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Mount Everest – Medizin Thriller (21)

Heute Nacht hat es 10 cm Neuschnee gegeben, doch morgens klarte es bereits wieder auf und wir konnten tatsächlich in T-Shirts zum vorgeschobenen Basislager (ABC) aufsteigen. Das Wetter ist so wechselhaft am Everest, mal Sturmböen und Minusgrade, im nächsten Moment schwitzt man wieder wie ein Yak. Einfach unberechenbar. Aber wir sind nunmal auf keinem Ponyhof.

basislager everest
Bild: Mt.Everest von Sistak auf flickr.com, unter einer Creative Commons-Lizenz

Beim Aufstieg wurde im Team kaum geredet, man hörte nur Ächzen und Japsen. Die letzte Woche im Basislager hatte offensichtlich doch Spuren hinterlassen. Was wurde da gefeiert und Musik gemacht. Das Lounge-Zelt und das Rock-Zelt sowie das German-TV-Zelt waren immer wieder Anziehungspunkte.

Ungeklärt hingegen blieben die unguten Vorfälle vor einigen Tagen. Bekanntlich wurde die medizinische Ausrüstung vom Ch-Student verwüstet und die Flöte von Mrs.Federkiel zerbrochen. Die Motive sind mir völlig unklar. Sollte sich ein Maulwurf im Everlasting-Rest-Team befinden? Oder ist das jetzt völlig überzogen? Vielleicht alles nur Yakgemacht? Ich werde auf jeden Fall dranbleiben.

Im ABC bleiben wir nun erst einmal für längere Zeit. Dort ist natürlich nicht so viel geboten wie im Basislager. Aber sonnig ist es und richtig warm, jawohl. T-Shirts rausholen! Tanja zog sich einen gehörigen Sonnenbrand im Gesicht zu. Die Arme. Etwas Sorgen macht mir allerdings Herbert, der Journalist aus Zürich. Er hustet sehr stark und ist richtig geschafft vom heutigen Aufstieg. Ich werde ihn bis morgen beobachten, dann schicke ich ihn vielleicht wieder runter ins Basislager.

Wenn alles gut läuft werden wir am Mittwoch/Donnerstag erneut auf den Nordsattel (7000m) wandern und dort einmal übernachten. Donnerstag/Freitag wieder Abstieg ins ABC und erst einmal ausruhen. So langsam gehen mir die Bücher aus, aber Langeweile kommt dennoch nicht auf. Ich spüre irgendwie, dass ich als Expeditionsarzt bald richtig gefordert sein werde …

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Dieser Beitrag (von insgesamt 93) wurde am Sonntag, 25. April 2010 um 20:31 Uhr veröffentlicht und unter der Kategorie mount everest 2010 abgelegt. Du kannst alle Artikel bei Monsterdoc durch den RSS-Feed verfolgen. Alle Kommentare gibts beim Kommentar-RSS-Feed.

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19 Kommentare

  1. oh ja, Spuren sind vorhanden, einige haben noch tiefe Ränder unter den Augen.
    Meine Augen schmerzen, bin ohne Schneebrille aufgestiegen, mein Fehler. Die Knochen sind schwer wie Blei, der dünne Sauerstoff macht mir doch etwas zu schaffen. Wenigstens funktioniert mein Mp3-Player auch in dieser Höhe tadellos.
    Müdigkeit überkommt mich, liegt es am Sauerstoffmangel oder an den langen Nächten? Das Wetter ist herrlich, braun gebrannt wie ein Urlauber aus dem Süden genieße ich die Berge und blicke immer wieder in Richtung des Gipfels. je höher man steigt um so bedrohlicher wirkt der Everest, langsam zeigt er sein wahres Gesicht, fletscht leicht mit den Zähnen und zeigt uns auch das es kein Spaziergang wird. Zum Glück ist die Stimmung im Team super auch wenn Herbert im Moment etwas kränkelt doch wir unterstützen Ihn so gut es geht. Sherpas schleppen seinen Rucksack und die Mädels trösten Ihn, denke die wollen Stimmen sammeln für die Miss Everest Wahl :-) .

    Kommentar: HansNo Gravatar (460) – 25. April 2010 @ 21:35

  2. Ich konnte es ja kaum erwarten, endlich loszukommen, dem Gipfel wieder näher. Aber der Aufstieg war der Hammer, ich bin erledigt. Mir ist ein bißchen schlecht, aber sonst geht’s. Ich glaube, der Rest der Bande schläft schon, oder sind das die Yaks, die da schnarchen? Aber ich kann noch nicht pennen, ohne noch mal die Tastatur rausgeholt zu haben.
    Letztes Mal, als ich das Yak hier hochgescheucht habe, konnte ich die Landschaft gar nicht richtig genießen. Ist viel entspannter in so einer netten Truppe, als wenn man Angst haben muß, verfolgt zu werden. Und diese Eisskulpturen sind unglaublich! Aber je weiter wir kamen, desto weniger konnte ich das würdigen, war dann doch mehr mit Atmen beschäftigt (wir mußten sogar das Quatschen aufhören). Verdammt dünn die Luft hier oben! Aber wir bleiben ja nun im ABC ein paar Tage, und ich nehme an, wir machen ein paar Touren im Gebiet. Aber morgen nicht …
    Und ich schätze, so lange wird’s nicht dauern, ehe die Partys wieder losgehen …
    Ach ja, einer der netten Neuseeländer im Base Camp hat mir seine Flöte geliehen. Er will sie natürlich wieder haben, hoch oben auf dem Mount Cook, nächstes Jahr im Januar. Aber wenn ich den Everest geschafft habe, sind die 3754 m vom Aoraki auch kein Problem mehr 

    Kommentar: FederkielNo Gravatar (2899) – 25. April 2010 @ 22:35

  3. achtet mal auf die Sherpas die das Gepäck unserer Damen transportieren, die Kerle sind leichter als ich und doch sinken Sie bei jedem Schritt etwas tiefer in den Schnee ein als ich. Was nehmen die Frauen nur alles mit auf dem Weg zum Gipfel ? Ich habe nur das nötigste, also Ersatz Akku für den Player und die nötigen Zwischenmahlzeiten, Sauerstoff, Tee , Müsli und Schoko Riegel. Die Mädels sehen jedenfalls immer frisch gestylt aus, haben meistens ein Lächeln auf den Lippen und japsen viel weniger nach Luft als ich.
    Das Wetter zeigt sich noch immer von seiner besten Seite, hoffen wir es bleibt so auch wenn der Wetterbericht anderes vorher sagt. Ich liege gerade Hemdsärmlig an der Sonne, blicke zum Himmel und sehe Wolkenfetzen über den Gipfle jagen. Vermute mal die Geschwindigkeit dürfte die 200 km/h Grenze locker erreichen. Nun heißt es auch hier wieder viel trinken, den ganzen Tag wird Schnee für den Tee in kleinen Gaskochern geschmolzen, mal sehen ob es am Abend noch was anderes zum Trinken gibt. Eigentlich müssten wir das Ankommen im ABC Lager doch kräftig feiern ……

    Kommentar: HansNo Gravatar (460) – 26. April 2010 @ 17:48

  4. @hans … nein, nein, Sinnloses haben wir Frauen generell nie dabei!! ;-) Die Taschen ( bzw. Rucksäcke ) sind nur viel zu groß!

    Kommentar: UTMonicaNo Gravatar (350) – 26. April 2010 @ 20:55

  5. Warme tolle Tage im ABC. Doch nachts wüten die Stürme. Gerade ist Ladalberts Zelt umgekippt. Karl hilft ihm. Hajo hat den Herbert heute zurück ins Basislager geschickt. Der Husten war einfach zu stark. Ich hoffe, er kann bald wieder aufsteigen.

    @hans: Vorsicht Schneeblindheit! Unbedingt Sonnenbrille aufsetzen.

    @federkiel: Ein Glück. Die Isolationszeltbetreiber haben wohl Deine Spur verloren. Ich frage mich nur was Elena gerade macht? Das Basislager ist so unübersichtlich. Hajo hatte sie auch nicht mehr gesehen. Morgen früh könnten wir ein erstes Unplugged-Konzert wagen, oder?

    @utmonica: Weiter oben müssen wir unbedingt das Gewicht der Rucksäcke reduzieren.

    Kommentar: chefarztNo Gravatar – 26. April 2010 @ 21:18

  6. @ Hans: Ich muß Maia Recht geben. Eine Frau hat niemals sinnloses Kram dabei, wir setzen einfach andere Prioritäten. Frag mal Tanja, sie wird Dir sicher erklären, wozu sie all den Plunder, äh, die unheimlich wichtige Ausstattung braucht :-)
    Aber es war auch nicht alles von uns Frauen, was die Sherpas getragen haben. Die Jungs waren so begeistert von unseren Parties, daß sie gemeinschaftlich das Musikzelt raufgeschafft haben (die Yaks haben natürlich auch geholfen). Und wenn ich es richtig sehe … sind sie gerade am Aufbauen. Die Sherpas, nicht die Yaks …

    Kommentar: FederkielNo Gravatar (2899) – 26. April 2010 @ 21:34

  7. ups, aus diesem Blickfeld hatte ich das Ganze noch gar nicht betrachtet, da werde ich doch gleich mal Tanja und utemonica fragen :-) . Ist es nicht herrlich wenn in 7000 m Höhe mitten in der Nacht die 3 berühmten Akkorde von Smoke on the Water erklingen? Die Sherpas sind einfach Spitze, unser komplettes Musikzelt plus Hardware auf die Höhe zu tragen ist schon ein dickes Lob wert.
    In dieser Höhe klingt die Musik einfach nur klasse, und gleich danach Last Chance von Jet, man, ist das ein Leben hier oben :-) Accept mit Seawinds gleich noch hinter her und alles ist ok. Unsere Mädels sehen einfach Klasse aus.

    Kommentar: HansNo Gravatar (460) – 27. April 2010 @ 08:49

  8. @hans: Ihr müsst die Anlage aber ab 23 Uhr etwas leiser drehen. Ich habe heute morgen eine Beschwerde von einer Hawaiianischen Expedition bekommen.

    Kommentar: chefarztNo Gravatar – 27. April 2010 @ 13:00

  9. Drama im ABC Lager
    Oh mein Gott, soeben erhielt ich die Nachricht das sich ein schweres Drama im Lager ereignet hatte.
    Ok wir waren gestern Nacht etwas lauter im Camp, müssen die Beschwerde ernst nehmen und die Musik etwas leiser drehen, damit kann ich leben, aber was gerade vor wenigen Minuten passiert ist, oh Gott nein.
    Ein markerschütternder Schrei weckte mich in meiner Mittagsruhe, kurz danach nochmals ein gellender Schrei und urplötzlich Ruhe.
    Was ist passiert? Ich schieße aus dem Rucksack, peng, den Kopf natürlich sofort an die Zeltstange gestoßen, dafür ist jetzt aber keine Zeit. Ich krieche aus dem Zelt und ein ungemütlicher Wind bläst mir entgegen. Meine Augen kreisen suchenden umher, sie brennen noch etwas vom Aufstieg, da ich ja meine Schneebrille vergessen hatte. Da erblicke ich Utemnoica wie versteinert neben einem Zelt stehen. Sie ist kreideweiß und dabei hatte Sie gestern noch einen leichten roten Teind von der Sonne gehabt. Unfähig zu sprechen hebt Sie nur ihren Arm und deutet auf das Zelt von Tanja und bricht in Tränen aus. Was ist hier bloß passiert? Ich eile zu dem Zelt und da öffnet sich gerade der Eingang und der Chefarzt tritt ins Freie. Ich schaue Ihm sofort fragend ins Gesicht, doch er schüttelt nur noch den Kopf und sagt : „zu spät“. Er weiß dass ich kein Blut sehen kann und rät mir nicht das Zelt zu betreten, zu grausam wäre er Anblick für mich. Mir bleibt die Spucke im Hals stecken, ich möchte fragen doch bekomme keinen Ton über die Lippen. Also fasse ich meinen ganzen Mut zusammen, öffne den Zelteingang und trete trotz der Warnung vom Dok ein. ich weiß nicht was mich erwartet, schließe leicht meine Augen und blinzel ganz vorsichtig ins Innere. Da liegt Sie, Tanja, mit geschlossen Augen eingepackt in ihrem Schlafsack. Ihre Wimperntusche ist von Tränen verschmiert, das Gesicht weiß wie Kalk und total versteinert. Welch schreckliches muss Sie in den letzten Minuten erlebt haben, gesehen haben, ich weiß es nicht? Jedenfalls konnte der Chefarzt nicht mehr helfen, er kam zu spät. Ich spreche Sie an und plötzlich bewegen sich ihre Augenlieder, sie lebt, sie lebt hurra schreie ich ins Freie und der Chefarzt schaut mich an. Wieder schüttelt er nur mit dem Kopf und sagte : „ Ich konnte nichts mehr für Sie tun“ Verwundert blicke ich Ihn an und nun kommt auch Utemonica hinzu, Hans, es war leider zu spät. Der Chefarzt meinte zu mir: „ du mußt jetzt sehr stark sein , betrachte mal ihre linke Hand“ .
    Ganz langsam drehte ich mich wieder Tanja zu und meine Blicke folgten dem Arm langsam zur Hand.
    Und da sah ich dann das Unheil, ein fürchterlicher Anblick traf meine Augen. Sofort wendete ich meinen Blick ab da Übelkeit in mir aufstieg. Ich hätte gerne noch zu Tanja etwas gesprochen, aber mir war einfach nur noch Elend und so verlies ich das Zelt. Draußen fragte ich dann den Chefarzt ob es wirklich keine Möglichkeit der Rettung mehr gab, er verneinte und meinte: „Leider ist der Fingernagel mehr als zur Hälfte abgebrochen, und er habe kein Reise-Reparatur-Set für künstliche Fingernägel dabei“. Tanja stünde im Moment noch unter Schock, man kann noch nicht genau sagen wie Sie den Verlust des künstlichen Fingernagels verkraftet, schließlich will Sie die Wahl zur Miss Everest gewinnen und sieht im Moment ihre Chancen ganz arg sinken. Da ich hier nichts mehr tun konnte begab ich mich erst mal ins Küchenzelt um mir einen ordentlichen Schluck aus der Teekanne zu gönnen. Ich hoffe Tanja verkraftet den Verlust und wir sehen Sie heute Abend beim Essen wieder.

    Kommentar: HansNo Gravatar (460) – 27. April 2010 @ 13:56

  10. Das ABC schafft mich echt! Fing schon gestern Abend an, war irgendwie nicht ganz klar im Kopf. Sind Halluzinationen nicht auch ein Symptom der Höhenkrankheit? Erst habe ich Utmonica für Maia gehalten, dann habe ich einen Yeti herumturnen sehen nur ein Stück vom ABC entfernt. Geschlafen habe ich nicht gut, der Wind hat so geheult, und ich hatte das Gefühl, der weht mir den ganzen Sauerstoff weg, ehe ich ihn einatmen konnte. Immer diese Japserei. Heute morgen konnte ich kaum aus den Augen gucken und bin gleich liegen geblieben. Aber dann das Geschrei! Erst dachte ich noch, ich halluziniere schon wieder. Das stellte sich ja glücklicherweise (oder fatalerweise, kommt wohl auf den Blickwinkel an) nicht als Halluzi heraus. Arme Tanja! Man kann ja sagen, was man will, aber das hat sie nicht verdient. Es hat sie ganz schön mitgenommen. Immerhin spricht sie wieder, wenn auch nur einzelne Worte. Ich habe versucht, sie zu trösten. Immerhin hat sie jetzt weniger Gewicht auf den Gipfel zu schleppen.
    Heute muß ich echt mal eher ins Bett, die Hawaiianer werden es danken, wenn wir nicht so lange im Zelt rocken, äh, hocken. Und eigentlich steht doch morgen eine Tagestour auf dem Programm zur Gewöhnung, oder?
    @ Chefarzt: Elena habe ich auch nicht mehr gesehen. Vielleicht sucht Herbert ja nach ihr und bringt sie mit, wenn er wieder fit ist. Ich hoffe doch, daß er noch mal wieder ins ABC kommt. Wir beiden Schreiberlinge haben uns gut verstanden.
    @ all: Hat noch einer außer mir den Yeti gesehen? Macht mir ja irgendwie Angst, mir vorzustellen, daß da oben nicht nur Wind, Kälte und Sauerstoffmangel auf uns warten …

    Kommentar: FederkielNo Gravatar (2899) – 27. April 2010 @ 18:57

  11. ….Aber ihr wißt ja gar nicht was sich da genau in Tanjas Zelt abgespielt hatte…. ich bin immer noch wie gelähmt!

    Macht euch nur lustig – wenn ich euch das erzähle kann hier keiner mehr ruhig schlafen . . .

    Kommentar: UTMonicaNo Gravatar (350) – 27. April 2010 @ 20:49

  12. @utmonica. nachdem was ich gesehen hatte muss es furchtbar gewesen sein, weißt du mehr darüber?

    Kommentar: HansNo Gravatar (460) – 27. April 2010 @ 20:59

  13. @ Utmonica: Mir hat sie ja auch nichts sagen können. Klär uns doch auf, bitte. Wie sollen wir ihr richtig helfen, wenn wir nicht wissen, was los ist?

    Kommentar: FederkielNo Gravatar (2899) – 27. April 2010 @ 21:04

  14. @hans@federkiel: … vielleicht ist es ja wirklich nur die Höhenluft, aber… mir fällt es wirklich schwer darüber zu sprechen.

    Alles begann mit der Planung des Miss-Everest-Events… Tanja rief mich zu ihrem Zelt und ich erklärte ihr kurz dass diese Wahl eigendlich nur Spaß sei – einfach um die Motivation der Expeditionsmitglieder etwas anzuspornen.. ;-) und eben weil es lustig sei.
    Für Tanja schien es bitterer Ernst. Sie versuchte mir klar zu machen, dass der Titel der Miss Everest einzigartig und von großer PR- Wertigkeit für sie sei…. bis wir beide plötzlich einen seltsamen Geruch wahrnahmen.
    Böah…was war das denn – wir sahen uns an – drehten uns langsam zum Zelteingang um – und wir trauten unseren Augen nicht: ein riesiger, haariger, häßlicher Monsterschatten im Zelteingang hauchte uns seinen ekligen Atem entgegen – es war einfach schrecklich – dann schrie Tanja wie vom Teufel besessen und fing an mit ihren Händen wild um sich zu fuchteln..
    Dabei verletzte sie offensichtlich auch dieses Monster, denn unter ihren abgebrochenen Nagelresten klebten Haare und Blut…………

    Kommentar: UTMonicaNo Gravatar (350) – 27. April 2010 @ 21:51

  15. Yeti ????

    Kinder, Kinder, ich glaube, Ihr solltet Euch mal ganz rasch ausruhen. Ich muss mal dem Hajo Bescheid geben, damit er Euch morgen ausgiebig untersucht. Möglicherweise habt Ihr schon erste Anzeichen der Höhenkrankheit, bzw. bei Halluzinationen bereits ein beginnendes Hirnödem.

    Also: Sauerstoffflaschen rausholen, anschließen und morgen Termin in Hajos Medizin-Zelt machen. Das gilt für @federkiel, @hans und @utmonica.

    Kommentar: chefarztNo Gravatar – 27. April 2010 @ 22:06

  16. Nach Utmonicas Bericht war an Schlaf diese Nacht nicht zu denken, trotz Sauerstoffmaske. Ich habe es jetzt aufgegeben. Das Jaulen des Winds hatte irgendwie einen …. tierischen Unterton, und dauernd hatte ich diesen Geruch in der Nase. Widerlich! (Oder waren das doch nur meine Socken?) Ein bißchen geschlafen habe ich wohl doch, denn ich bin immer wieder hochgeschreckt. Und einmal … ich bin ganz sicher … gegen drei Uhr … da habe ich ihn gesehen, den Schatten, ganz nah an meinem Zelt! Ich war starr vor Angst! Und war da nicht auch etwas an der Plane? Eine Hand oder eine Pranke? Erst jetzt, zwei Stunden später, habe ich mich aus meinem Schlafsack getraut und vorsichtig aus dem Zelt geguckt. Aber draußen ist alles ruhig, nur die Yaks schnarchen. Hätten die nicht Alarm gegeben, wenn etwas Großes sich im Lager herumgetrieben hätte?
    Der Sauerstoff hat mir gut getan, mein Kopf war selten so klar wie heute morgen. Endlich sind auch die Kopfschmerzen weg. Und es ist herrlich im ABC um diese Uhrzeit! Ich bin ein paar Schritte von den Zelten weg, der Wind hat nachgelassen, aber es ist noch sehr kalt ohne Sonne. In einem der Zelte der Hawaianer ist schon Licht, aber ich schaue nicht hin, damit sich meine Augen an die Dunkelheit gewöhnen.
    Die Sterne funkeln noch, das Licht schimmert auf den Eisskulpturen des Rongpu Gletschers. Wunderschön zieht er sich vom Berg hinunter, glitzert wie die Milchstraße. Da vergesse ich doch glatt, warum ich nicht schlafen konnte. Ihr solltet auch mal so früh aufstehen …
    Ob Hajo schon wach ist für einen Termin?

    Kommentar: FederkielNo Gravatar (2899) – 28. April 2010 @ 04:59

  17. @federkiel: @utmonica: das ist ja furchtbar, hoffe wirklich die Höhe spielt uns keinen Streich. Ich brauche auch mehr Sauerstoff, stellen wir uns also mal bei Hajo vor. Hoffe er kann uns helfen

    Kommentar: HansNo Gravatar (460) – 28. April 2010 @ 06:27

  18. Nach der Untersuchung heute morgen habe ich folgendes festgestellt:
    Die 4 Teilnehmer (inklusive Tanja) sind bei voller Gesundheit. Also keine Anzeichen von Höhenkrankheit. Die berichteten Vorkommnisse sind mir daher schleierhaft …
    Ich werde nachher mal mit dem Expeditionsleiter und dem Sherpaführer darüber diskutieren, vielleicht wissen die mehr …

    Kommentar: HajoNo Gravatar (1295) – 28. April 2010 @ 13:07

  19. @ Hajo: Danke für die flotte Untersuchung, bin jetzt doch beruhigt, daß alles in Ordnung ist. Zumindest was die Gesundheit angeht. Alles andere … ich versuche nicht dran zu denken. Vorhin habe ich einen der Hawaianer gesehen, der war riesig und hatte so eine Fellmütze auf. Ich hoffe ja, daß ich den gesehen habe gestern. So im Halbdunkel … ich habe mich aber nicht getraut ihn zu fragen (oder zu schnuppern, wie er so riecht …)
    Nach Hajos „Freispruch“ bin ich gleich losgezogen, schon mal in Richtung Nordsattel.

    Kommentar: FederkielNo Gravatar (2899) – 28. April 2010 @ 21:08

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