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Kränker durch Internet

Wir alle kennen die Situation. Der Kopf brummt mehr als sonst und irgendwie finden wir das komisch. Könnte doch auch was Schlimmeres dahinterstecken, oder? Zum Arzt gehen? Nee, nee, keine Zeit und auch keinen Zehner übrig. Was tun wir? Klar, wir surfen medizinisch-sinnvoll im Internet und ziehen uns sämtliche medizinische Ratgeber rein. In der Regel steuern wir aber nicht einschlägige Websites an sondern benutzen einfach unsere bevorzugte Suchmaschine. Zurück zur Kranheit: Wir haben Kopfschmerzen, ganz schreckliche.

statue mit kopfschmerzen
Bild: Headache von threepin auf flickr.com, unter einer Creative Commons-Lizenz

Das Web sagt:

  • primär oder sekundäre Kopfschmerzen. Wenn es nun doch sekundär ist?
  • Zahnfehlstellung, …. oh, Tumor, Blutung … ach Du liebe Zeit.
  • Schnell weiterlesen, es muss doch was zu meiner Entlastung kommen …
  • Gut, zu 90 Prozent sind es Spannungskopfschmerzen oder Migräne …
  • Aber ich bin ja oftmals bei den 10 Prozent mit dabei, bei denen …
  • Ah, hilfe, Glaukom, wasn dat? Nee, grüner Star …
  • Oder doch die Subarachnoidalblutung?
  • und … und … und …

Wir hangeln uns durch unzählige Informationen und sind am Ende weniger schlau als am Anfang. Ganz im Gegenteil, nun haben wir Angst und befürchten das Schlimmste. Was tun?

Meine Meinung: Web auslassen und folgenden Ratgeber lesen: 10 Symptome, bei denen Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen sollten (Die hypochondrische Version ist hier). Bei weiteren Unklarheiten morgen beim Hausarzt aufschlagen und den Zehner investieren. Ist wahrscheinlich besser so. Dafür sind Ärzte ja da, oder?

Und jetzt Hand aufs Herz, was habt ihr zuletzt medizinisch bei Eurer Suchmaschine angefragt?

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Dieser Beitrag (von insgesamt 847) wurde am Dienstag, 25. Mai 2010 um 20:47 Uhr veröffentlicht und unter der Kategorie Ratgeber abgelegt. Du kannst alle Artikel bei Monsterdoc durch den RSS-Feed verfolgen. Alle Kommentare gibts beim Kommentar-RSS-Feed.

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24 Kommentare

  1. Ich gestehe. Die Sprechstunden meines Orthopäden.

    (Ganz gruselig finde ich übrigens diese Frage-Antwort-Portale wie “gutefrage.net” oder “iq.lycos.de” – da könnte man ein Horrorbuch draus binden.)

    Kommentar: UweNo Gravatar (16) – 25. Mai 2010 @ 21:17

  2. Am besten morgen Nachmittag ne ;-) zumindest hierrum hat dann kein Hausarzt offen, selbst die Apotheke hat Mittwochs zu.
    Ich les mir die Foren höchstens zur Belustigung durch…

    Kommentar: DelfinSternNo Gravatar (613) – 25. Mai 2010 @ 21:31

  3. ich hab als einziges medizinisches die Tel-nr sammt Adresse eines Arztes gesucht, gilt das auch? Ansonsten Infos zur Blutspende,…… ansonsten weiß ich nix

    Kommentar: DelfinSternNo Gravatar (613) – 25. Mai 2010 @ 21:33

  4. Lieber Monsterdoc :-)

    Das Internet kann den Arzt nicht ersetzen. Auch ich wahr in der Vergangenheit dank meiner Hyopochondrie gelegentlich tante Google um Rat zu fragen… brachte aber nichts…
    Ich leide an einem HWS und hab auch oft verspannungen. Da weiss ich wie reagieren und kriege auch keine Panik wenn ich dadurch kopfschmerzen habe. Und ich habe zum Glück auch einen liebevollen Mann der mich gegebenenfalls auch auf den Boden der Tatsache bringt :-)
    Lg Dein Kroko

    Kommentar: KrokofantileinNo Gravatar (67) – 25. Mai 2010 @ 21:39

  5. Wie ein Magnetresonanztomograph funktioniert, ich musste einen Vortrag halten. Die Recherche war wohl erfolgreich, habe dafür eine 1 bekommen :-D .

    Aber seitdem? Nicht mehr. Außer halt Biotechnologische Dinge, die ich für die Schule noch einmal nachlesen wollte, aber eher auf molekularer Ebene. Zählt das?

    Kommentar: TheaNo Gravatar (193) – 25. Mai 2010 @ 21:40

  6. Wie so ziemlich alles hat auch das Internet seine zwei Seiten. Es kommt eben immer darauf an, wie bzw. wofür man es nutzt.

    Hypochonder finden darin sicher unzählige Bestätigungen für ihre Befürchtungen und wundern sich dann, wenn sich diese Befürchtungen nicht bewahrheiten. :-)

    Andererseits ist das Web auch eine ausgezeichnete Quelle, um sich Informationen vor und nach dem Arztbesuch einzuholen. Eben um sich weiter zu informieren bzw. Erfahrungsberichte anderer Betroffener zu lesen. Das kann sehr hilfreich sein.

    Jeder findet im Web das, was er finden will: der Hypochonder als auch alle anderen, die sich weitere Informationen über eine Arzt-Diagnose einholen und sich austauschen möchten.

    Kommentar: BurkhardNo Gravatar (1) – 25. Mai 2010 @ 22:05

  7. @uwe, @delfinstern: Sprechstunden, Tel.nummer sind ja okay …

    @krokofantilein: Besser so.

    @thea: Das wäre ja nichts medizinisch-kranheitsmäßiges. Kann man also durchgehen lassen …

    @burkhard: Kann ich unterschreiben.

    Kommentar: chefarztNo Gravatar – 25. Mai 2010 @ 22:09

  8. @ Cheffe: Auch wenn man die Wirkung von Prionen nachliest? Können sich ja auch Menschen mit infizieren, im Unterricht haben wir auch die Symptome der Menschen, Rinder und Schafe behandelt.

    (->Creutzfeld-Jakob-Krankheit, bei Rindern auch als BSE bekannt)

    Kommentar: TheaNo Gravatar (193) – 25. Mai 2010 @ 22:31

  9. @thea: Aufgrund von Schweine- und Vogelgrippe ist BSE irgendwie wieder in den Hintergrund getreten. Ich weiß da nix Neues …

    Kommentar: chefarztNo Gravatar – 25. Mai 2010 @ 22:39

  10. @cheffe: Ich auch nicht, aber dafür weiß ich jetzt viel über Prionen. Steht auf dem Lehrplan, H1N1 und H5N1 halt nicht, das sind dann doch “moderne Seuchen”.

    Kommentar: TheaNo Gravatar (193) – 25. Mai 2010 @ 22:54

  11. Gefährlich wird es, wenn man von Null anfängt und so gar keine Ahnung hat. Ansonsten hilft es zu gucken, was für eine Seite das ist. Leserantworten sind meist mit Vorsicht zu genießen. Ich gucke aber immer, muß ich sagen, einfach weil ich festgestellt habe, daß ein Arzt anders reagiert, wenn ich als Patient informierte Fragen stelle. Ich kriege dann bessere Antworten … die meisten freuen sich, wenn sie mal was richtig erklären dürfen.
    Was ich zuletzt geguckt habe? Dupuytrensche Kontraktur, aber das war Recherche. Für mich? Gebrochener Kleinzeh. Hat mich beruhigt, was ich gelesen habe, bin nicht zum Arzt gegangen und war OK so.

    Kommentar: FederkielNo Gravatar (2899) – 26. Mai 2010 @ 06:21

  12. OK ich gebe zu habe kürzlich “Fuß umgeknickt blau” gegoogelt :)
    durch das Suchergebnis bin ich dann zu dem Schluss gekommen, dass ich wohl doch mal zum Arzt hüpfen sollte… war dann auch besser so :)

    Kommentar: moneNo Gravatar (28) – 26. Mai 2010 @ 13:48

  13. Hab schon des öfteren mal im Internet nach Diagnosen gegoogelt. Zuletzt, weil ich mitten im Winter lauter Stiche an den Beinen hatte und ich rausfinden musste, was mir die Katzen da wohl ins Haus geschleppt haben. Durch meine Recherche bin ich auf 2 verschiedene Tierchen gekommen. Bin dann doch zum Hautarzt gegangen mit dem Ergebnis, dass er es auch nicht genau wusste. Zur Behandlung hat er mir auch nur geraten mit dem weiterzumachen, was ich eh schon gemacht hatte. Die Tierchen bin ich losgeworden, aber der Arzt hat mir dabei ehrlich gesagt weniger geholfen als meine eigene Recherche im Internet.

    Kommentar: LisaNo Gravatar (1) – 26. Mai 2010 @ 14:28

  14. Mhm ich hab heute Bauchaortenaneurysma im Pschyrembel nachgeschlagen gilt das auch ;)

    Es gibt spezielle Zertifikate füt medizinische Portale im Internet. Diese Seiten sind zur Informationssuche für Patienten echt zu empfehlen.

    Kommentar: SylviaNo Gravatar (25) – 26. Mai 2010 @ 17:08

  15. @thea: Die Prionen sind wieder im Kommen, könnte ich mir vorstellen …

    @federkiel: Naja, so kann man den Arzt ein wenig herausfordern, ist auch wieder wahr.

    @mone: Mit solchen Suchanfragen gelangt man desöfteren auch auf Monsterdoc … Ich hoffe, der Haxn ist wieder im Lot.

    @lisa: Flöhe?

    @sylvia: Bauchaortenaneurysma, oh, hoffentlich hast Du keines. Als Zertifikat gibt es z.B. HON code. Hast du irgendwelche Empfehlungen?

    Kommentar: chefarztNo Gravatar – 26. Mai 2010 @ 18:45

  16. also ich hab zuletzt lipome nachgeguckt… allerdings NACH dem arztbesuch :)

    Kommentar: soulyNo Gravatar (7) – 26. Mai 2010 @ 18:53

  17. @souly: Nachdem das Lipom rausoperiert war …

    Kommentar: chefarztNo Gravatar – 26. Mai 2010 @ 20:51

  18. wandern friedlich in meinem bauch, meinen oberschenkeln und meinen armen umher und machen ab und zu ein wenig aua. sind aber noch alle beisammen, die ganze familie.

    Kommentar: soulyNo Gravatar (7) – 26. Mai 2010 @ 23:20

  19. @souly: Harmlos aber lästig.

    Kommentar: chefarztNo Gravatar – 26. Mai 2010 @ 23:23

  20. Ich hab zuletzt “starke Bauchschmerzen” gegoogelt.
    Und der erste Treffer war “Blinddarmentzündung”.

    Mein Appendix sollte aber ruhig noch ein bisschen schreien. Und siehe da?!
    Er nahm den Daumen in den Mund und spielt seitdem weiterhin ein nutzloses Organ in meinem Körper.

    Kommentar: InesNo Gravatar (2) – 02. Juni 2010 @ 18:53

  21. Nach einer Diagnose letzter Woche, das Wort war mir fremd, jetzt kenn ich es:

    http://www.voodooschaaf.org/blog/?p=7409

    Es gruesst das etwas laedierte Schaaf

    Kommentar: VoodooschaafNo Gravatar (1) – 04. Juni 2010 @ 17:08

  22. @ines: Vielleicht ist der Appendix gar nicht so nutzlos, wie wir alle denken …

    @voodooschaf: Na dann mal gute Besserung. Man muss dennoch nicht alle Erkrankungen bekommen, um sie medizinisch korrekt benennen zu können …

    Kommentar: chefarztNo Gravatar – 06. Juni 2010 @ 20:32

  23. Öfters auch aus beruflichen Gründen und ansonsten als Erklärung da ja Ärzte für Erklärungen kein Geld bekommen (grins) und ich mich mit der einfachen Diagnose nicht zufrieden gebe.
    Witzig jedoch ist meist die Reaktion wenn Ärzte merken das ich tatsächlich vieles von dem was Sie sagen verstehen.

    Kommentar: stinkstiefelNo Gravatar (1) – 07. Juni 2010 @ 14:14

  24. @stinkstiefel: Na klar, ein mündiger Patient ist natürlich anzustreben. Früher gab es die sogenannte Gesprächsziffer für Behandlungen über 10min. Wurde leider gestrichen. Also: Ob 1/2 Minute oder 1/2 Stunde, gleiche Kohle …

    Kommentar: chefarztNo Gravatar – 07. Juni 2010 @ 20:17

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