Ich mag Ernährungsmedizin, besonders das Thema Fast-Food liegt mir am Herzen. FDP-Politiker Erwin Lotter brachte jetzt ein Fast Food Verbot für Menschen unter 16 Jahren ins Spiel (siehe welt.de). Die Adipositas-Grundlagen werden bekanntlich oftmals in der Kindheit gelegt und daher wäre diese Forderung nur folgerichtig. Wie haben wir uns dieses Szenario nun vorzustellen?
Neulich am Eingang der Burger-Tankstelle:
Eine andere Möglichkeit wäre ein gewisses Rabattmarkensystem zu entwickeln. Pro Lebensjahr dürfen 12 000 kcal in Burgerbuden verzehrt werden. Wenn das Budget überschritten ist, werden keine frittierten Köstlichkeiten mehr serviert.
Eine Chip-Implantation unter die Haut wäre des Problems Lösung. Hier wird anhand eines Scanners am Eingang des Fastfoodrestaurants sofort gecheckt, in welchem Lebensabschnitt sich der Burgerwillige befindet. Unter 16 Jahren klingeln dann die Alarmglocken an der Theke. Eine Jugendstrafe wäre die Folge …
Wie könnten wir nur das Problem Fast-Food in den Griff bekommen? Hat jemand ne Idee?
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Ich seh schon die FastFood Dealer in dunklen ecken stehen… Wo dann wohl die Schwarzmarktpreise für nen BigMac liegen?
Nein mal ernsthaft, habe eine ausgefeilte Meinung zu dem Thema die den Rahmen des Kommentars sprengen würde, wenn es dem cheffe genehm ist antworte ich nach dem Abendessen mit einem Artikel…
Kommentar: Kranke Schwester
(68) – 26. Juli 2010 @ 21:38
Mit dem Fastfood würde dann so wie mit Alkohol gehandelt werden – die Älteren bringen dann was mit und die Jüngeren dürfen dann mal beißen.
Man könnte die Personen ja vorm Kauf wiegen und sagen: “Du wiegst schon zu viel – hier nimm einen Salat und ausnahmsweise die Diät-Cola … Du hast Untergewicht – hier hast du zwei Super Size Menüs zum 1/2 Preis + einem Shake aus Majonaise.”
Kommentar: Ines
(20) – 26. Juli 2010 @ 21:46
und was ist Fastfood? nur weil ich 1x im Monat zu Pommesbude geh, ist das noch lang nicht ungesund. wenn ich allerdings täglich (mehrfach womöglich) geh dann schon. Es kommt immer auf das Maß an. Alles ist in gewisser Weise ungesund….
Kommentar: DelfinStern
(118) – 26. Juli 2010 @ 21:52
da muss ich kichern ob dieser weltfremdheit.
natürlich kommt das übergewicht der dicken grundschulkinder daher, dass sie schon im alter von vier jahren selbstständig an den tresen der fastfoodketten ihr tagesmenü geordert haben. den kleinen rebellen schmeckte wohl der salat nicht, den die mütter in die brotdose für den kindergarten gepackt haben.
verbote _für_die_kinder_ bringen meiner meinung nach überhaupt nichts.
verbote allgemein bringen nicht viel.
ich weiß nicht, wieso man in deutschland so schnell mit verboten und strafen ankommt. pädagogisch viel wertvoller: alternativen anbieten, gutes/gesundes verhalten belohnen.
und bei dicken kindern mal gucken, wie die eltern so essen. und da ansetzen.
Kommentar: alba
(2) – 26. Juli 2010 @ 22:11
Bisher ist’s ja nicht mal gelungen, das U16-Alk-Verbot durchzusetzen.
Kommentar: NK
(47) – 26. Juli 2010 @ 22:16
@kranke schwester: Au ja, aber nicht zu spät abendessen … Das wäre dann auch was für den Serösen Podcast …
@ines: Die Waage an der Theke, eine prima Idee.
@delfinstern: Wikipedia: “Fastfood ist eine Form der Nahrungszubereitung und -darreichung, bei der Rationalität und Funktionalität der Nahrungszubereitung bzw. -aufnahme im Vordergrund stehen und auf traditionelle Essenssitten weitgehend verzichtet wird.”
@alba: Völlig richtig. Übrigens wurde der Vorschlag von der FDP bereits wieder zurückgenommen …
@nk: … was wesentlich wichtiger wäre …
Kommentar: chefarzt
– 26. Juli 2010 @ 22:38
[...] Veröffentlicht 26. Juli 2010 Aufreger der Woche Hinterlasse einen Kommentar Der Chefarzt berichtete über ein vorgeschlagenes Fast Food Verbot für Jugendliche unter 16. Die große Frage die sich [...]
Pingback: Fast Food Unkultur « Kranke Schwester – 26. Juli 2010 @ 22:38
Oha, der cheffe hat meine verborgene Wut aufgeheizt…
@cheffe Zu spät Abendessen gibt’s nicht… ist doch angeblich wiederlegt worden, so wie die Tatsache das Kaffee entwässert… bei den ganzen Ernährungsmantras weiß man garned mehr wohin. Werde am besten absofort nur noch entkalktes Leitungswasser trinken und selbstangebaute Salatblätter wiederkäuen
Kommentar: Kranke Schwester
(68) – 26. Juli 2010 @ 22:41
@kranke schwester: Koffein ist sogar im Ausdauersport leistungssteigernd … Morgen schon kann sich alles wieder ändern …
Kommentar: chefarzt
– 26. Juli 2010 @ 22:52
“Ich mag Ernährungsmedizin,…”
Ja, das ist ein tolles Thema! Viel zu wenig wird die segensreiche Wirkung der Hülsenfrüchte in der Ernährungsmedizin berücksichtigt, also in der Praxis.
3-4 Porionen sollten es schon sein in der Woche – aber es fehlt an aufregenden Rezepten, die begeistern.
Das war jetzt ein bisschen weitab vom Thema fast-food, tut mir leid.
Trotzdem konkrete Frage: Wer hat Lust, im Herbst bei einer Blogparade “Hülsenfrüchte” mitzumachen?
P.S.: Das war jetzt nicht als Wanderwitz gedacht
Kommentar: Klaus-Peter Baumgardt
(10) – 27. Juli 2010 @ 10:35
Is doch ganz einfacht:
In jedem dieser “Restaurants” wird maximal ein Schalter für Jungendliche unter 16 eröffnet, so dass hier endlose Schlangen entstehen und das Problem “fast” food ist gelöst.
Kommentar: drgeldgier
(80) – 27. Juli 2010 @ 10:52
“…Fast food und andere ungesunde Lebensmittel werden einfach mit einer extra “Fett-Steuer” behaftet ( über den Namen kann man parteiintern nochmals debattieren), die direkt der Krankenkasse subventionell zufließt….”
( Quelle: Finanzministerium Medizinpartei )
Kommentar: UTMonica
(159) – 27. Juli 2010 @ 19:21
@klaus-peter baumgardt: Ich weiß nicht so genau, ob ich zum Thema “Hülsenfrüchte” etwas schreiben kann. Mal sehen …
@drgeldgier: Beim Schalter für über 40jährige wirds dann auch eng …
@utmonica: Guter Vorschlag, den habe ich schon mal von der aktuellen Bundesregierung gehört … Bloß der Name sollte anders sein: Adipositas-Steuer?
Kommentar: chefarzt
– 27. Juli 2010 @ 19:54
Solange Eltern das Zeug essen, nützt kein Verbot – wie beim Rauchen, man lebt etwas vor und schon wird jedes Verbot heuchlerisch. Außerdem hauen die Jugendlichen dann mit 16 sicher umso mehr rein, dann dürfen sie ja endlich…
Ungesundes Essen gibt es nicht erst seit es Fastfood-Ketten gibt, ich habe mir als Grundschülerin auch beim Bäcker mit meinen letzten Pfennigen Gumitierchen gekauft. Es muss aber ein gesundes Maß eingehalten werden und das ist nunmal anerzogen
Kommentar: Ava
(18) – 27. Juli 2010 @ 22:04
@ chefarzt: Mal schaun – wenn der Gedanke sich erst mal im Hinterkopf eingenistet hat, findet sich vielleicht auch ein “Aufhänger”. Ich mache auch noch mal einen Artikel zum Thema.
@ ava: Wenn Eltern, die das Rauchen nicht lassen können, ehrlich sagen, dass es eine Sucht ist, von der sie keinen wirklichen Gewinn haben, eigentlich auch darunter leiden, folgen die Kids nicht unbedingt diesem “Vorbild”.
Allerdings wird Fast-food konsumieren und nicht-selbst-kochen-können wohl selten als arge Schwäche verstanden.
Kommentar: Klaus-Peter Baumgardt
(10) – 27. Juli 2010 @ 22:22
Man sollte das Thema “Gesunde Ernährung” bereits in den Kindergärten und den Grundschulen viel stärker in den Fokus rücken. Es gibt bereits “Gesunde Schulen”. Hier dürfen die Kinder keine Süßigkeiten mit in die Schule nehmen. Es gibt Schulen, die täglich mit verschiedensten Obstsorten beliefert werden. Miteinander wird dann gesund gefrühstückt und die Ernährung thematisiert. Ein guter Anfang!
Kommentar: bernibernado
(24) – 28. Juli 2010 @ 10:34
Finde ich auch, die Grundlagen müssen im Kindergarten/Schule oder noch früher gelegt werden, dann klappts auch …
Kommentar: chefarzt
– 28. Juli 2010 @ 19:49
Endemisches Übergewicht bei Erwachsenen ist das peinliche zur Schau stellen der Unfähigkeit zur Selbstkontrolle. Kinder machen es den Eltern nach. Alles andere sind eloquente Ausreden.
Kommentar: Dr.Offenraus
(8) – 28. Juli 2010 @ 23:33
Ich sag doch “Aufklärung” ist das A und O: Unfähigkeit zur Selbstkontrolle – selbstverschuldete Unmündigkeit..
Kommentar: bernibernado
(24) – 29. Juli 2010 @ 00:16
Interessant zum Thema: Der big tasty Junge: http://www.youtube.com/watch?v=OfRu_EyvBkg
Kommentar: bernibernado
(24) – 31. Juli 2010 @ 21:38
@bernibernado: Ein Kenner des Restaurants offensichtlich …
Kommentar: chefarzt
– 31. Juli 2010 @ 21:53