Musik als Therapie
Jeder von uns hört Musik. Viele können auch selbst ein Instrument spielen. Musik umgibt uns den ganzen Tag, sie ist verantwortlich für Stimmungen und Gefühle. “Musiktherapie” kann auch ein guter und wichtiger Ansatz bei gewissen Erkrankungen sein. Gestern abend hatte ich mal wieder einen Auftritt als Musiker in meiner Band. Da kam mir dann die Idee zu diesem Artikel: Ein nicht-ernstgemeinter musiktherapeutischer Ratgeber.
- Migräne: Hier empfiehlt sich in der Regel das Hören von Speed-Metal, auch schlichter Heavy-Metal mit Stroboskop-Effekten kann hier gute Erfolge erzielen. Das anschliessende Erbrechen kommt dann wie von selbst.
- Infektionskrankheiten wie MRSA, Norovirus: Hier bewähren sich die Songs von Monsterdoc. Ob diese bei der Eliminierung der Keime helfen, ist unklar. Aber verarbeiten und virtuell bekämpfen kann man diese besser.
- Bei Nierensteinen: Der Stammplatz in der Stampfer-Disco sollte sich stets neben der Bass-Box befinden. Schon nach wenigen Anwendungen im Rahmen von gemütlichen Technoabenden gehen die Steinchen wie von selbst ab. Tipp: Schon mal Hörgerät beim HNO-Arzt sichern.
- Bei Asthma bronchiale: Aktive Musiktherapie mittels schneller Rap-Einlagen. Da muss man die Atemtechnik schon optimieren. Steigern wir langsam das Tempo auf 140-180 bpm.
- Bei grippalen Infekten: Wenn mal die Stimme versagt könnte ein intensives Trainieren der sogenannten Growling-Technik helfen. Da knurrt nicht nur der Wauwau.
Hättet ihr noch weitere Einsatzgebiete für eine medizynische Musiktherapie?
Artikel zum Thema passend:
Dieser Beitrag (von insgesamt 488) wurde am Sonntag, 07. Februar 2010 um 21:18 Uhr veröffentlicht und unter der Kategorie
Ratgeber abgelegt. Du kannst alle Artikel bei Monsterdoc durch den
RSS-Feed verfolgen. Alle Kommentare gibts beim
Kommentar-RSS-Feed.
« Notruf 0815 – wir retten sie alle (Teil 3+4) – Fotos vom Sportmediziner-Dreh »
Die Kommentarfunktion ist zur Zeit leider deaktiviert.
Gothic gegen Depression: Die erledigen sich mit dem dadurch hervorgerufenen freiwilligen sozialverträglichen Frühableben.
Kommentar: Kranker Pfleger
(147) – 07. Februar 2010 @ 21:31
@kranker pfleger: hmm, zumindest bei den mir bekannten Goths passt das aber nicht.
Ansonsten empfehle ich Buxtehude bei Stimmungsschwankungen und Hindemith gegen Konzentrationsstörungen…
Kommentar: Benedicta
(273) – 07. Februar 2010 @ 23:01
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von chefarzt, Andrea BDF, Markus Grampp, Markus Grampp, Ulf Hundeiker und anderen erwähnt. Ulf Hundeiker sagte: RT @chefarzt: Hilft Speed-Metal wirklich bei Migräne? http://tinyurl.com/yhuztmk [...]
Pingback: Tweets die Monsterdoc – Arzt Blog, Medizin Satire » Musik als Therapie erwähnt -- Topsy.com – 08. Februar 2010 @ 04:54
Gutes Black Metal bei Aggression und Schilddrüsenüberfunktion *hrhr*
Kommentar: chaoskatze
(33) – 08. Februar 2010 @ 08:25
@kranker pfleger: Da bin ich ja noch nen Song schuldig, gell?
@benedicta: Gustav Mahler bei Depressionen wäre auch geeignet. Falls man nicht depressiv ist, wird man es nach dem Hören …
@chaoskatze: könnte die Tendenzen noch verstärken. Vorsicht: Thyreotoxische Krise!
Kommentar: chefarzt
– 08. Februar 2010 @ 12:48
Bei uns hilft gegen Kindergartenteritis: Die Zauberflöte. Da ruft nämlich der Kindergarten sofort (!) die Mama an, wenn der 4einhalbjährige sagt, er hätte “ein kleines Fieber” (genau wie Papageno, der sich vor den Prüfungen drücken will).
Blöd nur, wenn die Mama den AB nicht abhört ;-P
Kommentar: Muckeltiger
(78) – 08. Februar 2010 @ 13:32
Bei fortgeschrittener Carotisstenose kann vielleicht eine gepflegte Runde “Headbanging” mit guter alter ACDC oder Iron Maiden Musik helfen…leider sind Nebenwirkungen dabei nicht ganz ausgeschlossen…Vorsicht bei Aneurysmen!
Kommentar: UTMonica
(159) – 08. Februar 2010 @ 19:08
@muckeltiger: Kindergartenteritis, ein eigenständiges Krankheitsbild …
@utmonica: Auch nach Gehirnerschütterungen empfiehlt sich dieser 80er Jahre-Kult-Sport.
Kommentar: chefarzt
– 08. Februar 2010 @ 20:44
Metal ist auch gut gegen Nackensteifigkeit.
Kommentar: Kranker Pfleger
(147) – 09. Februar 2010 @ 17:42
@kranker pfleger: Also bei Meningitis oder Halswirbelsäulen-Syndrom.
Kommentar: chefarzt
– 09. Februar 2010 @ 17:48