Wie der Alltag eines Hausarztes im Jahre 2019 aussehen wird, wissen wir schon. Doch wie steht es mit den anderen Disziplinen? Auch im Bereich der Notfallmedizin wird sich einiges tun. Dank der routinemäßig implantierten D- und T-Chips können die gängigsten Erkrankungen und Notfälle bereits durch das System selbst oder vom Hausarzt abgefangen werden. Dennoch gibt es wichtige Aufgabenfelder für den Notarzt.
Nehmen wir als Beispiel einen Herzinfarkt. Der in der Hauptschlagader (seit 2013 routinemäßig) implantierte D-Chip stellt erhöhte Herzenzyme fest. Der optionale K-Chip (Kardial-Chip) misst Fehler im Ablauf der elektrischen Herzströme. Blitzschnell wird der sogenannte T-Chip, der sich ebenfalls in der Hauptschlagader befindet, aktiviert. Dieser setzt hochkonzentrierte lebenswichtige Medikamente aus dem Aorta-Tank frei, beispielsweise Heparin, Beta-Blocker, Morphin usw.
Auf diese Art und Weise wird der Schaden am Herzen aufs Minimalste begrenzt. Der Hausarzt wird sofort alarmiert und bekommt alle Daten auf seinen Server gestreamt. Er überwacht akribisch von zu Hause aus alle Funktionen. Bei Bedarf kann er jederzeit eingreifen. Denn auch im Jahre 2019 gibt es das: Technisches Versagen!
Dann kommt der Notarzt ins Spiel. Auf herkömmliche Weise werden die Medikamente per venösem Zugang appliziert. Auch begleitet dieser den Patienten in ein nahegelegenes Herzzentrum. Hier stehen einige alternative Transportmöglichkeiten zur Verfügung: Per Straße, in einem Rettungswagen mit E-Antrieb, per Luft, in einem modifizierten Senkrechtstarter oder per, nein, das glaubt mir jetzt eh keiner, daher verzichte ich auf weitere Ausführungen …
Auch bei Unfällen ist der Facharzt für Notfallmedizin gefordert. Die Systeme zur Organ- und Knochenreparatur stecken noch in den Kinderschuhen. Daher muss also nach wie vor Hand an den Patienten gelegt werden, wenn dieser beispielsweise einen offenen Unterschenkelbruch erlitten hat.
Ganz auf körperliche Arbeit kann also auch im Jahre 2019 nicht verzichtet werden. Wie seht ihr eure Berufe zu dieser Zeit?
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Was ist denn nun die dritte Transportmöglichkeit? Los, sag schon! Vielleicht Rohrpost?
Ich hätte gern einmal den Senkrechtstarter, bitte
Kommentar: Stefan
(18) – 13. März 2010 @ 23:06
Vielleicht wird es sowas wirklich mal geben!? Telemedizin gibt es ja heute schon, da trägt der Patient ein EKG, und dieses wird durch eine Zentrale überwacht. Bekommt her Müller nun seinen Herzinfarkt, schlägt das Gerät Alarm und der Rettungsdienst wird durch die Zentrale verständigt.
Kommentar: alltagimrettung
(95) – 14. März 2010 @ 07:54
Ich komme nicht aus dem medizinischen Bereich, der ÖPNV ist mein Gebiet und auch hier schreitet die Entwicklung voran. Wie schon in der Medizin sind auch wir Nutznießer von T-Com City und werden in verschiedenen Bereichen gefördert. Für die Zukunft ist da einiges vorgesehen was und heute noch futuristisch vorkommt und teilweise ein Kopfschütteln verursacht. Der Mensch wird dabei immer mehr in den Hintergrund gedrängt und Computer übernehmen unsere Funktion. Billiger,arbeiten rund um die Uhr , kein Urlaub und keine Überstunden,und Sie streiken nicht.
Kommentar: Hans
(460) – 14. März 2010 @ 08:16
Eine interessante Zukunftsvision, aber gar nicht sooo abwegig. Die Telemedizin schreitet immer weiter voran, mit CardioAngel und Med-On-Aix gibt es zwei Projekte, die den Telenotarzt als Unterstützung implementieren. Fernüberwachung via EKG gibt es schon lange. Implantate dürften aus den bekannten Gründen (Abstoßung, Unverträglichkeit) und natürlich aufgrund von technischem Versagen wahrscheinlich nicht in dieser Form realisiert werden… aber mal schauen was uns die Zukunft bringt.
Kommentar: INTensivling
(15) – 14. März 2010 @ 10:49
@intensivling: Die Abstoßungsreaktionen können im Jahre 2019 mittels neuartiger gezüchteter körpereigener Antigen-Hüllen der Implantate wirksam unterdrückt werden …
Die dritte Möglichkeite des Transportes wäre: Beamen …
Kommentar: chefarzt
– 14. März 2010 @ 14:58
Ich denke, 2019 werden wir keine Ampeln mehr haben. Statt dessen wird der Verkehr zentral ferngelenkt, ein höchst komplexer Routing-Algorithmus sorgt via Geschwindigkeitsregulation dafür, dass sich die Autopiloten gegenseitig nicht rammen. Keine Staus mehr, keine Wartezeiten an Ampeln, statt dessen die ultimative grüne Welle und fließender Verkehr.
Leider gibt es trotzdem gelegentlich Massenkarambolagen – nämlich immer dann, wenn irgendein Tollpatsch über das Kabel des Routing-Servers gestolpert ist und jenen damit vom Strom abgeschnitten hat…
Kommentar: Benedicta
(282) – 14. März 2010 @ 19:34
@benedicta: Das wäre zugegebenermaßen realistischer als der Senkrechtstarter. Möglicherweise nimmt aber der Verkehr in Zukunft aufgrund mangelnder Energien ab …
Kommentar: chefarzt
– 14. März 2010 @ 21:47
2019 werde ich mit etwas Glück wahrscheinlich auch schon u.a. dem Beruf des Notarztes nachgehen. Von daher sehe ich meine Zukunft genau so wie beschrieben
Kommentar: stef
(55) – 15. März 2010 @ 20:15