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Diskussion am Wochenende – Wie online sollten Ärzte sein?

Jeder von Euch kennt einen Arzt, wenns auch bloß der eigene Hausarzt ist. Möglichweise ist auch einer von Euch selbst Arzt. Sei es in der Praxis, in der Klinik, im MVZ, als Orthopäde, Anästhesist, Allgemein- oder Notarzt. Viele haben eine eigene Website, manche sogar einen Blog, ob anonym oder mit Namen. Einige sind in Social Communities vertreten, sie facebooken, xingen und twittern.

Was meint ihr? Wie online sollte ein Arzt überhaupt sein? Durch Berufsrecht und Heilmittelwerbegesetz sind Mediziner natürlich deutlich eingeschränkter als andere auf dem freien Markt. Wieviel Ärzte kennt ihr überhaupt, die bloggen oder twittern? Und wie findet ihr das?

18. May 2012 (Kategorie Diskussion am WE)

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15 Comments

  1. Also bloggen oder twittern tut meine Hausärztin nicht (das ich wüsste). Aber sie ist sehr gut per Mail zu erreichen, und antwortet auch zur Not noch zur späten Stunde. (Natürlich würde ich mich in einem Notfall nicht auf eine Mail beschränken/berufen).
    Aber generell finde ich den Service super. So kann man schnell mal Termine oder Rezepte/ Überweisungen per Mail klären und sie dann am nächsten Morgen rausholen. Top!!

    Comment: KatNo Gravatar (172) – 18. May 2012 @ 20:45

  2. eine Homepage fände ich nicht schlecht. Ich mach mir gern dadrüber den ersten Eindruck, also zB sieht die HP schon nach “Verkaufsveranstaltung” aus, geh ich nicht hin, andererseits wenn die Praxisräume schön aussehen und das Team sympatisch aussehen hat die Praxis gute Chancen. Auf der HP sollten z.B. Bilder vom Team, der Praxis und die Öffnungszeiten(!) stehen. Email fände ich sehr gut, da die Herrschaften meistens dann offen haben, wenn ich arbeiten muss… und anrufen geht auch nicht immer.

    Comment: delfinsternNo Gravatar (709) – 18. May 2012 @ 21:14

  3. “Wie online sollten Ärzte sein?”
    Onliner jedenfalls als es die meisten sind ;-)

    Soziale Netzwerke könne, müssen aber nicht.

    Eine HP ist auf jeden Fall sinnvoll, es reichen für die Pflicht eigentlich zunächst die Dinge, die Delfinstern genannt hat, mehr ist Kür. Praktisch kann ein gut gepflegter Infoteil bei spezialisierten Fachärzten sein, der Auskunft über bestimmte Untersuchungen, deren Vorbereitung etc. gibt. Ggf. auch Infos über typische Krankheiten/Beschwerdebilder und die dazugehörigen Optionen, was natürlich nur bei relativ stark spezialisierten Ärzten/Praxen Sinn macht.

    E-Mail-Erreichbarkeit sollte eigentlich gegeben sein. Und Antworten oder ggf. auch ein Rückruf sollten nicht ALLZU lange, also möglichst nur wenige Tage, auf sich warten lassen. Ich weiß, das kostet Zeit, aber ich glaube, dass man andererseits manches Telefongespräch einsparen kann. Und Fragen zu einem Befund oder so, kann ich persönlich besser schriftlich formulieren, am Telefon vergesse ich doch meist was, anderen mag das anders gehen.

    Ein Blog kann nützlich sein, wenn aber keine Zeit ist, ihn wirklich zu versorgen, sollte Arzt es besser sein lassen. Damit meine ich nicht tägliche Einträge, aber so ein oder zweimal im Monat was Qualifiziertes wär schon nicht schlecht..

    Das alles funktioniert m.E. natürlich nur, wenn von Medizinerseite ein ehrlich partnerschaftliches Arzt-Patientenverhältnis angestrebt wird. Mit der bei einigen noch üblichen paternalistischen Einstellung wird das nicht funktionieren. Es gibt durchaus Patienten, die so ein “ich (und nur ich?) weiß schon was für Dich gut ist”-Verhältnis bevorzugen, das ist auch ok, aber die werden es kaum sein, die den Doc 2.0 wirklich brauchen.

    Ich fänd ein bisschen mehr E-Doc und E-Patient gut, man muss natürlich auch sehen, dass es auf beiden Seiten auch andere Einstellungen gibt.

    Comment: KarlNo Gravatar (72) – 18. May 2012 @ 22:10

  4. Ich stimme da mit Delfinstern überein – Team und Praxis, Öffnungszeiten. Sinnig ist auch das Leistungsspektrum, damit ich abschätzen kann, ob ich dort das bekomme, was ich brauche.
    Und nicht nur privat, dienstlich ist das manchmal noch viel ärgerlicher, wenn man über das Netz keine Informationen bekommen kann.

    Comment: FederkielNo Gravatar (4064) – 19. May 2012 @ 09:56

  5. Mein HA bloggt und twittert auch nicht, HP gibt ebenfalls nicht (könnte ich mir bei ihm aber ehrlich gesagt bei ihm auch nicht vorstellen- älteres Baujahr, kein Technikfan ;-) ). Muss für meinen Geschmack aber auch nicht zwingend sein. Wenn ich ein Rezept brauche, rufe ich morgens an und kann es dann später abholen, die Öffnungszeiten hab´ ich inzwischen verinnerlicht und so weiter :-)

    Praktisch finde ich HPs und C0. wenn es darum geht, einen neuen Arzt zu suchen. Letztens gab´s eine Überweisung zum Facharzt, aber da ich noch nicht so lange hier wohne und mehrere Ärzte zur Auswahl standen, war ich mir sehr unsicher, zum wem ich gehen soll … Für den Fall sind HPs, auf denen mehr als die Öffnungszeiten zu finden sind, wirklich praktisch. So kann man schon mal als Patient einen ersten Eindruck vom Team bekommen, den angebotenen Untersuchungen etc. Allein nach der Internetpräsenz entscheiden tue ch dann aber nicht; hier finde ich Empfehlungen immer noch sehr wichtig.

    Comment: BluaNo Gravatar (190) – 19. May 2012 @ 13:11

  6. Also, ich bin Arzt.
    Und ich bin ziemlich online. Sogar in meiner Freizeit mit Sonnenbrille und IPad im Café.
    aber als ich letztens mal einen Hausarzt-Kollegen auf seine unterirdisch miese Praxis-Webseite angesprochen habe meinte er nur: “meine Kundschaft hat sowieso kein Internet!”
    Und Praxis-Blog?
    “was nutzen mir eine Million Leser in Spelunkistan?”

    Comment: MedizynicusNo Gravatar (123) – 19. May 2012 @ 18:16

  7. Eine informative Website sollte heutzutage Pflicht sein. In der Tat gibt es nur wenige mir bekannte Ärzte, die nichtanonym (!) neben ihrer Praxis auch noch persönlich bloggen und sich auf FB und Twitter rumtreiben.

    Da haben wir Doc Sarah Schons und den anderen Hausarzt (letzterer Blog zur Zeit noch platt!). Ich lasse mich da aber gerne berichtigen. Hey, Kollegen da draußen, wo seid Ihr?

    Die Frage bleibt natürlich offen: Was nutzt mir als Arzt das soziale Netzwerk? Kann ich aus Spelunkistan noch neue Patienten so richtig in echt dazugewinnen? Ich lese übrigens gerade ein Buch “Online-Marketing für die erfolgreiche Arztpraxis”. Das werde ich euch demnächst mal vorstellen …

    Comment: chefarztNo Gravatar – 19. May 2012 @ 22:15

  8. Ich kenne keinen Arzt der bloggt. Für mich wäre das auch nicht vorstellbar. Was soll er denn bloggen? Heute habe ich einen Blinddarm rausgenommen?

    Comment: HaraldNo Gravatar (2) – 20. May 2012 @ 09:01

  9. @harald: Es gibt doch so viele Themen: Gesundheitspolitik, -tipps, aktuelle Krankheiten, Neuigkeiten der Praxis, Persönliches, Alltagsthemen, da könnte schon was gehen …

    Comment: chefarztNo Gravatar – 20. May 2012 @ 21:49

  10. @harald
    Ja, wieso nicht? Ich meine…wie viele von uns können denn bei sowas vorbeischauen? Finde ich persönlich interessant. Lehrer bloggen j auch (siehe Frl. Krise , Frau Freitag etc.)

    Comment: KatNo Gravatar (172) – 20. May 2012 @ 22:07

  11. @kat: Natürlich ist noch wichtig zu unterscheiden, ob anonym oder im eigenen Namen gebloggt wird. Anonyme Blogs brauchen sich natürlich um Schweigepflicht nicht solche Gedanken machen …

    Comment: chefarztNo Gravatar – 20. May 2012 @ 22:44

  12. Aus Patientensicht würde ich es sehr begrüßen, wenn unsere Ärzte per Email erreichbar wären, es würde Vieles erleichtern. Anstatt drei Tage lang zu vergessen in den paar Minuten zwischen meinem und dem Kinderarzt-Feierabend Medis zu bestellen könnte ich einfach eine Mail schreiben: “Bea’s Orfiril ist nächste Woche alle und die Windel-Verordnung muss auch erneuert werden”.
    Die Medis werden eh von der Uniklinik vorgegeben und vom Kinderarzt nur verschrieben und die Windeln sind bei Pflegestufe 2 und bald 3 wohl lebenslang und selbst wenn wieder ein Besuch gewünscht wird – kurze Mail zurück und man kann immer noch telefonisch einen Termin vereinbaren.
    Leider ist es – zumindest hier in der Umgebung – noch undenkbar, die Praxis anders als per Telefon und Fax zu erreichen. Die Uniklinik ist per Mail erreichbar, allerdings sind die Reaktionszeiten… sagen wir einfach, Anrufen und Nachricht hinterlassen findet schneller den Weg zum zuständigen Doc.

    Comment: SebastianNo Gravatar (15) – 21. May 2012 @ 07:53

  13. @sebastian: Für viele Patienten ist es sicher komfortabler zu mailen. Erfahrungsgemäß sind aber Telefonate häufiger den Emails in punkto Effektivität überlegen. Außerdem sind sie bei Medizinern (noch) eine reine Serviceleistung.

    Comment: chefarztNo Gravatar – 21. May 2012 @ 20:10

  14. [...] MonsterDoc hat am Wochenende gefragt, ob Ärzte online sein sollten, ich möchte diese Frage gerne aus unserer Sicht – zwei halbwegs normal gesunde [...]

    Pingback: Wunschzettel für Online-Ärzte » » PAL-Blog – 21. May 2012 @ 22:02

  15. Ein Onleiauftritt ist für Ärzte oft eine heikle Angelegenheit. Ärzte dürfen ja keine Werbung im direkten sinne machen sondern nur Informieren. Sehr leicht kommt man bei solchen Informationsweitergaben an die Grenzen der Abmahnfähigkeit.
    Was ich schön fänd wär jedoch eine Auflistung der Möglichkeiten und des Angebotes, denn dann kann ich abschätzen wie oft ich zu anderen Ärzten verwiesen werden muss oder welche IGEL Leistungen ich in Anspruch nehmen kann.

    Comment: EickmannNo Gravatar (1) – 15. June 2012 @ 16:44

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