Eigentlich wollte ich mit euch über den drohenden Ärzte/Apotheker-Dauerstreik diskutieren, doch das Thema langweilt irgendwie, gähn … Viel interessanter hingegen ist immer wieder das Auffliegen von “falschen” Ärzten. Medizynicus und Anna haben übrigens über dieses Thema ein Buch zu seiner Zeit geschrieben (hier).
Neuester Fall: Das Untertauchen eines unechten Arztes, der jahrelang an der Uniklinik in Magdeburg beschäftigt war. Möglicherweise könnte dieser sogar einen Patienten auf dem Gewissen haben (Focus.de 14.9.12).
Wie ist es nur möglich sich ohne profundes Wissen jahrelang durchs medizinische System erfolgreich durchzuwinden? Schöpfen Kollegen/Vorgesetzte keinen Verdacht? Sind die Urkunden perfekt gefälscht? Was ist überhaupt der Antrieb zu derartigem Schauspiel? Habt ihr noch von anderen Fällen gehört?
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das ist das erschreckende. die herren ( ich glaube, falsche aerztinnen sind recht selten! ist noch interessant) sind offensichtlich fachlich nicht auffallend schlecht.
gibt zu denken..
gruss landkrauter
Comment: landkrauter
(283) – 14. September 2012 @ 22:36
man denke nur an den Harz 4 Empfänger in Cuxhaven vor 1 Jahr, mehr als 12 Monate als Assistenzarzt in der Chirurgie und erst durch einen Mitarbeiter des Arbeitsamtes entlarvt
.
Comment: hans
(515) – 15. September 2012 @ 09:35
Na, wenn solche Betrüger nicht auffallen, dann ist es auch nicht so schwer Arzt zu sein. Und dann wollen die noch ne Gehaltserhöhung, 1€ Jobber können das wohl genauso gut.
Comment: Der Pickel
(3) – 15. September 2012 @ 10:11
Im Grunde ist es doch gar nicht so schwer: man muss sich halt ein wenig mit den Umgangsformen und dem entsprechenden Jargon im Krankenhaus beschäftigen, dann klappt das schon. Ein bisschen medizinisches Grundwissen wäre natürlich nicht schlecht, und da bringt ein Praktikum im Rettungsdienst mehr als mehrere Semester Medizinstudium.
Ein großer Teil der Assistenzarzt-Aufgaben lassen sich wirklich auch so bewältigen… und vor den anderen Dingen muss man sich halt geschickt drücken!
Comment: Balthasar
(123) – 15. September 2012 @ 12:13
Also doch: die Umschulung zum Arzt … möglicherweise übers Arbeitsamt nun doch in 6 Monaten möglich …
Comment: chefarzt
– 16. September 2012 @ 20:11
6 Monate Umschulung? Also wenn das in 6 Wochen gibt bin ich dabei. Natürlich ohne jegliche Verantwortungsübernahme, da man ja nicht studiert hat, aber natürlich volles Gehalt!
Comment: delfinstern
(709) – 16. September 2012 @ 20:23
@delfinstern: Das müsste machbar sein …
http://www.monsterdoc.de/2009/umschulung-zum-hausarzt/
Comment: chefarzt
– 16. September 2012 @ 20:48
Erschreckend ist für mich vor allem das diese Leute über Jahre problemlos behandeln.
Natürlich stellt sich auch die Frage ob zumindest deutsche oder europäische Angaben nicht in Zeiten des allwissenden Internets leicht überprüft werden könnten.
Comment: Sebastian
(15) – 16. September 2012 @ 22:07
@sebastian: Ich glaube, der @balthasar kennt sich auf diesem Gebiet sehr gut aus … Noch ist das Internet nicht allwissend …
Comment: chefarzt
– 17. September 2012 @ 20:47