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Was geht ab im Körper? Teil 5-beim Triathlon

Die Tagen werden länger und wärmer. Körper und Geist erwachen aus dem laaaangen Winterschlaf. Zeit um wieder nach draußen zu gehen, Sport zu treiben, die eckig gewordenen Augen zu therapieren. Wie funktioniert das eigentlich beim Sporttreiben im Körper? Es ist nicht so wie erwartet. Auch die Organe kommunizieren miteinander. Nehmen wir als Beispiel einen Ultra-Triathlon. 3,8km Nicht-im-See-Untergehen, 180km Stützradfahren und 42km Auf-dem-Zahnfleich-Laufen.

Der Startschuss fällt, tausende Arme und Beine setzen sich im kleinen Baggersee in Bewegung. Das Wasser schäumt wie in der Waschmaschine. Die Fische tun mir leid.

  • Großhirn: Ich will nach Hawaii, heute schaffen wir es. An alle: Haut rein!
  • Auge: Ich seh gar nix. Ist alles so wellig hier
  • Großhirn: Egal, schwimm einfach den anderen hinterher
  • Mund: *hust prust Wasser schluck
  • Armmuskeln: Wir können jetzt schon nicht mehr. Zum Glück dürfen wir uns nachher aufm Rad erholen
  • Ohr: Hä?
  • Auge: Land in Sicht!
  • Großhirn: Super, gleich sind wir auf dem Velo
  • Kleinhirn: Mir ist so taumelig
  • Beine: Hilfe, langsam, wir müssen uns erst an festen Boden gewöhnen
  • Magen: Ich hätte langsam Lust auf was Herzhaftes
  • Großhirn: Ihr Weicheier! Hände, setzt mal den Helm und die Sehhilfe auf, Schuhe anziehen
  • Auge: Erstmal den Neoprenanzug ausziehen, oder?
  • Großhirn: Guter Einwand, los gehts!
  • Herz: Jetzt gehts loohoos!
  • Magen: Hunger!
  • Großhirn: Kriegste ja deinen Riegel, oder lieber ne Pizza?
  • Beine: Treten, treten, wir haben solche Schmerzen
  • Großhirn: Ich bin auch schon etwas benebelt. Wir müssen ins Ziel!
  • Beine, Rücken: Aua
  • Auge: Da ist die zweite Wechselzone. Weg mit dem Rad
  • Großhirn: Was? Ach ja. Wir sind beim Triathlon
  • Laktatspiegel: Ihr wollt nicht wissen, wie es mir geht!
  • Großhirn: Wollen wir auch nicht. Weiter
  • Alle: Warum machen wir das eigentlich hier? Wir könnten so schön am Strand liegen …
  • Großhirn: Ja, warum? Mir egal. Im Ziel ist es einfach so schön
  • Alle: … aua, … aua, warum?
  • Endorphinspiegel: Hey Leute, ich bau euch etwas auf. Na kommt die Euphorie langsam?
  • Großhirn: Du hättest dich ruhig mal früher melden können, weiß nicht so recht
  • Zuschauer am Wegesrand: Auf gehts, Du siehst super aus!
  • Alle: Wir sehen schlecht aus, aber das motiviert. Ziel wir kommen
  • Großhirn: Endlich das Ziel! Die Mühen haben sich gelohnt! Und in Hawaii sind wir auch dabei! Wahnsinn!

Wir sehen also, es ist ein ständiges Auf und Ab im Wettkampf. Doch am Ende sind die ganzen Schmerzen vergessen …

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Dieser Beitrag (von insgesamt 847) wurde am Donnerstag, 25. März 2010 um 20:38 Uhr veröffentlicht und unter der Kategorie Sportmedizinisches abgelegt. Du kannst alle Artikel bei Monsterdoc durch den RSS-Feed verfolgen. Alle Kommentare gibts beim Kommentar-RSS-Feed.

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4 Kommentare

  1. erst mal Hut ab vor dieser Leistung, für mich immer wieder faszinierend als Zuschauer und ich denke es wäre genug Stoff für ein Buch.
    Einfach köstlich geschrieben, gerade der Punkt ” Magen ” :-) , das kenne ich nur zu gut :-)
    Nur würde mir ein Riegel nicht reichen, sehe mich schon in diesem Jahr in Frankfurt an der Strecke mit einem Schild in der Hand und der Aufschrift:
    ” Hier gibt es frische Curry Wurst vom Grill ” :-) ;-)

    Kommentar: HansNo Gravatar (460) – 25. März 2010 @ 21:08

  2. Die Currywurst kommt allerdings vorwiegend in der Vorbereitungsphase zum Einsatz. Aber schau mer mal …

    Kommentar: chefarztNo Gravatar – 26. März 2010 @ 19:20

  3. Der innere Schweinehund hat sich aber ganz dezent in vielen vielen Sinnfragen und Kommunikationszeilen versteckt, der Schelm der!

    Kommentar: UweNo Gravatar (16) – 03. April 2010 @ 11:05

  4. @uwe: Der Hund sitzt tief, oh ja.

    Kommentar: chefarztNo Gravatar – 05. April 2010 @ 12:22

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