Gestern hat es mir leider nicht mehr zu einem Posting gereicht, da ich den ersten gemeinsamen Podcast mit der Kranken Schwester vorbereitete. Nur soviel: Es wird um Frauen-Krankheiten gehen, 3/4 des aufgenommenen Materials musste ich aufgrund Lachanfälle, Versprecher, Ausflügen in die Gefilde der Medizin, löschen. Morgen dazu mehr.
Mich schockiert neben der heutigen deutschen WM-Niederlage eine weitere Sache, der momentan allerdings gar keine so große Beachtung geschenkt wird. 3 Krankenkassen stehen kurz vor der Insolvenz (siehe Handelsblatt.com vom 15.06.2010). Auch die DAK scheint angeschlagen zu sein (siehe Krankenkassen.de). Setzt jetzt das große Kassensterben ein? War dies vorhersehbar? Im Februar 2009 bloggte ich “Gibt es bald eine Einheitskrankenkasse?”
Habt Ihr Bedenken bei Eurer Krankenkasse? Was passiert eigentlich, wenn ne Kasse pleite ist? Ist dies eine logische Entwicklung oder müssen wir uns fürchten?
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Da ich nicht bei den Wackelkrankenkassen versichert bin, mach ich mir da momentan weniger Sorgen, hab auch privat/studiummäßig grad große Probleme daher..
Angeblich sollen ja keine Nachteile für die Versicherten entstehen, wenn eine Kasse pleite macht. Aber wie viel zählt denn so eine Aussage? Angeblich sieht das Insolvenzverfahren vor, dass man frühzeitig die Versicherten informiert, dass sie sich neue Kassen suchen können.
Bei den vielen Kassen war für mich eigentich klar dass einige dicht machen müssen.
Was mich mehr intressiert: wieso haben alle (oder viele zumindest) pro Bundesland eigene Niederlassungen/Unterkassen keine Ahnung wie das heißt. Ist das nicht sehr viel Verwaltungsaufwand? Wäre es nicht einfacher nur eine AOK etc zu machen?
Kommentar: DelfinStern
(118) – 18. Juni 2010 @ 20:47
Konkurrenz belebt das Geschäft. Mir ist ohnehin unklar, warum es derart viele Kassen gibt und die tatsächlich alle am “Markt” überleben.
Kommentar: NK
(47) – 18. Juni 2010 @ 21:12
Das war doch abzusehen. es gibt eh zuviele Kassen. und die Verwaltung kostet Unsummen. dann lieber nur noch wenige, mit wenig aufwand und stabilen Beiträgen!
Kommentar: N8sister
(40) – 18. Juni 2010 @ 21:40
Es ist sicher nicht schlecht, wenn der Urwald der Krankenkassen etwas ausgedünnt wird. Wenn das mit den Gesundheitssystem so weitergeht, bekommen eh bald alle ein heal-yourself- Köfferchen mit DVD – Anleitung.
Kommentar: mone
(26) – 19. Juni 2010 @ 13:49
Das es in der Finanzsituation der GKV Probleme gibt, ist ja klar.
Allerdings sollte man erst einmal abwarten, denn es wäre nicht das erste Mal, dass ein prophezeites, noch nie dagewesenes Riesen-Defizit letzten Endes erheblich kleiner wird als vorhergesagt (Q1 2009 sogar 1 Mrd. Überschuss!).
Kommentar: stef
(37) – 19. Juni 2010 @ 17:32
Frau Merkel hat anscheinend in der DDR die Einheitskasse schätzen gelernt. Es gab zwar ausser Bürokratie fast keine Leistungen, aber dafür waren die für alle gleich schlecht (mit Ausnahme etlicher Politiker). Da will sie anscheinend wieder hin. Ulla Schmidt unterstützte sie dabei kräftig. Und nun baut ausgerechnet die FDP mit Philipp Rösler am Sozialismus weiter. Man könnte schreien. Zum Thema Wettbewerb der Krankenkassen: http://spammerl.blogspot.com/
Kommentar: Spammerl
(1) – 19. Juni 2010 @ 19:17
Offensichtlich geht der Trend in der Gesundheitspolitik (und auch in anderen Bereichen) in Richtung Einheitssituation. Krankenkassen sammeln sich, Ärzte sammeln sich, Krankenhäuser sammeln sich, usw. Ob diese Entwicklung, entgegen der bislang bewährten Konkurrenz-belebt-das-Geschäft-Wirtschaft, sinnvoll ist, bleibt abzuwarten …
Kommentar: chefarzt
– 19. Juni 2010 @ 21:56