Guten Abend lieber Leser des Monsterdoc-Blogs. Der Chefarzt hat mich vor kurzem in sein Expertenteam aufgenommen. Dies war für mich natürlich eine große Ehre. Nicht so gut gefiel mir seine Verkleidung beim Bierathlon. So sehe ich doch gar nicht aus. Egal! Ich möchte heute ohne Umschweife zum ersten (interaktiven) psychiatrischen Thema kommen.
Mit Begeisterung las ich den Artikel über das Erkennen von menschlichen Stimmungen per Kommentareingabe. Aber ob eine Informatikanwendung wirklich die Schwingungen einer Persönlichkeit erkennen kann, bezweifle ich heftig. Ich, in meiner Eigenschaft als Fachärztin für Psychiatrie, kann das sehr wohl. Daher bitte ich Dich, geschätzter Leser von Monsterdoc, mir folgende Frage zu beantworten. Gib mir anschließend etwas Zeit zur Auswertung, und ich kann Deine aktuelle Stimmungslage ermitteln. Hier also die einfache Frage?
Los gehts. Ich freu mich …
P.S.: Vom Chefarzt soll ich ausrichten, dass die “Blogs am Mittwoch” verschoben werden. Ich soll zudem die medizinischen Blogger ermahnen, auf gar keinen Fall mit dem Bloggen aufzuhören. Zur Zeit gibts immer mehr Verluste, leider …
Okay, lass hören …
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Aufgestanden. Sofort bereut. Dann stundenlang mit Doppellumentubus gekämpft. Am Ende gewonnen. Mit Chirurg gestritten. Nach Hause gefahren. In der Tram jemanden intubiert, nur so zum Spaß. Dann gebadet, mit Quietscheentchen. Entchen intubiert, ging gut. Gehe jetzt schlafen.
Comment: anna
(27) – 15. December 2010 @ 21:42
Ok, Frau Dr. Hoppenduck, ich bin gespannt auf Ihre Auswertkünste
Aufgestanden, mit dem Lernen angefangen. Hat Spaß gemacht, da Lieblingsthema.
Weiter anderes Thema gelernt. Mich gefragt, warum so abstraktes Zeug in der Klausur drankommt und was uns das bringen soll.
Nervös Wunde nach Zahn-OP inspiziert und gehofft, dass es weiter gut heilt und keine 3. Packung Antibiotikum/ 3. OP nötig wird.
Mittagspause gemacht . Wieder mal nur Fertigessen und schlechtes Gewissen deswegen.
In der Pause Infos über anderen Studiengang gesammelt, der mich mal sehr interessiert hatund gleichzeitig gefragt, warum ich das mache.
Schneespaziergang unternommen. Weitergelernt. Auf der Monsterdoc-HP gelandet
Comment: blua
(190) – 15. December 2010 @ 22:11
Aus dem Bett springen, Tee kochen. Rechner anstellen, Internet nicht aufmachen. Tippen. Nach zwei Stunden Kaffee holen und dann doch Internet anmachen. Noch ein bißchen Tippen. Schreibtischwechsel und Brötchen verdienen. Mittag machen, Buch genießen. Weiter mit den Backwaren. Mit Menne nächsten Kaffee trinken. Noch ein paar Brötchen. Versucht, der Sogwirkung der Tastatur zu widerstehen. Heute gewonnen und Sport gemacht. Dann doch noch etwas gesurft und getippt. Zeitig, nämlich jetzt, ins Bett fallen, denn morgen früh … siehe vorne
Comment: Federkiel
(4075) – 15. December 2010 @ 22:33
Nach dem ersten Wecker klingeln diesen noch ungefähr 3x auf “Schlummern” gedrückt. Aus dem Bett gequält. Kind rumgescheucht (anziehen, bürsten, Zähen putzen, Schulranzen nochmal kontrollieren). Schulbrot geschmiert – nebenbei Tee gekocht. Die fremde Person in meinem Spiegel halbwegs in mich verwandelt. Kind in die Schule gebracht. Gleich wieder nach Hause. Wohnung aufgeräumt und geputzt. Waschmaschine angestellt. Internetten. Kurz telefonieren. Böse Mail an ne ehemalige Freundin geschrieben. Kind von Schule abholen. Mittagessen machen und essen. Mann meinen Tag schildern. Zwischendurch Mails kontrollieren und wieder kurz internetten was es Neues gibt. Hausaufgaben vom Kind nachschauen. Rest des Tage Kinderbespassung mit spielen oder basteln, Kind wieder rumscheuchen (Pyji anziehen, waschen, Zähne putzen) und ins Bett verfrachten. Ab 19:40 – Extreme couching mit Internetten und/oder TV guggen. Viel zu spät ins Bett gehen.
Comment: Rettungsschnepfe
(9) – 16. December 2010 @ 14:39
Ausgeschlafen. Gemütlich aufgestanden, wenig gegessen, weil –> mittags Sushi essen mit Freundin. Ausgiebig den Rohfischfreuden gefrönt. Danach noch zwei Stunden im Starbucks mit Chai Latte gesessen und gequatscht. Beschlossen, dass die Zeit zu schnell vorbei geht und zum Dienst gegangen. Festgestellt, dass es noch genau zwei freie Betten auf Station gibt –> Laune schon im Keller. 3 Aufnahmen gemacht, einen großen Jungen mit Knall übergangsweise zu den Internisten geturft –> Laune verbessert. Um halb 3 das letzte Kind gesehen, vier Stunden geschlafen, um 7 das nächste beguckt. Übergabe gemacht. Nach Hause gefahren.
Comment: Sophie
(13) – 16. December 2010 @ 16:38
@anna: Dir geht es gut, Anna. Der Tubus steht im Mittelpunkt deines Lebens. Ist ja auch wichtig für Deinen Beruf als Gasärztin. Träumst du auch von Schnorcheln, würde mich jetzt interessieren? Deine Persönlichkeit ist ausgeglichen …
@blua: Schlechtes Gewissen wegen Fertiggerichten? Gerade jetzt vor Weihnachten sollte man nicht zu sehr an diesen Essensidealen festhalten. Lass etwas locker. Deine Persönlichkeit ist stark und zielgerichtet …
@federkiel: Du bist ein kreativer Schreiberling. Manchmal geht die Fantasie mit dir durch. Gedankenausbreitungen gen Neuguinea? Mmmmhhh. Ein gewisse formale Denkstörung könnte dir gut stehen, hast Du aber sicher nicht …
Comment: claudia
(29) – 16. December 2010 @ 19:58
@rettungsschnepfe: Du hast einen Tagesablauf, der dir steht. Leichte Winterdepression im Anmarsch? Nicht wirklich. Du wirkst stabil. Einen gewissen Stressfaktor brauchst Du für deine Persönlichkeit
@sophie: Was für ein Vormittag, da werde ich glatt neidisch. Wo war noch mal die Sushi-Bar? Du wirkst ausgeglichen, kurzzeitige Tiefs überwindest du mühelos mit Turfaktionen. So muss das sein im House of God. Bitte noch mehr Bloggeschichten davon …
Comment: claudia
(29) – 16. December 2010 @ 20:07
Wecken lassen – wieder eingeschlafen, 1/4 h später gemerkt, dass mein Zug nicht auf mich wartet -> mich fertig gemacht+zum Bahnhof gerannt (auf glattem Boden keine gute Idee), eine Haltestelle später festgestellt, dass der Zug gar nicht weiterfährt, da die Weiche kaputt ist (hätte also bei der Verspätung einen Zug später nehmen können). 8 h Schulzeit abgesessen, zwischendurch noch eine Bio-Klausur geschrieben, ein paar üblichen ich-will-jetzt-nicht-in den-Unterricht-und-habe-Bauchweh/Kopfweh-Schüler aus meinem Sani-Zimmer verjagt um einen ausgebrochenen Zahn zu versorgen. Danach nur noch Ballett, und jetzt eigentlich Hausaufgaben.
Comment: Kiki
(5) – 16. December 2010 @ 20:34
7:30h Frühsport mit 80-Jährigen betrieben…8:00h Frühstück. Danach nochmals mit der Rezeption diskutiert, ob ich wirklich alleine nach hause mit 3 Bus-und Bahnverbindungen 3 Stunden fahren darf (gäbe ja auch ein Taxi) Ich habe dann aber darauf beharrt. Auf dem Bahngleis in W fast erfroren, da ein Zug ausfiel…Mit 2 stündiger ‘Verspätung hier angekommen. So gegen 12:30h festgestellt: Die Heizung meines Zimmers funktioniert nicht. Vermieter angerufen und mich in eine Daunenjacke gehüllt..Telefonanschluss und Internet funktionieren auch nicht. 1 Stunde mit 1und1 in einer Warteschleife gehangen ohne produktives Ergebnis. Gegen 15 Uhr den Trojaner auf meinem PC beseitigt und das System neuaufgesetzt. 18 uhr politische Abendsitzung –mit Schmerzcrashs überlebt. gegen 19 uhr ist mir aufgefallen, dass ich seit morgens nichts gegessen hatte und dementsprechend mein Magen knurrt.. Gegen 23 Uhr werde ich das warme Büro verlassen und hoffen heute Nacht nicht zu erfieren.
Comment: blogwesen
(84) – 16. December 2010 @ 20:35
@Claudia: Danke für die Einschätzung, ich mußte erstmal die “formale Denkstörung” nachschlagen und habe wieder was gelernt. Wobei mein Denkablauf manchmal in der Richtung gestört ist, daß die Geschichten sich einfach nicht im Zaum halten lassen … Aber wen stört’s. Mich nicht
Comment: Federkiel
(4075) – 16. December 2010 @ 21:01
@kiki: Liebe Kiki, dein Tag fängt etwas chaotisch an, aber du hast den Tagesablauf dann doch noch voll in den Griff bekommen. Das zeugt von einer strukturierten Persönlichkeit. Notfälle gibts halt nicht jeden Tag. Spannend wirds dann eher im Ballett (jetzt ehrlich).
@blogwesen: Winterbedingte neurotische Züge kann ich diagnostizieren, die von der Bundesbahn meine ich natürlich. Wenn die kalte Bude wieder beheizt wird, fällt die leichte depressive Episode von dir ab, wie der Tau vom Blatt im Frühling.
@federkiel: Eben, dieses muss bei Kreativlingen so sein. Nur keinem davon erzählen. Aber wir sind hier ja unter uns.
Comment: claudia
(29) – 16. December 2010 @ 21:20
Tag heute: bis 7 uhr geschlafen, aufgestanden, Frühstück, zwischendrin immer wieder den Freund dran erinnern, dass es Zeit zum aufstehn ist. Noch kurz Lernsachen überflogen, Auto frei gekehrt/gekratzt und zur Hochschule gefahren. Im Parkhaus geärgert, dass meine Seitenschreibe festgefroren ist und ich somit aussteigen darf zum Ticket lösen. Von 9 – 11 Uhr Klausur geschrieben. Heimfahren, einkaufen, Mittagessen machen. Lernen, zwischendrin surfen und chatten. Sachen für morgige Klausur gerichtet (Skript, Stifte,….). Nintendo64 gespielt. Erfahren, dass der Besuch morgen nicht kommen kann, weil alle krank sind. Beim Abendessen von meinem Freund geärgert worden, ich mochte Fisch essen, er mag das nicht und hat die Dose immer versteckt. Danach spülen und schließlich surfen
und Tagesablauf schreiben.
Comment: DelfinStern
(711) – 16. December 2010 @ 21:39
ach ja, in der klausur feststellen, dass der Taschenrechner zuhause liegt ist nicht so toll. Ging gottseidank auch ohne. man musste nur 1/1,8 rechnen können
Comment: DelfinStern
(711) – 16. December 2010 @ 21:55
@ Claudia:
Es lebe das schnelle Essen, das kommt meinen begrenzten studentischen Kochkünsten sehr entgegen
Was die bisherigen Ziele angeht, kommen mir in letzter Zeit ein bissl Zweifel, mal schauen, was die Zukunft bringt ….
Danke für die Auswertung
Comment: blua
(190) – 16. December 2010 @ 21:56
@delfinstern: Liebe Delfinstern, ein solider Tagesablauf für eine Studentin. Lediglich dein Freund müsste sich einmal zu mir in die Behandlung begeben. Morgens nicht aufstehen wollen und abends dann die Fischdose verstecken zeugt von einer gewissen regressiven Grundtendenz. Vermutlich aber ganz normal bei dem Wintereinbruch. Also, keine Sorgen machen und nächstes Mal den Taschenrechner einpacken. 1/1,8 gibt … was nochmal?
@blua: Gern geschehen. Ich habe als Studentin auch noch nicht vollwertig gekocht, mach dir da mal keine Gedanken.
Comment: claudia
(29) – 16. December 2010 @ 22:10
@claudia: ich hab grob überschlagen: 0,5 genauer ist es: 0,555
und jetzt geh ich richtung Bett. Morgen heißts aufstehn und Schnee räumen, Auto suchen und Klausur schreiben (und bestehn)
Comment: DelfinStern
(711) – 16. December 2010 @ 22:14