Spätestens jetzt schlägt der Herbst zu: Regen, Unwetter, Stürme, Laub überall, (Schweine)grippe und andere Erkrankungen. Eine ganz normale Jahreszeit also. Zeit um an den Winter und die entsprechenden Sportarten zu denken. Was sollte man aber bei Ausüben einer Wintersportart beachten und was kann dabei passieren?
Skifahren:
Der Klassiker, besonders bei Flachländern ob der diversen Après-Ski-Möglichkeiten beliebt. Das Sportliche rückt hier leider oftmals in den Hintergrund. Alkoholerkrankungen und Nikotinspätfolgen sind ebenso häufig wie die beliebte Lawinenabfahrt oder die Unterschenkelfraktur. Nach dem Überleben des Winterurlaubs kann man dann stolz seine Mitbringsel am Stammtisch präsentieren: Von Platten über Schrauben bis hin zu Drähten ist da alles dabei …
Eisstockschiessen:
Gehört mittlerweile zu den Extremsportarten. Was kann hierbei passieren? Auftreten von internistischen Erkrankungen, wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. Chirurgische Erkrankungen mit Frakturen sind eher selten aufgrund der Bewegungsarmut. Dennoch können hier Schulterluxationen (Schulter-Ausrenkungen) und Knieprellungen auftreten, selten Gehirnerschütterungen, wenn die “Daube” mit dem Kopf verwechselt wird.
Eishockey:
Klassische männliche Sportart, die harten Körpereinsatz erfordert. Die volle Polsterung der Sportler schützt leider nicht vollständig vor Verletzungen. Hier gibt es Frakturen und Prellungen aller Art. Merke: Vollprothese schon mal beim Zahnarzt ordern.
Schlittschuhlaufen:
Wer keine Eishalle vor Ort hat, weicht einfach auf den nahegelegenen zugefrorenen Weiher aus. Kein Problem, wenn das Eis dick genug ist. Ist es aber oftmals nicht! Hieraus resultieren dann Notarzteinsätze mit Rettung vorm Ertrinken und/oder Erfrieren. Schnittverletzungen durch Kufen sind da eher selten.
Schlitten-Hunderennen:
Unverständlicherweise in Deutschland nicht so populär wie in Alaska oder Skandinavien. Erfrierungen aller Art und Erschöpfung von Hund und Mensch stehen hier im Vordergrund.
Lust auf Wintersport bekommen? Was macht Ihr denn so im Winter?
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Meine liebste Wintersportart: Extrem-Weihnachtsplätzchen-Backen.
Kommentar: Benedicta
(273) – 03. November 2009 @ 00:01
Alles in allem: Feiern, Trinken und Essen
Kommentar: NK
(47) – 03. November 2009 @ 01:24
surfen, kann ich im Sommer wie im Winter
, hach ja, ich sollte schon mal wieder regelmäßig sporteln!
Kommentar: Su-Mu
(33) – 03. November 2009 @ 05:30
Ich werde in dieser Saison meinen ersten Skiurlaub machen und endlich Sifahren lernen! Auweia, hoffentlich komme ich an den Mitbringseln (Schrauben, Platten, Drähten) nochmal vorbei.
Kommentar: comma
(24) – 03. November 2009 @ 07:22
ohh Wintersport, ja da wäre: extrem- Schneeschippen, Eiskratzen, mit-dem-Auto-in-Schneeberge-fahren und nicht mehr rauskommen…. sobald mein Patenkind alt genug sein wird: Schneemann-bauen und Schlittenfahren (auch nicht ungefährlich)
Kommentar: Mone
(26) – 03. November 2009 @ 08:57
Du wurdest geentert:
http://piratedoc.wordpress.com/2009/11/03/monsterdoc/
Das Neoprenständchen am Ufer des Bodensees ist ein Knaller.
Kommentar: PirateDoc
(2) – 03. November 2009 @ 13:34
@benedicta: Diesen Sport kannst Du, aufgrund eigener Erfahrung, erfolgreich ausüben
@nk: Moderner Dreikampf also
@su-mu: Surfen ist aber auch nicht ungefährlich
@comma: Dann wünsche mal “Hals- und Beinbruch”
@mone: Schneemann-Bauing und Schlittenfahring sind nette Ausgleichssportarten
@piratedoc: Danke für die Enterung
Kommentar: chefarzt
– 03. November 2009 @ 17:29
Schlittenhunderennen wäre schon was für mich. Nur leider fehlen mir dazu die Huskys. Habe nur einen kleinen Toypudel und von den kann ich wohl nicht erwarten mich zu ziehen. 3Kilo vs 63 Kilo.
Kommentar: Julchen
(58) – 03. November 2009 @ 23:12
@julchen: Das sind schon nette Hundchen mit den blauen Äuglein, gell?
Kommentar: chefarzt
– 03. November 2009 @ 23:29
Winterzeit – Ortho-Zeit! All die Bänderrisse, die vielen lädierten Menisken und als Krönung: die gerissenen Achillessehnen! Da werden doch eines jeden Orthopäden Augen feucht!
Meine bisher eindrücklichsten Wintersportunfälle: Beim Schlittschuhlaufen ist mir einer über den Finger gefahren. Der Schreck war größer als die Wunde, aber immerhin habe ich jetzt eine Narbe, mit der ich prahlen kann…
Irgendwann bin ich auch mal beim Downhill-Schlittenfahren am buschig bewachsenen Hang gegen einen Baumstumpf gefahren und kopfüber in den nächsten Busch gefallen. Leider gibt’s kein Video von, wär sicherlich was für Hollywood gewesen.
Kommentar: EarlMobile
(1) – 04. November 2009 @ 00:08
Was für eine Frage, der Winter gehört dem Telemarken – immer schön einen Knicks machen
Kommentar: Herr W
(2) – 04. November 2009 @ 10:14
@earlmobile: Wäre mal interessant: Euren schönsten Wintersportunfälle !
@herr w: Das hab ich jetzt noch nie probiert, sieht aber ästhetisch aus
Kommentar: chefarzt
– 04. November 2009 @ 13:14
@chefarzt: Schade das ich kein Video von meinem Skifahren ´05 habe: Sähe bestimmt nett aus, wenn die, damals noch 10-Jährige Thea, auf einer Eisplatte 3,5 Überschläge dreht, mit dem Kopf zuerst auf einer Eisplatte aufkommt, schließlich mit Rettungsschlitten und RTH ins Krankenhaus kommt.
Sollte man davon denn nicht auch gleich noch Videos haben, wie es weiter ging? Meine Version: Im Röntgen am Kopf und Rücken nichts gesehen, von Tschechien mit dem Auto 500km nach Hause geschickt. Nach Judo und Breakdance eine Woche später zum Hausarzt (hat immer noch so wehgetan), dann zum MRT: Super!! 3 Wirbel gebrochen!!
Heute habe ich noch ein tolles Korsett als Andenken
, mit dem ich prahlen kann *hmpf*.
Ansonsten habe ich mir bisher beim Skifahren nur ein Schleudertrauma und 1 angerissenes Daumenband zugezogen. Und beim Schlittenfahren die Nase gebrochen…
Ratet mal was ich diesen Winter mache!!
Ansonsten gehe ich noch Schneeschuhwandern, Eishockey / Schlittschuhlaufen… und natürlich Schokokekse essen!!!!
@comma: Ich lerne diesen Winter von der Schule aus Snowboard. Dürfen schon Wetten abgeschlossen werden?
Kommentar: Thea
(160) – 04. November 2009 @ 19:48
@thea: Du lässt keine Wintersportart aus. Also so viele Verletzungen habe ich in den letzten Jahrzehnten nicht gehabt … Aber ich fahr ja auch kein Ski
Kommentar: chefarzt
– 04. November 2009 @ 20:00
@chefarzt: Dann wissen wir ja beide, was du noch in deinem sportlichen Leben zu lernen hast, oder hast du in dem Sport gar keine Ambitionen?
Ok, ich gebs ja zu, das waren alles Verletzungen aus den letzten 4 Jahren. Aber auch in anderen Sachen habe IMMER ich Pech. Oder wer (als Gelegenheitsfahrer) saß in dem letzten halben Jahr 2 mal in einem Linienbus, der an der gleichen Bushaltestelle einen Unfall hatte?? (Das letzte mal gestern…) =)
Kommentar: Thea
(160) – 04. November 2009 @ 21:14
Nachtrag: Aus dem Artikel :”Warum ich in der Freizeit mehr Notarzteinsätze habe als im Dienst”:
“Auf der Skipiste, Herzinfarkt? Gestürzt, V.a. (Verdacht auf) Schädelbasisfraktur. Reanimationspflichtig. Ich bin dabei. Hubschrauber macht weiter.”
Etwa Snowboarder? Oder Rodler?
Kommentar: Thea
(160) – 04. November 2009 @ 21:39
@thea: Na ja, also früher bin ich schon Ski gefahren, auch Schlitten, Schlittschuhe, Langlaufski, Snowboard. Heutzutage fahre ich nur noch Board. Aber nur noch wenns Powder-Alarm gibt, also höchstens 5mal pro Winter. Denn Du weisst ja, Ärzte können sich den teuren Wintersport nicht mehr leisten …
Kommentar: chefarzt
– 04. November 2009 @ 21:39
@chefarzt: Dabei finde ich gerade, dass Ärzte im Ski- und Bergsport verstärkt anzutreffen sind. Bei uns zumindestens. Entweder sind die Jugendleiter Ärzte, Maschinenbaustudenten oder Feuerwehrmänner…
Kommentar: Thea
(160) – 05. November 2009 @ 21:09
@chefarzt: unbedingt Telemark ausprobieren – ist gar nicht so schwer wie es aussieht und es macht einen heidenspaß… und so sehr brennen die Oberschenkel auch nicht nach einem schönen Powder-Tag
Seit dem ich telemarke stehen meine Alpinski fast nur noch in der Ecke – nur wenn ich muß, stelle ich mich da noch rauf, ansonsten geht es mit freier Ferse wieder ins Tal.
@thea: Nicht nur bei den Jugendleitern, auch bei uns in der Skischule ist es ähnlich, nur daß sich dazu noch allerhand Polizisten herum tummeln…da bin ich als Schiffahrtskaufmann schon die Ausnahme.
Kommentar: Herr W
(2) – 06. November 2009 @ 09:00
@herr w: Das hört sich gut an, doch ich bleibe wahrscheinlich lieber brett-bodenständig
@thea: Im Triathlon sind die Ärzte auch zahlreich vertreten. Es gibt sogar Ärzte und Apotheker Triathlon WMs
Kommentar: chefarzt
– 06. November 2009 @ 13:49
Ich fahre jeden Winter in den Snowboardurlaub und komme eigentlich mehr oder weniger gesund nach Hause.
Auch wenn oben viele Verletzungsmöglichkeiten aufgezählt wurden und ich selber schon zwei Schulterluxationen und einmal das Handgelenk gebrochen hatte, würde ich niemals mit dem Snowboard fahren aufhören!
Ich bin jedes mal schon ab Oktober heiß auf die kommende Skisaison.
Ich bin einfach ein Mensch der in seinem Leben Aktion braucht und den kriegt man nunmal nicht wenn man zu Hause Plätzchen backt oder Fernsehen guckt;).
Kommentar: Flug
(1) – 12. November 2009 @ 15:22