Ich möchte heute eine neue Reihe auf Monsterdoc starten: Die (medizinische) Diskussion am Freitag. Viele werden es wissen: Freitags ist meistens mein blogfreier Tag in der Woche. Daher möchte ich Euch, liebe Leser mal so richtig zu Wort kommen lassen. Fangen wir heute einmal gesundheitspolitisch an. Der Arzt Philipp Rösler ist nun schon einige Monate als Gesundheitsminister tätig. Derzeit will er den Arzneimittelmarkt reformieren. Ziel: Die steigenden Arzneimittelkosten in den Griff bekommen, sprich Einsparungen in Milliardenhöhe (siehe: Deutsches Ärzteblatt vom 26.10.2010).
Jetzt werfe ich die Frage in den Raum: Was hat unser neuer Gesundheitsminister bis jetzt bewirkt? Was ist in Zukunft von ihm zu erwarten? Wünschen sich manche gar Ulla Schmidt zurück?
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Bisher hat er für sich gute Einnahmen bewirkt. Und das erwarte ich auch für die Zukunft von ihm.
Kommentar: Kranker Pfleger
(183) – 26. März 2010 @ 19:27
“Wünschen sich manche gar Ulla Schmidt zurück?”
Späßle gemacht, gelle?!?
Kommentar: Doc-M
(2) – 26. März 2010 @ 20:23
Was Ulla Schmidt nicht schaffte (PKV beerdigen) würde Röslers Kopfpauschale schnell erledigen. Was Ulla Schmidt sich nicht traute (Pharma mal richtig zu bekämpfen) macht jetzt der Marktliberale (vorerst mal verbal). Ich würde ihn auf jeden Fall nicht unterschätzen. Die Probleme des Medizin-Systems liegen jedenfalls nicht an ihm und seiner Vorgängerin, die sind alle von den Tätigen dort selbst erbracht, damit meine ich von den Funktionären bis zu den Pflegerinnen und Pflegern einfach alle. Und ja, so schwer es mir fällt: Patientinnen und Patienten tragen eine Mitschuld.
Kommentar: Wolf
(9) – 26. März 2010 @ 20:52
Da ich “good old germany” vor knapp 7 Jahren den Rücken gekehrt habe, kann ich garnicht wirklich was dazu sagen. Bekomme einiges am Rande mit. Nicht mehr, nicht weniger.
@wolf: interessant find ich dass hier wieder mal die böse Pharma angesprochen wird. Wth? Klar gibt es schwarze Schafe in der Pharma (so wie in jedem anderen Industriezweig auch). Mich stört die Pauschalisierung. So furchtbar böse wie sie allgemein dargestellt wird, ist “die Pharma” garnicht dass man sie allgemein bekämpfen müsste
Kommentar: Klinkenputzer
(6) – 26. März 2010 @ 21:49
Er macht zumindest den Eindruck, wirklich etwas positives bewegen zu wollen. Die Ziele sind auch keine absurden Hirngespinste, sondern teilweise in anderen Ländern schon implementiert.
Überprüfen müsste man mal die in der Reformdiskussion genutzten Argumente was Pharma, Kosten, etc. betrifft. Seit Zensursula sehe ich jedes Argument eines Politikers eigentlich als unbewiesene, potentiell völlig falsche, Mutmaßung an.
Kommentar: NK
(57) – 26. März 2010 @ 22:09
Ich habe mich zugegebenermaßen mit dem Thema nicht so ausführlich beschäftigt wie ich es gerne hätte, dafür (und für etliches andere) fehlte mir in den letzten Wochen die Zeit.
Ich denke aber, dass Herr Rösler damit einen Schritt in die eine richtigere Richtung macht, und versucht an Stellen zu sparen, die nicht automatisch negative Auswirkungen auf die Patientenversorgung haben.
Was er damit bisher erreicht hat? Er hat sich sehr unbeliebt bei den Pharmakonzernen gemacht. Wie das ganze ausgehen wird? Keine Ahnung, aber ich kann mir gut vorstellen, dass es darauf hinauslaufen wird, dass die medizinischen Versorger und die Patienten letztendlich doch das Nachsehen haben werden. Die Lobby der Patienten ist im Vergleich zur Pharmalobby einfach zu klein.
Kommentar: INTensivling
(15) – 27. März 2010 @ 09:33
hallo an alle,
Hr. Rösler hat das geschafft, was noch kein anderer deutscher Gesundheitsminister vor ihm sich getraut hat: Er will die Medikamentpreise, die bisher völlig ohne Verhandlungen von der Pharmaindustrie festgelegt werden,
im Sinne der Versicherten und Krankenkassen dauerhaft senken.
Bravo Dr. Rösler
Kommentar: Pflegeberater
(1) – 27. März 2010 @ 10:04
Nun ja, bewirkt hat er noch nicht wirklich viel, aber wenn man sich mal so anschaut, was in den letzten Jahren meist das Ergebnis war, wenn Politiker etwas im Gesundheitswesen bewirkt haben, ist das vielleicht auch gut so. Positiv finde ich, dass er das Thema mit den Arzneimittelpreisen angeht, deren Entstehung oft nämlich beim besten Willen nicht so recht nachvollziehbar ist. Ich denke, wir hätten es schlimmer treffen können, lassen wir Herrn Rösler doch einfach mal machen.
Kommentar: David K.
(1) – 27. März 2010 @ 14:53
Zusammenfassend kann man also sagen: Rösler hat sich etwas Zeit gelassen, aber er bietet genug Potential um wirklich etwas bewegen zu können. “Lassen wir ihn also einfach mal machen” … Wir diskutieren in 1/2 Jahr noch mal drüber …
Kommentar: chefarzt
– 27. März 2010 @ 18:25
Meine Meinung: wenn eine Ex-Kommunistin schon nichts gegen die Pharmaindustrie ausrichten konnte, warum sollte es dann ein FDP-Mann schaffen können?
Kommentar: stef
(55) – 29. März 2010 @ 14:07