Früher sah man Tätowierungen nur bei wilden Seebären und gefährlichen Rockern, heute bei jeder Hausfrau um die Ecke. Nun ja, die Zeiten ändern sich halt, das geht mir irgendwie unter die Haut. Selbstverständlich sind die Motive der jeweiligen Modeströmung unterworfen. Waren es früher noch Klassiker wie “Sabine”, “Kreuze”, “Totenköpfe”, wurden eine zeitlang Kreuzbeingeweihe gestochen. Mittlerweile ist man gesundheitsbewusst geworden und tätowiert sogar in Farbe.
Doch dummerweise ändert sich die Mode laufend, das Tattoo-Dings bleibt … für immer. Da hilft dann nur noch der teure Gang zum Laserfuzzy. Neben prima Narben kann man sich auch noch dolle Allergien einfangen. Nebenbei bemerkt: Später im Altersheim fallen die Senioren ohne Tätowierung richtig auf. “Wat für Typen, eh, sind nicht tätowiert. Die ham wat!”
Auf jeden Fall plädiere ich für Folgendes: Wenn das Tattoo schon unvermeidlich ist wären doch medizinische Motive eigentlich die richtige Wahl. Hier ist Zeitlosigkeit garantiert. Wie wäre es mit:
Habt Ihr eigentlich Tattoos? Wenn nein, habt Ihr noch weitere Vorschläge für medizinische Tätowierungen?
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Die Blinddarmnarbe finde ich äußerst Kreativ!
Kommentar: Der Pflegeblogger
(10) – 20. Juli 2010 @ 21:22
Unterschrift des Chirurgen mit Widmung ist auch mein klarer Favorit!
Kommentar: Muckeltiger
(78) – 20. Juli 2010 @ 21:33
Ich lasse mir die Strukturformeln meiner Medis stechen.
Kommentar: Kranker Pfleger
(147) – 20. Juli 2010 @ 21:35
Definitiv dick auf die Brust : Bitte bringen sie mich nicht ins Krankenhaus XY
Oder wahlweise Thoraxdruckpunkt für CPR und die Auflagestellen für die Defielektroden….
Kommentar: krankeschwester
(68) – 20. Juli 2010 @ 22:10
Ich nehme jetzt schon Vorbestellungen an für meine Unterschrift mit Widmung unter der Blinddarmnarbe!^^
Vorschlag für Betagte/Multimorbide: Mediliste auf den Arm gestochen – der Rettungsdienst/Notarzt/Aufnahme-PJ wird sich freuen…;)
Kommentar: Ava
(18) – 20. Juli 2010 @ 23:23
Wie toll solche Tattoos wohl bei älteren Leuten aussehen.
Kommentar: Ines
(20) – 21. Juli 2010 @ 01:51
Haltbarkeitsdauer vom Implantat, und wie @Krankenschwester schon sagte:
Bringen sie mich nicht ins Krankenhaus XY
Kommentar: Hans
(207) – 21. Juli 2010 @ 06:23
Japp, bin tätowiert und die nächste kommt im Januar.
Aber was ich mir überlegt habe… an der Stelle, an der man als erstes aufgeschnitten wird (wo ist das, weiß das jmd zufällig?) eine Linie und eine Schere oder so. Bitte hier anfangen.
Übrigens – das ist schon bei mindestens 2 älteren Leuten vorgekommen, die haben sich drauftätowieren lassen: Bitte nicht wiederbeleben.
Find ich toll.
Kommentar: Chaoskatze
(33) – 21. Juli 2010 @ 09:30
Kreative Ideen für medizinische Notfall Tattoos: wie wäre es mit dem Notfallkontakt auf dem Oberkörper? Oder dem Hinweis für den Notarzt: “Hilfe, ich bin ein Privatpatient gefangen im Körper eines Kassenpatienten…”
Kommentar: Sandra
(1) – 21. Juli 2010 @ 10:48
Wie wärs mit Dosierungen von Tabletten auf dem Unterarm der Alten, dann wird das nie vergessen. Die Blutgruppe wäre vieleicht auch noch ganz sinnvoll. Vieleicht gibts in Zukunft ja auch einen Barcode als Ersatz für den E-Perso
Hab selber kein Tattoo, selbst vor den Nebenwirkungen von Henna-Tattos im Urlaub habe ich Respekt, die Farben sind ja auch nicht ohne.
Kommentar: Inga35
(1) – 21. Juli 2010 @ 12:39
@kranker pfleger: Die Strukturformeln könnten ziemlich groß sein …
@ines: Die sehen sehr toll aus …
@chaoskatze: Die Tätowierung mit dem “nicht wiederbeleben” ist nicht wahr oder?
@sandra: Dem Notarzt ist die Kassenzugehörigkeit ziemlich egal. Damit gehört er zur Minderheit …
@inga35: Henna ist der Klassiker für üble Haut- und Körperreaktionen …
@hans: Die Implantate halten meistens ziemlich lange …
@ava: Ich werde die Gesuche weiterleiten …
@krankeschwester: Sehr nützlich bei der Laiendefibrillation …
@pflegblogger, @muckeltiger: Je länger die Narbe desto mehr Widmungstext
Kommentar: chefarzt
– 21. Juli 2010 @ 13:33
ich bin für DNR auf der Brust
Kommentar: Sylvia
(17) – 21. Juli 2010 @ 16:07
Den CPR-Druckpunkt auf die Brust tätowieren!
Kommentar: stef
(37) – 21. Juli 2010 @ 18:03
@sylvia: Do not rescue?
@stef: Perfekt, dieser Druckpunkt änderte sich aber vor kurzer Zeit, drübertätowieren?
Kommentar: chefarzt
– 21. Juli 2010 @ 19:48
mein Tipp: beide Druckpunkte drauftätowiren lassen, mit dem Satz: “Suchen sie sich einen aus” oder “welcher ist wohl richtig?”
statt Barcode dann doch lieber nen Chip wie beim Haustier (inkl. Steuernr, Blutgruppe, …)
Kommentar: DelfinStern
(118) – 21. Juli 2010 @ 20:15
Doch: http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,595824,00.html
Kommentar: Chaoskatze
(33) – 21. Juli 2010 @ 23:55
@delfinstern: Da wären wir dann wieder bei der Chipimplantation …
@chaoskatze: Tatsächlich …
Kommentar: chefarzt
– 22. Juli 2010 @ 00:08
@monsterdoc: DNR steht für “Do not resuscitate”, für alle die nicht unbedingt mit appalischem Syndrom ausm Krankenhaus kommen wollen
Kommentar: Sylvia
(17) – 22. Juli 2010 @ 12:05
Für Hartgesottene eine Grünüle???? Das ist ja wohl Standard. Dann eher grau oder orange.
Neben der Mediliste auf dem Unterarm dann bitte auch die Versichertendaten des Patienten, damit man nicht wieder stundenlang die Versichertenkarte suchen muss.
Die Liste der Krankenhäuser (und später Pflegeheime), wo man nicht hin will, würde dann aber bei mir recht lang werden
Kommentar: Der Krangewarefahrer
(53) – 22. Juli 2010 @ 13:10
@sylvia: Okay …
@krangewarefahrer: Gut, orange …
Kommentar: chefarzt
– 22. Juli 2010 @ 19:24
Ich würde meine private Krankenhauszusatzversicherungskarte an einer populären Stelle abbilden lassen – auf der Stirn vielleicht? Und dazu noch die Patientenverfügung…;-))
Kommentar: Petra
(2) – 05. August 2010 @ 19:04
@petra: Und bei Änderung der Daten?
Kommentar: chefarzt
– 05. August 2010 @ 19:18
@chefarzt: Das ist ne gute Frage…ich denke, ein Sternchen einfügen und ergänzen: Im Falle ungültiger Daten, bitte auf die Änderungshinweise am Hintern sehen;-)
Kommentar: Petra
(2) – 05. August 2010 @ 19:26