“Hajo! Hajo! Wach doch endlich auf!”
Ich sehe einen Schnautzer mit Eiszapfen. Darüber braune Augen und eine lustige Zipfelmütze. Es ist Fred, der Pistenfuzzy genannt, ein befreundeter Skilehrer.
“Was ist los? Was ist mit der Skifahrerin?”“Welche Skifahrerin?”
“Die mich von hinten umgefahren hat!”
Ein Lachen geht durch die Menge. Um mich herum stehen 6 braungebrannte Jungs mit gelben Skioveralls. Das ist das Outfit der hiesigen Skilehrer. Fred ergreift wieder das Wort.
“Sag mal Hajo, ich glaube Du träumst! Du bist einfach über eine kleine Klippe heruntergestürzt und warst wohl kurz bewusstlos. Zum Glück haben wir dies von oben beobachtet.”
“Oh, ach ja.”
Meine Sternchen verschwinden langsam. Ich hatte mir die Omme angeschlagen. Ein Glück, dass ich immer meinen Helm trage. Seit einem schlimmeren Pistenunfall vor einiger Zeit hatte ich mir dies angewöhnt.
“Aber Michelle, sie war doch hier!”
“Jetzt hör doch auf, vergiss endlich …”
Ich bin in einer sehr glücklichen Beziehung, aber immer wieder kommen die Gedanken an meine alte Liebe hoch. Ich stehe auf. Etwas schwummrig ist mir schon aber ich spiele den starken Mann. Na ja, schließlich gehe ich bald auf den Mount Everest. Irgendwie lächerlich der heutige Tag. Ich kann einfach nicht vergessen, was passiert ist, damals …
“Alles klar Jungs, geht schon!”
“Brauchst vielleicht einen Arzt?”
Ich muss lachen. Es folgt wildes allgemeines Gelächter. Wir fahren gemeinsam ins Tal ab. Für heute mache ich wohl Schluss. Mir ist nicht ganz so wohl. Wahrscheinlich habe ich doch eine leichte Gehirnerschütterung abbekommen. Mir ist schlecht. Am Samstag ist das Treffen mit dem schweizerischen Expeditionsteam …
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Juchu, ich hatte recht, es war Michelle
Kommentar: Maia
(71) – 28. Januar 2010 @ 22:39
ohne Worte… man fühlt wirklich mit!
Hajo als Schicksalsfigur – oder doch einfach nur Opfer eines wahnsinnigen Chefarzthirnes?
Das Literarische Quartett bereitet sich schon vor…
Kommentar: UTMonica
(159) – 28. Januar 2010 @ 23:22
oooch schade! Und ich dachte, sie fallen sich in die Arme und skifahren in den Sonnenuntergang und feiern in der Aprés-Ski-Hütte bei Williams Birne, Wodka-Redbull und hundertzwanzig Dezibel ihr Wiedersehen und anschließend im Hotelzimmer… ähem, lassen wir das.
Kommentar: medizynicus
(81) – 29. Januar 2010 @ 00:03
Immer diese Skilehrer… ;-D
Kommentar: ämpee
(117) – 29. Januar 2010 @ 00:39
Vielleicht wär es doch besser gewesen, den Helm VOR “dem schlimmsten Pistenunfall von damals”getragen zu haben
Kommentar: drgeldgier
(80) – 29. Januar 2010 @ 08:10
Ist der Hajo etwa auch ein Grobmotoriker?
Wie ist denn überhaupt eine Klippe auf der Piste aufgetaucht?
->War er von der Vorstellung, eventuell Michelle zu sehen, so geblendet?
Kommentar: Thea
(160) – 29. Januar 2010 @ 16:56
@maia: Ja, du hattest Recht.
@utmonica: Hoffentlich gibts auch bald noch ein Hajo-Buch …
@medizynicus: Nee, nee, daraus wird nix, aber …
@ämpee: Du bist ja auch Skilehrerin, gell?
@drgeldgier: Manchmal lernt man nur aus eigenen Fehlern, leider.
@thea: Na ja der Hajo ist ein bisschen Varianten gefahren …
Kommentar: chefarzt
– 29. Januar 2010 @ 19:59
@chefarzt: ja sonst hätte ich nicht den Mut sowas zu schreiben…
Kommentar: ämpee
(117) – 29. Januar 2010 @ 20:37