Im letzten Artikel Online Sprechstunde kam Hootch auf eine hervorragende Idee. Man könnte gemäß dem Portal, Frag einen Anwalt, ein ebensolches für Ärzte schaffen. Frag-den-Doktor.irgendwas beispielsweise. Patienten stellen eine Frage und bieten einen Eurobetrag für die Beantwortung.
Heutzutage ist es in der Regel nicht mehr notwendig seine vier Wände zu verlassen. Einkaufen, Arbeiten, Kommunikation, Konsum, alles ist von zu Hause aus möglich. Doch Moment, eine Sache würde noch fehlen. Der Arztbesuch … allerdings ist auch dies kein echtes Problem, denn nette Hausärzte besuchen Patienten gerne mal nach Feierabend. Die Krankheit sollte dann in diesem Fall allerdings etwas schwerwiegender als ein Schnupfen sein. Doch zurück zum Thema, die Online Sprechstunde.
Der Nebel des Novembers legt sich wie ein dunkler Schleier über die Seele. Der Regen ist dieses Jahr ausgeblieben, aber dennoch: Die Stimmung ist angeschlagen, die Arbeit belastet einen, das Privatleben könnte besser laufen und und und … Muss das sein? Ich bin der medizinisch-fundierten Meinung: Nein! Einem bewährten Schema folgend möchte ich mich dem schwierigen Thema Depression mittels Musik nähern. Wer also kein Buch (z.B. Erfolgreich gegen Depression und Angst) lesen will, muss demnächst hören …

Bild: Lights, Camera, Action von llimllib auf flickr.com, unter einer Creative Commons-Lizenz
Wieder einmal ist es höchste Eisenbahn sich Gedanken über das bevorstehende Weihnachtsfest zu machen. Heutzutage stehen in der Regel Geschenke im Mittelpunkt des Interesses. Also, was werdet Ihr Euren Lieben denn nun schenken? Keine Idee? Kein Geld? Dann schaut mal, was ihr mit Monsterdoc ohne großen finanziellen Aufwand basteln könnt. Merke: Der gute Wille beim Geschenk sollte erkennbar sein.
Jetzt ist es amtlich. Jeder Bundesbürger soll einmal im Leben mit der Frage konfrontiert werden, ob im Falle des Ablebens, seine Organe zur Spende bereitstehen oder nicht. Auf welche Art und Weise dies geschehen soll ist noch nicht klar (Deutsches Ärzteblatt 25.11.11).
ich bin sehr gespannt, wie das konkret ablaufen soll. Am Einfachsten könnte man dies beim Zusenden einer neuen Ecard erfragen. Die Krankenkassen könnten beispielsweise hier Fragebögen sparen, wenn Leberzirrhotiker (Alkoholiker) und Lungenbrötcheninhalierer automatisch aussortiert werden würden. Im Rahmen der Datenschutzproblematik der elektronischen Gesundheitskarte (Ach übrigens, wer hat die schon von Euch?) dürfte dies kein Problem sein … (Scherz beiseite!)
Was meint Ihr? Ist das ne vernünftige Lösung? Sagt Ihr JA oder NEIN zur Organspende?
In meiner Dauerrubrik Medizin-Ärztetypen fehlen noch ein paar Berufe. Mit Entsetzen habe ich festgestellt, dass hier der Zuckerbeobachter, eine Unterart des Internisten, noch abwesend ist. Daher folgt heute eine genaue Definition der Charaktereigenschaften und Tätigkeitsfelder des gemeinen Diabetologen.
Die Helden der Landstraße intubieren nicht nur schneller als ihre Schatten sondern haben durchaus auch andere medizinische Seiten zu bieten. Und sehr wichtig, sie können auch ausbrennen. Ha, wär doch gelacht, Fußballtrainer und Politiker, so läuft das nicht. Wir, die Notärzte, sind die Nummer 1 beim Burn-Out-Syndrom (siehe Ärzte-Zeitung 22.11.11). Ich möchte daher ein Beispiel für einen ausgebrannten Notarzt bringen. Zunächst aber der gleiche Einsatz von einem jungen, dynamischen Notbedürftigen mit Blaulichterkrankung durchgeführt … Folgendes Szenario …

Bild: Fire Breathing von photos4uandme auf flickr.com, unter einer Creative Commons-Lizenz
Neulich so passiert: Geht ein Arzt zum Arzt … nein das ist jetzt kein Witz sondern die beinharte Realität in deutschen Arztpraxen. Selbstverständlich gehen Mediziner niemals zum Arzt, wenn überhaupt, dann behandeln sie sich selbst, auch wenn sie von Tuten und Blasen keine Ahnung haben. Nur wenn der Kopf vom Hals fällt, also bei einer Dekapitation beispielsweise (was die einzige Kontraindikation für eine Reanimation darstellt … aber ich schweife ab … ), fügt sich der Weicheiarzt in seine Patientenrolle.
Eine lange Woche geht zu Ende. Die dritte internationale virtuelle Expedition (Marianengraben 2011) ist Geschichte. Jetzt bin ich erst einmal reif für eine dreiwöchige Reha. Vielen Monsterdoc-Lesern werden die Abenteuer rund um den ehemaligen Stationsarzt Hajo vermutlich etwas befremdlich vorkommen. Was treibt einen berufstätigen Menschen dazu an sich nahezu 24 Stunden am Tag lang die Hände wund zu tippen? Federkiel hat die Zahlen der diesjähren Expedition sinnvoll zusammengefasst …. 5000 Kommentare in 10 Tagen … gehts noch? Das sind 1/4 von allen Kommentaren in den letzten 3 Jahren …

Bild: Squid Dreams von Jacob Davies auf flickr.com, unter einer Creative Commons-Lizenz
Die Motoren der Militärmaschine dröhnen im Morgengrauen auf der Airbase. Henry bittet zum Heimflug. Wir steigen ein. Es dauert nur wenige Minuten dann befinden wir uns in gr0ßer Höhe. Carlos winkt zum Abschied. Basadai war bereits gestern mit dem U-Boot von Roberto abgereist … so endet also das Abenteuer Expedition in den Marianengraben. Danke und …. Adios ….
Sehr stimmungsvoll, der tropische Sonnenuntergang. Eine etwas abseits gelegene Strandbar an der Westküste von Guam ist erleuchtet durch ein Meer aus Fackeln und Windlichtern. Eine warme Brise vom Pazifik berührt sanft unsere Gesichter, die Haut ist angenehm von Salz und Sand überzogen … Leise folkloristische Gitarrenmusik lässt uns den Moment genießen … der Moment des letzten Zusammenseins.
Alle Freunde sind gekommen, um noch einmal gemeinsam zu Essen, zu Trinken und zu Feiern … Eine nicht ganz unwichtige Kleinigkeit fehlt aber noch zur Abrundung der Expedition – die Miss/Mister Mariane Wahl 2011 …
Guten Morgen Freunde, nach einer rauschenden Partynacht im C.Cubumber Club stehe ich erst spät auf …. wir haben es geschafft. Wir haben die dritte Mission erfolgreich abgeschlossen, nämlich die tiefste Tiefe zu erreichen. Ein weiterer Erfolg auf unserem Weg zu den 8 Summits (eigentlich 7 Summits, aber ich modifizierte dies etwas).
Wir haben es geschafft, unsere Crew ist befreit, das Hauptquartier und der Golfplatz platt gemacht und die GAHL in die Flucht geschlagen. Was erwartet man mehr von einem erfolgreichen Tag? Geflohen sind wir dann mit einem GAHL-Helikopter … mit dem wir auch das U-Boot transportieren wollten. Dummerweise verfolgten uns Militärhubschrauber der US Airforce und schossen das am Drahtseil hängende Baby kaputt. Carlos war sehr betroffen …
Dank N8engels diplomatischen Fähigkeiten stellten die Amerikaner das Feuer ein und drehten ab.
Nach einem kurzen Frischmachen im Hotel machten wir uns bereit für eine lange Partynacht im Club C. Cucumber. Hier soll es eine gigantische Lasershow geben … Party !!!!
Roberto, Basadais Jugendfreund aus der Schweiz, war glücklicherweise mit seinem U-Boot in der Gegend und hörte unsere Funksprüche …. Gegen 17 Uhr traf er mit seiner Mannschaft auf uns und stattete uns mit einem Waffenarsenal aus das seinesgleichen suchte … Die Sache war nun klar, wir mussten kämpfen … bloß wo?
Die United Galore war von den GAHL versenkt worden …. es war die grausame Wahrheit. An einem Rumpfteil hing noch die Halskette von Elena und das Kuscheltier von Carsten. Wir hatten verspielt. Wir hofften und glaubten, dass die Crew nicht tot sondern lediglich von den GAHL entführt worden war …
Doch da tauchten die Orcas auf. Unsere Rettung? Wir spannten sie mittels langer Seile vor unser U-Boot “Baby” und schipperten in Richtung Guam …. was sollten wir sonst tun? Da hatte Basadai einen genialen Einfall …
Wir haben den Tiefenrekord und wir haben auch außerinnerirdische Erfahrungen gemacht … denn, unterhalb des Witjastief war da noch was, was sehr Schönes … …. wir konnten sogar atmen, da war überall Glibber ..
Irgendwann sind wir dann wieder zu uns gekommen … und nahmen Kurs auf unser Mutterschiff. Die Steiggeschwindigkeit war mit 0,5kn allerdings sehr gering … so dass wir viel Zeit zum Beobachten der Tiefseetiere hatten … die ganze Nacht … unser Probetank ist randvoll gefüllt mit Schönheiten aus dem Abyss …
Bedenklich war allerdings, dass wir keinen Funkkontakt mehr zur United Galore bekommen konnten …
Wir stiegen und stiegen … Totenstille …. dann tauchten wir auf und befanden uns auf dem offenen Meer. Keine Spur vom Flugzeugträger … was war nur passiert?
Im Tiefenrausch sind wir noch weiter runtergetaucht … bis auf 13.000m, dort waren wir von Sinnen …
Wir haben es geschafft, wir sind in 11.034m Tiefe angelangt. Neuer Tiefseerekord mit bemanntem U-Boot. Lasst uns feiern.
Miese, nachdenkliche Stimmung an Bord der United Galore. Über der MG11-Expedition liegt ein schwerer dunkler Schatten. Gestern Abend hat sämtliche Vorstellungskraft von Teamgeist und Freundschaft gesprengt. Ich konnte das nur sehr schwer verdauen und glauben. Das Ganze kam mir reichlich spanisch vor. Irgendwas stimmte nicht. Ich musste mich vergewissern, wie die Aktion mit Elena und Hajo gestern Abend wirklich abgelaufen war. Entschlossen schritt ich zur Kabine von den beiden. Ich klopfte an …
Mit einem lauten Blubbern tauchte das Baby auf …. es schien unbeschädigt … Elena und Hajo stiegen aus … Sie sahen schrecklich aus … ungepflegt, unterkühlt und mit zerissenen Klamotten … Sie bibberten … Das nächste mal muss Carlos noch eine Standheizung einbauen … Es folgten herzzerreißende Entschuldigungsorgien … Ich blickte sie grimmig an. Das Team, außer Basadai, umringte die zwei Querulanten …
Wortlos schickte ich die beiden auf ihre Kabine … mit der Anweisung nicht vor heute abend herauszukommen … Wie begossene Pudel verschwanden sie.
Es geht hier um die Sache, den Tiefseerekord, und dafür brauchen wir unsere Kraft. Habe gestern abend genug davon vergeudet für dieses Beziehungsblödsinn. Deswegen bin ich auch so beherrscht heute. Am liebsten hätte ich natürlich beide schön durchgeprügelt mit Basadai zusammen … aber nein … fokussieren wir …
Das Baby muss erst mal gründlich von Carlos durchgecheckt werden. Um halb 9 Uhr heute Abend geht die Tauchfahrt los, es wird unsere letzte Chance sein. Und diese sollten wir nutzen. Wir werden das Witjastief klarmachen … da bin ich mir ganz sicher.
Wir werden heute nachmittag demokratisch entscheiden, was mit Elena und Hajo passieren soll. Sollen wir sie heimschicken? Sollen sie während unserer Tauchfahrt auf dem Schiff bleiben? Oder sollen sie mitfahren? Was meint Ihr? Jeder hat eine Stimme ….
Verziehen habe ich ihnen bereits, aber nicht vergessen …
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