, aber auch irgendwie wahr…
Kommentar: benedicta
(270) – 10. Juli 2009 @ 16:01
Ich empfehle Triathlon zum Abnehmen. Na ja, was soll ich auch sonst sagen?
Ich hatte noch nie einen höheren BMI im Leben, weil ich mich bei 2 kg mehr sofort unwohl fühle und versuche postwendend gegenzusteuern.
Der Industriezweig der Diäten ist für die Volkswirtschaft, gerade in unserer heutigen Zeit, sehr wichtig. Wieviele Arbeitsplätze da dranhängen!
Stimmt das eigentlich mit dem Süss-Stoff bei der Schweinemast? Weiss das jemand?
Kommentar: chefarzt
– 10. Juli 2009 @ 19:40
Beobachtungen, je höher der BMI, desto schlechter ist mein körperlich-psychischen Wohlbefinden. Wenn man viele Antidepressiva testet, dann steigt irgendwann der BMI und es sinkt das eh schon kaum vorhandene Wohlbefinden noch weiter.
Kommentar: Su-Mu
(32) – 07. August 2009 @ 12:38
@su-mu: Leider weiterhin ein grosses Problem bei Antidepressiva: die Gewichtszunahme.
Kommentar: chefarzt
– 07. August 2009 @ 23:26
Lieber fett und fröhlich als dünn und depressiv.
Trotz meines mittlerweile deutlich erhöhten BMI ist meine Lebenserwartung deutlich gestiegen. Ursprünglich war sie trotz Normalgewichtes gleich Null.
Kommentar: Kranker Pfleger
(142) – 08. August 2009 @ 10:55
Ich mag auch zum Beispiel die Nebenwirkungen bei Antidepressiva nicht, abgesehen von der Gewichtszunahme. Die Nervosität und das Schwitzen.
Also lieber mit einem BMI von 36, als mit einem von 17
Kommentar: René
(2) – 07. Oktober 2009 @ 13:30
@rene, @krankerpfleger: Das ist wohl wahr mit dem BMI. Glücklicherweise sind die Nebenwirkungen von Antidepressiva aber geringer als noch vor Jahren.
Kommentar: chefarzt
– 07. Oktober 2009 @ 20:29
Ich bin ein Weight Bouncer, schwanke zwischen in guten Zeiten 23,x bis (wie zur Zeit) so 26. Was sagen denn die klugen Herrschaften darüber?
Kommentar: aristokitten
(32) – 07. Oktober 2009 @ 22:03
@aristokitten: Zwischen BMI 25 und 30 hast Du demnach eine erhöhte Lebenserwartung …
Kommentar: chefarzt
– 07. Oktober 2009 @ 22:08
[...] intensiver Wässerung, Lobpreisung (“Du bist aber eine schöne Gurke”, “Dicke leben länger!”, “Zeig mal, wie stark du bist!”) und aufmunternder Beschallung (“20 Zentimeter, nie im [...]
Pingback: Der grüne Daumen « Vokalanaesthesie – 13. Oktober 2009 @ 09:27
> [...] “Ungünstig ist ein BMI unter 18,5. Hier liegt
> man dann bei 70 Prozent Sterberisiko. [...]
Das ist ja mal ein lustiger Satz. Das Sterberisiko liegt immer bei exakt 100%. Auf dauer sind wir alle tot.
Kommentar: LeJupp
(1) – 19. Oktober 2009 @ 18:20
@lejupp: Womit du natürlich recht hast. Irgendwann haben wir alle ein 100%iges Sterberisiko …
Kommentar: chefarzt
– 19. Oktober 2009 @ 20:06