Heutzutage ist es in der Regel nicht mehr notwendig seine vier Wände zu verlassen. Einkaufen, Arbeiten, Kommunikation, Konsum, alles ist von zu Hause aus möglich. Doch Moment, eine Sache würde noch fehlen. Der Arztbesuch … allerdings ist auch dies kein echtes Problem, denn nette Hausärzte besuchen Patienten gerne mal nach Feierabend. Die Krankheit sollte dann in diesem Fall allerdings etwas schwerwiegender als ein Schnupfen sein. Doch zurück zum Thema, die Online Sprechstunde.
Eigentlich auch ein alter Hut, 2009 berichtete ich über spezielle Software für die Kommunikation zwischen Arzt und Patient. Nun gibt es eine “echte” Online Arztpraxis, Dr.Ed genannt. Hier kann man sich über bestimmte Krankheiten beraten lassen. Der “ärztliche Direktor” ist urologisch versiert und daher geht es auch hauptsächlich um entsprechende Themen. Akutärztliche Dinge sind selbstverständlich nicht Teil des Angebotes …
Abgerechnet wird privatärztlich nur wenn eine “Behandlung” erfolgt, ein Rezept kann dann zugeschickt werden.
Natürlich ersetzt diese Online Praxis keinen Arztbesuch. Das Beratungsangebot ist im kleinen Rahmen gehalten. Hier kann sicherlich eine sinnvolle Beratung stattfinden, aber auch nicht mehr. Für mich ein erster Schritt im Gebiet Online-Sprechstunde. Bin mal gespannt, was sonst noch so alles kommen wird …
Ich befürchte fast, die Wohnung muss für den Arztbesuch auch in 30 Jahren noch verlassen werden …
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Der Arztbesuch hat ja für viele auch eine soziale Komponente. Allein schon deshalb wird das aus dem Haus gehen nicht so schnell entfallen (können). Aber als Ergänzung? Warum nicht.
Kommentar: Federkiel
(2961) – 29. November 2011 @ 21:54
Dr. Claudia Hoppenduck müsste eigentlich auch mal wieder ONLINE-Sprechstunde abhalten … das war eigentlich immer ganz nett …
Kommentar: chefarzt
– 29. November 2011 @ 22:44
Wenn man den Arzt schon länger kennt, weil man bei ihm in Behandlung ist und er ab und an so etwas anbietet bzw. er sich auch per Mail äußert, wäre das sicher ein Angebot.
Kommentar: psychoMUELL
(57) – 30. November 2011 @ 03:15
Wenn ich mir so den Vorgang bis zum Erhalt des Rezeptes anschau, geh ich doch lieber zum Hausarzt. Einmal zahl ich da nur 1x pro 3 monate und nciht jedesmal, des weiteren brauch ich für ein Rezept ganze 5min. Das kann der onlinedoc wohl kaum unterbieten
Und wenn ich mir so anschau, was da fürs Pillenrezept verlangt wird (Blutdruck, Fragen beantworten…..) nehm ich doch lieber die einfache Variante “ich bräucht wieder ein Rezept für die Pille…. Ja so wie immer … Danke!”
Ach ja, bei allem was über einfach rausgeht, wird er wohl eh an den Hausarzt verweisen. Persönlichen Besuch kanns nicht ersetzen. Krankmeldungen wird er wohl auch nciht schreiben, oder wenn doch, dann wird es wohl schnell die Runde machen, was man angeben muss.
Kommentar: Delfinstern
(648) – 30. November 2011 @ 16:50
Im “Zusatzangebot” sehe ich auch Potential … ansonsten nicht. Krankmeldungen? Wieso? Du hustest einmal in deine Webcam …
Kommentar: chefarzt
– 30. November 2011 @ 20:01
Man könnte doch auch ganz neue Wege gehen. Beispielsweise nach dem Vorbild von http://www.frag-einen-anwalt.de, also frag-einen-arzt.de. Dann kann der Patient seine Beschwerden schildern und gleichzeitig auch den Betrag nennen, den er für den Rat bzw. die Behandllung bereit ist auszugeben. Der erste der dort angemeldeten Ärzte, der die Anfrage beantwortet, bekommt das Geld. Mir fallen da jetzt schon tolle Anfragen ein:
“Für 5 €: Ich habe da so Ausschach untenrum, geht auch nicht mit der Kortidingsbumssalbe für den Hund vom Tierarzt weg. Ach ja, Blutdruck habe ich auch, und zwar 36,9 Grad.”
“Für 20 €: Ich brauche ein Viagrarezept!”
“Für 100 €: Ich benötige ein Attest, aus welchem hervorgeht, dass ich dauerhaft arbeitsunfähig bin.”
“Für 30 €: Ich suche einen Arzt, der ein Gutachten im Rahmen eines Gerichtsprozesses gegen Dr. Müllermeierschmidt erstellt. Es geht um Kunstfehler im Bereich der Schönheitschirurgie. Die Narbe ist 5,3 cm lang und im Aufklärungsbogen stand nur etwas von einer 5 cm langen Narbe. Ach ja, und es wäre schön, wenn der beantwortende Arzt auch einen Anwalt kennen würde, meiner hat das Mandat niedergelegt.”
” Für 50 €, via Twitter: Liege unter LKW. Beethovenstraße 4 in Bonn. Brauche Notarzt. Eilt!”
Grüße!
Kommentar: Hootch
(29) – 30. November 2011 @ 20:08
@hootch: Toll, danke für den Link. Kannte ich bisher noch nicht. Gute Idee … da könnte man was draus machen …
Die 50 Euro unter dem LKW wären übrigens sehr gut investiert …
Kommentar: chefarzt
– 30. November 2011 @ 20:32