Warum man Ärzte-Serien gucken sollte
Wir alle kennen TV- Serien, die uns schon seit Jahrzehnten unterhalten und am Leben halten. Auch Ärzte- und Krankenhaus Soaps stehen in den Ranglisten der Lieblingsserien ganz oben. Warum eigentlich? Und warum sollte man sie unbedingt gucken und eventuell als Einschlafhilfe nutzen?
- Es ist beruhigend schwerwiegende Erkrankungen und verzweifelt um Leben kämpfende Mediziner zu sehen, weil wir selbst nicht betroffen sind.
- Ärzte sind (waren) gutverdienende und hochangesehene Akademiker. Wir können ihnen bei der Arbeit zusehen und uns daran erfreuen, wie sie ihr Geld hart verdienen und keine Zeit haben, es auszugeben. Denn Privatleben bei Ärzten in Seifenopern gibts praktisch nicht.
- Privat sind Ärzte beziehungsgestört. Daher dreht sich alles, wenns überhaupt ein Leben nach dem Dienst gibt, um Liebe und gescheiterte Beziehungen. Das wollen wir sehen.
- Serienärzte sehen toll aus (oder sind zumindest charismatisch), sind Experten auf ihrem Fachgebiet. Wie gerne würde man sich selbst einmal von ihm (oder ihr) untersuchen lassen. Stattdessen sitzen wir mit der Chipstüte vor dem Flimmersarg und das Bier ist auch leer. Das nächste mal gehen wir ganz sicher zum Gesundheitscheck, ganz sicher. “Aber mein Hausarzt sieht nicht so gut aus, wie …” Naja, gucken wir also weiter.
- Wir lernen spielerisch medizinische Sachverhalte. Auch wenn die Supranasale Flatulenz mal wieder nicht korrekt dargestellt und der Ambubeutel bei der Beatmung falsch herum aufs Gesicht aufgesetzt wird.
Um es also zusammenzufassen: Wir brauchen Ärzteserien, um uns medizinisch und beziehungstechnisch wohl zu fühlen. Oder gibts noch weitere Gründe?
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Dieser Beitrag (von insgesamt 488) wurde am Dienstag, 03. Februar 2009 um 18:17 Uhr veröffentlicht und unter der Kategorie
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« Hausarztmangel – ein gewolltes Problem? – Höhepunkt der Grippewelle 2009 »
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a) George Clooney George.
b) 790.374 Krankenschwestern wird vorgelebt, wie man sich den gutaussehenden (oder charismatischen) Oberarzt krallt, der zudem unverschämt viel verdient.
Frau wird vom Fleck geheiratet und sofort vor der weiteren Ausübung ihes Berufs (Kaffe/ Zigaretten konsumieren/ Plauschen, im Mini-Kasack über Station huschen, dämlich Lächeln) gehindert, weil sich das im jetzigen gehobenen Sozialstatus nicht mehr ziemt.
c) Man kennt einen der Darsteller und wartet auf die Folge, in der er sich blamiert, um postwendend die beste Freundin anzurufen und alles im Detail zu bekwatschen
d) Die Musik des Vorspanns ist bereits ein Einschlafgarant.
Öh.. ich bin dann für d.
Kommentar: Muckeltiger
(78) – 03. Februar 2009 @ 19:12
Toll, wenn man einen Darsteller kennt …
Kommentar: chefarzt
– 03. Februar 2009 @ 20:08
Das haben Sie jetzt nicht wirklich gesagt/gedacht/geschrieben/gemeint?
Kommentar: Muckeltiger
(78) – 03. Februar 2009 @ 20:39
Jetzt mal ganz im Ernst: Ich selbst gucke keine Arztserien.
Kommentar: chefarzt
– 03. Februar 2009 @ 20:44
Wozu auch.
Sie schreiben ja die Drehbücher.
schönen Abend..
Kommentar: Muckeltiger
(78) – 03. Februar 2009 @ 21:03
Warum sollte man als Mediziner auch Arztserien schauen ?????
Eine einzige Ausnahme mache ich da bei Dr. House. Der ist wirklich genial…
Aber da geht es wohl auch eher um den Charakter und nicht um die Diagnose
Kommentar: Maia
(71) – 03. Februar 2009 @ 21:18
Ich muss jetzt doch was zugeben: Habe ein paar Folgen Bergdoktor geguckt …
Kommentar: chefarzt
– 03. Februar 2009 @ 21:22
Bergdoktor???? Ernsthaft??? Ohweh ohweh, dann bist Du also der eine Zuschauer, der das immer guckt / geguckt hat?
House ist bei mir auch Pflicht. Früher auch Emergency Room, aber das lässt auch schwer nach. Und Rettungsflieger und Notruf Hafenkante, aber das hat eigentlich keine medizinischen Gründe.
Kommentar: Chris
(53) – 03. Februar 2009 @ 21:55
Es ist ja wirklich unglaublich viel falsch in der medizinischen Praxis in den Serien!
So frage ich mich, ob die Macher keinen Berater haben oder ob es ein Spitzbube ist, der absichtlich falsch berät
Und, wenn sie keinen Berater hätten, frage ich mich, warum nicht. Vielleicht weil der Arzt- und Klinikhintergrund eben nur das Vehikel für den Beziehungs-Kuddel-Muddel ist, um den es eigentlich geht… Da wird die Farbe der Klamotten und der Hintergrund kulissenmäßig einfach angepasst, eigentlich ist es aber immer gleich…
Wer weiß…
Kommentar: Kristina
(14) – 04. Februar 2009 @ 11:39
Deshalb liebe ich die Schwarzwaldklinik.
Kommentar: Prinzzess
(17) – 04. Februar 2009 @ 14:14
Schwarzwaldklinik ist der Klassiker. Herrlich schmalzig. Und landschaftlich geht der Bergdoktor in diese Richtung. Notruf Hafenkante ist aber auch nicht viel besser, chris … Aber wahrscheinlich gehts doch tatsächlich um Beziehungskram in diesen ganzen Serien, mal abgesehen vom House.
Kommentar: chefarzt
– 04. Februar 2009 @ 19:53
Ich bin quasi mit der Schwarzwaldklinik aufgewachsen – weil ich dann immer noch so lange aufbleiben durfte, wie das ging!
Heute guck ich Scrubs (wegen der Sprüche von Dr. Cox) und Dr. House. Wenn man nur medizinisches Halbwissen besitzt, kann man sich das gut angucken und amüsieren.
Kommentar: Dennis D
(24) – 04. Februar 2009 @ 22:50