Momentan fordern gewisse polititsche Randgruppierungen eine Legalisierung bzw. Einführung von sogenannten Cannabis Clubs. Der Präsident der Bundesärztekammer Montgomery kritisierte dies (Ärzteblatt.de 25.1.12) bereits ebenso wie ranghohe Politiker. Interessante Forderung übrigens, wo doch jeder weiß, dass frühzeitiges und häufiges Kiffen Psychosen auslösen kann (welt.de 2008). Vielleicht möchten manche Politiker noch einen Schritt weitergehen und alle Drogen legalisieren. Hier einige Vorschläge dazu …
„Das Versorgungsstrukturgesetz sichert auch in Zukunft die bestmögliche medizinische Versorgung aller Bürgerinnen und Bürger.“ So heißt es auf der Website des Bundesministerium für Gesundheit. Im Wesentlichen soll dieses Gesetz am 1.1.2012 in Kraft treten. Ich möchte nur den Punkt “Sicherstellung der ambulanten ärztlichen Versorgung” in gewohnt bierernster Art und Weise darstellen.
Einige Patienten benutzen bereits die brandneue elektronische Gesundheitskarte. Auf diesem neuen Wunderding sind nach der Einschätzung mancher bereits Notfall-Krankendaten, Blutgruppe, Allergiepass, Operationen, Röntgenbilder und Medikamentenplan gespeichert. Leider falsch. Auf der Ecard befinden sich lediglich die Adresse und das Geburtsdatum, wie ich hier berichtete. Enttäuscht? Na gut, eine Kleinigkeit hatte ich vergessen: Den neuen Ecard Trojaner (siehe Ärztezeitung 12.10.11).
Und wieder steht ein gesundheitspolitischer Wechsel an. Der 34 jährige FDP-Mann Daniel Bahr wird Gesundheitsminister. Bereits 2009 wurde er als heißer Kandidat für den Thron gehandelt. Seit dieser Zeit verfolge ich übrigens sein Getwitter. Ich hoffe, dass er als Minister diesen Netzdienst weiter nutzen wird. Aber ich kann nicht richtig daran glauben.
Gestern gabs eine dicke Watschn von links für alle niedergelassenen Mediziner. Heute revidierte der bekannte SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach seinen fundierten Vorschlag (Ärztezeitung 8.2.11), nachdem er von allen Seiten heftig einstecken musste. Die ersten zwei Jahre soll die “Ärzteschaft” selbst für Sanktionen sorgen, falls Kassenpatienten nicht gleich wie Privatpatienten bezüglich der Terminvergabe behandelt werden.
In der Gesundheitspolitik gibt es fast jede Woche neue, stets gut gemeinte Vorschläge, die dann quasi aus dem Bauch heraus der Öffentlichkeit präsentiert werden. Neuester Coup der SPD: Niedergelassene Ärzte dürfen Privatpatienten bei der Terminvergabe gegenüber Kassenpatienten keinesfalls bevorzugen. Spätestens nach 5 Tagen sollen alle in der Sprechstunde drankommen. Sonst drohen harte Geldbußen bis zu … jetzt kommts … 25.000 Euro. Im schlimmsten Fall könnte sogar die Kassenzulassung zeitweise entzogen werden … (Quelle: Ärztezeitung 7.2.11)
Die Weihnachtsmaschinerie läuft auf Hochtouren. Aufatmen. Das Fest ist gerettet. Die Hausärzte in Bayern haben es nicht geschafft. Statt der geforderten 60%, wurden lediglich knapp 40% Kassenzulassungen weggehauen (siehe: br-online.de). Dieses reicht nicht zum Systemausstieg. Alles geht also seinen gewohnten Gang und Krankenkassenvorstände sowie Gesundheitspolitiker können beruhigt das Weihnachtsfest begehen. Also weiterhin Hausbesuche für 15,50 Euro. Naja, es wird schon gehen.
Dass es in der Gesundheitspolitik jede Woche ne andere Schlagzeile gibt, ist ja nix Neues. Dass es aber jetzt möglicherweise durch eine unglückliche Kettenreaktion zu einer Massen-Kassenzulassungs-Rückgabe nächsten Mittwoch in Bayern kommen könnte, hätte keiner geahnt. Kommt es zum Showdown am 22.12. titelt die Abendzeitung.de?
Heute ist die Bombe in Bayern geplatzt. Die AOK kündigt den Hausarztvertrag (siehe: br-online.de). Warum? Für Nichthausärzte, geschweige denn Nichtmediziner dürfte diese Aktion nur verständnisloses Achselzucken hervorrufen. Bei mir … äh … übrigens auch. Was ist passiert? Ich will es Euch mal kurz und trocken erklären.
Siegfried Spernau, seines Zeichens Hausarzt in Neu-Isenburg, wurde von der KV Hessen zu einer Zahlung von 110.000 Euro verdonnert. Grund: Zu viele Patienten behandelt! Soweit so gut, doch seine Patienten konnten dies gar nicht begreifen, und gingen daher für ihren Hausarzt im Oktober 2010 auf die Straße (siehe Patienten Demo). Gegen den Bescheid von der KV hat Spernau Widerspruch eingelegt. Doch nicht nur das, er hinterfragt nun auch das ganze Vertragsarztsystem (Ärztezeitung 3.12.10).
Ärzte gehen mittlerweile auf die Straße und demonstrieren für bessere Gehälter, bessere Gesundheitspolitik. Sie stellen sich in weißen Kitteln vor den Reichstag, und … na ja, okay, ab und zu werden auch Demonstranten für solche Zwecke gekauft (Der Tagesspiegel Berlin 20.12.2006). Aber ansonsten sind es wirklich Mediziner, die Schilder und Parolen darbieten. Mir persönlich fehlen ja noch die gitarrenspielenden Kollegen in der Fußgängerzone. Das kommt sicher bald. Neu ist aber, dass Patienten für ihren Hausarzt auf die Straße gehen. So geschehen in Neu-Isenburg (Springermedizin.de 11.10.2010).
Durch Zufall habe ich erfahren, dass es angeblich eine erneute Gesundheitsreform (mittlerweile die achte?!) gegeben hat. Kollege Rösler hat demnach Nägel mit Köpfen gemacht und entschieden, dass die wachsenden Kosten des Gesundheitssystems künftig vermehrt durch die Arbeitnehmer getragen werden sollen. Wie funktioniert das? Beiträge hoch auf 15,5%. Hatten wir übrigens schonmal 2009. Und künftig erheben die Krankenkassen Zusatzbeiträge, die sozusagen zusätzlich gelöhnt werden müssen.
Lange angekündigt (siehe: Ärzte bewerten), vor kurzem ging das Projekt an den Start: Das Arztbewertungsportal der AOK. Zeitnah wurden bereits die ersten scheinbaren Sicherheitslücken entdeckt. Die Ärztezeitung berichtete am 30.06.10 darüber, dass Redakteure des Berliner KV-Blattes fiktive Einträge ins Portal mittels Versicherungsnummern von bereits verstorbenen AOK-Mitgliedern oder Dummy-Versicherungskarten beisteuern konnten.
Ab Juni 2010 ist es endlich soweit. AOK-Versicherte können ihrem Onkel Doktor Noten geben. Vor einem Jahr berichtete ich bereits über dieses Vorhaben (siehe: Bewertungsportal für Ärzte). Im Grunde ein alter Hut, aber bei diesem Portal soll es laut dem Deutschen Ärzteblatt vom 25.05.10, eher um “soziale, kommunikative und organisatorische Aspekte gehen, weniger um eine medizinische Beurteilung”. Auch dürfen die Herren Ärzte ungünstige Bewertungen löschen lassen. Grund genug für mich schon mal vorab einen möglichen Fragenkatalog zu entwerfen.
Ich bin ja gerade nicht vor Ort in Deutschland, aber die Meldungen von den politischen Vorstößen unseres Gesundheitsministers Rösler dringen bis nach Tibet. Das Abschaffen des Numerus clausus könnte eine Antwort auf den Ärztemangel sein. Desweiteren will Rösler eine “Landarztquote” anregen. Wenn man sich also verpflichtet, später für einige Jahre als Landmediziner zu arbeiten, könnte man künftig leichter in das Medizinstudium gleiten.
Alles im Gesundheitssystem wird gekürzt und rationiert. Doch halt, ein kleines Dorf, jenseits der Gesundheitspolitik bleibt von diesen Maßnahmen verschont. Dies ist das Dorf der Chefs der gesetzlichen Krankenkassen. Auch 2009 gehörten sie zu den Spitzenverdienern in Deutschland. 2/3 dieser Chefs bekamen zudem mehr als im Vorjahr. Beispielsweise Norbert Klusen, Chef der Techniker Krankenkasse, steigerte sein Einkommen um fast 25.000 Euro im Vergleich zu 2008 (aktuell somit: 271.000 Euro). Siehe: Deutsches Ärzteblatt vom 19.03.2010
Eigentlich keine besondere Meldung. Mal wieder fallen sensible Dinge in die falschen Hände. Nur handelt es sich diesmal nicht um Telefonnummern, Kreditkarten sondern um medizinische Daten. (Das Ärzteblatt berichtet). Es könnten 1,5 Millionen Versicherte der BKK Gesundheit betroffen sein. Ungelernte Hilfskräfte eines angeheuerten Subunternehmens konnten anscheinend diese Daten von privaten Rechnern abrufen. Von Erpressung ist die Rede …
Wie hatten wir uns doch letzte Woche über 8 Euro Beitragserhöhung seitens einiger Krankenkassen empört. Doch logischerweise war dies nur der Anfang. Der höchstmögliche Zusatzbeitrag schwebt nun über den Versicherten (siehe pflegeberatung-aachen.de). Lohnt sich momentan also ein Kassenwechsel oder soll man erst mal abwarten?
Das Gesundheitssystem verschlingt Unsummen an Geld. Das Gesundheitsfondue (Fonds) ist irgendwie ranzig geworden. Die Kosten werden weiter steigen. Die Ärzte sind bereits an den Rand des Ruin getrieben. Was bleibt da noch für ein letzter Schachzug der Krankenkassen vor dem drohenden Untergang? Richtig! Einige von ihnen werden ab 1.2.2010 einen Zusatzbeitrag von den Versicherten fordern, und zwar skandalöse 8 Euro/ Monat. (siehe: Ärzteblatt 25.01.10)
Was machen die Deutschen 18 mal pro Jahr? Na? Nein, nicht in die Kneipe gehen, auch nicht ins Fußballstadion. Vielleicht Duschen? Sport treiben? Alles Unsinn. Wir gehen 18 mal pro Jahr zum Onkel Doktor. Jetzt ist es raus. Im internationalen Vergleich sind wir damit Spitze meint der Barmer-GEK-Arztreport (siehe Tagesschau.de). Schrecklich. Da drängen sich die Fragen auf: Wieso, Weshalb und Warum? Und wie kann man dies vermeiden? Denn Arztbesuche kosten schließlich unnötig viel Geld. Hier möchte ich einmal zur Klärung des Sachverhaltes beitragen.
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