Der Herbst ist gekommen und ich mache nun eine Woche Blog-Pause um mich körperlich und mental auf wichtige Ereignisse Ende des Jahres vorzubereiten …Vielen Dank nochmal für die netten Geburtstagsgrüße.
Wir sehen und hören uns wieder demnächst an dieser Stelle … Aloha.
Immer wieder werde ich gefragt: Welche Telefonnummer soll ich denn im Notfall anrufen? Antwort: 112 in der EU. Wer nicht lesen will muss nun hören …
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Und wieder einmal ist ein Jahr vergangen. Ich möchte mich recht herzlich für 850 Artikel und 17.000 Kommentare bedanken. Ach, das ist schon ein schönes (kleines) Jubiläum. Glückwünsche nehme ich natürlich gerne entgegen. Die offizielle Geburtstagsfeier beginnt dann heute abend um 21 Uhr hier an dieser Stelle.

Bild: Happy Birthday Patrick! von debaird™ auf flickr.com, unter einer Creative Commons-Lizenz
Es braucht mehr Podcasts, daher starte ich heute die neue Reihe: Wer nicht lesen will, muss hören. Heute geht es um ein brisantes Thema: Wie verhält man sich als Arzt medizinisch korrekt auf Partys?
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Ein paar Sommermonate sind nun ins Land gegangen (Die Erreger Soap). Der sympathische Noro schwelgt immer noch in Gedanken an seine Erika. Sogar einen Song hat er ihr gewidmet (EHEC-Song). Seither hat er sie allerdings nicht mehr gesehen. Alle Menschen haben sie vergessen, so scheint es. Es ist Feierabend, dunkel, die Straßenlaternen leuchten. In einer Szenekneipe brennt Licht, hier steppt offensichtlich der Bär. Noro öffnet die Tür, und was sehen seine entzündeten Augen?
“Heute auch schon eine schlechte Mischung von Körpersäften durchgemacht? Blut, Schleim, gelbe und schwarze Galle waren nicht im Lot?” Falls Sie diese oder ähnliche Aussagen von einem Mediziner hören, leben Sie entweder in der Antike oder sollten besser unauffällig einen anderen Arzt aufsuchen (Anmerkung Chefarzt). Übrigens stammt der Eid des Hippokrates eher nicht von Selbigem.
Die illustrierte Geschichte der Medizin ist keine trockene Abhandlung von medizinischen Daten sondern punktet mit guter Lesbarkeit sowie anschaulichen Illustrationen. Die Anfänge der Medizin in der Antike werden ebenso behandelt wie auch aktuelle Forschungen und ethische Diskussionen.
Die Idee mit der Ampel als Abbild auf sämtlichen Lebensmitteln ist schon älter. Ein Grün signalisiert: Hier kannste reinhauen. Ein Rot bedeutet beispielsweise: Tod durch Fast Food. Diese sogenannte Lebensmittelampel hat sich in deutschen Supermärkten nicht durchgesetzt. Allerdings gibt es immerhin Apps für Smartphones (siehe: Lebensmittelampel.com).
Was haltet ihr davon? Sinnlose Verschwendung von Farbdrucken, weil wir eh wissen, was gesund ist und was nicht. Oder sinnvolle Einteilung von Lebensmitteln, ist die Ampel auf rot geschaltet, genießen wir diese Produkte nur in Maßen?
Die Anzahl der Krankenkassen nimmt kontinuierlich ab, sie sterben, fusionieren. Heutzutage muss man wettbewerbsfähig bleiben. Daher müssen neue Angebote und Vergünstigungen für Patienten her. Die DAK geht einen neuen Weg. Für eine Handvoll Euro pro Monat bietet diese eine Rechtsschutzversicherung für Mitglieder an. Hat ein Onkel Doktor gepfuscht, kann man so auf vereinfachte Art und Weise den Rechtsweg beschreiten. Hier ist das sehr aussagekräftige Comic-Einführungsvideo auf DAK.de.
Hallo Leute, tut mir echt leid, dass ich länger nicht mehr anwesend war, aber ich hatte viel mit den technischen Vorbereitungen für die MG11 zu tun. Vorarlberg ist ja auch so weit vom Bodensee entfernt … Leider hat mir der Cheffe letzte Woche das Mini-U-Boot zerlegt. Na gut, ich habe es Carlos bereits gebeichtet. Heute stehen medizinische Übungen an. Ich habe hier einen kleinen Notarztkoffer am Start, mit dem werden wir einige Sachen anstellen. Außerdem habe ich Übungspuppen für die Reanimation dabei. Auch einen Defi … also bitte Vorsicht …
Der Cheffe lässt sich heute übrigens entschuldigen. Er weilt seit letzter Woche in München. Scheint wohl irgendwas Wichtiges zu sein, Nähreres weiß ich aber nicht. Schöne Grüße soll ich auch von Elena ausrichten … sie wird mit mir … äh … schon etwas früher nach Guam fliegen. Also teilt euch schon mal in Gruppen auf und dann gehts los an die Puppen …
Nur 4 Prozent der deutschen Hausärzte sind mit dem Gesundheitswesen eigentlich ganz zufrieden, aber 75 Prozent wünschen sich mehr Zeit für die Patientenberatung (Deutsches Ärzteblatt 14.10.11). Das führt uns zur Diskussion. Hier muss man natürlich unterscheiden, ob ein Patient “nur” gelblappenwillig ist (sprich: eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung begehrt) oder eine schwerwiegendere internistische oder psychiatrisch-neurologische Problematik vorliegt. Im ersten Falle sind natürlich 10 Minuten vollkommen ausreichend, im letzteren Falle aber nicht.
Was tun als Doktor? Durchschleusen oder Überstunden schrubben und am Burnout eingehen? Was meint ihr als Patienten dazu? Nimmt sich euer Medizinhausmann Zeit oder habt ihr das Gefühl er arbeitet gegen die Uhr?
Generell zu kurz kommen im medizinischen Alltag die Gedichte. Ganz klar. Warum nehmen wir uns nicht einfach ein bisschen mehr Zeit und tragen unsere Anliegen/Diagnosen/Therapien lyrisch vor? Rapper und Songwriter vor. Wie könnte das konkret aussehen?

Einige Patienten benutzen bereits die brandneue elektronische Gesundheitskarte. Auf diesem neuen Wunderding sind nach der Einschätzung mancher bereits Notfall-Krankendaten, Blutgruppe, Allergiepass, Operationen, Röntgenbilder und Medikamentenplan gespeichert. Leider falsch. Auf der Ecard befinden sich lediglich die Adresse und das Geburtsdatum, wie ich hier berichtete. Enttäuscht? Na gut, eine Kleinigkeit hatte ich vergessen: Den neuen Ecard Trojaner (siehe Ärztezeitung 12.10.11).
Puh, ich komme heute etwas spät an den Strand, aber ich musste noch eine Runde Golf mit angehenden Schönheitschirurgen spielen. Ein schöner Sport und so erschwinglich … Schön, dass ihr wieder da seid. Heute kann ich euch stolz ein Mini-U-Boot vorstellen, dass mir ein entfernter Freund von Carlos zur Verfügung gestellt hat. Es ist nur für 2 Personen konzipiert und kann immerhin bis auf 50m Tiefe gehen … Also, lasst heute eure Sauerstoffflaschen stehen und schaut euch dieses Wunderwerk der Technik an. Ähnliche Technik wird das Marianen-U-Boot bieten …
Was ist wenn einen am Sonntag übler Durchfall oder eine kräftige Bronchitis ereilt? Richtig, man sucht den ärztlichen Notdienst in der Praxis auf. Kommt man gar nicht mehr hoch, kommt der Onkel/ die Tante Doktor auch mal nach Hause auf einen Tee (und die Krankenversicherungskarte) vorbei. Jeder niedergelassene Mediziner ist verpflichtet an diesem Notdienst teilzunehmen. Doch was ist mit Randgruppen, wie Pathologen oder Gynäkologen? Richtig. Auch diese werden zum Dienst herangezogen. Und wenn sie keinen Vertreter finden, müssen sie auch tatsächlich antreten …
Neben dem Ironman in Hawaii, der übrigens gestern stattgefunden hat, gibt es noch ein weiteres Highlight der Triathlon-Saison: Der Bierathlon in Zürich. Am Samstag, 10.Dezember 2011 ist es wieder soweit:
Es existieren in der Welt des Triathlon genau zwei ernst zunehmende Wettkämpfe, bei denen es um nicht weniger als das nackte Überleben geht. Den Ironman Hawaii, für den männiglich rund um die Uhr trainiert, bloss um sich in einer Lavawüste den Elementen zu stellen. Und es gibt den Bierathlon Zürich, bei dem ähnliche Strapazen durch ein lockeres Bierchen erleichtert werden. Oft kopiert, aber nie erreicht! (Originaltext auf der Website)
Suchterkrankungen gibt es viele. Wir kennen Alkohol-, Drogen-, Nikotin-, Spielsucht und andere. Neue hinzugekommen ist in den letzten Jahren die Computersucht. Einen neuen Weg beschreitet nun eine Klinik in Bad Bramstedt, hier gibt es eine Abteilung für PC bwz. Macjunkies (Ärztezeitung 7.10.11). Erschreckend: “560.000 Menschen in Deutschland gelten als internetabhängig, 2,5 Millionen sind auf einem guten Weg dahin.”
Diese Problematik wird in der Regel verharmlost. Wer nutzt heute nicht das Web mit seinen Foren oder Social Communities? Ein Leben ohne Internet? Unvorstellbar, oder? In der Regel kann man aber lernen damit maßvoll umzugehen. Kritisch wird es, wenn soziale Kontakte abgebrochen, Körperpflege vernachlässigt wird oder psychische Auffälligkeiten auftreten
Was meint ihr? Wird das Thema der Internetsucht unnötig aufgebauscht? Ich selbst habe dazu ja schon unzählige Artikel verfasst. Oder ist es nun endlich an der Zeit das Thema ernstzunehmen, wie damals die Spielsucht? Benötigen wir Kliniken zur Behandlung? Wen muss ich dorthin einweisen?
Liebe Medizinaffininnen und -affine, liebe Parteimitgliederinnen und -er, liebe Bürgerinnen und Bürger,
in meiner Funktion als Bundesvorsitzender der Medizin Partei Deutschland schulde ich Ihnen liebe Wählerdingen noch eine Antrittsrede. Aufgrund eines technischen Defekts muss ich heute auf die Schriftform zurückgreifen und begegne Ihnen daher in gewohntem Gewand. Ich möchte auch gleich in Medias res gehen und zu einer aktuellen Erkrankung Stellung beziehen: Burn-Out.
Dass man als Arzt nicht zwangsläufig als Millionär endet, wurde mir in den letzten Jahrzehnten bereits klar. Dieses wurde heute in der Ärztezeitung thematisiert. Anstatt zu jammern, sollte man seinen Beruf allerdings wertschätzen und nach vorne schauen. Dennoch, in gewissen Nischengruppen der Mediziner findet man durchaus noch wohlhabende Menschen. Beispiel: Chefärzte kurz vor der Rente. Hier der typische Arbeitstag eines 59jährigen Anästhesisten, der es vorzieht anonym zu bleiben.
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