Wir befinden uns im OP Ihres Vertrauens – ein altbekannter Anblick … die Chirurgin operiert, der Anästhesist postet gerade etwas auf Facebook …
Hatte mich doch neulich der Saarländische Rundfunk gefragt, ob ich der Meinung wäre, dass Twitter das Zeug zum Krankheitstrend-Barometer hätte (Zeit Online 3.4.12). Twitter kann ja so einiges. Es werden jede Menge Infos in 140 Zeichen gepresst, aber taugt es auch, vorausgesetzt man wertet Millionen von Tweets aus, zur Vorhersage einer möglichen Pandemie?
Während den Operationen macht der gasförmige Mediziner, auch Schlafwagenschaffner genannt, in der Regel eine kleine Arbeitspause. Lästige Unterbrechungen wie Blutprodukte anhängen oder gar Medikamente nachspritzen werden hier nicht gern gesehen, sind aber manchmal unvermeidlich. Alle Kreuzworträtsel gelöst? Anästhesieprotokoll ausgefüllt? Die 24-Band Enzyklopädie von einem namhaften Lexikonhersteller durchgelesen? Na dann wirds Zeit zum Web überzuwechseln. Es gibt doch so viel Spannendes aus dem OP zu twittern.
Twittern tun ja schon alle, Hausärzte, Irrenärzte, Schönheits- Chirurgen und Notärzte … doch wie siehts mit einem Account beim Gesichtsbuch aus? Da tut sich noch nicht viel. Dabei gäbe es doch soviel zu berichten, beispielsweise direkt aus dem OP-Saal. Heute möchte ich Euch einen Anästhesisten vorstellen, der live aus dem OP postet … doch lest selbst …
Im letzten Artikel Online Sprechstunde kam Hootch auf eine hervorragende Idee. Man könnte gemäß dem Portal, Frag einen Anwalt, ein ebensolches für Ärzte schaffen. Frag-den-Doktor.irgendwas beispielsweise. Patienten stellen eine Frage und bieten einen Eurobetrag für die Beantwortung.
Heutzutage ist es in der Regel nicht mehr notwendig seine vier Wände zu verlassen. Einkaufen, Arbeiten, Kommunikation, Konsum, alles ist von zu Hause aus möglich. Doch Moment, eine Sache würde noch fehlen. Der Arztbesuch … allerdings ist auch dies kein echtes Problem, denn nette Hausärzte besuchen Patienten gerne mal nach Feierabend. Die Krankheit sollte dann in diesem Fall allerdings etwas schwerwiegender als ein Schnupfen sein. Doch zurück zum Thema, die Online Sprechstunde.
In den letzten Jahrzehnten machte die Medizin riesige Fortschritte, computergestützte Verfahren ermöglichen neuartige Operationen beispielsweise in orthopädischen oder urologischen Bereichen. Computer bzw. Roboter sind genau und unfehlbar, sollte man meinen. Wird der Mensch möglicherweise irgendwann einmal aus gut geführten Operationssälen verschwinden? In den 90er Jahren gab es bereits den Robodoc, der Hüftoperationen durchführte. Aufgrund von vermehrten Komplikationen verschwand dieser aber wieder (Br-Online. de 10/2010). Letztlich bleibt der Mensch also immer noch unersetzlich? Doch jetzt bekommen Anästhesisten blecherne Konkurrenz.
(Schönheits-)Chirurgen tun es, Irrenärzte tun es, Notärzte tun es. Alle Ärzte tun es irgendwann einmal. Ob anonym oder mit (Nick)Name. Was eigentlich? Twittern! Immer einen Schritt hinterher ist der gemeine Hausarzt. Aber auch dieser soll gelegentlich mal zwitschern, habe ich gehört. So könnte also ein fiktiver Hausarzt-Tweet aussehen:
Wie der Alltag eines Hausarztes im Jahre 2019 aussehen wird, wissen wir schon. Doch wie steht es mit den anderen Disziplinen? Auch im Bereich der Notfallmedizin wird sich einiges tun. Dank der routinemäßig implantierten D- und T-Chips können die gängigsten Erkrankungen und Notfälle bereits durch das System selbst oder vom Hausarzt abgefangen werden. Dennoch gibt es wichtige Aufgabenfelder für den Notarzt.
21.45 Uhr ARD / “Hart aber fair” diskutieren wir einmal live auf Twitter. Es folgt ein kleines Experiment. Ich gucke mal ausnahmsweise in die Flimmerkiste und kommentiere live diese Sendung. Auf gehts, ich bin spät dran.
(more…)
Skandalös, skandalös. Immer mehr Ärzten, Rettungsdienstlern und Pflegern/Schwestern begegnet man auf Twitter. Während Operationen, Notarzteinsätzen und Psychotherapie-Sitzungen wird immerfort gezwitschert. Doch da fehlen doch noch etliche Berufsgruppen. Auch beispielsweise Schönheitschirurgen sollten endlich mal zeitnah über aufregende Erlebnisse berichten.
Twittern ist modern, bringt schnelle umkomplizierte Information und macht Spaß. Das chirurgische Twittern allerdings, das in den USA praktiziert wird, wird hierzulande mit gemischten Gefühlen betrachtet. Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie warnte ja bekanntlich vor dem Twittern aus dem OP (siehe: Ärzteblatt 15.12.09). Wie sollte nun ein ordnungsgemäßer Tweet aus dem OP eigentlich aussehen?
Chirurgen twittern, Notärzte twittern, also sollten es Psychiater auch tun. Damit hier keine Missverständnisse aufkommen: Mein Notarzt Twitter von September 2009 war selbstverständlich fiktiv. Ich weise extra noch einmal darauf hin, weil in der Leserschaft wohl Zweifel diesbezüglich aufkamen.
Krankheiten peinigen die Menschheit schon seit Anbeginn der Welt. In unserer Zeit dominieren Herz-Kreislauferkrankungen in den Statistiken der Todesursachen, Infektionskrankheiten sind vor allem in Entwicklungsländern sehr häufig. MRSA, Norovirus, Tuberkulose, neuerdings H1N1 und andere Mutationen sind schwer im Kommen. Wie könnte das Krankheits-Szenario in 10 Jahren aussehen?
Ein Skandal, im Operationssaal wurde getwittert. Netdoktor.de berichtete. Dabei ist dieses Mikroblogging doch so modern. Menschen haben ein Recht darauf, zeitnah über wichtige medizinische Sachverhalte informiert zu werden. Also los gehts. Da ich heute auf Notarztdienst bin, schaut euch mal folgenden Tweet des letzten Einsatzes an. (Foto wurde entfernt)
Wer kennt Sie nicht, die unheimlichen, sabbernden Ausserirdischen, bekannt aus Funk und Fernsehen? Aus vielen unterschiedlichen Welten stammen sie, zahlreiche Erscheinungsbilder können sie annehmen. Doch auch diese Lebensformen bieten für den interessierten Mediziner neuartige Krankheitstypen, die es zu klären gilt. (more…)
Die heutige Realität in deutschen Arztpraxen: Stundenlang muss man im verkeimten Wartezimmer sitzen und sich die Lebensgeschichten seiner Sitznachbarn anhören. Wie altmodisch! Zur sinnvollen Ergänzung der Sprechstunde, gibt es nun eine virtuelle Arzt-Patienten-Sitzung, und das garantiert keimfrei. (more…)
Ärzte sind keine Halbgötter in Weiss, sie sind Menschen und machen daher auch Fehler. Auf Focus-Gesundheit wird aktuell darüber berichtet, dass aus diesem Grunde mehr medizinische Simulatoren zur Verfügung stehen sollten. Für Notärzte gibt es bereits hochwertig “Trainingsgeräte”. (more…)
Roboter sind in allen medizinischen Bereichen stark im Kommen. Also brauchen wir auch in der Pflege Androiden zur Entlastung des Personals. Der Informationsdienst Wissenschaft (IDW) berichtete im Januar 2009 über ein entsprechendes Forschungsprojekt der Universität Duisburg-Essen.
Das sogenannte Web 2.0 bietet viele Möglichkeiten, die leider vor allem in medizinischer Hinsicht (noch) häufig ungenutzt bleiben. Mittlerweile gibt es unzählige Plattformen, soziale Netzwerke und Applikationen, die ich in dieser Serie einmal näher beleuchten möchte. Heute: Twitter (Erklärung bei Wikipedia), eine “relativ neues” und aufstrebendes Format, einfacher gesagt: “Massen-SMS aufm Computer”. Kann Twitter (Gezwitscher) nun medizinisch sinnvoll genutzt werden?
Design von Perun modifiziert vom Chefarzt | expertenteam | impressum