Sehr wichtige medizinische Berufe
Das kennt jeder: Am Unfallort tummeln sich Unmengen von wichtigen Menschen in noch wichtigeren Neonjacken, von Rettungsdienst, Feuerwehr und sonstigen noch wichtigereren Organisationen. Jetzt mal Butter bei die Brote oder so ähnlich: Medizinische Berufe sind wichtig und daher habe ich mal eine Hierarchie der Autorität erstellt. Bei anderen Erfahrungen eurerseits lasse ich mich gerne belehren.
- Hebammen: “Frauen brauchen Hebammen”, klar, Männer nicht. Ohne sie würde die Menschheit rasch aussterben. Daher Wichtigkeitsfaktor: Sehr hoch!
- Chirurgische Chefärzte: Sie können alles (wissen aber nix) und personifizieren die Halbgötter in MRSA weiß. Krawattenfaktor: Sehr geschmacklos und natürlich sehr wichtig!
- Zivildienstleistende im Rettungsdienst: Bei Freunden hoher Wichtigkeitsfaktor (mit Jacke), am Einsatzort eher untergeordnete Funktion!
- Gynäkologische Oberärztinnen: Können viel mehr als andere Ärzte, stimmt ja auch, nutzen aber diesen Vorteil gnadenlos aus. Kinderfaktor: Sehr hoch!
- Physiotherapeuten: Stecken handelsübliche Orthopäden locker in die Tasche. Könne mit ihren Händen einfach alles bewirken. Wichtigkeits- und Solariumfaktor: Massiv erhöht!
- Altärzte in der Allgemeinmedizin: Haben die goldenen Zeiten der Hausbarsch-Medizin voll ausgenutzt und die Weisheit mit Löffeln peroral verabreicht bekommen. Cordhosenfaktor: Sehr hoch und wichtig!
- Notärzte: Nehmen sich selbst sehr wichtig. Bei der fünften sinnlos vergeigten Venenverweilkanüle relativiert sich dieses Bild wieder. Rückenschildfaktor: Sehr sehr wichtig!
- Fortsetzung könnte folgen …
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Dieser Beitrag (von insgesamt 847) wurde am Donnerstag, 13. Mai 2010 um 20:26 Uhr veröffentlicht und unter der Kategorie
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Wie wahr!!! Ebenfalls enorm wichtig sind Intensivpflegerinnen der Neonatologie.
Kommentar: Stefan
(1) – 13. Mai 2010 @ 21:28
@stefan: Stimmt, ich glaube, du erwähntest das bereits schon. In dem Fall kennst Du eine betreffende Person …
Kommentar: chefarzt
– 13. Mai 2010 @ 21:36
cooooooool – irgendwann will ich auch gynäkologische oberärztin sein!!!…
Kommentar: josephine
(9) – 13. Mai 2010 @ 22:29
Jetzt hab ich doch tatsächlich “Corthose” gegooglet… Google bietet mir aber nur “Cordhose” an. Hmmm…
Kommentar: Benedicta
(282) – 13. Mai 2010 @ 23:50
zivis im rettungsdienst! kann ich nur zustimmen
Kommentar: hausnotrufboy
(1) – 14. Mai 2010 @ 00:56
@ benedicta:
Das war bestimmt nur ein Typo und Cheffe meine selbstverständlich die ‘Kochthose’.
@ Topic:
Ältere, erfahrene Krankenschwestern und-pfleger. Die dürfen auch mal kratzbürstig sein, solange der frischgebackene Assistenzarzt auf die Frage “Wie machen wir das denn normalerweise?” eine ehrliche und gute Antwort bekommt. Mütterlichkeits- und Väterlichkeitsfaktor: Sehr wichtig.
Arzthelferin. Sorgt für einen reibungslosen Praxisablauf und übernimmt die Vorselektion der Patienten nach Dringlichkeit. Unverzichtbarkeitsfaktor: Sehr wichtig.
Jungärzte in der Allgemeinmedizin: Habe die goldenen Zeiten nicht miterlebt und wissen daher nicht, was sie verpassen. Sie kennen die neusten Therapien, haben aber auch einige Schwierigkeiten mit Patienten (“Aba der Dokta Müllameiaschmit hat dat immer janz andas jemacht”). Jeansfaktor: Wichtig.
Tierärzte: Ob die Fußhupe gegen Staupe geimpft werden soll, die Mietze sich eine Kralle verbogen hat oder ob das Hühnchen auf dem Teller auch (zu Lebzeiten) gesund war. Gerne von der gesammten veterinärmedizinischen Praxis genommen wird auch der Ausflug zur nächsten Notaufnahme zwecks Tollwutimpfung nach entsprechendem Patientenkontakt (Grüße an Frau Dr. R. & Team aus N.). Bell-, Miau- und Krähfaktor: Sehr wichtig.
Grüße!
Kommentar: Hootch
(29) – 14. Mai 2010 @ 09:42
Naja, sollte der Zivildienst wirklich weiter verkürzt werden, ist auch das Ende von Zivis im Rettungsdienst nahe.
Und dank des immer ärger werdenden Notarzt-Mangels gerade in ländlichen Gebieten kommt den Rettungssanitätern und -assistenten dann doch eine nicht unerhebliche Bedeutung zu, auch wenn sie im ersten Abschnitt dieses Beitrages nicht unbedingt gut wegkommen und da sich die Ersthelfer ja in der Regel auch in Grenzen halten
Kommentar: Chris
(97) – 14. Mai 2010 @ 12:13
Zahnärzte im Bereitschaftsdienst, wer da hin geht, will einfach nur von seinen Schmerzen befreit werden
Kommentar: Sylvia
(25) – 14. Mai 2010 @ 23:23
Hierachie hin oder her! Es wäre schon klasse wenn überhaupt jemand zur Stelle wäre wenn es mal “eng” wird.
Jap – hab da meine eigenen, dürftigen Erfahrungen gemacht
Kommentar: Klinkenputzer
(6) – 15. Mai 2010 @ 00:00
RD-Zivis sind wirklich mit Vorsicht zu genießen.
Die sitzen Mo-Do 8-17 Uhr auf dem KTW und dürfen dann einmal als 3. Mann auf dem RTW mitfahren, fühlen sich dabei sowie vorher und nachher aber wie der LNA.
Kommentar: stef
(55) – 15. Mai 2010 @ 12:07
Cordhose, ja, genau, das meinte ich … die alten ausgeleierten Dinger in Erdtönen … diesen Schreibfehler werde ich wohl nie ausmerzen können.
Kommentar: chefarzt
– 15. Mai 2010 @ 17:54
Altenpfleger: Noch stehn sie ganz unten, aber spätestens in 15 Jahren werden sie ganz weit oben stehen!
Kommentar: Seniorrita
(4) – 16. Mai 2010 @ 01:05
@seniorrita: Unbedingt, da muss ich diese wahrscheinlich auch schon in Anspruch nehmen …
Kommentar: chefarzt
– 16. Mai 2010 @ 11:16