Lange angekündigt (siehe: Ärzte bewerten), vor kurzem ging das Projekt an den Start: Das Arztbewertungsportal der AOK. Zeitnah wurden bereits die ersten scheinbaren Sicherheitslücken entdeckt. Die Ärztezeitung berichtete am 30.06.10 darüber, dass Redakteure des Berliner KV-Blattes fiktive Einträge ins Portal mittels Versicherungsnummern von bereits verstorbenen AOK-Mitgliedern oder Dummy-Versicherungskarten beisteuern konnten.
Ab Juni 2010 ist es endlich soweit. AOK-Versicherte können ihrem Onkel Doktor Noten geben. Vor einem Jahr berichtete ich bereits über dieses Vorhaben (siehe: Bewertungsportal für Ärzte). Im Grunde ein alter Hut, aber bei diesem Portal soll es laut dem Deutschen Ärzteblatt vom 25.05.10, eher um “soziale, kommunikative und organisatorische Aspekte gehen, weniger um eine medizinische Beurteilung”. Auch dürfen die Herren Ärzte ungünstige Bewertungen löschen lassen. Grund genug für mich schon mal vorab einen möglichen Fragenkatalog zu entwerfen.
Ich bin ja gerade nicht vor Ort in Deutschland, aber die Meldungen von den politischen Vorstößen unseres Gesundheitsministers Rösler dringen bis nach Tibet. Das Abschaffen des Numerus clausus könnte eine Antwort auf den Ärztemangel sein. Desweiteren will Rösler eine “Landarztquote” anregen. Wenn man sich also verpflichtet, später für einige Jahre als Landmediziner zu arbeiten, könnte man künftig leichter in das Medizinstudium gleiten.
Alles im Gesundheitssystem wird gekürzt und rationiert. Doch halt, ein kleines Dorf, jenseits der Gesundheitspolitik bleibt von diesen Maßnahmen verschont. Dies ist das Dorf der Chefs der gesetzlichen Krankenkassen. Auch 2009 gehörten sie zu den Spitzenverdienern in Deutschland. 2/3 dieser Chefs bekamen zudem mehr als im Vorjahr. Beispielsweise Norbert Klusen, Chef der Techniker Krankenkasse, steigerte sein Einkommen um fast 25.000 Euro im Vergleich zu 2008 (aktuell somit: 271.000 Euro). Siehe: Deutsches Ärzteblatt vom 19.03.2010
Eigentlich keine besondere Meldung. Mal wieder fallen sensible Dinge in die falschen Hände. Nur handelt es sich diesmal nicht um Telefonnummern, Kreditkarten sondern um medizinische Daten. (Das Ärzteblatt berichtet). Es könnten 1,5 Millionen Versicherte der BKK Gesundheit betroffen sein. Ungelernte Hilfskräfte eines angeheuerten Subunternehmens konnten anscheinend diese Daten von privaten Rechnern abrufen. Von Erpressung ist die Rede …
Wie hatten wir uns doch letzte Woche über 8 Euro Beitragserhöhung seitens einiger Krankenkassen empört. Doch logischerweise war dies nur der Anfang. Der höchstmögliche Zusatzbeitrag schwebt nun über den Versicherten (siehe pflegeberatung-aachen.de). Lohnt sich momentan also ein Kassenwechsel oder soll man erst mal abwarten?
Das Gesundheitssystem verschlingt Unsummen an Geld. Das Gesundheitsfondue (Fonds) ist irgendwie ranzig geworden. Die Kosten werden weiter steigen. Die Ärzte sind bereits an den Rand des Ruin getrieben. Was bleibt da noch für ein letzter Schachzug der Krankenkassen vor dem drohenden Untergang? Richtig! Einige von ihnen werden ab 1.2.2010 einen Zusatzbeitrag von den Versicherten fordern, und zwar skandalöse 8 Euro/ Monat. (siehe: Ärzteblatt 25.01.10)
Was machen die Deutschen 18 mal pro Jahr? Na? Nein, nicht in die Kneipe gehen, auch nicht ins Fußballstadion. Vielleicht Duschen? Sport treiben? Alles Unsinn. Wir gehen 18 mal pro Jahr zum Onkel Doktor. Jetzt ist es raus. Im internationalen Vergleich sind wir damit Spitze meint der Barmer-GEK-Arztreport (siehe Tagesschau.de). Schrecklich. Da drängen sich die Fragen auf: Wieso, Weshalb und Warum? Und wie kann man dies vermeiden? Denn Arztbesuche kosten schließlich unnötig viel Geld. Hier möchte ich einmal zur Klärung des Sachverhaltes beitragen.
Ein neues Jahr beginnt verheißungsvoll. Kurz vor Weihnachten bekamen die niedergelassenen Ärzte die Bescherung für das 2.Quartal 2009, sprich die Abrechnung. Na ja, nur ein halbes Jahr Verspätung. Sehen wir darüber hinweg. Und jetzt im neuen Jahr geistern wieder Schlagworte wie “Ärztemangel” und “Nachwuchsförderung der Allgemeinmediziner” durch die Presse (Deutsches Ärzteblatt 05.01.10).
Die erste offizielle Bad Bank Deutschlands kommt (wdr.de). Was heisst das eigentlich? Kaputtgewirtschaftete Banken können unsinnige Wertpapiere in die sogenannte “Schlechte Bank” auslagern. Die “Kernbank” ist damit wieder geschäftsfähig. Kosten für den Verlust tragen andere … Das gleiche System gibt es nun auch für niedergelassene Ärzte.
So langsam formiert sich das Kabinett. Philipp Rösler, FDP, bisher Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und stellvertretender Ministerpräsident des Landes Niedersachsen wird neuer Gesundheitsminister 2009 unter Schwarz/Gelb.
Na? Beide sollen gestoppt werden. Seitens der elektronischen Gesundheitskarte, über die ich ja schon mehrfach hier berichtet hatte, ist dies jetzt bereits eingetreten. Das Hamburger Abendblatt berichtete am 16.10.09 darüber. In den Koalitionsverhandlungen tut sich also doch etwas. (weiterlesen…)
Die Koalitionsgespräche laufen, die Minister müssen nun gefunden werden. Für mich ist der wichtigste und verantwortungsvollste Posten der des Gesundheitsministers. “Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts”. Ein eigentlich furchtbar abgedroschener Spruch, den ich nicht leiden kann, aber was Wahres ist halt doch dran. Wer auch immer der “Neue” sein wird, hier ist meine Wunschliste. Ich erwarte keine Wunder, ich erwarte nur eine gute und faire Arbeit.
Die Wahlen sind gelaufen. Aus ärztlicher Sicht eine Erlösung bezüglich der Gesundheitspolitik? Obs Schwarz-Gelb jetzt richten wird? Zumindest knallten gestern und heute in allen deutschen Praxen und Kliniken die Champagnerkorken, denn ein Posten muss nun neu belegt werden: Der des Gesundheitsministers.
In der Ärztezeitung wurde heute über 6 Ärzte berichtet, die seit dem 1.Juli 2009 in Gotha (Thüringen) gemeinsam eine Hausarztpraxis betreiben. Das Interessante dabei: Sie sind alle über 65 Jahre alt. Die älteste Kollegin feierte bereits ihren 70.Geburtstag. Wie kommt so etwas? Ganz einfach, der Ärztemangel machts möglich. Rente mit 67? Unsinn, viel zu früh. Hier kommt Monsterdocs chronologische Abfolge einer typischen Mediziner-Karriere in der heutigen Zeit.
Wie es schon etwas abzusehen war, gibts bei Monsterdoc stets eine entschärfende Gegendarstellung zu gewagten medizinischen Themen (Warum ich Sozialversicherungsmanagement nicht leiden kann). Also um ehrlich zu sein, trifft dieser Artikel eher die Wahrheit meiner Beziehung zu Angehörigen des Sozialstaates. Warum also mag ich doch das Sozialversicherungsmanagement?
Der 2000. Kommentar ist schon vor einigen Wochen von @comma geleistet worden. Ihrem Wunsch nach soll ich nun folgenden Artikel verfassen: “10 Gründe, warum Mitarbeiter der Sozialversicherungszweige (speziell KV, PV, UV) gegenüber Medizinern immer das Gefühl haben müssen, sich für ihren Job zu rechtfertigen”. Und ja, sie hat recht, es bestehen hier gewisse Aversionen aus medizinisch-ärztlicher Sicht. Warum also kann ich die Mitarbeiter von Krankenkassen, Pflegeversicherungen und Unfallversicherungen nicht leiden?
Nun, ich muss zugeben, dass ich mich in den letzten drei Wochen ausserordentlich gut erholt habe. Möglicherweise hatte ich zuviel Zeit zum Nachdenken, möglicherweise packte mich zuletzt der Höhenkoller auf 3000m. Doch in mir reifte ein Entschluss, der mein Leben nachhaltig verändern sollte: Es gibt in Deutschland leider keine Alternative, es mag grössenwahnsinnig klingen, aber hier sind die Gründe, warum ich Gesundheitsminister werden sollte.
Im Grunde sind die Flatrates ja schon ein alter Hut in diesem neuen Jahrtausend. Anfänglich gabs nur All-you-can-eat, All-inklusive-Reisen, Telefon und Internetdauerberieselung-Rate. Es folgten All-you-can-drink und andere … Aber halt, die älteste aller Flatrates ist doch die beim Arzt. (siehe: All-you-can-eat-Pillen auf wiwo.de (via Stationäre Aufnahme)) Einmal bezahlt und ein ganzes Quartal (!) lang Gesundheitsleistungen beziehen. (siehe auch: Transparenz – Was verdienen Ärzte 2009?)
Wie auf Monsterdoc üblich, werden sämtliche Themen mittels Pro und Contra erörtert. So auch bei den medizinischen Dingen, die die Welt nicht braucht, bzw. unbedingt benötigt. (weiterlesen…)
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