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Mount Everest – Medizin Thriller (18)

Heute sind wir alle wieder heil ins Basislager zurückgekehrt. Die ersten Blessuren sind rasch verarztet. Jetzt heisst es erst einmal duschen, frisch machen und die nächsten Tage einfach nur entspannen und schlafen. Es ist unglaublich warm geworden, bis zu 20 Grad zeigt das Thermometer. Es ist unfassbar, aber am Everest kann man auch so richtig schwitzen.

Natürlich muss ich zunächst ins Cafè Medizynicus, eine Runde über den neuesten Blogger-Twitter-Quatsch klönen. Übrigens eine sehr empfehlenswerte kleine Lounge inmitten der grunzenden Yaks und hustenden Menschen. Leise Musik im Hintergrund lässt eine Atmosphäre zum Wohlfühlen aufkommen. Nun sind wir also wieder im Talort angelangt. Hoch – runter, hoch – runter, das ist zur Akklimatisierung dringend erforderlich.

Was ist bislang medizinisch zu berichten? Ein Abszess, ein gebrochener Arm, Sonnenbrände, Verstauchungen und Bronchitiden. Also der ganz normale Praxisalltag am Everest. Nix besonderes. Noch hat kein Team den Gipfelsturm gewagt, das Wetter ist einfach noch zu unsicher. Da werden sicher noch 3-5 Wochen ins Land ziehen. Wir haben Zeit …

Ich muss dringend ins Isolationszelt, um nach Elena zu sehen. Dieses Zelt ist gut bewacht. Hier werden angeblich schreibwütige Menschen festgehalten. Als Arzt ist es für mich kein Problem hinein zu gelangen. Federkiel, die vormals in diesem Zelt isoliert wurde, kommt mit, verkleidet als Sherpa. Ein grandioser Einfall. Was dort dann passiert ist, kann Federkiel sicher besser erzählen …

Ich möchte kurz noch auf den Gesundheitszustand von den einzelnen Expeditionsmitgliedern eingehen.

  • Hermione – klönt ständig mit den Damen der Expedition und ist Yakflüsterin. Fit. Leichter Sonnenbrand.
  • Earlmobile – der Sherpaführer ist topfit und scheint etwas unterfordert zu sein.
  • Frau V. – wirkt etwas müde, hustet wenig, ist aber sehr konzentriert.
  • Utmonica – hat noch genug Atem zum Diskutieren. Knöchel links beim Abstieg leicht verstaucht.
  • Ämpee – hat immer ihr Yakkind Ben und den Special Agent im Schlepptau. Sehr müde aber zufrieden
  • Maia – hat die Blutabnahme für die Studie verweigert, hustet stark, lässt sich aber nicht untersuchen. Als Ärztin weiss sie, was sie tut. Wirkt ausgeglichen.
  • Chefarzt/Monsterdoc – war nicht auf dem Nordsattel, wirkt sehr müde, schläft viel. Und das soll ein Eisenmann sein.
  • Hans – hat ständig Kopfhörer auf, Rockmusik? Braungebrannt, hustet etwas.
  • Medizynicus – im Basislager verblieben um seine Lounge zu promoten. Hat sich gut akklimatisiert.

Die restlichen Everlasting Rest Bergsteiger werde ich morgen untersuchen. Jetzt gehe ich in mein Medizin-Zelt. Yak!

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Dieser Beitrag (von insgesamt 93) wurde am Montag, 19. April 2010 um 20:41 Uhr veröffentlicht und unter der Kategorie mount everest 2010 abgelegt. Du kannst alle Artikel bei Monsterdoc durch den RSS-Feed verfolgen. Alle Kommentare gibts beim Kommentar-RSS-Feed.

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10 Kommentare

  1. So, ich geh mal schlafen! *gääähhhn*
    (und ich bin auch nur müde weil Ben nicht durchschläft *aarrgghh*.)
    @Hermione versuch doch ihm bitte mal bezubringen, wie er mich nachts schlafen lassen kann, wenn’s nicht gelingt kann er ja einfach jede zweite Nacht bei dir schlafen! Gut??

    Kommentar: ämpeeNo Gravatar (254) – 19. April 2010 @ 21:28

  2. Ben schnarcht… Mit anderen Worten: Nein, in meinem Zelt ist eher kein Platz mehr für ihn. *g*
    Hast Du’s schon mit nem Schnuller oder so versucht?

    Weiß irgendwer, welcher Shop hier im Basislager gute Sonnencreme hat?

    Kommentar: HermioneNo Gravatar (760) – 19. April 2010 @ 21:39

  3. Nochmal feste Ice-Spray aufs Füßchen und dann Bubu machen!

    @Hermione: Mein Rucksack ist voll mit Sunblockern ( von meinem persönlichen Haus-Dermatologen empfohlen und eingepackt… ;-) ).

    Kein Problem, komm einfach morgen vorbei!

    Kommentar: UTMonicaNo Gravatar (350) – 19. April 2010 @ 21:58

  4. Ich sag Euch, der Hajo hat’s echt drauf. Wenn er nicht gewesen wäre, die ganze Aktion wäre ja so was in die Hose gegangen! Dabei habe ich ja doch geschwitzt in meinem Sherpakostüm, als er mir erzählt hat, wie ungeschickt er manchmal ist. Aber in diesem Fall hat uns das echt gerettet.
    Aber von vorne. Als wir im Basislager ankamen, hat Hajo gleich seine Tasche geschnappt und ist losgestürmt in die hintere Zeltreihe, wo auch das Isozelt steht. Überlegen oder die Lage sondieren ist nicht … Man merkt schon, der Mann war lange auf einer chirurgischen Station! Ich also hinterher. Aber wie befürchtet haben sie nach meinem Ausbruch die Sicherheitsmaßnahmen drastisch erhöht. Überall Wach-Yaks! Und vor dem Eingang dieser Riese von einem Analphabeten, den sie sonst immer für die schweren Fälle nehmen.
    Aber Hajo ließ sich nicht beirren, hat im Vorbeigehen den Mann geheilt – der konnte nur deshalb nicht lesen, weil er eine fiese Augenentzündung hatte. Und schon waren wir drin. Zwei der Schreibblocker (so nennt man hier die Wächter) haben uns zur Patientin gebracht. Sie haben Elena tatsächlich eingewiesen wegen der Bloggerei. Als sie Hajo erkannte, war sie ganz aus dem Häuschen und fing sofort an, auf ihrer Tastatur zu hämmern und ihren Blog zu aktualisieren. Hajo hat sie mit seinem Hypnoseblick ruhiggestellt und großes Kino veranstaltet, um ihren Arm zu untersuchen. Natürlich war nach seiner tollen Erstbehandlung alles in Ordnung, aber er hat behauptet, daß er wohl doch noch einen K-Draht einbringen müßte, hat was von CRPS erzählt und mit haufenweise Latein um sich geworfen. Keine Ahnung, was das alles bedeutet, aber die Blocker waren echt beeindruckt. Und als Hajo dann von der Infektionsgefahr für die Wärter anfing, haben sie zugestimmt, daß wir Elena mitnehmen durften.
    Und dann, wir waren schon fast draußen, die Katastrophe! Elena stolperte, sie war nach dem Hypnoseblick noch etwas wacklig auf den Beinen, hielt sich an mir fest und zog mir die Verkleidung runter. Da haben die Schreibblocker mich natürlich sofort erkannt und kamen angelaufen! Aber Hajo hat sofort das Anästhesiegas aus seiner Tasche versprüht. Nur leider hat er dabei nicht nur die Wärter sondern auch Elena erwischt. Wieso hat er eigentlich so gelächelt, als sie in seine Arme gesunken ist? Er hat mir noch schnell seine Tasche zugeworfen, damit er beide Hände für sie frei hatte. Mist, da steckt ein Kuli drin, damit kann man schreiben, da muß ich gleich …
    Und dann ging draußen der Tumult los. Wart Ihr das? Ablenkungsmanöver? Hajo hat die Schrecksekunde genutzt und ist losgelaufen. Leider erwischte er die Hauptstange vom Zelt, und das Teil fiel in sich zusammen wie eine Story ohne vernünftige Pointe. Er hat es mit Elena auf den Armen gerade noch geschafft, rauszukommen, ehe alles zusammenbrach.
    Aber das Zelt sackte über mir zusammen. Doch ich hatte ja schon den Kuli in der Hand! Was für ein Glück, damit habe ich dann die Plane aufgeschlitzt und bin samt Hajos Arzttasche entkommen in das Chaos da draußen. Überall Yaks! Und habe ich nicht auch ein paar Expeditionsteilnehmer gesehen?
    Ich habe mich flugs ins Medizynikus-Café gerettet, da ist es ja immer so voll, daß man gut untertauchen kann.
    Aber wo der Hajo mit Elena hin ist? Keine Ahnung.

    Kommentar: FederkielNo Gravatar (2899) – 20. April 2010 @ 06:30

  5. Seit Wochen fieberte ich diesem Anblick vom Everest entgegen, majestätisch ragt er gen Himmel und je näher man sich an Ihn heran kämpft, um so kälter und bedrohlicher wirkt er.Aus der Ferne war es immer ein typisches Postkarten Motiv, nun bewegen wir uns an der Nordflanke hoch und runter und ich spüre mein hohes Alter und 35 Jahre Ketten rauchen. Der Teamgeist ist jedoch ungebrochen und somit entsteht ein richtiger Sog und man wird mitgezogen. Die Beine fühlen sich hin und wieder wie Blei an, Metallica mit Nothing Else Matters beflügeln mich aber immer wieder und je höher wir steigen um so treffender erklingt in dieser absoluten Stille der Song “Knockin’ on Heaven’s Door” Die dünne Luft macht mir zu schaffen,die Aussicht auf einen guten Yak Burger verleiht aber Flügel :-) . Nun haben wir erst mal einige Tage Ruhe, Entspannung ist angesagt und wir können einen schönen Musikabend einlegen.Alles in allem bin ich trotz meinem höheren Alter erstaunt wie weit man seinen Körper noch immer belasten kann und es zeigt sich wieder ” Man ist nur so alt wie man sich fühlt”

    Kommentar: HansNo Gravatar (460) – 20. April 2010 @ 08:08

  6. Ich hoff ja wirklich, daß das Satire ist

    Kommentar: peterNo Gravatar (3) – 21. April 2010 @ 01:45

  7. Gestern abend war ja noch ne richtig schicke Party im Lounge-Zelt. Es war proppenvoll. Der Hajo ist auch wieder aufgetaucht samt Elena … Ich bin natürlich pünktlich um halb 11 Uhr schlafen gegangen. An das Schnarchen von den Yaks habe ich mich schon gewöhnt.

    @peter: Und wenn nicht?

    Kommentar: chefarztNo Gravatar – 21. April 2010 @ 13:04

  8. wenn nicht?
    http://www.darwinawards.com/

    Kommentar: peterNo Gravatar (3) – 21. April 2010 @ 15:34

  9. Hajo übertreibt maßlos. Ich bin topfit :-P . Das bisschen Husten, pah! Bleib mir bloß vom Hals, Kollege ;-)
    Ansonsten alles super, ich freue mich auf den nächsten richtigen Kaffee ;-)

    @Hermione
    Ein Yak-Schnuller? Sieht bestimmt witzig aus :-D

    Kommentar: MaiaNo Gravatar (33) – 22. April 2010 @ 15:30

  10. @maia: Ärzte sind ja oftmals kritische Patienten … Der Hajo ist ein ganz Genauer … braucht man nicht immer so ernst nehmen.

    @peter: Ja, das kennt man.

    Kommentar: chefarztNo Gravatar – 22. April 2010 @ 20:16

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