Europa bibbert, sibirische Kälte hat Einzug gehalten. Zeitlich gesehen wäre eine Eiszeit längst wieder überfällig, vielleicht auch nur eine “kleine“. Daunenjacken und Handschuhe sind gefragt wie nie. Doch in Sibirien gelten bekannterweise -20 Grad als mild …
Medien berichten derzeit sehr fleißig über die für uns ungewöhnlich tiefen Temperaturen. Doch warum eigentlich? Was für Probleme haben wir mit der Kälte? Gefahren für Obdachlose sind selbstverständlich offensichtlich, auch die Heizkosten steigen. Winterkrankheiten können auf uns zukommen …
Was haltet ihr von der eiszeitlichen Situation und der Darstellung in den Medien? Macht den Kopf frei oder geht auf die Knochen? Und wie schützt ihr Euch vor der Kälte?
Fast Food macht depressiv, Cannabis ist gesünder als Nikotin, Rotwein verlängert das Leben, usw. Das sind jeweils die Überschriften von Studien, die irgendwo unter irgendwelchen Umständen mit irgendwelchen Probanden doppel- oder ganzblind von bestimmten Instituten durchgeführt worden sind. Diese kommen dann zu gewissen Erkenntnissen, die man dann in einer reißerischen Schlagzeile zusammenfassen kann.
Ich gebe zu, dass ich oft auf diese fahrenden Züge ins medizinische Nirgendwo aufspringe. Diskussion und Spaß sind bei diesen Themen stets garantiert. Doch fehlt bei derartigen Studien häufig der Bezug auf die Gesamtsituation Mensch … wie viele Faktoren spielen eine Rolle für die Gesundheit und die Lebensdauer des einzelnen? Kann man sie überhaupt erfassen?
Was haltet ihr von solchen reißerischen Studien? Sinnvoll oder lediglich ein Spaßthema von vielen?
Altbekannte Medikamente, die es frei verkäuflich in der Apotheke gibt können doch nicht schaden, oder? Doch können sie sehr wohl! Paracetamol und ASS gehören zu den beliebtesten Medis, die gerne und häufig angewendet werden. Auch oft in Kombinationspräparaten. Doch werden die Nebenwirkungen ziemlich unterschätzt. Paracetamol beispielsweise kann die Leber zerstören, schon bei geringer Dosiserhöhung, und ASS erhöht die Blutungsgefahr enorm (Focus Gesundheit 19.1.12).
Frauen und Männer sind gelegentlich etwas verschieden. Daher gibt es auch spezifische Frauenkrankheiten und ebensolche Männerkrankheiten. Bei Letzteren ist es bekanntlich so, dass sie im Erkrankungsfalle stets leidender sind als Frauen. Jetzt wurde anscheinend wissenschaftlich bewiesen warum dies so ist (Men’s Health.de 9.1.12). Schuld daran ist das schwächere Immunsystem der Männer.
So einfach ist das. Und darum haben Männer auch ein Recht kränker zu sein als Frauen und zwar immer, jawohl. Die Studie wurde übrigens mit Männern Mäusen durchgeführt.
Was haltet ihr davon? Wissenschaftlicher Beleg um die Wehleidigkeit von Männern zu rechtfertigen oder Durchbruch im Vergleich der Pathophysiologie der Geschlechter? (Danke an Markus für den Tipp)
Aktuell gibt es Probleme mit bestimmten Brustimplantaten in Frankreich. 30.000 Trägerinnen sollen diese defekten Beutel baldmöglichst wieder entfernen lassen, sonst drohen ernsthafte Komplikationen. Das ist natürlich eine sehr große Menge, an Frauen, meine ich. Aber auch Männer lassen immer mehr an sich machen (Männer lassen schnippeln). Der Trend ist deutlich erkennbar.
Mich würde jetzt von Euch interessieren: Was haltet ihr von Brustvergrößerungen? Sollten Frauen dieses Risiko zugunsten der Schönheit eingehen? Gefällt es Euch überhaupt? Männer und Frauen bitte getrennt antworten … Kommentare über andere Schönheitseingriffe werden natürlich auch dankend angenommen …
Die Deutschen gehen zu häufig zum Arzt, das ist bekannt. Dies sollte durch die Einführung der Praxisgebühr vor einigen Jährchen bekämpft werden. Die Gesundheitspolitik scheiterte allerdings damit. Derzeit wird wieder häufig darüber diskutiert. Manche möchten den Praxiszehner ganz abschaffen, andere wiederum würden künftig gerne 5 Euro pro Arztbesuch verlangen …
Wat denn nun? Abgesehen davon haben die Ärzte sowieso nix davon, ob ein Patient 2x oder 100x im Quartal an die Praxistüre klopfen …
Was meint Ihr? Schrecken 5 Euro pro Besuch so richtig ab? Würdet Ihr dann seltener zum Onkel Doktor gehen? Oder alles nur Vorweihnachtsgeplänkel?
Dieses Thema wird in den Medien immer wieder zur Sprache gebracht. Sind denn nun alle Amokläufer frustrierte Ego-Shooter-Player oder spielt das überhaupt keine Rolle? Nun gabs eine interessante US-Studie mit … Männern (warum eigentlich keine Frauen?). Hierbei zeigten sich bei Ballerspielern anhaltende Effekte auf Gehirnfunktionen (Ärztezeitung 2.12.11). “Kontrolle von Gefühlen und aggressivem Verhalten” wären hier die Schlüsselwörter.
Was meint Ihr? Sollen gewaltverherrlichende Games kritischer beäugt werden oder seht ihr hier keinen Zusammenhang. Nebenbei gefragt: Spielt Ihr überhaupt? Und andere Frage: Wie siehts eigentlich mit Studien zu brutalen Filmen aus?
Jetzt ist es amtlich. Jeder Bundesbürger soll einmal im Leben mit der Frage konfrontiert werden, ob im Falle des Ablebens, seine Organe zur Spende bereitstehen oder nicht. Auf welche Art und Weise dies geschehen soll ist noch nicht klar (Deutsches Ärzteblatt 25.11.11).
ich bin sehr gespannt, wie das konkret ablaufen soll. Am Einfachsten könnte man dies beim Zusenden einer neuen Ecard erfragen. Die Krankenkassen könnten beispielsweise hier Fragebögen sparen, wenn Leberzirrhotiker (Alkoholiker) und Lungenbrötcheninhalierer automatisch aussortiert werden würden. Im Rahmen der Datenschutzproblematik der elektronischen Gesundheitskarte (Ach übrigens, wer hat die schon von Euch?) dürfte dies kein Problem sein … (Scherz beiseite!)
Was meint Ihr? Ist das ne vernünftige Lösung? Sagt Ihr JA oder NEIN zur Organspende?
Die Idee mit der Ampel als Abbild auf sämtlichen Lebensmitteln ist schon älter. Ein Grün signalisiert: Hier kannste reinhauen. Ein Rot bedeutet beispielsweise: Tod durch Fast Food. Diese sogenannte Lebensmittelampel hat sich in deutschen Supermärkten nicht durchgesetzt. Allerdings gibt es immerhin Apps für Smartphones (siehe: Lebensmittelampel.com).
Was haltet ihr davon? Sinnlose Verschwendung von Farbdrucken, weil wir eh wissen, was gesund ist und was nicht. Oder sinnvolle Einteilung von Lebensmitteln, ist die Ampel auf rot geschaltet, genießen wir diese Produkte nur in Maßen?
Nur 4 Prozent der deutschen Hausärzte sind mit dem Gesundheitswesen eigentlich ganz zufrieden, aber 75 Prozent wünschen sich mehr Zeit für die Patientenberatung (Deutsches Ärzteblatt 14.10.11). Das führt uns zur Diskussion. Hier muss man natürlich unterscheiden, ob ein Patient “nur” gelblappenwillig ist (sprich: eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung begehrt) oder eine schwerwiegendere internistische oder psychiatrisch-neurologische Problematik vorliegt. Im ersten Falle sind natürlich 10 Minuten vollkommen ausreichend, im letzteren Falle aber nicht.
Was tun als Doktor? Durchschleusen oder Überstunden schrubben und am Burnout eingehen? Was meint ihr als Patienten dazu? Nimmt sich euer Medizinhausmann Zeit oder habt ihr das Gefühl er arbeitet gegen die Uhr?
Suchterkrankungen gibt es viele. Wir kennen Alkohol-, Drogen-, Nikotin-, Spielsucht und andere. Neue hinzugekommen ist in den letzten Jahren die Computersucht. Einen neuen Weg beschreitet nun eine Klinik in Bad Bramstedt, hier gibt es eine Abteilung für PC bwz. Macjunkies (Ärztezeitung 7.10.11). Erschreckend: “560.000 Menschen in Deutschland gelten als internetabhängig, 2,5 Millionen sind auf einem guten Weg dahin.”
Diese Problematik wird in der Regel verharmlost. Wer nutzt heute nicht das Web mit seinen Foren oder Social Communities? Ein Leben ohne Internet? Unvorstellbar, oder? In der Regel kann man aber lernen damit maßvoll umzugehen. Kritisch wird es, wenn soziale Kontakte abgebrochen, Körperpflege vernachlässigt wird oder psychische Auffälligkeiten auftreten
Was meint ihr? Wird das Thema der Internetsucht unnötig aufgebauscht? Ich selbst habe dazu ja schon unzählige Artikel verfasst. Oder ist es nun endlich an der Zeit das Thema ernstzunehmen, wie damals die Spielsucht? Benötigen wir Kliniken zur Behandlung? Wen muss ich dorthin einweisen?
Angeblich befindet sich derzeit jede zweite Krankenkasse in akuter Insolvenzgefahr (Ärztezeitung.de 26.9.11). Steht Eure Kasse auch schon auf der Abschussliste? Vor >2 Jahren propagierte ich bereits die Einheitskrankenkasse, ausgestattet mit einem schillernden Namen. Damals konnte ich es noch nicht wirklich glauben, doch bald schon könnte dies Realität werden …
Gesetztenfalls es gäbe bald nur noch wenige oder gar nur noch die Einheitskrankenkasse. Wäre das ein Rückschritt ohne Wettbewerb in “staatliche” Zeiten oder ein Fortschritt, der endlich mal alle kostensparend unter einen Hut bringt? Was meint ihr?
Schauspieler sind es, Arbeiter sind es, Ärzte sind es und Fußballtrainer sind es: Sie sind ausgebrannt = Burnout. Die Flamme des Schaffens erlischt irgendwann einmal im Leben und der Docht glimmt nur noch vor sich hin. Höchste Zeit, sich eine Auszeit oder Therapie zu nehmen, wenn es denn möglich oder sinnvoll ist. Tatsache ist, dass Burnout eine immer häufiger gestellte Diagnose ist.
Was haltet ihr davon? Eine neue Modeerkrankung, die es früher schlichtweg nicht gab (Heute sind alle Weicheier!) oder eine ernstzunehmende Zivilisationskrankheit, die unbedingt erhöhter Aufmerksamkeit bedarf?
Interessante Neuigkeiten für PKW-Fahrer. Geht es nach der europäischen Komission, sollen bis 2015 sämtliche Fahrzeuge mit einem sogenannten eCall-System ausgestattet werden. Bei einem Crash werden Daten automatisch an die Notfallzentrale weitergeleitet. Auch manuell soll dieses System auslösbar sein (Deutsches Ärzteblatt 12.09.11).
Was haltet ihr davon? Wichtige Neuerung um einen raschen Notarzteinsatz zu garantieren oder unsicheres System, dass möglicherweise oftmals Fehlalarme produziert oder auch manuell missbraucht werden kann? Bei einer beinahe flächendeckend möglichen Mobilfunknutzung frage ich mich, ob der Faktor Zeit wirklich ein Argument für dieses System ist. Unfälle in dünnbesiedelten Gebieten könnten davon profitieren.
Ich wusste es: Radfahren ist gesund und trägt zum Eigen- und Umweltschutz bei. (Ärzteblatt 5.8.11). Zudem spart man kräftig in der Portokasse. Ich selbst verbringe 130-230km pro Woche auf dem Drahtesel. Der Großteil der Distanzen sind übrigens Dienstfahrten. Im Jahr summiert sich das locker auf 10.000km.
Wie siehts bei Euch aus? Fahrt ihr schon Fahrrad oder betreibt ihr noch aktive Umweltverschmutzung mit dem Hobel?
Über das Bewerten von Ärzten im Web habe ich schon desöfteren berichtet. Es ist nun an der Zeit ein kleines Fazit zu ziehen. Da kommt mir der aktuelle Test auf Getestet.de gerade recht. Hier werden namhafte Ärzteportale nach bestimmten Kriterien bewertet. Testsieger ist hier Jameda.de. Diese punkten unter anderem mit der netten Empfangsdame (Meinung des Bloggers).
Habt ihr schon mal einen Arzt auf einem Bewertungsportal ausfindig gemacht? Oder interessiert euch nach wie vor nur die Mund-zu-Mund-Propaganda? Nebenbei gefragt: Schaut ihr euch andere Bewertungsportale an, beispielsweise für Hotels, Restaurants?
Wer von euch treibt keinen Sport? Soll es ja geben. Wie wäre es denn mit Ausdauersport? Radfahren, Schwimmen, Laufen? Laufen wäre erstmal am Einfachsten. Kann man überall betreiben, lediglich Laufschuhe muss man sich leisten. Die Fitness steigt, der Ehrgeiz kommt. Mal einen Halbmarathon probieren? Geschafft. Den Marathon schaffe ich doch auch noch? Und dann? Vielleicht einen Langdistanztriathlon?
Immer wieder hört man von Todesfällen bei Marathonveranstaltungen. Unerkannte Herzvorerkrankungen tun hier ihr Übriges. Auch im Triathlon gibt es Todesfälle, hier aber vorwiegend beim Schwimmen. Die Veranstalter fordern in der Regel kein Gesundheitsattest von den Teilnehmern. Die meisten Amateure trainieren zwar brav nach Laktat und Pulsuhr, lassen aber nie ihre Pumpe mal so richtig durchchecken. Das könnte dann zum Verhängnis führen. Selbst bei Profis ist eine Echokardiographie (Ultraschall vom Herzen) noch nicht unbedingt Standard.
Wie haltet ihr es? Habt ihr euch schon mal sportmedizinisch untersuchen lassen? Treibt ihr überhaupt Sport? Sollte jeder Ausdauerveranstalter künftig Gesundheitsatteste fordern?
Die Tatsache, dass ihr diesen Artikel gerade lest, beweist, dass ihr im Web unterwegs seid. Ich bin mir sicher, dass ihr nicht nur Blogs konsumiert/betreibt, sondern auch in Foren oder Social Communities aktiv seid, vielleicht sogar vorwiegend. Lassen wir die kurze Geschichte der sozialen Netzwerke doch mal Revue passieren (Netzwertig.com 04/10).
Waren wir früher in kleinen spezifischen Chats und Foren unterwegs, wechselten wir zu MySpace über. Weiterhin waren wir in instant messengers Systemen (ICQ – Skype) bis heute zu Hause. Die großen Netzwerke wie Facebook und Twitter fügten die Welt schließlich zusammen. Aktuell haben beispielsweise 600 Millionen Menschen einen Account bei Facebook. (Außer Anna, die Anästhesistin!).
Meine Frage: In welchen Communities seid ihr unterwegs und wie glaubt ihr, sieht die Zukunft aus? Werden FB und Twitter irgendwann genauso untergehen wie ihre Vorgänger oder sollte es so etwas wie Beständigkeit im Web geben? Habt ihr vielleicht andere Vorschläge für neue bessere innovative Social Communities (Goldgräberstimmung …) ?
Der 1.7.2011 ist ein kleines historisches Datum. Ab heute gibt es nämlich den Zivildienstleistenden nicht mehr (Ärztezeitung 1.7.11). Irgendwie für mich persönlich eine traurige Angelegenheit, habe ich doch selbst damals diesen Dienst absolviert.
Wie geht es nun weiter? Droht jetzt ein Engpass in medizinischen Einrichtungen? Der sogenannte Bundesfreiwilligendienst soll diese Lücke schließen. Doch sieht es momentan eher nicht danach aus …
Was meint ihr? Bekommen Kliniken und Sozialeinrichtungen ein ernsthaftes Versorgungsproblem oder wird alles seinen gewohnten Lauf nehmen? Nebenbei gefragt: Wart ihr selbst einmal Zivi oder FSJler?
Definitiv gibt es in Deutschland zu wenig Organspender. Ein neues Transplantationsgesetz soll kommen (tagesschau.de 26.6.11). Hier gibt es nun zwei Möglichkeiten: Jeder ist potentieller Organspender und muss im Falle des Nichtgefallens aktiv widersprechen (wie beispielsweise in Spanien oder Österreich). Oder jeder muss eine aktive Entscheidung treffen, Organspende ja oder nein. Dies soll dann in irgendeinem Dokument, wie Führerschein oder Krankenversicherungskarte festgehalten werden.
Vermutlich wird es auf letzteres rauslaufen.
Bislang muss man sich in Deutschland aktiv mittels Organspendeausweis entscheiden. Liegt keiner vor werden die Angehörigen des Verstorbenen dazu befragt.
Was meint ihr? Zwang mit geringem bürokratischem Aufwand und Erhöhung der Organspenden oder aktive Entscheidung des Einzelnen?
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