Ereignisse über Ereignisse! Nicht Lawinen oder Gletscherspalten machen uns zu schaffen, sondern die Schergen der GAHL, einer besonders fiesen internationalen Anti-Blogger-Gruppierung. Der Chefarzt konnte gestern abend noch einen Notruf absetzen. An die fünfzig Mann in gestohlenen Uniformen machten sich auf den Weg ins ABC um mehrere Leute unseres Teams zu inhaftieren. Sogar Spür-Yaks wurden eingesetzt.
Leider erhielt ich die Nachricht erst zeitversetzt in den frühen Morgenstunden. Eine rasche Entscheidung musste her. Die Schergen konnten jeden Moment im Lager eintreffen. Mit Karl, Karlos und Earlmobile, dem Sherpaführer planten wir dann Folgendes: Wir gehen zu viert den Uniformierten entgegen und verschaffen uns erst einmal einen zeitlichen Aufschub. Verhandeln … Die restlichen Team-Mitglieder sollten vorerst im ABC verharren.
Also brachen wir heute morgen in aller Frühe auf. Die meisten vom Team schliefen noch. Lediglich aus dem Rock-Zelt drangen noch (oder schon?) schwere Riffs ins Freie … Auch heute wieder leichter Schneefall und ziemlicher Wind. Ein paar Yaks begleiteten uns. Wir waren uns bewusst, dass dies eine äußerst unberechenbare Situation werden könnte.
Der Kontakt zum Basislager war völlig abgebrochen. Ich hörte nur noch, dass sich der Cheffe offensichtlich mithilfe von Medizynicus befreien konnte … Ein Glück.
Also gingen wir mit Angst in den Beinen Schritt für Schritt bergab. Die Sonne ging auf. Weiter unten sahen wir plötzlich wie aus dem Nichts etwa 20, nein 30 Bergsteiger auftauchen. Es waren die GAHL, und sie sahen nicht sehr sympathisch aus. Es wurden immer mehr …
Ich muss mein Laptop wegpacken … Ende …
« Mount Everest – Medizin Thriller (27) – Mount Everest – Medizin Thriller (29) »
Entschuldige, das Kommentarformular ist zurzeit geschlossen.
Design von Perun modifiziert vom Chefarzt | expertenteam | impressum
Ich konnte mich heute morgen dank dem Geheimausgang aus dem Lounge-Zelt zum Hubschrauber retten. Medizynicus war dank seiner zahlreichen Testflüge schon etwas geübt im fliegen … naja, so viele Flugstunden hatte er noch nicht. Er wollte wohl eher Tanja beeindrucken …
Wir starteten und waren auch bald auf der Höhe der Schergen. Dann sahen wir plötzlich 4 Bergsteiger herunterkommen. Das mussten Hajo und die Bergführer sein. Der Schneesturm machte jedoch ein Weiterfliegen unmöglich. Wir mussten abdrehen …
Als wir heute nachmittag nocheinmal an die besagte Stelle flogen, war das Wetter viel besser. Doch von den Uniformierten und Hajos Leute fehlte jede Spur. Wie vom Erdboden verschluckt.
Die dünne Luft machte dem Heli zu schaffen. Wir landeten wieder im Basislager. Ich bin ratlos …
Kommentar: chefarzt
– 11. Mai 2010 @ 19:14
Oh das sind aber keine guten Nachrichten, warum ist Hajo nur nach unten abgestiegen, hoffentlich haben die GAHL’s ihn nicht verschleppt. Wenigstens sind der chefarzt und die anderen wohl auf und konnten fliehen. Wir müssen mit dem Basislager Kontakt aufnehmen, jedoch besteht die Gefahr dass wir abgehört werden. Ich werde den Verdacht nicht los dass wir einen Spitzel unter uns haben, teilweise werden unsere Schritte regelrecht beobachtet. Vielleicht gibt es hier im Lager ein heimliches Kommunikationsgerät? Warum wurden die Nachrichten gestern vom chefarzt so gestört?
Das kann kein Zufall sein, wir versuchen eine verschlüsselte Nachricht ins Lager zu senden, müssen in Erfahrung bringen was mit Hajo los ist. Eine Flucht von hier oben mit dem Helikopter ist ausgeschlossen, unsere Vorräte sind nicht gerade üppig, aber eine Lösung muss her. Ich wäre für ein weiteres Lager etwas höher gelegen, von dort könnten wir die GAHL’s kommen sehen, brauchen aber auch einen Fluchtweg. In dieser Höhe sind die uns doch überlegen, nur eine List könnte uns weiter bringen. Vermummt Euch so gut wie es nur geht, sprecht mit niemanden über unseren Plan solange wir nicht sicher sind, keinen Spion hier vor Ort zu haben.
Kommentar: Hans
(460) – 11. Mai 2010 @ 19:51
während meine Doppelgängerin, Skileherin ämpee, am Berg von den GAHL’s terrorisiert wird, wird es hier bei mir in Zürich (!) auch langsam brenzlig!
http://aempee.wordpress.com/2010/05/11/gahl/
Ich schalte den Laptop besser mal wieder aus…
Kommentar: ämpee
(254) – 11. Mai 2010 @ 20:00
@cheffe Das Rockzelt war immernoch in Betrieb – irgendwie muss man sich ja von den Ereignissen der vergangenden Tage ablenken, oder?
Kommentar: Thea
(193) – 11. Mai 2010 @ 20:02
OK. Ganz ruhig. Das sind schlechte Nachrichten, aber wir müssen ruhig bleiben. Aber irgendwie fühle ich mich gerade wie eine meiner Romanfiguren, nur daß ich dieses Mal nicht die Autorin bin und mit bösem Grinsen vor der Tastatur sitze, wenn ich meine Figuren in Schwierigkeiten bringe. Jetzt bin ich selbst dran …
Aber so schnell wird nicht aufgegeben. Hier der Entwurf eines „Action Plans“:
* Kommunikation mit dem BL wieder herstellen, abhörsicher. Wir müssen uns koordinieren. Aber wir machen wir das?
* Ohne Hajo, Karl und Carlos fehlt uns ein Anführer hier im ABC, an den sich jeder wenden kann. Walter? Er war immerhin selbst schon Bergführer. Oder Du, Hans?
* Verbündete finden. Was fällt mir ein? Die TV-Leute zum Beispiel, die können Publicity machen. Die anderen Teams. Was für uns eine Gefahr ist, ist auch für die nicht ungefährlich. Die Spanier sind eh jetzt mit uns in einem Boot, da Carlos auch verschwunden ist. Die Chinesen? Es kann nicht in deren Interesse sein, wenn der Everesttourismus durch Gewaltverbrechen in Verruf gerät.
* Den Maulwurf ausheben. Hans hat recht, jemand muß Informationen weitergeben. Aber wer? Wie können wir ihn/sie fangen? Und dann?
* Unsere Leute wieder finden. Wenn sie nicht mehr zwischen BC und ABC sind, wo sind sie dann? Den westlichen Gletscher hoch? Siehe Punkt 1 – Kommunikation. Wir brauchen mehr Informationen und das von allen Seiten.
* Das Lager. Bei einem höher gelegenen Lager ergeben sich mehrere Probleme. Oberhalb des ABC gibt es nur noch wenige Stellen, die wirklich windgeschützt sind. Wir tun uns keinen Gefallen, wenn uns die Zelte wegblasen. Da die GAHLs nicht weiter anrücken, sollten wir das ABC nachts bewachen wie Hans vorgeschlagen hat.
* Abwehr: Was tun wir, wenn sie wieder auftauchen? Wie wehren wir sie ab? Tatsächlich höher steigen und sie überlisten? In eine Fall locken. So tun, als wären wir oben und sie dann dort aushungern lassen. Vom Berg schupsen … eine Lawine auslösen … das ist alles verdammt gefährlich.
* Höhe. Wenn wir weiter aufsteigen und dort bleiben müssen, werden wir nur schwächer. Dann haben die GAHLs, wenn sie zurückkommen, zu leichtes Spiel mit uns. Und je länger wir oben sind, desto geringer sind die Aussichten, wirklich auf den Gipfel zu kommen. Auf jeden Fall müssen wir außerhalb der Todeszone bleiben.
* Vorräte. Ich habe so einiges bestellt, was noch vor dem ganzen Chaos den Weg ins ABC geschafft hat. Erstmal ist hier kein Problem. Aber es könnte schnell eines werden.
* Und schließlich – der Gipfelsturm. Es wird schwierig, um nicht zu sagen unmöglich, wenn wir das ohne Expeditionsleiter, Expeditionsarzt und Sherpaführer versuchen.
Kommentar: Federkiel
(2899) – 11. Mai 2010 @ 20:32
Mittlerweile konnte ich eine sichere Verbindung ins ABC herstellen. Ein Techniker im BC half mir dabei, denn ich habe ja bekanntlich zwei linke Technikerhände …
Ich habe mich vorhin mit Jack (Ingenieur, genannt “the Mountainripper”) unterhalten, er soll der vorläufige Leiter des Everlasting Rest Teams sein … Ihr solltet nachts Wache halten … ich glaube zwar nicht, dass etwas passiert, aber man weiß ja nie.
Ich hatte mich vorhin nochmals mit Medizynicus unterhalten. Tanja hatte ihm erzählt, dass sie auch glaube, es gäbe einen Maulwurf im Team, sie glaubt es sei … nein das kann überhaupt nicht sein … mist die Verbindung …
@ämpee: Bleib auf jeden Fall im Haus, nicht die Türe aufmachen, auf gar keinen … Fall …
Kommentar: chefarzt
– 11. Mai 2010 @ 21:09
Okay, ich hätte es mir auch anders gewünscht, aber ich soll nun der Aushilfs-Expeditionsleiter sein. Keine Ahnung, was wir morgen machen werden. Heute nacht schieben wir auf jeden Fall Wache, als Waffen haben wir Steigeisen, Sauerstoffflaschen und Tanjas High-Heel-Bergstiefel. Der Wechsel erfolgt stündlich. ich fange mal an, es folgen Ämpee, Thea, Utmonica, Hans, Federkiel usw …
Ich hoffe morgen sehen wir etwas klarer. Zumindest wird das Wetter wohl besser, vielleicht …
Kommentar: Jack
(6) – 11. Mai 2010 @ 21:26
Gut, es geht voran.
Jack war bisher eher ein ruhiger Geselle, aber stille Wasser sind ja bekanntlich tief, und ich habe den Eindruck, die Lage beruhigt sich etwas, jetzt wo er das Heft in der Hand hat. Undankbare Aufgabe, aber er macht das schon. Die Sherpas haben auch einen neuen Chef auserkoren, sehr gut.
Ich werde mir Jack gleich mal schnappen, ich bin Frühaufsteher, ich mache lieber am Ende, ab 5 oder so, meinetwegen auch ab 4 Uhr, wenn sich nicht genug Leute finden.
Maulwurf … tückische kleine Viecher. Kriechen durch den Dreck und schmeißen Haufen auf. Nicht schön. Es muß ja jemand aus dem ABC sein … Ich fange mal an, ein paar falsche Informationen zu streuen. Mal sehen, welche davon ins BC sickern …
@ Ämpee: Danke für die Warnung. Ich habe das gleich weitergegeben … Sicher ist sicher.
@ Chefarzt: Ich hoffe, die Verbindung ist nicht so sicher wie sie stabil ist … sonst sind wir auch nicht weiter. Rück den Technikern mal auf die Pelle, daß die das hinkriegen. Ich hoffe, morgen fliegt der Heli wieder, von oben sieht man doch mehr, was los ist.
Kommentar: Federkiel
(2899) – 11. Mai 2010 @ 21:36
@federkiel: dein Organisationstalent ist einfach nur genial, also müssen wir uns schon mal keine Sorgen um Nahrung, Sauerstoff usw. machen, sehr gut. Eine Sorge weniger.
Ok, bleiben wir im Lager und schieben Wache, meine Zeit ist ab 2 Uhr, kommt mir sehr entgegen. Waffen zur Not sind vorhanden und umgehen kann ich damit auch. Der Maulwurf macht mir Sorgen, eine geniale Idee falsche Informationen zu streuen, wir müssen Ihn finden. Hoffe die Kommunikation mit chefarzt kommt wieder in die Gänge, die einzige Stütze die wir im Lager haben, und als Mediziner kommt er ja meistens ein Stück näher an die anderen ran als wir. @jack, wie sieht dein Plan aus oder besser gesagt, wie gehen wir weiter vor?
@ämpee, das ist ja die Hölle bei dir, die haben dich doch tatsächlich gefunden, so ein Mist. Wir haben also doch einen Maulwurf. Verschanze dich, mehr kannst du im Moment nicht tun.
Nun können wir nur hoffen dass es eine ruhige Nacht wird und @chefarzt den Techniker überreden kann die Verbindung wieder herzustellen. Es ist zwar brandgefährlich, aber wir müssen wissen was mit Hajo ist.
Kommentar: Hans
(460) – 11. Mai 2010 @ 22:42
*bbrrr* ich gehe mal ins Zelt, aber schlafen kann ich eh nicht. Ich mache mir total Sorgen wegen ämpee in Zürich!
@Jack, weckst du mich bitte wenn ich die Wache schieben muss, Danke!
@federkiel, Danke fürs Bestellen der Vorräte! (unglaublich, vor einigen Tagen fragte man die anderen Expeditionsteilnehmer ob man eine Banane o.ä. bekommt und jetzt wissen wir nicht mehr, wem wir vertrauen können…)
@Hans, ich hoffe, dass ämpee (also die in Zürich) das noch durchliest und über Auffahrt mal weggehen kann…
Kommentar: Skilehrerin ämpee
(254) – 11. Mai 2010 @ 23:17
…hmm Tanjas High-Heels-Stiefeletten sind echt chic… ok -ok… ich pass schon auf!
Kommentar: UTMonica
(350) – 11. Mai 2010 @ 23:52
Die Nacht war ruhig, bisher hat keiner Alarm geschlagen, aber auch keine weiteren Nachrichten aus dem BC oder von den Verschollenen. Jetzt sitze ich hier, eine knappe Stunde schon, Steigeisen und Stöcke auf dem Schoß. Die High Heels wollte Utmonica nicht wieder hergeben. Macht nichts. Ich habe vorhin Isabell abgelöst, die mich schlaftrunken geweckt hat. Bin hellwach jetzt, das ist meine Zeit. Es ist noch dunkel, aber die Sterne sind nicht zu sehen, Hochnebel wahrscheinlich, aber der Himmel hellt langsam auf. Trotzdem, zu Gucken hat nicht viel Sinn, doch ich traue mich nicht, die Augen zuzumachen.
Der Wind pfeift ordentlich, die Zelte knattern und die Gebetsfahnen flattern. Zuerst hört man nur seinen eigenen keuchenden Atem, das Knirschen der Kleidung, doch dann kommen mehr und mehr Geräusche dazu. Es hustet jemand, die Glocken der Yaks bimmeln leise, dann stampfen die Hufe, sie schnauben manchmal. Im Lager geht jemand, Schritte im Schnee. Doch sie kommen von hinten, alarmieren mich nicht. Es ist erstaunlich, wie man Geräusche auf einmal wahrnimmt, wenn man sonst keinen Sinn zur Verfügung hat. Nur die Kälte kriecht in meine Beine, wird doch langsam unangenehm.
Alles ruhig. Ich hoffe, es bleibt so. Die Sonne wird bald aufgehen.
Dann müssen wir entscheiden, wie es weitergeht.
Kommentar: Federkiel
(2899) – 12. Mai 2010 @ 06:03
die Nacht war eisig, der Wind kühlt einen aus, aber es war ruhig. Nun geht es erst mal zum Schlafen zurück ins Zelt, obwohl ich noch total aufgedreht bin. Mal sehen was der Tag noch alles bringt.
Kommentar: Hans
(460) – 12. Mai 2010 @ 06:16
Mal sehen, ob heute wieder Leute aus dem BC hier hochkommen und was die so sagen. Vorhin sind zwei der Ägypter abgestiegen, bisher sind sie noch nicht zurück. Werden sehen, ob sie unten ankommen.
Jack sitzt mit den Sherpas zusammen, ein paar andere sind auch dabei. Wir sollten einen Erkundungstrupp losschicken, oder ist schon jemand unterwegs? Egal, ich muß erstmal pennen, das frühe Aufstehen wettmachen. Und Elena zu trösten, hat mich die letzte Kraft gekostet. Jetzt sind Hajo und Carlos fort, die Arme kommt sich sehr verlassen vor.
Kommentar: Federkiel
(2899) – 12. Mai 2010 @ 14:12
noch immer nichts neues im Lager, eine angespannte Situation und alle sind nervös. Die Sicht ist ebenfalls sehr schlecht , alles hat sich gegen uns verschworen. Mal sehen ob Jack schon eine Idee hat,dieses Warten kostet Nerven.
es müssen noch mehr falsche Infos gestreut werden, hoffe wir bekommen schon bald eine Nachricht aus dem Lager, dann sind wir wenigstens sicher einen Maulwurf unter uns zu haben.
Kommentar: Hans
(460) – 12. Mai 2010 @ 20:28
Freunde, ich bin wieder zurück. Etwas erschöpft und ausgehungert. Karl, Carlos und der Sherpaführer sind ebenfalls wohlauf. Gerade eben sind wir wieder im ABC eingetroffen. Ich muss mich kurz ausruhen, dann erzähle ich Euch die schier unglaubliche Geschichte unseres Verschwindens …
@ämpee: Du kannst morgen an Christi Himmelfahrt sicher aus dem Haus gehen, warum erläutere ich später …
Kommentar: Hajo
(1295) – 12. Mai 2010 @ 20:31
Das Gejohle hat mich aus dem Schlaf gerissen! Erst war ich war sauer deswegen, aber wen sah ich da, als ich aus dem Zelt geguckt habe? Hajo und die anderen, umringt vom Everlasting-Rest-Team und noch ein paar anderen. Davon lasse ich mich doch gerne wecken!
Aber erschöpft sehen sie aus, die Armen. Da spendiere ich doch glatt ‘ne Banane zur Stärkung. Auf die Geschichte bin ich gespannt!
Kommentar: Federkiel
(2899) – 12. Mai 2010 @ 21:09
WTF was habt ihr genommen?
Das will ich auch…
PS: Irgend wie net so Lustig die Geschichte..
Kommentar: blub
(4) – 15. Mai 2010 @ 00:46
@blub: Der Trip geht leider nur noch eine Woche …
Kommentar: chefarzt
– 15. Mai 2010 @ 17:55